Zu Inhalt springen

Frage von Neuling bzgl. Umgang mit Nagelpsoriasis

Hallo,

ich bin hier völlig neu und fühle mich von den Ärzten ziemlich im Stich gelassen, was die Infos zu dieser Krankheit angeht.

Erst mal zu mir: ich bin weiblich, 55 Jahre alt, rothaarig (also sowieso schon ein Mensch mit empfindlicher Haut), ernähre mich "normal" und rauche nicht.

So mit 20 wurde bei mir auch mal Neurodermitis diagnostiziert, wobei das damals ja auch eine "Mode" war und ich den Eindruck hatte, wenn der Hautarzt nicht weiß, was es ist, dann ist es Neurodermitis.

Eigentlich hat nichts wirklich geholfen, bis ich irgendwann zum Heilpraktiker gegangen bin und der eine Immunschwäche und damit verbundene Lebensmittel-Unverträglichkeit feststellte. Er hat es in den Griff bekommen. Heute bricht es nur noch aus, wenn ich totale Probleme habe, wie z.B. Tod meiner Mutter.

Zu meiner Diagnose:

Vor ca. 3 Jahren fing es an, dass unter meinen beiden Daumennägeln vorne die Haut irgendwie "trocken" wurde.

Habe es - und das ist wahrscheinlich zumindest ein zusätzlicher Punkt- auf die Hormone geschoben. Da liest man ja immer wieder, dass die Haut sich verändert.

Der 1. Termin bei einem Hautarzt: "ich kann da nichts sehen"

1 Jahr später bei einem anderen Hautarzt: " da ist nichts"

letztes Jahr dann beim 3: der sah sich das mal genauer an und hat eben die Nagelproiasis Diagnose gestellt. Hat sich auch noch die Zehen angeschaut, da ist ein Nagel immer sehr trocken, aber da fand er wohl nichts Bedenkliches.

Er meinte auch, Schuppenflechte und Neurodermitis wären sich sehr ähnlich, vielleicht hätte ich das damals auch schon gehabt???

Aber da hatte ich nie diese typischen weißen Flecken und Schichten, die meine Schwester und mein Opa haben.

Sondern eben diese juckenden roten, teilweise nässenden Stellen.

Er hat mir Calcipotriol comp Klinge verschrieben und gemeint, das wäre aber langwierig und immer ein Auf und Ab-naja, bisher eigentlich nur Ab.

Ich kann keinerlei Verbesserung feststellen-leider. Nur die Haut drumherum, wo es auch hinläuft, wird sehr trocken :-(

Ich hatte in den letzten 2 Jahren den Eindruck, es wurde a) unter der Sonnenbank besser, aber dieses Jahr wirkt es leider nicht mehr

b) in der Zeit, wo ich beim Heilpraktiker war und er mit Eigenblut und anderen Präparaten meine "Neurodermitis" bekämpft hat, war es auch besser.

So, leider ellenlanger Text, aber nun meine Frage:

Wie pflegt Ihr das an den Fingernägeln?

Man soll die Nägel kurz halten, das mache ich, das -ich nenne es mal weiße, bewegliche Teil-schneide ich bis zum Nagelbett ab.

Das Schlimme ist, wenn das dann mal einige mm wächst, sieht das aus, als wäre alles in Ordnung.

Aber darunter ist es wie Hornhaut, manchmal klebt auch die Haut an dem weißen Teil fest und wenn ich mal mit der Nagelfeile darunter muss, reißt das ein /ab und blutet oft.

Das verhornte schneide ich ab, das tut ja auch nicht weh. Somit drückt das auch nicht, wie ich teilweise lese, den Nagel nach oben.

Aber ich denke, das ist irgendwie nicht der richtige Weg, denn Fakt ist, dass der Nagel sich jeweils seitlich immer mehr zurück zieht und ich Angst habe, dass ich irgendwann gar keinen Daumennagel mehr habe.

Zugeben muss ich auch, manchmal ist das auch so irgendwie krümelig und schuppig, und das kann ich nicht in Ruhe lassen-was natürlich auch zu Verletzungen führt :-(

Also ich bin wirklich dankbar, wenn Ihr mir hier sagen könnt, wir Ihr damit umgeht!

Wenn ich manche Bilder sehe, bin ich ja anscheinend wirklich noch absolut im Anfangs-Stadium. Aber es soll natürlich nicht schlimmer werden!

Vielen Dank schon mal im Voraus.

Silke

Hervorgehobene Antworten

7 Stunden her, Bijou1 schrieb:

Das Schlimme ist, wenn das dann mal einige mm wächst, sieht das aus, als wäre alles in Ordnung.

Aber darunter ist es wie Hornhaut, manchmal klebt auch die Haut an dem weißen Teil fest und wenn ich mal mit der Nagelfeile darunter muss, reißt das ein /ab und blutet oft.

