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Psoriasis-Arthritis oder nicht?

Hallo,

ich habe seit 17 Jahren Psoriasis auf der Kopfhaut.

Seit jetzt fast 5 Wochen ist meine rechte Hand geschwollen. Vorallem Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger sind dick.

Die Fingergelenke (besonders die Mittelgelenke) sind bei Druck sehr schmerzempfindlich.

In Ruhe habe ich gar keine Schmerzen. Solange ich die Finger nicht berühre ist alles okay.

Blutentnahme ergab erhöhtes CRP (ist aber schon seit einigen Jahren zu hoch) und der ANA-Titer ist 1:160.

Rheumafaktor und CCP waren negativ.

Heute war ich beim Rheumatologen und nächste Woche muss ich zum MRT.

Der Rheumatologe hat Ultraschall von der Hand gemacht. Da war wohl nichts schlimmes zu sehen. Ich weiß nun nicht, ob gar nichts ungewöhnliches zu sehen war oder es nur nicht so schlimm ist.

Er geht trotzdem von PsA aus, auch wenn es teils sehr atypisch ist. Z.B. hab ich nachts gar keine Schmerzen und morgens hab ich am wenigsten Schmerzen. Steif sind die Gelenke auch nicht.

Wie wahrscheinlich findet ihr es, dass es trotzdem PsA ist?

Ich soll jetzt 2 Wochen Ibuprofen nehmen und wenn das nicht hilft, will er Cortison ins Gelenk spritzen. Davor hab ich ziemlich Angst. Vorallem da ich immer noch die Hoffnung habe, dass es gar nicht PsA ist.

Was außer PsA könnte es noch sein?

Danke schonmal

Liebe Grüße

Maja

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  • Hallo Aktivkohle Was hat ein MRT und Kortison damit zutun ob man Privatpatient ist oder nicht??? Gruss Donna

  • Aktivkohle
    Aktivkohle

    Eine einfache Röntgenaufnahme bringt erst einmal Aufschluss über den Zustand und etwaige Verwachsungen der Knochen.Kortison trägt nicht zur Heilung bei, sondern zur kurzfristigen Linderung der Symptom

  • Fussballfan
    Fussballfan

    @Aktivkohle ....     Alles schlecht zu reden bringt auch niemanden weiter.....     MTX wird in der Krebstherapie eingesetzt , ja , aber die Dosis ist vieeel höher, wie Anne schon schrieb . Bevor

Hervorgehobene Antworten

Wie schon geschrieben bin ich Kassenpatient .Ich hatte letzten einen Termin für ein zum MRT innerhalb von 3 Wochen.

Ich möchte dir auch nicht über denn Mund fahren Das ist nur meine Erfahrung die ich bei uns mache.

Ich komme ab er auch nicht aus einer Grossstadt.

Mal meine Meinung kundtun möchte: bin Großstädterin und Kassenpatienten und bekomme alle Untersuchungen die nötig sind. Zur Zeit Halswirbelsäule und habe den MRT-Termin auch schon in 3 Wochen am 04.08. und ohne Probleme auch andere Untersuchungen, wie z.B. HNO Gleichgewichtstest und so weiter bekommen. Fühle mich als Kassenatientin nicht benachteiligt. Hängt sicherlich auch vom Arzt ab. Bin mit meinem Hausarzt und auch den Fachärzten eigentlich sehr zufrieden.

  • Ersteller

Ich danke euch für die zahlreichen Antworten.

Klar, letztlich muss ich selbst entscheiden, aber ich bin für jede Ansicht sehr dankbar.

Vorallem da mich die Nebenwirkungen von MTX abschrecken, bin ich auch an Alternativen interessiert.

Momentan ist bei mir, wohl auch mangels Ruheschmerz, der Leidensdruck nicht so hoch, als das ich solche Hammermedikamente nehmen möchte.

Ich werde jetzt erstmal das MRT am 29.07. abwarten.

Gibt es eigentlich eine sichere Möglichkeit PsA zu diagnostizieren oder ist es wirklich nur eine Ausschlussdiagnose?

@Aktivkohle ....

 

 

Alles schlecht zu reden bringt auch niemanden weiter.....

