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ich bin Gedichte-fan - ich lerne immer mal wieder eines auswendig - am liebsten wenn sie lustig sind, aber das ist nicht zwingend. Auch Balladen, Klassiker wie z.B. 'die Glocke' oder nachdenklich stimmende Gedichte lese ich gerne. 

Heinz Erhardt finde ich genauso gut wie Goethe oder Schiller, Gernhardt ist mir genauso nah wie Fried. Teilt vielleicht jemand mein Faible?

Zu Einstimmung einen Erhardt den die meisten wahrscheinlich kennen

Hinter eines Baumes Rinde
wohnt die Made mit dem Kinde.

...

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bitte Urheberrechte beachten - Kati

Bearbeitet ( von malgucken)
Urheberrecht beachtet

Hervorgehobene Antworten

Heinz Erhardt finde ich auch ganz toll. Vor Allem die Vier-Zeiler hatten und haben es mir angetan. 

In nur vier Zeilen was zu sagen

erscheint zwar leicht, doch ist es schwer.

Man braucht ja nur mal nachzuschlagen,

die meisten Dichter brauchen mehr!

 frei nach Heinz Ehrhardt und hoffentlich richtig erinnert:

Ein Nasshorn und ein Trockenhorn, wandern durch die Wüste. Da stolperte dass Trockenhorn, das Nasshorn sagte - siehste

 

Christian Morgenstern (1871 – 1914)

Das ästhetische Wiesel

Ein Wiesel  saß auf einem Kiesel

inmitten Bachgeriesel.

Wißt ihr, weshalb?

Das Mondkalb

verriet es mir im Stillen:

Das raffinierte Tier

tats um des Reimes willen.

 

Die drei Spatzen

In einem leeren Haselstrauch

da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.

Der Erich rechts und links der Franz

und mitten drin der freche Hans.

Sie haben die Augen zu, ganz zu,

und oben drüber da schneit es, hu!

Sie rücken zusammen, dicht an dicht.

So warm wie der Hans hat's niemand nicht.

Sie hör'n alle drei ihrer Herzlein Gepoch.

Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.


 

 


 


 

Ich liebe Morgenstern, Kästner, Ehrhard ...und Limericks:

Kleine Kostproben:

Es blieb eine Zuchtsau in Peine

in ihrer Behausung alleine,

sie wollte im Koben 

die Einsamkeit loben und sprach:

" Alle Männer sind Schweine!"

 

Es fragt eine Dame aus Ausöchte

'nen sehr netten Herrn, ob er ran möchte,

und möcht er nicht ran,

so fragte sie alsdann,

was lieber stattdessen er dann möchte.

 

Es war mal ein Sänger in Aurich,

der sang zwar nicht schön, aber schaurich,

daß jeder im Land

nur Mitleid empfand.

Da wurde der Sänger sehr traurich.

 

 

 

Eine Dame aus Clausthal-Zellerfeld

Allwöchentlich in ihren Keller fällt

Sie treibt das als Sport

Und hält den Rekord

Zumal da sie jedes Mal schneller fällt

 

Bungter & Frorath

  • Ersteller

Limeriks und Morgenstern - immer wieder gut! :D

 

Bearbeitet ( von sia)
Gedicht entfernt weil hier nicht erlaubt

Wilhelm Busch

Höchste Instanz

Was er liebt, ist keinem fraglich;

triumphierend und behaglich

nimmt es seine Seele ein

und befiehlt: So soll es sein.

Suche nie, wo dies geschehen,

widersprechend vorzugehen,

sintemalen im Gemüt

schon die höchste Macht entschied.

Ungestört in ihren Lauben

lass die Liebe, lass den Glauben,

der, wenn man es recht ermisst,

auch nur lauter Liebe ist.

