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  • Rolf Blaga
    Rolf Blaga

    Neues und Bewährtes zur Psoriasis im Jahr 2013

    Anfang Mai 2013 lud die Deutsche Dermatologische Gesellschaft die Hautärzte wieder nach Dresden ein: zur DDG-Tagung. Keine andere Hautkrankheit wird zurzeit weltweit so intensiv erforscht wie die Psoriasis. Das liegt vor allem daran, dass entsprechende Projekte von einigen Pharmakonzernen mit sehr viel Geld gesponsert werden. Entsprechend viele Vorträge gab es auch diesmal. Am interessantesten war aus Patientensicht zum einen die Vorstellung einer neuen Biologika-Generation und zum anderen der Vorab-Bericht über eine Sicherheitsanalyse innerlicher Pso-Medikamente. Für Dermatologen wurden weiterentwickelte Methoden vorgestellt, um den Schweregrad einer Psoriasis oder einer Psoriasis Arthritis zu messen, Einschränkungen in der Lebensqualität zu bewerten und vorhandene Begleiterkrankungen frühzeitig zu erkennen.

    Erstaunlicherweise wurde das Thema „Fumarsäureester und PML-Risiko“ fast gar nicht angesprochen und Biogen Idec nicht öffentlich kritisiert. Bei Nachfrage hieß es lediglich, die beteiligten Ärzte hätten die Fumaderm®-Therapie viel früher abbrechen müssen. Erschreckend ist, dass immer noch viele Haus- und Kinderärzte Psoriasis vorrangig mit kortisonhaltigen Präparaten therapieren. Hilfreich dagegen ist, dass Dermatologen sich (weltweit) über Therapie, Nebenwirkungen und Begleiterkrankungen der Psoriasis austauschen – wie in Deutschland durch das Register PsoBest.

    Neue Biologika-Generation

    Die nächste Generation der Biologika wird das Interleukin 17 blockieren. Damit setzt man noch genauer an der Quelle der Psoriasis an. Der Botenstoff IL 17-A wirkt direkt auf die an der Immunreaktion beteiligten Zellen in der Haut. Die ersten Biologika haben das TNF-alpha blockiert und damit noch sehr breit gewirkt. Ustekinumab (Stelara®) stoppt die Interleukine 12 und 23 und wirkte damit schon gezielter. Die Interleukin-17-Blocker wirken innerhalb von zwei Wochen, vor allem auf die Plaques. Entzündungen gehen langsamer zurück. Sie können die Psoriasis um mehr als 90 Prozent zurückdrängen (PASI 90). Bisher war der „Goldstandard“ ein PASI 75. Noch höher dosiert, heilen die Stellen völlig ab (PASI 100). Wie sie bei der Psoriasis arthritis wirken, ist noch völlig offen. Interleukin-17-Blocker werden vermutlich nicht vor 2015 zugelassen. Eine neue Hoffnung für all diejenigen, bei denen die bisherigen Biologika nicht (gut) gewirkt haben oder zu viele Antikörper gebildet wurden.

    Sicherheitsanalyse innerlicher Pso-Medikamente

    Professor Kristian Reich gab erste Ergebnisse einer Sicherheitsanalyse bekannt: Aus dem deutschen Psoriasis-Register PsoBest soll ermittelt werden, wie sich die Medikamente in ihren Nebenwirkungen unterscheiden. Die Daten aller registrierten Patienten wurden verglichen. Das Ergebnis ist für Ärzte wie für Patienten sehr beruhigend: Es gibt keine auffälligen Unterschiede zwischen den konventionellen Medikamenten (Fumarsäureester, Methotrexat, Ciclosporin) und den Biologika. Alle schwerwiegenden Ereignisse lagen unter 1 Prozent. In den USA, aber auch in den Zulassungsstudien waren schwere Nebenwirkungen häufiger. Nur bei den Infekten lagen die Biologika etwas höher als die anderen Medikamente. Krebs als seltene Nebenwirkung war bei allen innerlichen Medikamenten möglich, bei den Biologika nur Hautkrebs.