 

 

MTX wird in der Krebstherapie eingesetzt , ja , aber die Dosis ist vieeel höher, wie Anne schon schrieb . Bevor du hier die Leute mit deinen Aussagen verunsicherst , lies dich mal ein wenig ein.

 

Auch bin ICH der Meinung , wenn man sich so gegen die zur Verfügung stehenden Medikamente weht , dann hat man es wohl noch nicht schlimm genug.

 

Nebenwirkungen können sein , müssen aber nicht .

Ich für meinen Teil habe mir abgewöhnt in den Beipackzettel zu schauen .

Ich kenne meinen Körper , und wenn mal irgendetwas anders ist , dann zeigt mir mein Körper das .....und erst dann schaue ich mal in diesen Beipackzettel

 

 

Ich bin froh das es Medis gibt die das Leben und den Alltag ein wenig erträglicher machen ....

 

 

Werde wohl ab nächste Woche mit Cosentyx starten dürfen , hoffe so sehr das es mit hilft , auch wenn ich jetzt schon weiß das es nur vorübergehend so sein wird .

 

@ Maja ,

Laß erst einmal eine Diagnose stellen , und dann wird weiter gesehen .....

 

Wenn die Gelenke erst kaputt sind , dann sind sie kaputt , und die Medis sollen das ganze verlangsamen , einfach damit der Mensch so lange wie möglich mobil ist .

 

 

Im übrigen bekomme auch ich als ganz normaler Kassenpatient  alle Untersuchungen die für mich nötig sind .

 

Gruß

Fussballfan

Die Aussage von Fussballfan würde ich so unterschreiben.

Ich hatte letztens auch ein MRT und wie ich es verstanden habe sieht man die Entzündungen

wenn sich auch vorhanden sind schon. Bei mir ging es wohl ums ISG .

Wie Fussballfan schon geschrieben hat lass dir erst mal eine Diagnose stellen.

LG Donna

Wenn PsA feststeht dann sollte man früh mit einer Basistherapie anfangen. Ich habe, auch weil es noch erträgich war und ich auch kein MTX nehmen wollte, zu lange gewartet. Heute muss ich mit den Folgen leben, allerdings auch weil bis jetzt kein Biologic die Entzündungen aufhalten konnten.

Viele Privat-Pat.stehen sich schlechter als jeder GKV-Versicherte. Wer viel will....muss auch sehr viel zahlen. Oft ist eine Zusatzversicherung fürs Krankenhaus ausrechend, zusätzlich zur GKV.

 

Gruß Lupinchen

Zur Richtigstellung: mein Neffe hatte Leukämie und hat genau dieses MTX bekommen. Woher beziehst Du Deine Informationen?

 

ach Aktivkohle,

 

Informationsquellen habe ich genug. Die reichen von selbst Betroffen aus dem sehr nahen Umfeld, über meinen Rheumaarzt oder wenn du in der richtigen KK bist,

kannst du auch dort entsprechende Infos beziehen. Heißt, dass du dich von Fachärzten ausgiebig beraten lassen kannst.

Wozu gibt es denn die DMPs. Meine Hauptbaustelle liegt übrigens in einem ganz anderen Bereich.

 

Gruß Anne

 

PS.: Was glaubst du, was manche Menschen früher dafür gegeben hätten, hätte es schon MTX und dgl. gegeben.

@ Fussballfan,

 

in dem Punkt bin durch ganz schlimme Wechselwirkung inzwischen vorsichtig geworden.

Meloxicam und MTX, dazu noch mein Inhalat - das hat sich gelohnt. Die passen nicht zusammen,

 

Gruß Anne

Vorallem da mich die Nebenwirkungen von MTX abschrecken, bin ich auch an Alternativen interessiert.

Momentan ist bei mir, wohl auch mangels Ruheschmerz, der Leidensdruck nicht so hoch, als das ich solche Hammermedikamente nehmen möchte.

Ich werde jetzt erstmal das MRT am 29.07. abwarten.

Gibt es eigentlich eine sichere Möglichkeit PsA zu diagnostizieren oder ist es wirklich nur eine Ausschlussdiagnose?

