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Hallöchen
ich möchte mich meinen Vorrednern anschließen und meine Erfahrungen mit euch teilen.
Begonnen hat alles 2017 (Diagnose Psoriasis-Arthritis, ohne Hautbeteiligung), nach zweimaliger Prednisolon-Therapie hatte ich bis Dezember 2020 Ruhe, dann fing es wieder an - mit noch mehr betroffenen Stellen und Einschränkungen (Sehnenscheidenentzündungen, Knochenmarködem-/erguss, Synovitis, Arthritiden, Schwellungen; Ellenbogen nicht vollständig streckbar, Handgelenk, Zeigefinger und Daumen nicht vollständig beugbar, Schmerzen linker Fuß). Es war und ist zeitweise so schlimm, dass ich arbeitsunfähig bin (und das mit 33 Jahren).
Da ich aufgrund der Nebenwirkungen die Therapie mit MTX und anderen Basismedikamenten ablehn(t)e, habe ich es mehr als ein halbes Jahr über mit Heilpraktiker (Entgiftung aufgrund medik. Vergiftung etc.) und Funktionsmediziner (begleitend zur erneuten Kortison-Therapie) probiert und mich entsprechend ernährt (glutenfrei, kuhmilchfrei, hautpsächlich bio, keine Aromen, kein Haushaltszucker, vegetarisch ohnehin schon), jeden Tag ein Spaziergang in der Natur. Bei einer Darmspiegelung wurde Morbus Crohn ausgeschlossen Salmonellen, Shigellen und Yersinien sowie Campylobacter nicht nachgewiesen. Ich hatte das Gefühl, dass sich meine Beschwerden danach aber zeitweise verschlechterten. Der Funktionsmediziner (arbeitet kinesiologisch) stellte ein Overgrowth-Syndrom fest und eine Reizung der Klappe (Dünn-Dickdarm).
Leider war die alternative Behandlung wohl nicht ausreichend, da während der ausschleichenden Kortison-Therapie alle Beschwerden wiederkamen und zuletzt im MRT nun Usuren (Substanzverlust im Knochen) an mehreren Stellen der rechten Hand festgestellt wurden. Dies hat mich ziemlich schockiert, weswegen ich mich dann schlussendlich doch mit meinem Rheumatologen auf den Beginn der Basis-Therapie mit MTX-Spritzen geeinigt habe. Heilpraktiker und Funktionsmediziner sind sich einig und halten mittlerweile Borrelien für die Ursache (Anti-Körper-Test über Hausärztin war natürlich negativ – wie könnte es anders sein) und schlagen entsprechende Therapien vor. Mit diesen hatte ich bis zur Überprüfung durch den Labortest auch begonnen. Auch wenn ich an Naturheilverfahren o.Ä.. glaube, halte ich es für schwierig so ganz ohne Nachweis durch die Schulmedizin entsprechend zu therapieren und mögliche Schäden (bei falscher Diagnose) zu riskieren. Die Schulmedizin hat natürlich auch ihre Berechtigung.
Zur Vorgeschichte:
Nach meinem Kenia-Aufenthalt 2012 ergab ein Erreger-Nachweis Blastocystis hominis, Abstriche im selben Jahr beim HNO wiesen Enterobacter cloacae complex, Klebsiella oxytoca und Pseudomonas aeruginose nach. Entsprechende Antibiotika wurden verschrieben, Blastocystis wurde nicht behandelt, da lt. HA nur bei starken Beschwerden therapiert werden müsse. Habe nun gelesen, dass diese auch Gelenkprobleme bereiten können. Ich vermute, dass eine Retinoid-Therapie 2017 (Isotretinoin) alles in Gang gebracht hat. Beruflich bin ich sehr ausgelastet (Stress, kaum Entlastung gegeben) und auch privat gab es sehr stressige Zeiten. Mein Vater hat Psoriasis ohne Gelenkbeteiligung – eine genetische Veranlagung ist also gegeben. Nichtsdestotrotz bin ich überzeugt, dass es eine entsprechende Ursache (oder mehrere) gibt, die ich zu finden versuche, da ich mich nicht mit der reinen Symptombehandlung zufrieden geben will und auf Dauer (am besten gar nicht) nicht diese Hammer-Medikamente einnehmen will. Zeitgleich befürchte ich aber eben weitere Schäden im Knochen, wenn ich diese nicht nehme.
Zur aktuellen Symptomatik:
Am schlimmsten sind die Beschwerden morgens. Ich habe festgestellt, dass es einen Unterschied gibt, wenn ich das Kortison um 6 Uhr nehme und mich nochmals schlafen lege (Beschwerden sind dann besser wenn ich endgültig aufstehe) und wenn ich das Kortison etwas später nehme und dann aufbleibe. Ellenbogen, Zeigefinger, Daumen und Handgelenk (alles rechts) sind dann eher schmerzhaft, geschwollen und eingesteift. Die Schwellung in den Sprunggelenken ist aktuell zurückgegangen (nun bei 10mg Prednisolon), Schmerzen beim Laufen beginnen z.T. wieder. Es gibt eine Reaktion auf Haushaltszucker (Schwellung, Unbeweglichkeit am nächsten Morgen), bei Fructose dagegen nicht.
Aktuell bekomme ich MT, plane einen Antrag für eine Reha zu stellen.
Ich weiß nun nicht mehr recht weiter, schwimme zwischen Natur- und Schulmedizin und versuche für mich das Beste zu finden.
Viele Grüße
Sal