 

( *sintemalen: weil)


 

Die Glocke (frei nach Friedrich von Schiller)

 

Loch in Erde - Bronze rin,

Glocke fertig - bim, bim, bim. :tw_grin:

  • Ersteller
vor 10 Minuten schrieb VanNelle:

Die Glocke (frei nach Friedrich von Schiller)

 

Loch in Erde - Bronze rin,

Glocke fertig - bim, bim, bim. :tw_grin:

:D:D:D

------------------------------------------------------------

Der Panther
Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

Rilke ( 1875 -1926)

 

Schillers " Glocke" mit dem Anfangssatz:

"Festgemauert in den Erden steht die Form aus Lehm gebrannt......"

konnte ich mir im FS die Herstellung der größten Glocke der Welt ( Auftraggeber Rumänien/Buckarest ) von einer österreichischen Firma anschauen. Ganz genauso wie vor Hunderten Jahren: irre schwere, aufwendige Arbeit bis zur Fertigstellung. Kupfer, Zinn, Feuer. Das hat mich sehr beeindruckt. 

Mir gefällt ja „Der Handschuh“ von Schiller sehr.

http://www.handmann.phantasus.de/g_handschuh.html

@VanNelle – hast Du da auch eine Kurzfassung parat?

 

Christian Felix Weiße (1726-1804)

Die stumme Schöne

 Als ich die junge Clitia

schön, wie ein Tag im Frühling, sah,

rief ich: welch reizendes Gesicht!

O Schade! dass sie doch nicht spricht!

 Sie sprach, und nun war ich ganz Ohr,

kaum stammelt sie zwei Worte vor;

so rief ich: welch ein schön Gesicht!

Nur ewig Schade! dass sie spricht.


 

  • 2 Wochen später...


Blick in den Spiegel

Meine Augen erblicken mich
in meiner ganzen Gestalt nehm ich mich wahr
ich erkenne meine äußere Hülle -
hier steckt ein Mensch drin,
der lebt, der liebt, manchmal leidet,
der emotional und intuitiv oft entscheidet.

Einen tiefen Blick in die Augen getan -
sichtbar wird die Seele darin -
ihre Welt ist sie erschlossen mir ganz und gar

verstehe ich sie,
erkenn ich mich selbst wieder darin?


Die Welt hinter der äußeren Hülle -
so oft schon hab ich sie bereist
doch auch noch nach Jahren
entdecke ich verborgene -
meinen inneren Augen
bisher nicht zugängliche Welten in ihr.

Wie groß ist die Welt wohl hinter der Hülle
wie viel Tiefe, welche Geheimnisse trägt sie in sich -
ich ahne, so ganz genau wird ich das nie wissen -
und doch, will ich zufrieden sein,
mit all dem, was ich von ihr weiß .


 

  • 1 Monat später...

von Heinz Erhardt -

die ersten Zähne wurden schlecht und man begann, sie auszureissen -

die neuen kamen gerade recht, um mit ihnen in's Gras zu beissen -

  • 2 Jahre später...

Frühling

  • Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?
  • Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
  • Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
  • "Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!"
  •  
  • Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
  • Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?
  • Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
  • "Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!"
  •  
  • Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?
  • Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
  • Und als ich so fragte, die Nachtigal schlug:
  • "Der Frühling, der Frühling!" - da wusst`ich genug!

Heinrich Seidel (1842 - 1906)

  • 1 Jahr später...

Mein persönliches Empfinden:

Irgenwo mal gelesen:

Sollte am Ende noch Zeit sein

will ich mich nicht fragen

warum ich sterben muß

sondern wissen

warum ich gelebt habe

  • 2 Monate später...
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Passend für die jetzige Zeit:

Ich sehe meine Rechte nicht beschränkt oder bedroht.

Ich sehe mich bedroht durch Rechte und Beschränkte.

Lieber glaube ich Wissenschaftlern,  die sich auch  mal irren

als Irren, die glauben, sie seien Wissenschaftler. 

 

  • 1 Monat später...