Also MTX wird ja gerne verteufelt aber ein Hammermedikament ist es noch lange nicht.  Es wirkt gut bei vielen Patienten, nicht alle haben Nebenwirkungen, es ist günstig und vor allem hervorragend und langfristig erforscht. Immerhin wird es seit über 50 Jahren bei Rheuma eingesetzt.

Meine Hausärztin hat sich mal über die Patienten aufgeregt, die sich über die NW von MTX beschweren aber fröhlich rauchen was das Zeugs hält .. :)  

Wenn man MTX vorschriftsmäßig einnimmt und verträgt und wenn es hilft ist es eine sichere Sachen. Sämtliche alternativen wie Sulfasalazin, oder Leflunomid sind nicht weniger gefährlich. Wenn Du es nicht verträgst würde es ein guter Arzt sowieso sofort absetzen. Für moderne Biological sind bis heute keine Langzeiterfahrungen vorhanden. 

 

Grundsätzlich solltest Du aber wirklich auf eine sichere Diagnose bestehen und wenn du nur wenig und unregelmäßige Beschwerden hast würde ich auf Basistherapien verzichten. Aber das muß Du selbst entscheiden.

 

Eine PsA kann man nicht in allen Fällen sicher diagnostizieren. Ein Ruheschmerz muß im Anfangsstadium nicht unbedingt vorhanden sein. Es ist sehr kompliziert und individuell. Deshalb ist es ja manchmal schwer zu diagnostizieren.     

Bearbeitet ( von drkeys)

  • 2 Wochen später...
  • Ersteller

Heute wurde ein MRT mit Kontrastmittel von der Hand gemacht. Laut der Radiologin ist es eine ausgeprägte Weichteilschwellung. Flüssigkeit befindet sich hauptsächlich im Weichteilgewebe. In einem Gelenkspalt war ein kleines bisschen Flüssigkeit, aber eine richtige Gelenkentzündung war wohl nicht zu sehen.

Ob es Psoriasis-Arthritis ist, könne sie nicht sagen. Vielleicht eine beginnende Arthritis...man müsse halt Verlaufskontrollen machen.

Tja, nun bin ich genau so schlau wie vorher. Am Freitag muss ich wieder zum Rheumatologen und hab Angst, dass er mir Cortison ins Gelenk spritzt, obwohl es vielleicht unnötig ist.

Was mache ich nun? Ich will mich am Freitag vom Arzt nicht überrumpeln lassen und am Ende ein Medi bekommen, was ich nicht will/brauche.

Gebe ich meinen Senf auch mal dazu.

 

Du musst dir über eines klar sein: Jedes Medikament mit einer Wirkung kann auch Nebenwirkungen haben.

Daher ist der Kosten/Nutzen-Effekt immer abzuwägen. Am besten macht man das zusammen mit einem (Fach)Arzt seines Vertrauens. Wenn dir dein Rheumatologe unsympathisch ist und du den Eindruck hast dort nicht gut beraten zu werden - dann mach dich auf die Socken und suche dir einen anderen - auch, wenn es länger dauert und du vielleicht eine weitere Anreise hast.

 

Bei mir wurde noch gar kein MRT gemacht - obwohl ich privat-Patient bin. Bei mir wurden die Hände geröntgt und es wurde ein Ultraschall gemacht. Wie du siehst - es hat nichts mit Privat oder Kasse zu tun.

 

Ob es sinnvoll ist bei dir Cortison einzusetzen solltest du mit deinem Arzt besprechen. Wie hier auch schon angedeutet wurde ist es wichtig, mit einer Behandlung nicht zu lange zu warten damit die Gelenke so wenig wie möglich geschädigt werden. Aber auch das kann nur dein Arzt mit dir zusammen entscheiden. Das letzte Wort hast auf jeden Fall immer du - wenn du dich nicht behandeln lassen willst oder lieber eine zweite Meinung möchtest, dann ist das dein gutes Recht.

 

Lass dir nicht von andern Leuten einreden, es gäbe 'Alternativen' zur Evidenz basierten - also auf empirische Belege gestützte Medizin, dem, was manche so abfällig mit 'Schulmedizin' bezeichnen. Sicher bei seriösen Erkrankungen wie der Psoriasis Arthritis rächt sich ein zu langes Zuwarten zu häufig. Besonders trügerisch bei einer oft Schubweise auftretenden Erkrankung wie der PsA ist die vermeintliche Verbesserung durch sog. 'sanfte und alternative' Methoden keine Verbesserung sind, sondern nur eine ohnehin eintretende Ruhephase der Krankheit.