Das verhornte schneide ich ab, das tut ja auch nicht weh. Somit drückt das auch nicht, wie ich teilweise lese, den Nagel nach oben.

Aber ich denke, das ist irgendwie nicht der richtige Weg, denn Fakt ist, dass der Nagel sich jeweils seitlich immer mehr zurück zieht und ich Angst habe, dass ich irgendwann gar keinen Daumennagel mehr habe.

Hallo Silke, @Bijou1 ,

bei mir bildet sich unterm Fingernagel nur sehr selten mal Pso oder der Nagel löst sich etwas durch Belastung (z.B. Erdbeerzupfen, Gartenarbeit ohne Handschuhe) oder wenn die typischen Pso-Tüpfel auf dem Nagel herauswachsen. Dann creme ich meine Hände und besonders noch die Fingerkuppen und -nägel. Dazu benutze ich eine gut verträgliche Pflegecreme - da sind mehrere möglich; ein Cremespender steht an meinem Waschbecken, damit das Cremen schnell geht.

Ist eine Entzündung noch ganz neu, benutze ich Penatencreme, die ich auch unter den Fingernagel reibe oder ich nehme die Creme auf den Handteller und "kratze" die Creme mit dem Nagel ab, dadurch kommt die optimale Crememenge darunter. Je nach Nagel- und Hautzustand benutze ich die Penatencreme 1-7 Tage lang - meist über Nacht.

Creme mit Shea-Butter vertrage ich auch sehr gut und die Haut wird bei mir ganz glatt davon.

Bei kleineren Pso-Entzündungen dauert die Regeneration bei mir etwa 3-6 Monate, bei größeren dann 9-18 Monate. LG Burg

  • Ersteller

Hallo Burg,

vielen Dank schon mal.

Was bewirkt die Penatencreme? Bildet sich die Verhornung / Verklebung dann zurück?

Und wenn die Abheilung 3-6 Monate dauert, was machst Du dann nach den 7 Tagen Penatencreme mit den Nägeln?

Sorry, wahrscheinlich blöde Fragen, aber ich habe echt Null Ahnung, wie ich da vorgehen soll.

Hi,

ich habe auch Nagelpsoriasis. Aber habe leider keine besonderen Tipps dafür. Ich habe vor allem Flecken und keine Verhornungen und trage die Nägel ganz kurz und wenn mich die Flecken und weißen Stellen stören, dann trage ich etwas Nagellack um das zu kaschieren. Ich wurde nur stutzig, weil du was von juckenden roten, teilweise nässenden Stellen geschrieben hast. Das klingt nach Psoriasis Inversa (das hab ich). Und bezüglich der Nagelpsoriais bitte deine Gelenke im Augen behalten. Meine Rheumatologin hat zu mir vor kurzem gesagt, wenn die Nägel betroffen ist es nur noch ne Frage, wann es mit der Psoriasis Arthritis losgeht und nicht mehr ob.

Vor einer Stunde, Bijou1 schrieb:

Was bewirkt die Penatencreme? Bildet sich die Verhornung / Verklebung dann zurück?

Hallo Silke, @Bijou1 ,

bei mir reduziert die Penatencreme die Pso-Entzündung und sie macht meine Schuppenhaut weicher.

Erst vor 3 Monaten hatte ich meinen re Daumennagel so, durch das Abkratzen des Mooses von meinen Steinstufen im Garten ohne Handschuhe, strapaziert, dass der Nagel sich vorne leicht löste und bröselig wurde und die Haut darunter sehr trocken, rissig, schuppig und das was Du als "verklebt" bezeichnest - Haut hängt am Nagel fest - Auch bildete die Pso-Entzündungsstelle einen "Hof" darum (sah ähnlich aus wie bei einer Pilzinfektion des Nagels, war es aber nicht!).

In diesem Fall feilte ich den Nagel so kurz wie möglich und cremte die Fingerkuppe (auch evtl. Hände), unter dem Nagel, um den Nagel drum herum so oft wie irgend möglich. Jeden Tag feilte ich vorsichtig nach, schonte den Finger/Daumen und knibbelte nicht daran herum, ließ die Entzündung in Ruhe heilen.

2 Stunden her, Bijou1 schrieb:

was machst Du dann nach den 7 Tagen Penatencreme mit den Nägeln?

Die Penatencreme an den Händen ist zum Arbeiten eher unangenehm - nach den 7 Tagen - oder sobald die Entzündung reduziert und die Haut wieder weich ist, nehme ich eine für mich gut verträgliche Pflegecreme oder -lotion. Wenn Du eine im Haus hast, nimm erst mal diese, denn jede neue Creme könnte Stoffe enthalten, die Du weniger verträgst. Du kannst auch mischen.

