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Sind Psoriasis-Begleiterkrankungen eine "Erfindung" der Pharmaindustrie?

Immer wieder wird von Psoriasis-Betroffenen der Verdacht geäußert, die Warnungen vor (lebensgefährlichen) Begleiterkrankungen könnten völlig übertrieben sein. Es seien vor allem Pharmafirmen, die seit einigen Jahren Studien und Projekte zu „Komorbiditäten“ finanzieren und sie entsprechend auslegen. Damit würden sie sich die wissenschaftliche Begründung „erkaufen“, weshalb (ihre) Psoriasis-Medikamente dauerhaft und lebenslang genommen werden müssten. Wenn man bei anderen Krankheiten genauso intensiv forschen würde, erhielte man vermutlich ähnliche Ergebnisse. Fast jede Krankheit kann auch weitere Krankheiten provozieren.

Was würden Sie solchen kritischen Patienten antworten?

Hervorgehobene Antworten

Hallo Rolf, vielen Dank für Ihre Frage. Es ist nicht einfach, mit solchen "Fragen" und "Zweifeln" die wissenschaftliche Evidenz der letzten 10 Jahre zu kritisieren. Und m.E. auch nicht gerechtfertigt. Niemand muss sich behandeln lassen. Gerade die neuen Arzneimittel der letzten Jahre haben viele wichtige Erkenntnisse im Krankheitsverständnis ergeben. Natürlich ist lange nicht alles erforscht, aber es geht ja weiter und der Erkenntniszuwachs steigt. Vielleicht wollen ja die Krankenkassen oder die Patienten selbst die Forschung finanzieren. Vielleicht sind Krankheiten ja überhaupt eine Erfindung der Ärzteschaft, damit unsere Daseinsberechtigung nicht in Frage gestellt wird? Natürlich haben Sie Recht, unser Organismus ist ein überaus komplexes System, jede Veränderung löst ggf. weitere Reaktionen aus und damit kann die eine Krankheit auch weitere nach sich ziehen. Dann ist es aber noch wichtiger, dies aufzudecken und zu behandeln. Damit argumentieren Sie selbst eigentlich "pro" Begleiterkrankungen.

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