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Hallo liebe Foris und Betroffene,

ich habe seit ein paar Tagen die Vermutung, dass ich eine PSA habe, bin mir aber nicht ganz sicher und werde deswegen morgen auch zum Hausarzt gehen und danach wahrscheinlich auch gleich zum Internisten/ Rheumatologen. Vorher würde ich gerne Eure Einschätzung haben, da ich hier im Forum irgendwie nur auf mittlere und schwere Verläufe gestoßen bin.

Kurz zu meiner rein subjektiven Anamnese:

Ich habe seit ca. 5-7 Jahren eine Schuppenflechte am linken Fuß, die im Laufe der Zeit immer größer geworden ist und nun so ca. 1€Stückgröße hat. Habe mir nie was bei gedacht, dachte es wäre eine Druckstelle vom Schuh die einfach nicht weggeht. Hatte und habe auch keinen Juckreiz an der Stelle. Also nie srüber nachgedacht und weggedrückt.

Am Anfang des Jahres hatte ich eine ziemlich heftige Herz-OP und musste im Anschluss BetaBlocker nehmen, bin aber nun seit 2 Monaten wieder medifrei. Dies schreibe ich deshalb, da ich irgendwo gelesen habe, dass Betablocker durchaus auch Auslöser sein können ....

Vor ein paar Monaten hatte ich dann im rechten Fuß plötzlichen Fersenschmerz für einen Tag und konnte kaum auftreten. Am nächsten Tag war wieder alles ok, also nichts weiter bei gedacht.

Vor ein paar Wochen schwoll aufeinmal das Gelenk des rechten Mittelfingers an und schmerzte so, als hätte ich mir diesen irgendwo eingequetscht. Auch hier war am nächsten Tag wieder alles ok, also wieder nix bei gedacht.

Vor 2 Tagen das Gleiche wieder, aber nun der kleine rechte Zeh, welcher aber immer noch etwas weh tut.

Mittlerweile hat sich auch eine kleine 1Centstück große Schuppenflechte am rechten Fuß (Kahnbein) gebildet.

Ansonsten hab ich eigentlich keine anderen Schmerzen. Klar hatte ich bestimmt auch Mal Rückenschmerzen und andere Wehwehchen, kann aber nun im Nachhinein natürlich nicht einschätzen, ob das alles miteinander zusammenhängt.

Bei meinen letzten Blutbildern war alles ok, außer leeres Eisendepot, wahrscheinlich aufgrund der OP und auch vielleicht weil ich seit Jahrzehnten vegetarisch lebe. Dies müsste jetzt aber auch ok sein, erfahre ich Mittwoch.

Was denkt Ihr? Hört sich doch irgendwie nach dem typischen Verlauf einer PSA an, oder? Wenn ich Eure Berichte hier lese, wird mir jetzt schon unwohl, wenn ich an den möglichen Medikamentenmarathon denke, etwas was ich immer vermeiden möchte so lange es geht.

Freue mich auf Antworten.

Schöne Grüße

Milena

Hervorgehobene Antworten

  • Ersteller

Achso, bei den kleinen schuppenflechtenartigen Stellen an den Füßen handelt es sich wohl um ein Ekzem, das durch eine Gräserpollenallergie ausgelöst wird. Wusste bis dahin nicht, dass ich überhaupt allergisch bin. Auf Hühnereiweiß und -eigelb wohl auch und zig andere Milbenarten. Habe dafür jetzt eine cortisonhaltige Salbe bekommen. Mal schauen ...

  • 1 Monat später...
  • Ersteller

Also mein Rheumatologe ist fest davon überzeugt, dass es sich beimir um eine PSA handelt, nur eben ohne Schuppenflechte.

Habe gerade jetzt bei diesem regnerischen Wetter leichte Versteifungen in den einzelnen Fingergelenken und im Ellenbogen. Es tut nicht sonderlich weh, es nervt nur einfach.

Werde, bevor ich mit der Chemiekeule rangehen muss, erst meine Ernährung komplett umstellen auf glutenfrei und basisch. Vergetarisch lebe ich ja schon seit mehr als 20 Jahren. Hat jemand von Euch denn schon die Ernährung umgestellt und Veränderungen feststellen können?