 

Besprich mit deinem Arzt am Freitag die Möglichkeiten. Frag dich selbst wie schwer deine Beeinträchtigungen auf einer Skala von 0(keine) bis 10 (sehr groß) sind und teile deinem Arzt deine Bedenken in Bezug auf das Cortison mit. Wenn du dir unsicher bist nimm eine Person deines Vertrauens mit zum Gespräch mit der du im Vorfeld deine Fragen besprochen hast.

Falls das nicht geht mach dir eine Punkteliste.

Viel Erfolg.

 

 

  • Ersteller

Danke:)

Ich glaube, ich fühl mich nicht besonders gut beraten von meinem Rheumatologen und hatte das Gefühl, dass er von meinen Fragen genervt war.

Er ist aber der Einzige hier in der Nähe und schon 60km von meinem Wohnort entfernt.

Naja, ich warte jetzt Freitag erstmal ab. Ich fliege in anderthalb Wochen in den Urlaub und werde mir vorher keine neuen Medikamente verpassen lassen. Nicht das ich im Ausland mit irgendwelchen Nebenwirkungen zu kämpfen habe.

Tut mir leid, dass ich hier so ein Drama wegen der Medikamente mache:(

Lg

Maja

Ich finde, das ist dein gutes Recht. Hatte genau wie du Angst und zu Beginn auch leichte Zweifel, ob es sich um eine PsA handeln könnte. Mein Rheumatologe hat dennoch mit einer Therapie (MTX und Co.) erstmal abgewartet, bis es dann doch richtig losging mit einer typischen Dactylitis und wiederholten Schwellungen der Hände/Finger. Mein Einstieg war ein Cortisonstoß, wohl auch um zu sehen, ob es sich um eine entzündliche Geschichte handelt. Nach wie vor hat Cortison bei mir eine phänomenale Wirkung (muss halt dementsprechend dosiert werden ;) ). Dann kam MTX, was ne Weile gut funktionierte und ich auch gut vertragen habe. Ein mittlerer Wirkunsverlust konnte zunächst mit einer Dosiserhöhung (von 15 mg auf 20 mg) abgefangen werden. Das hielt leider auch nur ein 3/4 Jahr und ich bekam Arava. Das Zeug war bisher das aller-allerbeste Medikament, was ich hatte. Subjektiv toll vertragen und Top-Wirkung. So super hatte ich mich lange vorher nicht gefühlt. Fällt einem aber erst auf, wenn man dann doch mal in den Genuss von absolutem Wohlbefinden kommt. Aber....zu früh gefreut....ein Hautausschlag und in die Höhe schießende Leberwerte beendeten die schöne Geschichte. Jetzt gibts Biologika + MTX in Kombination und leider immer ein wenig Cortison. Ich komm damit auch gut klar, die Leber ist zufrieden. Musste aber zwischen der Arava-Medikation und dem Biologika-Beginn etwas warten, was mir prompt einen fiesen Schub einbrachte (Hüfte, ISG, Sprunggelenk, Vorfuß, Daktylitis an 3 Fingern). Inzwischen glaub ich an die Diagnose PsA, denn so was ist nie wieder aufgetreten....auch nicht ansatzweise. Klar, merke ich ab und zu noch was und dann schleicht sich doch das kleine Teufelchen in mein Hirn und flüstert, dass ich bestimmt keine PsA habe und die Medis nicht nötig wären. Nur sagt die Bildgebung was anderes....div. Treffer in Sprunggelenk, Fingern und Hüfte. Es lässt sich aber trotzdem gut damit leben. Auch mit den Medikamenten :daumenhoch:

