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    Risiken und Nebenwirkungen von Hähnchenschenkeln

    Menschen, die immundämpfende Medikamente einnehmen, sollten nicht all zu unbesorgt mit Hähnchenschenkeln umgehen. Darauf wies die Stiftung Warentest in der Oktober-Ausgabe 2013 des "test"-Heftes hin. Der Grund:  Auffällig viele der getesteten Produkte enthielten Verderbnis- und Krankheitskeime sowie Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind.

    Das Heft 10/2013 der Zeitschrift test hat vermutlich vielen Liebhabern von Hähnchen-Schenkeln den Appetit genommen. Neun von 20 Proben waren kurz vor oder am Verbrauchsdatum verdorben – trotz korrekter Kühlung. Das ist überwiegend vielleicht ekelig, aber noch nicht wirklich ungesund.

    Problematischer sind krankmachende Keime und resistente Bakterien. Gesunden macht das meist nicht viel aus. Anders jedoch bei denjenigen, deren Immunsystem geschwächt ist – sei es durch Alter, Krankheit, Organ-Transplantation oder immunsupressive Medikamente. Außerdem sind Schwangere gefährdet. Wenn sie auf Krankheitserreger oder resistente Keime stoßen, können ihre Abwehrkräfte nicht ausreichen oder kann der Fötus geschädigt werden.

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    Die Tester fanden in drei Hähnchenschenkeln (davon zwei Bio-Produkten) unerlaubt viel Listerien. Diese Bakterien können unter anderem Hirnhaut-Entzündungen verursachen. Bei anderen waren Richtwerte für solche Entero-Bakterien überschritten, die ebenfalls Krankheiten verursachen können. Außerdem wurden in acht Proben die Durchfall-Erreger Campylobacter gefunden.

    Sehr problematisch sind die resistenten Keime aus dem massiven Einsatz von Antibiotika bei Hühnern. Die wurden in zwölf der 20 Proben gefunden. Der bekannteste ist MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureaus). In elf von 20 Produkten fanden sich außerdem ESBL-Bildner, die als Darmkeime besonders aggressiv gegen Antibiotika vorgehen. Wenn diese resistenten Keime sich vermehren, sind Infektionen schlechter zu behandeln und können Organe angegriffen werden. Jedes Jahr, so heißt es im Bericht, sterben in Europa 25.000 Menschen an resistenten Keimen.

    Hände waschen und abtrocknen

    Die Stiftung Warentest empfiehlt gefährdeten Personen, generell im Küchenbereich stärker als gewohnt auf die Küchenhygiene zu achten: Nicht nur in Hähnchenschenkeln lauern Keime, sondern auch in anderem Fleisch, Mett, rohem oder geräuchertem Fisch, Gemüse, Rohmilch(käse) und Eiern. Wer diese Lebensmittel verarbeitet, sollte sich vorher und nachher gründlich die Hände waschen und abtrocknen. Sie sollten mit eigenem Schneidebrett und Messer, von anderen Lebensmitteln getrennt behandelt werden. Keime jeder Art werden erst abgetötet, wenn das Lebensmittel im Inneren mindestens zwei Minuten auf 70 Grad erhitzt wird.

    Die benutzten Küchengeräte sollten mit heißem Wasser und Spülmittel abgespült werden, bevor sie in die Spülmaschine kommen. Wahre „Hochburgen“ der Keime sind Handtücher, Schwämme, Bürsten, Lappen und zerkratze Schneidbretter. Test empfiehlt, sie regelmäßig auszuwechseln oder vorzugsweise Zellstofftücher von der Küchenrolle zu benutzen. Lädierte Schneidebretter sollten weggeworfen werden.

    Der vollständigen Test mit den Ergebnissen der mikrobiologischen Prüfung einzelner Hähnchenschenkel-Sorten stand in test 10/2013 – ist aber nicht mehr verfügbar. Einen weiteren Test gab es im Heft 04/2021. Das Heft kann man als PDF-Datei kaufen oder in öffentlichen Bibliotheken ausleihen.

    Das Bundesinstitut für Risikobewertung beitet auf seinen Internetseiten ein Merkblatt "Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt" an. Das lässt sich dort herunterladen oder kostenlos auf Papier bestellen. Außerdem gibt es dort ein Video.


     


    Über den Autoren

    Rolf Blaga hat sich mehr als 28 Jahre lang in der Patienten-Selbsthilfe für Menschen mit Schuppenflechte engagiert. Als Autor fürs Psoriasis-Netz besucht er regelmäßig medizinische Veranstaltungen. Er ist Vorsitzender der AG Medizin und Gesundheit bei Transparency Deutschland.

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    Jetzt packe ich mal meine Unverträglichkeit von Hühnchen- und Hähnchen-Teilen, besonders die Schenkel zu diesem Thema dazu; sie besteht bei mir seit mindestens 30J. Damals war mir aufgefallen, dass ich immer nach dem Verzehr von Hühnchen- und Hähnchen-Schenkeln oder anderen Teilen, wenige Tage danach (etwa 2-3 Tage) einen kleineren Pso-Schub bekam. 

    Na ja, der Schub war zwar klein, aber bis die etwa 100 neuen Stellen wieder verschwunden waren, dauerte das auch 1-3 Jahre - war also so betrachtet doch keine Kleinigkeit. 

    Ich versuchte die Schenkel zu meiden und wenn ich dann doch mal großen Appetit auf Huhn hatte, kochte ich ganz selten mal ein ganzes Huhn. Die Brust, die Schenkel und andere fettreiche Teile bekamen der Rest, der Familie und ich konzentrierte mich auf das dunklere Fleisch am Rücken und im Innern - und das schmeckte mir auch noch viel besser. 

    Seit etwa 2J nehme ich die leicht bitteren Innereien (Leber, Herz, Magen) vom Huhn, die für meinen Geschmack wenigsten noch nach Huhn schmecken - im Gegensatz zu den restlichen Teilen - und ich vertrage sie gut - kein Pso-Schub. 

    Meine Fleischabteilung im Supermarkt bietet diese Innereien und auch die vom Rind extra auf meinen besonderen Wunsch hin an. Nur wenige Kunden wollen heutzutage diese Fleischarten. Ich war durch den Hund darauf gekommen, hatte seine Fleischzubereitung gekostet und bei mir wurde dadurch keine Pso getriggert

    Ob nur auf den üblich verzehrten Teilen des Huhns möglicherweise krankmachende Keime sind und ob diese auch für meine Unverträglichkeit verantwortlich sind? 

    Vielleicht hat außer mir noch jemand anderes Erfahrung mit Hahn- und Hühnerfleisch gemacht?

    Ich nehme keine immundämpfenden Medikamente. LG Burg  

    bearbeitet von Burg
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