Vor vielleicht 40J durfte ich keine Penatencreme benutzen, der darauf folgende Juckreiz war entsetzlich; es könnte an einem Emulgator in der Creme gelegen haben. - Als Säugling und Kind hatte ich die Creme gut vertragen. Ab und zu wurden Cremebestandteile geändert. Heute lese ich mir fast immer die Zusammensetzung durch.

Jetzt nach 3 Monaten sieht mein Daumennagel wieder so schön aus wie zuvor; ich bin zufrieden. - Das war mein Versuch mit Penatencreme am/unterm Nagel.

Und so oft die Sonne in dieser Zeit schien, nahm ich Sonnenbäder, die sicherlich zum Heilungserfolg mit beigetragen hatten.

Bei Pso-Tüpfeln oder Pso unterm Nagelfalz konnte der Abheilvorgang bei mir auch länger als 9, 12 Monate dauern - da hatte ich es noch nicht mit Penatencreme versucht.

Zitat: "- Penatencreme für mehr Fett im Winter oder wirkt stark entzündungshemmend im akuten Schub, mit Zinkoxid, Lanolin, Panthenol, Hamamelis, Allantoin, Sonnenblumenöl, Vit.E; sie hat eine gute Wirkung auf die Pso, bei mir für 1-5 Tage besonders gut geeignet bei Pusteln." LG Burg

Bearbeitet ( von Burg)

  • Ersteller
5 Stunden her, SomeGreenLife schrieb:

Hi,

ich habe auch Nagelpsoriasis. Aber habe leider keine besonderen Tipps dafür. Ich habe vor allem Flecken und keine Verhornungen und trage die Nägel ganz kurz und wenn mich die Flecken und weißen Stellen stören, dann trage ich etwas Nagellack um das zu kaschieren. Ich wurde nur stutzig, weil du was von juckenden roten, teilweise nässenden Stellen geschrieben hast. Das klingt nach Psoriasis Inversa (das hab ich). Und bezüglich der Nagelpsoriais bitte deine Gelenke im Augen behalten. Meine Rheumatologin hat zu mir vor kurzem gesagt, wenn die Nägel betroffen ist es nur noch ne Frage, wann es mit der Psoriasis Arthritis losgeht und nicht mehr ob.

Hallo,

das mit den roten, juckenden und nässenden Stellen habe ich, wenn ich einen-so damals diagnostizierten- Neurodermitis Schub habe. Aber ich denke, es ist einfach ein Ekzem, das vor allem bei mir bei Stress auftaucht bzw. wenn einfach mein Immunsystem spinnt. Jedenfalls hat das der HP immer gut in den Griff bekommen. Nur der letzte Hautarzt meinte, das hätte auch schon eine Art Schuppenflechte sein können, weil das-vor allem in den 80ern, wo ich das hatte, nicht so genau unterschieden wurde.

Danke für den Hinweis mit der Arthritis, das habe ich auch schon mehrfach gelesen.

Und da es das in meiner Familie auch schon gibt (Rheuma, Arthritis, Gicht, das ganze Programm), denke ich auch, dass ich es irgendwann bekommen werde. Aber da mache ich mich jetzt noch nicht verrückt. Ändern kann ich es vorab ja sowieso nicht :-(

  • Ersteller
5 Stunden her, Burg schrieb:

Hallo Silke, @Bijou1 ,

bei mir reduziert die Penatencreme die Pso-Entzündung und sie macht meine Schuppenhaut weicher.

Erst vor 3 Monaten hatte ich meinen re Daumennagel so, durch das Abkratzen des Mooses von meinen Steinstufen im Garten ohne Handschuhe, strapaziert, dass der Nagel sich vorne leicht löste und bröselig wurde und die Haut darunter sehr trocken, rissig, schuppig und das was Du als "verklebt" bezeichnest - Haut hängt am Nagel fest - Auch bildete die Pso-Entzündungsstelle einen "Hof" darum (sah ähnlich aus wie bei einer Pilzinfektion des Nagels, war es aber nicht!).

In diesem Fall feilte ich den Nagel so kurz wie möglich und cremte die Fingerkuppe (auch evtl. Hände), unter dem Nagel, um den Nagel drum herum so oft wie irgend möglich. Jeden Tag feilte ich vorsichtig nach, schonte den Finger/Daumen und knibbelte nicht daran herum, ließ die Entzündung in Ruhe heilen.

Die Penatencreme an den Händen ist zum Arbeiten eher unangenehm - nach den 7 Tagen - oder sobald die Entzündung reduziert und die Haut wieder weich ist, nehme ich eine für mich gut verträgliche Pflegecreme oder -lotion. Wenn Du eine im Haus hast, nimm erst mal diese, denn jede neue Creme könnte Stoffe enthalten, die Du weniger verträgst. Du kannst auch mischen.