Ich finde, das ist dein gutes Recht. Hatte genau wie du Angst und zu Beginn auch leichte Zweifel, ob es sich um eine PsA handeln könnte. Mein Rheumatologe hat dennoch mit einer Therapie (MTX und Co.) erstmal abgewartet, bis es dann doch richtig losging mit einer typischen Dactylitis und wiederholten Schwellungen der Hände/Finger. Mein Einstieg war ein Cortisonstoß, wohl auch um zu sehen, ob es sich um eine entzündliche Geschichte handelt. Nach wie vor hat Cortison bei mir eine phänomenale Wirkung (muss halt dementsprechend dosiert werden drea4141/emoticons/default_wink.png" alt=";)" srcset="https://www.psoriasis-netz.de/smileys/emoticons/wink@2x.png 2x" width="20" height="20" loading="lazy"> ). Dann kam MTX, was ne Weile gut funktionierte und ich auch gut vertragen habe. Ein mittlerer Wirkunsverlust konnte zunächst mit einer Dosiserhöhung (von 15 mg auf 20 mg) abgefangen werden. Das hielt leider auch nur ein 3/4 Jahr und ich bekam Arava. Das Zeug war bisher das aller-allerbeste Medikament, was ich hatte. Subjektiv toll vertragen und Top-Wirkung. So super hatte ich mich lange vorher nicht gefühlt. Fällt einem aber erst auf, wenn man dann doch mal in den Genuss von absolutem Wohlbefinden kommt. Aber....zu früh gefreut....ein Hautausschlag und in die Höhe schießende Leberwerte beendeten die schöne Geschichte. Jetzt gibts Biologika + MTX in Kombination und leider immer ein wenig Cortison. Ich komm damit auch gut klar, die Leber ist zufrieden. Musste aber zwischen der Arava-Medikation und dem Biologika-Beginn etwas warten, was mir prompt einen fiesen Schub einbrachte (Hüfte, ISG, Sprunggelenk, Vorfuß, Daktylitis an 3 Fingern). Inzwischen glaub ich an die Diagnose PsA, denn so was ist nie wieder aufgetreten....auch nicht ansatzweise. Klar, merke ich ab und zu noch was und dann schleicht sich doch das kleine Teufelchen in mein Hirn und flüstert, dass ich bestimmt keine PsA habe und die Medis nicht nötig wären. Nur sagt die Bildgebung was anderes....div. Treffer in Sprunggelenk, Fingern und Hüfte. Es lässt sich aber trotzdem gut damit leben. Auch mit den Medikamenten drea4141/emoticons/default_thumbsup.png" alt=":daumenhoch:" loading="lazy">

....und was würde  die Erkenntnis bringen es sei keine PsA?, sondern nur Arthritis oder Arthrose, oder evtl. beides. Die Schmerzen/Beinträchtigungen sind ja nun mal da.!, oder? Die Therapie wäre ziemlich gleich. Wann der Leidensdruck groß genug für eine Basistherapie ist, muss jeder selber entscheiden. Ich habe nachweislich eine zulange Pause zw. MTX und der nächsten Basistherapie gemacht. Kortison ist eine Feuerwehr und hilft super, gerade die Kortisonstöße. Das ist aber keine Basistherapie, aber manchmal braucht man eben die Feuerwehr. Das der Arzt genervt ist kann ich ein wenig verstehen. Er will helfen und nicht ewig diskutieren. Alternativen sollte er aber schon anführen. Ich habe mir schon vor einem Urlaub Kortison spritzen lassen, gerade das hat mir einen besseren Urlaub beschert.

 

Gruß Lupinchen

Bearbeitet ( von Lupinchen)

  • Ersteller

Da beim MRT aber wohl nicht wirklich eine Gelenkentzündung zu sehen war, ich keinen Ruheschmerz habe und die Schwellung über Nacht besser wird, darf man ja schon Hoffnung haben, dass es keine PsA oder Arthritis ist.

Und mein Leidensdruck ist momentan wirklich nicht besonders hoch. Noch sind die Schmerzen ja nur, wenn ich Druck auf das Gelenk ausübe und mich stört mehr die Optik (Wurstfinger).

Und jeder Arzt sagt immer nur, Symptome sind schon teils untypisch, aber da ich Psoriasis habe, wird es schon PsA sein.

Ich gebe zu, dass ich eine Angststörung habe, die sicher auch zu meiner Angst vor den Medikamenten beiträgt. Aber ich finde trotzdem sollte man erstmal eine Diagnose haben, bevor man Medikamente gibt, deren Nebenwirkungsliste zwei Seiten lang ist.