Packen wir das neu Jahr jetzt an:

SPÄTER…

wann ist das? Kaum hat der Tag begonnen, ist es schon sechs Uhr abends.

Kaum am Montag angekommen, ist es schon wieder Freitag.….und der Monat ist vorbei.…..und das Jahr ist fast vorbei.…..und schon sind 30, 40, 50, 6o Jahre unseres Lebens vergangen.

Plötzlich wird uns bewußt, wie viele Menschen wir schon verloren haben.

Eltern, Verwandte, Freunde und Bekannte…

Ein Zurück gibt es nicht mehr!
Also lasst uns die Zeit genießen, die uns bleibt!

Lasst uns nicht aufhören, die Zeit so zu nutzen, wie es uns gefällt.

Lasst uns Farbe in unseren grauen Alltag bringen!

Lächeln wir über die Dinge des  Lebens, die Balsam für unsere Herzen sind. Wir sollten die Zeit, die uns bleibt, mit Gelassenheit und Zuversicht genießen.
Versuchen wir das Wort…“Später“ zu eliminieren. 
Ich mache es SPÄTER…

Ich sage es SPÄTER… usw.usw.

Der Tag ist heute , der Moment jetzt! 
Wir sind nicht mehr in dem Alter, in dem wir es uns leisten können, ein SPÄTER auf morgen zu verschieben, was sofort getan werden kann!

Abgeschrieben von einer ollen Frau 😊,  passend in der heutigen Zeit. 

 

Liebe Helgard, 

da hast du mir ganz aus der Seele gesprochen. 

wie oft verschieben wir etwas auf später und wissen gar nicht, ob es dieses später jemals gibt. 

Mir fällt dazu so einiges ein, was ich mir vorgenommen hatte , z.B. Besuch einer Nachbarin, die ins Pflegeheim gezogen ist .

Gut, zuerst wollte sie keinen Besuch und dann kam Corona...

aber sobald es möglich sein wird, werde ich es nachholen, das hatte ich mir schon vorgenommen. 

Jetzt stehen noch einige Aktivitäten an, die ich gerne umsetzen möchte, sofern mir die Pandemie keinen Streich durch die Rechnung macht. 

ich stimme dir vollends zu :

wann denn, wenn nicht jetzt!

 

 

 

hallo, ihr lieben -

ich habe fertig - ich lasse nichts gern lange liegen - ich bin heute früh aufgewacht nach einigen Piccolos gestern - und ich bin mir bewusst - ich habe alles richtig gemacht -

nun kommt das neue Jahr 2022 - da schiebe ich auch nichts auf -

nette Grüsse sendet - Bibi -

  • 1 Monat später...
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  • 10 Monate später...

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Oh wie schön…. 

  • 4 Monate später...

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  • 1 Monat später...

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mein Mann liebt Gedichte von Heinz Erhardt -

wir haben die Tage gebrütet über der Made - aber so ganz haben wir beide das nicht mehr zusammen bekommen und ich habe mal eben im Internet geschaut und schreibe es hier rein - die Made -

hinter eines Baumes Rinde wohnt die Made mit dem Kinde. Sie ist Witwe, denn der Gatte, den sie hatte, fiel vom Blatte. Diente so auf diese Weise einer Ameise als Speise.

Eines Morgens sprach die Made - liebes Kind, ich sehe gerade, drüben gibt es frischen Kohl, den ich 'hol. So leb' denn wohl. Halt! Noch eins, denk, was geschah, geh' nicht aus, denk an Papa !

Also sprach sie und entwich. Made Junior jedoch schlich hinterdrein und das war schlecht, denn schon kam ein bunter Specht und verschlang die kleine fade Made ohne Gnade.

Hinter eines Baumes Rinde ruft die Made nach dem Kinde -

Heinz Erhardt bleibt unvergessen - auch wenn man mal nachschauen muss - 🙂 -

 

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