LG Milena

Hallo Milena,

dein hin und her mit Hausarzt und Dermatologe kommt mir sehr bekannt vor. Bei meinen Hautproblemen (speziel Haaransatz Gesicht und Füße) hat man auf Allergien, Neurodermitis oder sogar Pils gesetzt. Es wurde jedoch nie eine nachweisbare Allergie oder Pilz festgestellt. So bin ich gut 30 Jahre mit diesen Bescherden herumgelaufen und habe versucht mir selbst zu helfen (Ernährung/ Bäder/ Öle usw.)

Seit einigen Jahren kamen dann immer öfter Sehnenentzündungen (Ferse, Hand, Schulter), Schmerzen im Großzehgelenk und kleinem Zeh hinzu. Vor gut 12Jahren LWS seit 5Jahren ständige Schmerzen im Schulterbereich...ständige besuche beim Orthopäden...die HWS war Schuld...Behandlungen hatten gar keinen Erfolg.

Seit 2Jahren bin ich nun Arbeitsunfähig, weil gar nicht`s mehr ging...überall Schmerzen ( Berührungsschmerz/ Sehnen/ Nerven/ Gelenke/ Augen) ...habe an meinem Verstand gezweifelt und war verzweifelt.

Erst die Rheumatologin hat es festgestellt...es ist die PSA ...die diese ganzen Beschwerden bereitet...endlich weiß ich wo ich dran bin.

Seit April bekomme ich nun Enbrel zusammen mit regelmäßigen Tramal einnahmen und habe erste Erfolge..kleiner Zeh nicht mehr so dick und die Augen sind nicht mehr so empfindlich und die Schmerzen sind meistens besser auszuhalten.

Ach ja...Ernährung..muss glaub jeder selber feststellen, was gut oder nicht so gut ist. Hatten dieses Thema im PSA und PSO-Treff und es gibt scheinbar keine Kostform die zu jeder Person passt. Manche verzichten auf Süßes und Alkohol, vertragen bestimmte Obstsorten oder rohes Obst (bei mir sind es z.B. rohe Äpfel und Weintrauben) nicht usw..

LG Tangita

Also mein Rheumatologe ist fest davon überzeugt, dass es sich beimir um eine PSA handelt, nur eben ohne Schuppenflechte.

Habe gerade jetzt bei diesem regnerischen Wetter leichte Versteifungen in den einzelnen Fingergelenken und im Ellenbogen. Es tut nicht sonderlich weh, es nervt nur einfach.

Werde, bevor ich mit der Chemiekeule rangehen muss, erst meine Ernährung komplett umstellen auf glutenfrei und basisch. Vergetarisch lebe ich ja schon seit mehr als 20 Jahren. Hat jemand von Euch denn schon die Ernährung umgestellt und Veränderungen feststellen können?

LG Milena

Du hast auf jedenfall eine Psoriasis, zumindest wenn Du den Befund PsA hast. Oft verläuft es latend oder die Pso kommt erst später durch. Meist beachtet man kleine Stellen kaum, auch weil sie oft auf der behaarten Kopfhaut sind. Dein Arzt muss aber davon ausgegangen sein, sonst hätte er die Diagnose PsA nicht stellen können. Es gibt ja auch andere Formen von Arthritis.Ich kenne einige die mit der Haut keine Probleme haben, aber eine aktive PsA haben.

Nicht immer muss man gleich eine Basistherapie machen, aber wenn es sehr aktiv wird muss man aufpassen damit man Gelenkveränderungen zuvorkommt.

Gruß Lupinchen

  • Ersteller

@tangita

Wenn ich das von dir lese, kommt mir das irgendwie noch so weit weg vor, aber wie ich jetzt von mehreren Seiten erfahren habe, ist PSA halt eine echt unberechenbare Krankheit und wann wie was wie stark ausbricht, ist sowas von individuell. Da ich die Schmerzen, die ich habe, noch im erträglichen Rahmen sind, werde ich erst Mal mit Ernährung und einem Kombinationsverfahren der Habichtswaldklinik experimentieren. Alle schulmedizinischen Verfahren kann ich immer noch nutzen, wenn es gar nicht mehr anders geht.

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die kleinen Stellen an meinen Füßen eine Schuppenflechte sond und der Dermatologe einfach keine Ahnung hatte, denn er gehörte zur alten Garde (wo ich eigentlich dachte, dass die fitter sind bzgl.erfahrungswerte) und erklärte auch nicht viel, sondern legte fest und ließ keinen wirklichen Austausch zu. Dies ist mir aber besonders wichtig, genauso wichtig wie die leider noch nicht gängige Kooperation zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde ... Nun. Ja, wir werden sehen ...