@Lupinchen: für mich würde die Erkenntnis keine PsA zu haben schon was mit sich bringen. Wenn es nur Arthrose wäre, würde nicht mit MTX behandelt werden.

 

Meine Blutwerte z.B. behaupten, es wäre alles schick. Aber die MRT`s zeigten die Gelenkentzündungen und die, zugegeben, recht therapieresistenten Sehnenansatzentzündungen. Ich brauche nämlich auch irgendwie die Bestätigung, dass ich nicht unberechtigt mir jede bzw. alle zwei Wochen MTX (zusätzlich zum Biologikum, um die Bildung v. Antikörpern zu verhindern) oder Cimzia spritze.

 

Andererseits hast du völlig Recht.....ein frühzeitiger Therapiebeginn ist sinnvoll, um eben bleibende Schäden zu verhindern. Und das ist ja das Blöde an der PsA.....die lässt sich einfach nicht in die Karten gucken. Und es gibt sicher typische Symptome, ein "Wurstfinger" ist eines davon, ganz sicher gibts aber auch Symptome, die total individuell sein können. So ein "Cortisontest" kann da durchaus schon mal ne Richtung vorgeben.....in meinem Fall war das total erfolgreich. 

Da beim MRT aber wohl nicht wirklich eine Gelenkentzündung zu sehen war, ich keinen Ruheschmerz habe und die Schwellung über Nacht besser wird, darf man ja schon Hoffnung haben, dass es keine PsA oder Arthritis ist.

Und mein Leidensdruck ist momentan wirklich nicht besonders hoch. Noch sind die Schmerzen ja nur, wenn ich Druck auf das Gelenk ausübe und mich stört mehr die Optik (Wurstfinger).

Und jeder Arzt sagt immer nur, Symptome sind schon teils untypisch, aber da ich Psoriasis habe, wird es schon PsA sein.

Ich gebe zu, dass ich eine Angststörung habe, die sicher auch zu meiner Angst vor den Medikamenten beiträgt. Aber ich finde trotzdem sollte man erstmal eine Diagnose haben, bevor man Medikamente gibt, deren Nebenwirkungsliste zwei Seiten lang ist.

Eine Arthritis kann auch ohne Ruheschmerzen auftreten. Ich hab seit Jahren Reizzustände in den Füssen die MRTs zwar zu sehen aber eben nicht als "typisch" bezeichnet werden.

 

Ich finde übrigens ein gute Arzt hat immer Zeit für Fragen und Antworten und vor allen Dingen Diskussionen haben. Denn nur so kann er dem Patienten überhaupt richtig helfen.

Unsere westliche Medizin ist immer noch in den Kinderschuhen bezüglich der Therapie von Autoimmunerkrankungen. ... das wird hier gerne vergessen. Ein guter Arzt streitet sowas niemals ab.

Einfach eine Therapie um "zu helfen" und genervt sein wenn der Patient was wissen will ist da wohl das absolut falsche Vorgehen.

Bearbeitet ( von drkeys)

  • Ersteller

Nochmal ein kurzes Update.

Ich war ja heute wieder beim Rheumatologen. Er hat mir nur Voltaren Tabletten verschrieben. Er meint es ist noch unsicher, ob es Psoriasis-Arthritis ist. Das Blutbild und das MRT sprechen wenn überhaupt nur für eine sehr milde Form. Von Gelenk- oder Knochenveränderungen sei nicht zu rechnen.

Deshalb will er erstmal kein Kortison geben.

Ich bin erstmal erleichtert, auch wenn ich immer noch keine Diagnose habe.

Lg

Maja

  • 4 Wochen später...

Hei. Ich bin hier ganz neu und finde mich noch gar nicht zurecht also entschuldigt bitte falls mein Beitrag hier nicht reinpasst.

Ich wurde zwei Jahre auf Nagelpilz behandelt bis sich dann herausstellte ich habe Psoriasis, auch auf der Kopfhaut. Das ist nun zwei Jahre her. Als ich ein Baby war (3Monate alt) war ich im Krankenhaus mehrere Wochen irgendwas mit der Haut keiner was was genaues. Heute bin ich 47Jahre alt, weiblich :-).

