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Hallo,
mein Name ist Joschua, bin 31 Jahre alt und habe seit Spätsommer letzten Jahres ein Problem. Mein Dilemma ist eine handtellergroße Schuppenflechte, die sich von Mitte Genick unterhalb des Haaransatzes rechts um den Hals herum nach vorne zieht und direkt an der Bartlinie endet.
Doch zuerst noch eine kleine Besonderheit, die mir in den letzten Jahren aufgefallen ist. Als ich noch kurze Haare hatte (raspelkurz), hab ich zwei bis drei kleine Flechtenherde direkt auf dem Kopf gehabt. Immer über Sommer, über Winter war nie was. Seit dreieinhalb Jahren lasse ich die Haare wachsen und war erstaunt festzustellen, daß die Schuppenflechten auf dem Kopf nun schon das dritte Jahr überfällig waren.
Doch nun zum eigentlichen Anliegen. Zum Herbst 2008 hin hatte sich die Schuppenflechte von selbst zurückgebildet und war über Winter komplett weg. In 2009, seit die Sonne wieder etwas länger / kräftiger scheint, ist auch die Flechte wieder da. Ein Zufall? Ich war daraufhin vor etwa 6 Wochen beim Hausarzt und hab ihm die Sachlage geschildert. Der hat mir daraufhin eine Salbe verschrieben, die sich Psoradexan Creme nennt. Anwendung 2x täglich. Hat zu Anfang auch wunderbar gewirkt. Die Haut wurde wieder geschmeidig, die oberen Schuppen haben sich gelöst und sind abgefallen. Daß der Schuppenherd dabei in einem schönen Signalrot leuchtete nahm ich als Begleiterscheinung hin. Störte mich und die Umgebung auch weniger, denn ich hab lange Haare, die ich tagsüber einfach offen lassen kann.
Mittlerweile, 3 Wochen nach Beginn der "Salbentherapie", bin ich von dem Zeug alles andere als begeistert. Bei Verwendung bildet sich jetzt auf der Schuppenflechte eine Dreckkruste, ein Gemisch aus Salbe und Hautfetzen, die abfallen würden, wenn sie denn nicht in der Salbe festhingen. Da ich auch meinem Tagwerk nachgehen muß, kann ich nicht alle halbe Stunde den Dreck runterwaschen. So klebt die Pampe eben an, bis ich abends wieder zu Hause bin und unter mehr oder minder starken Schmerzen den Dreck runterkratzen darf. Zu dick habe ich die Salbe wohl nicht aufgetragen. Die 50g Tube ist wie erwähnt schon seit 6 Wochen in Verwendung und hält nochmals 6 Wochen.
Vor 4 Tagen etwa hab ich die Psoradexan Salbe abge- und durch stinknormale Niveacreme ersetzt. Das Ergebnis: keine Dreckkruste mehr, keine spannende Haut. Der Flechtenherd verblaßte deutlich zu einem etwas kräftigeren Rosa, bildet sich aber nicht weiter zurück. Der "neue Status Quo" hielt sich zwei Tage. Heute Morgen, die Schuppenflechte hatte über Nacht angefangen Gewebsflüssigkeit abzusondern, denk ich mir "ok, Nivea ist wohl auch nicht das allein Seeligmachende, probierst es abwechselnd". Also wieder Psoradexan drauf. Die Haut hat das Zeug heute besser aufgenommen als noch vor vier Tagen, allerdings hab ich jetzt wieder eine Dreckschicht draufpappen, die ich diesmal mit Nivea aufweichen gelassen habe und gleich entfernen werde. Hab mir zwei Wochen frei genommen um mal ein wenig an der Flechte zu experimentieren.
Habt Ihr eventuell Tips, womit ich meine doch recht untypische Schuppenflechte noch behandeln kann? Nach dem, was ich so gelesen habe bilden sich Schuppenflechten bei Lichteinstrahlung mehr oder minder zurück. Bei mir ist das Gegenteil der Fall, Licht läßt die Flechte erst so richtig aufblühen, und auf Vampirismus als Lebensstil hab ich kein gesteigertes Verlangen.
PS:
Da kommt mir gerade noch ein Gedanke. Ich bin Allergiker. Die Schleimerei fängt auch immer kurz nach Jahresanfang an und geht etwa bis zum Herbst. Genauso wie die Schuppenflechte. Gegen die Allergie hab ich Tabletten (Cetirizin), die ganz gut helfen. Von der Beschreibung her liest sich die Schuppenflechte wie eine allergische Reaktion; das Immunsystem greift Sachen an, die es eigentlich nicht angreifen dürfte. Wenn ich jetzt herginge und die Tabletten... hmm...
Bearbeitet ( von Joschua)