Immer wieder beginnen Runden des Online-Kurses zum Selbstmanagement nach dem Insea-Konzept. Darüber hatten wir mal hier berichtet.
An sechs Terminen lernen Betroffene, Angehörige und Freunde, mit einer chronischen Erkrankung oder anderen Beeinträchtigungen besser und selbstbestimmter zurechtzukommen. Der Kurs soll sie unterstützen, die Lebensqualität bei chronischer Krankheit zu verbessern, den Alltag und die Medikamenteneinnahme gut zu organisieren, sich ausgewogen zu ernähren und körperlich aktiv zu sein.
Die Teilnahme ist kostenlos und für Menschen aus ganz Deutschland möglich – ein Livestream macht's möglich.
Zur Übersicht und Anmeldung geht es hier entlang.
Am 16. Oktober 2026 startet ein Online-Kurs, der immer freitags um 11.30 Uhr Uhr beginnt.
Am 28. Oktober 2026 startet ein Online-Kurs, der immer mittwochs um 9 Uhr beginnt.
Am 30. Oktober 2026 startet ein Online-Kurs, der immer freitags um 16.30 Uhr beginnt.
Am 2. November 2026 startet ein Online-Kurs, der immer montags um 17 Uhr beginnt.
Am 5. November 2026 startet ein Online-Kurs, der immer donnerstags um 10 Uhr beginnt.
Für alle Teilnehmer gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung sowie technische Hilfestellung. Und: Alle erhalten ein Kurspaket, das kurz vor Kursbeginn per Post zugestellt wird.
In diesem Video wird der Kurs erklärt:
16. Oktober 2026 09:00
bis
11:30
Hallo erst mal,
Ich find das wirklich toll, daß man gleich so nett begrüßt wird
Also stell ich mich vor.
Ich bin 27, Biologin und mache im Augenblick gerad meinen Doktor in einem pharmazeutischen Unternehmen für Biologicals und bin seltsamer Weise so zur Auseinandersetzung mit meiner Krankheit gekommen.
Was mir ganz wichtig ist zu sagen, denn ich glaub, daß das einigen nicht klar ist:
Nicht heilbar heißt nicht, daß es nicht therapierbar ist!
Ich hatte mit 7 Jahren meinen ersten Schub, direkt nach einer eitrigen Mandelentzündung und somit scheint mein "Erstauslöser" wahrscheinlich so ein dämliches Streptokokken Bakterium gewesen zu sein. Ansonsten hatte scheinbar nur noch mein Großvater väterlicherseits Probleme mit Schuppenflechten. Da der aber schon ´56 verstorben ist (war mein Vater gerade 18) weiß das keiner mehr so genau. Also ein typischer Typ1 Psoriatiker. Mehr oder weniger typisch war der Umgang meiner Mutter mit der Krankheit. Ich hab ein halbes Jahr keine Milch mehr trinken dürfen (weil dass bestimmt Milchschorf ist), dann wurde mal das Schampo gewechselt und dannach wurde es ignoriert. Seit meinen 7. Lebensjahr habe ich daher Herde hinter den Ohren und am Kopf. Mit 16 bin ich dann selbst etwas aktiv geworden, hab damals (noch in einer Bibliothek
) versucht mich etwas schlau zu machen und bin asbald auf unheilbar gestoßen. Da ich das damals mit nicht behandelbar verwechselt hab, und der Herd ja gut versteckt unter Haaren war, hab ich das ganze wieder ruhen lassen. Die Heerde sind immer größer geworden, bald war der ganze Haarschopf bedeckt - war unangenehm und juckt zwar etwas, aber gehörte halt zu mir, damit bin ich ganz gut zurecht gekommen! In den letzten Jahren sind dann noch Analfalte und Gehörgänge befallen worden - gut juckt etwas mehr und ist noch unangenehmer und peinlich. Trotzdem hab ich eigentlich alles ausgebelendet und es schlichtweg ignoriert ( was seltsam ist, da ich mich ansonsten brennend für alles was mit Kankheit und Körper zu tun hat interessiere!). Vor 4 Jahren war ich dann doch einmal bei einem Hautarzt, der dann Abstriche von allem gemacht hat, nichts verschrieben hat und dafür 1200 mark verlangt hat. Erwartungsgemäß hatt ich keine Bakterien oder pilzinfektion und seine Kulturen hätte ich selber auch anziehen können! Letztendlich hat mich das nur bestärkt darin, daß man da halt nichts machen kann!
In letzer Zeit habe ich mich dann in meiner Arbeit mit Immunesupression, Kortikoiden, Il-10 usw. auseinanderstezen müßen und hab zum ersten mal erfahren, daß ich eine Autoimmunerkrankung hab! Und schlagartig habe ich meine "Krankheitsbewältigungsstrategie" von Ignorieren auf reges Interesse umgestellt. Trotzdem habe ich noch bis zu meinem letzten Schub gebraucht ( zwei Tanten gestorben, Stress in der Arbeit und blöde Beziehungsproblemen), wo dann leider über den ganzen Körper verteilt Herde entstanden sind, bis ich es erneut zu einem Hautarzt geschaftt habe und jetzt endlich nach 20 Jahren Krankheit zum ersten Mal therapiert werd! Und bis jetzt wirkt es bombastisch! Nach drei Tagen sind meine Ohren frei, die Schuppung am Kopf ist stark zurückgegangen, die roten Flecken am Körper werden schon zartrosa und ich "hock nicht mehr auf Brennesseln"
Und darüber würde ich gern einen Blog eröffnen, um Leuten die aus Hoffnungslosigkeit lieber ignorieren, Mut zu machen!