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Guten Tag,

ich leide seit 5 Jahren an einer Psoriasis Guttata die immer wieder übergeht in eine dauerhafte Psoriasis Vulgaris. Die Phototherapie, sprich Sonne und Meer funktioniert sehr gut. Seit einiger Zeit gehe ich nun auch regelmäßig zur Bestrahlung beim Hautarzt( 3mal die Woche) mit UVB. Meine Frage lautet ob und wenn ja wie stark sich das Hautkrebsrisiko erhöht, da ich doch bereits einige Muttermale besitze?

Viele Dank und viele Grüße!

Hervorgehobene Antworten

Vorbemerkung. Das Internet ersetzt nicht den Arztbesuch - Leitlinien.

Online-Informationen zu Krankheiten und Behandlungen bergen Chancen und Risiken. Ziel ist der gut informierte Kranke. Die erfolgversprechende Behandlung setzt Diagnosen voraus, die auf ärztlicher Befragungen und angemessener Untersuchung beruhen und die spezifische Situation des Kranken berücksichtigen.
 
Dabei kommt den Leitlinien der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften  (AWMF) besondere Bedeutung zu. Diese Leitlinien wurden folgendermaßen definiert: Die "Leitlinien" der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften sind systematisch entwickelte Hilfen für Ärzte zur Entscheidungsfindung in spezifischen Situationen. Sie beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Verfahren und sorgen für mehr Sicherheit in der Medizin, sollen aber auch ökonomische Aspekte berücksichtigen. Die "Leitlinien" sind für Ärzte rechtlich nicht bindend und haben daher weder haftungsbegründende noch haftungsbefreiende Wirkung.
Die AWMF erfasst und publiziert die Leitlinien der Fachgesellschaften mit größtmöglicher Sorgfalt - dennoch kann die AWMF für die Richtigkeit des Inhalts keine Verantwortung übernehmen. Insbesondere für Dosierungsangaben sind stets die Angaben der Hersteller zu beachten!

 

Antwort:

 

Das sollten Sie Ihren Hautarzt fragen, der Hauttyp, Muttermale und weitere Riskofaktoren beurteilt. Langfristige UV-Einwirkungen lassen die Haut vorzeitig altern. Nicht gerade nett, wohl aber zutreffend ist der Spruch "Die Bronzevenus von heute ist die Backpflaume von morgen."

 

Nach 150-200 PUVA-Behandlungen ist mit einer Steigerung des Hautkrebsrisikos zu rechnen (AWMF-Leitlinie). Dort heißt es:

 

Langfristig führt UV-B-Phototherapie zu Lichtschäden der Haut und vorzeitiger Hautalterung. Die potenzielle Karzinogenität der UV-B-Phototherapie wird kontrovers diskutiert. Tierexperimentell sind karzinogene Effekte belegt. Diese scheinen jedoch bei Schmalspektrum-Therapie eher geringer ausgeprägt zu sein als bei Breitspektrum-UV-B. Die verfügbaren Daten zur Anwendung am Menschen erlauben derzeit keine abschließende Bewertung.

 

Prof. Dr. med. H. Meffert
hans.meffert@web.de

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