@Lupinchen

Ich werde auf jeden Fall darauf achten, dass ich nicht zu leichtsinnig werde und Langzeitschäden riskiere. Es ist irgendwie immer noch schwer für mich, mich mit dieser Diagnose zu identifizieren, denn ich wache nachts nicht vor Schmerzen auf und auch sonst ist eben noch alles "im Kleinen" ...

LG Milena

  • 5 Monate später...
  • Ersteller

Hallo Foris,

ich wollte an der Stelle nur Mal einen Statusbericht geben und Euch um Eure Meinung bitten.

Habe von November bis Ende März mit hochdosiertem Boswellia Serrata begonnen und hatte seitdem erst einmal einen Schmerzschub in den ISG (es wurde ja eine Sakroilitis diagnostiziert aufgrund vom MRT-Befund und ne Romanus Läsion). Ansonsten war nichts weiter seitdem, auch mein Blutbild ist unauffällig, kein erhöhtes CRP oder andere erhöhten Entzündungsmarker.

War auch nicht mehr beim Rheumatologen seitdem ...

Nun mache ich gerade eine Darmreinigungskur mit diversen Kräutern (tgl. 1-2 Shakes) und nehme Kapseln zum Darmaufbau. Seitdem fühle ich mich nicht nur insgesamt fitter, sondern habe im Rücken keine Schmerzen mehr, wobei diese eben wirklich nur bei starker Belastung (was ja normal ist wenn man keinen intensiven Sport betreibt) auftraten und eben ein Mal so. Ob das nun Zufall ist weil eben einfach kein Schub, keine Ahnung. Zwischendurch hat sich aber immer wieder Mal der kleine Zeh gemeldet, aber harmlos.

Hatte schon immer recht rauhe Knie und nu ist je Knie noch eine kleine 20Cent große Stelle entstanden mit weißen Hautschüppchen drauf. Nicht schön, aber im Vergleich zu anderen Bildern aus dem Netz zum Thema PSA/PSO harmlos.

Meine Frage an Euch lautet nun wie folgt: ich fühle mich fit und seit Monaten zu 95% schmerzfrei. Ist eine typische medikamentöse Therapie denn JETZT überhaupt schon notwendig? Oder kann es sein, dass wenn ich warte, es zu spät ist, weil ohne dass ich es mitbekommen habe die Gelenke kaputt sind? Wobei man doch Schmerzen haben und es merken müsste, dass da in den Gelenken ein Zerstörungsprozess von Statten geht ....

Danke schon Mal für die Antworten und ein schönes Osterfest Euch allen ...

LG Milena

  • 2 Wochen später...
  • Ersteller

Haaaaalllllooooo .... Eure Meinung hätte mich schon interessiert, sonst hätte ich dieses Forum ja nicht benutzt :unsure:

Was für eine Frage, liebe Milena, das ist deine Entscheidung zusammen mit deinem Arzt. Keiner kann dir sagen, was die Psa anstellt, ob sie ruht oder ihr Werk still und langsam fortsetzt.

 

Ich habe eine lange Zeit keine Medikamente genommen, habe die Schmerzen ignoriert und nicht wahr haben wollen und nun den Schlamassel. Ich war lange Zeit in meinen Augen schmerzfrei und habe dann erst nach dem ich das erste mal MTX bekam, bemerkt was "schmerzfrei" heißt. Ergo habe ich meinen "Umbauschmerz" ignoriert. Da ich nun weiß, ich habe PSA und wie es aussieht eine recht aktive...ich würde nicht mehr so ganz ohne (für längere Zeit) innere Therapie sein wollen!

 

Lupinchen hat das alles, eigentlich sehr schön beschrieben.

 

Diese Entscheidung kann dir keiner abnehmen. Wie geschrieben, für mich war die Zeit "ohne"...im Rückblick ein großer Fehler!

 

Wünsche dir Klarheit und eine gute ärztliche Beratung!

LG

  • Ersteller

Danke für die ehrliche Antwort.

Möchte dir nicht den Mut nehmen, es gibt so viele Unterschiede in der Psa, Dauermedikamente sind eben auch nicht "das Nonplusultra" des Lebens...aber manchmal halt zwischen der Wahl der Übel das Geringere....

 

Drück dir Daumen für eine gute Entscheidung für dich!

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