Vor vielleicht 40J durfte ich keine Penatencreme benutzen, der darauf folgende Juckreiz war entsetzlich; es könnte an einem Emulgator in der Creme gelegen haben. - Als Säugling und Kind hatte ich die Creme gut vertragen. Ab und zu wurden Cremebestandteile geändert. Heute lese ich mir fast immer die Zusammensetzung durch.

Jetzt nach 3 Monaten sieht mein Daumennagel wieder so schön aus wie zuvor; ich bin zufrieden. - Das war mein Versuch mit Penatencreme am/unterm Nagel.

Und so oft die Sonne in dieser Zeit schien, nahm ich Sonnenbäder, die sicherlich zum Heilungserfolg mit beigetragen hatten.

Bei Pso-Tüpfeln oder Pso unterm Nagelfalz konnte der Abheilvorgang bei mir auch länger als 9, 12 Monate dauern - da hatte ich es noch nicht mit Penatencreme versucht.

Zitat: "- Penatencreme für mehr Fett im Winter oder wirkt stark entzündungshemmend im akuten Schub, mit Zinkoxid, Lanolin, Panthenol, Hamamelis, Allantoin, Sonnenblumenöl, Vit.E; sie hat eine gute Wirkung auf die Pso, bei mir für 1-5 Tage besonders gut geeignet bei Pusteln." LG Burg

Zunächst mal vielen Dank für die ausführliche Erklärung.

Ich werde mir auch mal Penatencreme zulegen. Wobei ich immer den Eindruck hatte, die feste Konsistenz verklebt die Poren-aber was verhornt ist, atmet ja eh nicht mehr :-)

Ich habe von Hamamelis so eine Hautcreme, keine Lotion. Die war auch ganz gut bei meinem Ekzem.

Genau wie Du sagst, Penatencreme dauerhaft unter den Nägeln geht für mich nur sehr schwer zu ertragen, ich kann es eh überhaupt nicht haben, wenn ich spüre, dass da etwas unter den Nägeln ist. Daher schneide und rupfe ich das auch (leider) immer weg.

Was ich immer nicht kapiere, ist der Zusammenhang zwischen der Haut und dem Nagel. Es heißt, es dauert 3-6 Monate, bis sich der Nagel erneuert. Aber an meinem Nagel ist überhaupt nichts, die sehen ganz normal aus. (Ausser, dass die Haut, wie bereits geschrieben, manchmal daran von unten festklebt, aber das sieht man ja erst mal nicht).

Was hat also das nachwachsen des Nagels mit dieser vorderen Haut unter dem Nagel zu tun??

Vor 15 Minuten, Bijou1 schrieb:

Was hat also das nachwachsen des Nagels mit dieser vorderen Haut unter dem Nagel zu tun??

... erst einmal, in Deinem Sinne, nichts.

Nur bei mir reißt der Nagel vorne in Schichten ein oder wenn die Pso-Tüpfel in der Nagelplatte durch das Nagelwachstum nach ganz vorne wandern, krümelt auch da der Nagel. - Mit weicher Haut an der Fingerspitze und unter dem überstehenden Nagel lässt meine Pso dort nach und die Haut unter dem wachsenden Nagel ist nach einiger Zeit wieder normal fest verbunden.

Wenn Dein Nagel heile bleibt, umso besser und die Hornhaut davor und darunter? kannst Du mal probieren mit häufigem Cremen weich zu bekommen.

Zeit: 11.5.2026 um 17:56, Bijou1 schrieb:

juckenden roten, teilweise nässenden Stellen.

Vor vielen Jahren, noch am Beginn meiner Pso-Karriere, hatte ich nässende, rotentzündliche, juckende Pso-Stellen am Schienbein. Das Nässen kam wahrscheinlich durch die von mir benutzte 2%ige Salivaseline - ich hatte sie nicht vertragen, aber 0,2%ige ging gut.

Und im Übrigen kann (muss aber nicht) man Pso, Neurodermitis und Ekzeme alle nebeneinander haben.

Bearbeitet ( von Burg)

Erstelle ein Konto, um zu kommentieren

Wichtige Informationen

Wir setzen Cookies, um die Benutzung der Seite zu verbessern. Du kannst die zugehörigen Einstellungen jederzeit anpassen. Ansonsten akzeptiere bitte diese Nutzung.

Konto

Navigation

Suche

Suche

Browser-Push-Nachrichten konfigurieren

Chrome (Android)
  1. Klicke das Schloss-Symbol neben der Adressleiste.
  2. Klicke Berechtigungen → Benachrichtigungen.
  3. Passe die Einstellungen nach deinen Wünschen an.
Chrome (Desktop)
  1. Klicke das Schloss-Symbol in der Adresszeile.
  2. Klicke Seiteneinstellungen.
  3. Finde Benachrichtigungen und passe sie nach deinen Wünschen an.