Die Selbsthilfegruppe in Neustadt am Rübenberge ist offen für Menschen mit Schuppenflechte, Neurodermitis und Rosazea. Bei den Treffen geht es darum, sich über Auswirkungen der Krankheit, Behandlungsarten und -hilfen auszutauschen – über Reha, Akut-Einweisung, Grad der Behinderung, Vorträge, Broschüren...
Die Treffen finden jeweils am zweiten Montag im Monat statt.
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Organisatorin ist unter 05032-18 21 zu erreichen.
Die Einrichtung kann mit einem Rollstuhl erreicht werden.
Mehr Informationen gibt es hier.
13.07.2026 13:00
bis
15:00
Hallo liebe Leute,
ich habe derzeit eine wichtigte Entscheidung zu treffen. Diese ist zugegebenermassen im Vergleich zu den schweren Nöten mancher Teilnehmer eine Luxussorge, aber vielleicht kann mir trotzdem jemand eine kleine Anregung geben.
Zur Zeit bin ich bei einer sehr renommierten internationalen Kanzlei als Rechtsanwalt tätig. Der Job ist sehr interessant und spannend. Die Kollegen sind auch recht umgänglich (das muss erwähnt werde, in dieser Art von Kanzleien ist es oft anders...). Ich schufte dort halt zwischen 50 - 70 Stunden die Woche. Der Ausgleich dafür besteht in wirklich viel Geld.
Nun habe ich eine Stelle als Richter angeboten bekommen. Dieser Beruf ist ebenfalls sehr interessant (was wohl leicht vorstellbar ist). Richter wollte ich im Grunde immer werden. Der Stressfaktor ist auch etwas niedriger. Zudem bietet der Beruf eine grosse Sicherheit. Hier bekomme ich allerdings ca. EUR 2500 weniger im Monat (das Netto reicht natürlich immer noch für ein mittelständisches Leben! Aber Richter verdienen nicht so viel, wie manch einer vielleicht denkt).
Jetzt stehe ich da. Es fällt mir mental erheblich schwerer als ich dachte, mich von meiner Tätigkeit als Anwalt zu verabschieden. Und das nicht nur wegen des Geldes, sondern auch und insbesondere wegen des interessanten Jobs.
Nun zu meiner Frage: würdet ihr die Schuppenflechte in die Berufswahl miteinfliessen lassen? Ich habe meine "Freundschaft" mit dieser Krankheit vor ca. zwei Jahren geschlossen und bin bis dato von schweren Attacken verschont geblieben. Wenn das jedoch kommen würde, und das kann bei einer 70-Stunden-Woche wohl passieren, hätte ich natürlich ein Problem. Als Anwalt verkauft man halt auch sich selbst, da muss man realistisch sein, Ethik und Moral hin und her. Wenn ich nun voll verschuppt einem Konzernmanager beraten soll, ist das nisch guut.
Als Richter wiederrum ist das völlig schnuppe. Da könnte ich ganz beruhigt sein.
Ich hoffe, dass ich euch mit meinen Luxussorgen nicht nerve!!! Aber für mich ist das eine wichtige Entscheidung. Der Weg vom Richter zurück zum Anwalt ist höchst ungewöhnlich..
Vielen Dank!
Gruss
Cardorzo