Seit einigen Wochen tun mir sämtliche Gelenke weh...neue Matratzen gekauft, neue Schuhe, neues Kopfkissen nichts half. Vor allem nachts sind die Schmerzen schrecklich bei jeder Bewegung wache ich vor schmerzen auf. Meine Blutwerte sind ok. Habe vom Artz Piroxicam bekommen hat nicht geholfen. Nun habe ich bekommen Vimovo helfen ein bisschen. Mein Arzt hat auf eine Geschlechtskrankheit getippt...ich habe sie dann gefragt ob sie Psoriasis Athritis in betracht ziehen könnte...fand sie gut.

Meine Frage: wie lange kann ein Psoriasis Athritis Schub dauern?

Vielen Dank im Voraus.:-)

Hallo drea4141,

willkommen hier. Das tut mir Leid, dass du so Schmerzen hast. Und ja, es könnte  sich um PSA handeln, muss aber nicht. Das kannst du nur mit einem guten Arzt - am besten einem Rheumatologen der sich mit PSA auskennt heraus finden. Dass deine Blutwerte ok sind will nicht so viel heißen, da sich eine PSA nicht direkt im Blut nachweisen lässt.

Es ist nicht ratsam auf ein Ende des Schubs zu warten, da dieses Ende auch ausbleiben kann und die Beschwerden vielleicht nur ein wenig abflauen aber nicht verschwinden. Zumal die Entzündungen auch bleibende Schäden verursachen.

 

Vimovon ist ein entzündungshemmendes Schmerzmittel, ist also klar, dass das ein wenig hilft. Allerdings ist das nur oberflächliche Symptombehandlung.

 

Ich würde mir an deiner Stelle schnell einen Rheumatologen suchen und bei starken Schmerzen vielleicht sogar in eine Akutklinik gehen.

Gute Besserung!

Ich bekam eine Überweisung zum Rheumatologen aber die Wartezeiten sind hier sehr lang. Ich weiß nicht mehr wie es in Deutschland ist aber hier sind Wartezeiten von einem Jahr normal...wobei mir die Ärztin zugesagt hat es würde schneller gehen.

Hallo Drea4141

Bei uns sind die Wartezeiten für einen Termin auch zwischen 3 Monaten und 1 Jahr.

Wo wohnst du denn? Wie ist es bei euch mit einer Klinikambulanz?

Vielleicht geht es da schneller mit einem Termin?

Gruss Donna

Hei Donna, da habt ihr auch eine lange Wartezeit :-( Ich lebe seit 10 Jahren in Norwegen. Und bis vor wenigen Wochen wusste ich nicht wie schlimm schmerzen sein können. Mit Klinikambulanz kann ich gar nichts anfangen. Aber selbst wenn Du hier zum Notarzt möchtest bzw. musst geht dies nicht ohne vorher anzurufen und Terminvereinbarung.

Gruß Drea :-)

Bei mir hat es vor jahren auch so angefangen. Der ganzkörper Knochenscan hat dann gebracht. Habe jetzt die 5 MTX Tablette langsam werden die Schmerzen weniger. Leider sind die veränderungen nicht mehr rückgängig zu machen. Bei mir haben die Ärzte es zu spät erkannt. Schade. Da bei bin ich schon 10 Jahre von arzt zu Arzt gerannt. Aber auf dem Land hast du nicht so viele Möglichkeiten. Die Hausärzte sind dafür ungeeignet. Jetzt haben wir endlich eine Rheumatologin.

Ich muss jetzt mit den Konsequenzen leben.

Gehe der sache rechtzeirig auf den Grund und lass dich nicht abspeisen nur mit Schmerztabletten. Bei mir waren es jedes mal altersbedingte Veränderungen. Bis sie jetzt so schwerwigend sind das sie mal endlich die Finger geröntgt haben und ach du schreck ust doch nicht alters bedingt. Aber leider schon viel zu spät.

Also viel Glück. Warte nicht zu lange.

Entschuldigt die Fehler beim schreiben. Kann im Moment nur mit dem Handy. Macht sich blöd. Komm noch nicht so klar mit dem Ding.

.

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