Für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis ist es unbestritten besser, wenn sie nicht rauchen. Wer es nicht schafft, davon zu lassen, hat in diesem Kurs die Gelegenheit, sich mit seinem Rauch-Verhalten zu beschäftigen.
Das UKSH Gesundheitsforum Kiel bietet einen Rauchentwöhnungs-Kurs an. Er wird digital und vor Ort in Kiel abgehalten. Und: Er ist kostenlos.
Sucht und Gewohnheit – die beiden großen Hindernisse beim Nichtrauchen – werden in Teil 2 des Kurses demontiert, individuelle Strategien erarbeitet. Am Ende des zweiten Kurstages soll der Plan des Rauchstopps sehr konkret geworden sein.
Der Kurs ist nicht als Frontalvortrag gedacht, sondern als moderierte gemeinschaftliche Diskussion. Dadurch soll die Möglichkeit entstehen, dass jeder seinen eigenen Weg zum Nichtraucher findet. Es wird aber natürlich auch respektiert, wenn sich Teilnehmer nicht an den Diskussionen beteiligen wollen.
Der Kurs ist ein Gruppenkurs mit Eike Hansen, einem zertifizierten Rauchentwöhnungstrainer mit jahrelanger Erfahrung Er ist Lungenarzt und Ex-Raucher und weiß genau, worüber er redet. Die drei Teile des Kurses bauen aufeinander auf, sie können aber auch jeweils einzeln besucht werden.
Informationen zum Kurs gibt es unter Telefon 0431 500-10741 oder per Mail an gesundheitsforum.kiel@uksh.de. Auf beiden Wegen kann man sich auch anmelden.
Wer vor Ort teilnehmen will: Die Veranstaltung findet im UKSH Gesundheitsforum im CITTI-Park Kiel am Mühlendamm 1 in 24113 Kiel statt.
09. September 2026 16:00
Hallo zusammen
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ich habe, als ich 2014 mit Psoriasis Arthritis diagnostiziert wurde, viel in Foren nach Erfahrungsberichten gesucht und gehofft Dinge zu erfahren, die es mir leichter machen mit dieser Krankheit umzugehen. Ich habe gefühlte 50.000 Berichte über gefühlte 50.000 Medikamente gelesen, aber am Ende meiner Internet-Recherche hatte ich nicht das erhoffte Gefühl der Erleichterung und Hoffnung darauf, dass es irgendwann besser wird. Ganz im Gegenteil: Ich war verwirrt und verängstigt. Deshalb möchte ich gerne mal meine Erfahrung hier erzählen. Ich hoffe das hilft allen die neu diagnostiziert wurden und/oder Angst vor der bevorstehenden Therapie haben.
Bei mir hat alles sehr einfach angefangen. Januar 2014 habe ich mich bei meinem Hausarzt über Schmerzen im rechten Knie beschwert. Zuerst lag der Verdacht auf einer einfachen Sportverletzung, also bin ich mit Ibuprofen nach Hause geschickt worden. Als die Schmerzen nicht aufhörten, vermutete mein Hausarzt, dass ein Ungleichgewicht in meinen Beinen besteht und schrieb mir eine Überweisung zum Orthopäden.
Im Juni (ja, 6 Monate später bekam ich erst einen Termin!) hat der Orhopäde nur Flüssigkeit im Knie festgestellt und gesagt er könne da nichts machen.
Dann ging alles sehr schnell.
Nach dem Termin beim Orthopäden hat es eine Woche gedauert bevor ich eines morgens im Bett lag und mich nicht mehr bewegen konnte. Ich dachte mein Körper sei gelähmt und ja, es war das unheimlichste, was ich jemals erlebt hatte. Nachdem mich mein Freund zum Auto und dann zum Hausarzt getragen hat, hat dieser auch endlich verstanden, dass etwas grundlegend nicht stimmt. Nach diversen Tests und Untersuchungen nach Zeckenbissen, entschied mein Arzt, dass ich zum Rheumatologen muss. Da es bei mir sehr dringend war, hat mein Arzt mir einen Termin beim Rheumatologen verschafft (alleine hätte ich dafür wahrscheinlich auch einige Monate gebraucht).
Bei diesem war die Diagnose schnell gestellt: Mein Vater leidet seit Jahren an Psoriasis, ich habe eine leichte Psoriasis, meine Schmerzen können nur von Psoriasis Arthritis hervorgerufen werden.
Ich erspare euch die Aufzählung von Medikamenten und Tests die nötig waren, worauf ich hinaus will, ist die psychische Belastung die man durchmacht.
Die Angst, als ich in meinem Bett lag und keine meiner Gliedmaßen bewegen konnte, war riesengroß. Der Stress, den man erlebt, wenn man von Arzt zu Arzt hetzt und einfach nur wissen will, was mit einem nicht stimmt, ist enorm.
Niemand erzählt dir das. Niemand sagt dir, wie schwer es ist, einfach durchzuhalten.
Ich hatte oft das Gefühl, dass ich mich nicht beschweren darf. Ist ja nicht so, dass ich eine tödliche Krankheit habe. Warum also weinen? Warum trübsal blasen?
Aber man DARF verzweifelt sein! Man darf weinen! Man darf es scheiße finden! (Entschuldigt die Wortwahl) Und man darf sich darüber beschweren!
Man darf und sollte seinen Arzt darauf ansprechen, wie man sich fühlt. Nicht nur körperlich, sondern seelisch.
Es ist OK!
Denn es wird besser! Dafür sind Ärzte da, auch wenn diese manchmal vergessen, dass ein paar tröstende Worte auch mal nett wären.
Das Einzige, was man selbst tun musst, ist Geduld zu haben.
Geduld und Vertrauen darauf haben, dass es irgendwann besser wird, dass man irgendwann das richtige Medikament und die richtige Dosis gefunden hat.
Nach 1,5 Jahren (und laut meinem Arzt und anderen Betroffenen ist das eine kurze Dauer) habe ich das Richtige für mich gefunden und endlich wieder das Gefühl mein Leben auch wirklich leben zu können.
Mein Gesundheitszustand ist natürlich abhängig von Medikamenten, aber ich habe gelernt damit umzugehen.
Habe ich mein altes Leben zurück? Nein.
Ich war damals im 3. Semester meines Studiums und konnte vor und nach der Diagnose lange nicht an den Vorlesungen teilnehmen. PSA hat mich in meiner Lebensplanung locker 2 Jahre zurückgeworfen, aber jetzt weiß ich, dass ich keine Lebensplanung brauche! Mit PSA ist es einfach schwierig Pläne zu machen, Spontanität ist nun eine meiner besten Eigenschaften (und das war für mich, Kontrollfreak, gar nicht so leicht)!
Was ich mit dem Ganzen sagen möchte ist: Man darf seinen Frust mal rauslassen, aber es führt leider kein Weg daran vorbei, dieser Krankheit einen Teil in seinem Leben freizumachen und es dort einziehen zu lassen. Es gehört nun einfach zu einem. Und am Anfang nimmt dieser Mitbewohner einen enorm großen Platz im Leben ein, aber mit der Zeit (und viel Geduld) gewöhnt man sich daran und der Platz, den man dieser Krankheit eingeräumt hat, wird immer kleiner. Es wird zum kleinen Begleiter, den man manchmal sogar vergessen kann.
Geduld. Das ist das Stichwort.