    Begleiterkrankungen – keine Pharma-Erfindung

    Professor Diamant Thaci (noch Frankfurt, künftig Lübeck) geht davon aus, dass 70 Prozent der Psoriasis-Patienten eine der bekannten Begleit-Erkrankungen (Ko-Morbiditäten) haben. Es liegen mehr und mehr Daten dafür vor, dass sie vermieden oder abgemildert werden könnten, wenn sie frühzeitig erkannt sowie kontinuierlich und kontrolliert behandelt werden. Damit die Hautärzte Anzeichen für Begleiterkrankungen erkennen, sind entsprechende Fragebögen entwickelt worden (z.B. PsoMorbi, PsoCom). Erfahrungsgemäß geben Patienten ihren tatsächlichen Alkoholgenuss häufig falsch an. Depressionen würden als Begleiterkrankung der Psoriasis oft unterschätzt. Viele seien auch dann noch depressiv, wenn ihre Haut längst abgeheilt ist.

    Professor Thaci verwies darauf, dass es die Entzündungen sind, die entscheidend zu Ko-Morbiditäten der Psoriasis führen. Er trat dem Verdacht entgegen, dass es dabei um „eine Erfindung der Pharmaindustrie“ handelt. Einige sind schon vor 50 Jahren bekannt gewesen. Trotzdem läge es natürlich im finanziellen Interesse von Anbietern, dass Psoriatiker möglichst lebenslang Medikamente einnehmen.

    Nagel-Psoriasis

    Professor Ulrich Mrowietz (Kiel) verwies darauf, dass eine Nagel-Psoriasis gut im Rheumascan (Xiralite®) zu erkennen ist.

    Eine kleine Anzahl von Patienten, die wenig Hautbefall, dafür aber starke Nagelveränderungen hatten, wurde mit Fumaderm® behandelt. Die Kassen zahlten – trotz niedrigem PASI - diese innere Therapie, weil der reine Nagelbefall einen sehr hohen Leidensdruck und erhebliche Arbeitsausfälle verursachte. Nach zwölf Monaten verbesserten sich die Nägel um 50 Prozent. Eine weitere Verbesserung war nur noch schwer zu erreichen. Nur Biologika wirken schneller und effektiver.

    Kinder und Jugendliche mit Psoriasis oder Psoriasis Arthritis

    Vor allem die jüngeren Psoriatiker müssen nach Meinung (nicht nur) von Professor Matthias Augustin (Hamburg) so frühzeitig wie möglich behandelt werden. Studien zeigen, dass sie – gegenüber Gesunden – doppelt so häufig eine der Begleiterkrankungen bekommen, darunter schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Kindern mit Neurodermitis gibt es diese erhöhten Risiken fast überhaupt nicht. Nur Depressionen, Diabetes und Hypertonie kommen bei ihnen ebenfalls öfters vor. Trotzdem werden Psoriasis-Kinder fast nur mit äußerlichen Mitteln behandelt, d.h. auch in schweren Fällen werden die Therapiemöglichkeiten nicht ausgenutzt. Etanercept (Enbrel®) ist für Kinder ab 6 Jahren zugelassen. Für Fumarsäureester (Fumaderm) wird in der Studie KiFuderm gerade geprüft, ob die Zulassung erweitert werden kann. Umstritten ist, in welchen Kliniken hautkranke Kinder therapiert werden sollten: In der Hautklinik sind die Experten für die Krankheit, in der Kinderklinik sind die Fachleute für kindgerechte Betreuung, Unterbringung und Ernährung.

    Professor Thomas Schwarz rät, Kinder zurückhaltend zu bestrahlen, obgleich sich bei 90 bis 95 Prozent die Psoriasis verbessert. PUVA ist für Kinder ein absolutes „No-Go“. Er sprach deutlich aus, was auf solchen Kongressen nicht so oft zu hören ist: „UVB ist ein totales Karzinogen“, d.h. es ist krebserregend. Wie groß das Risiko ist, hängt von der im Leben angesammelten (kumulativen) Belastung ab. Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass junge Leute schon jetzt mehr Lichtschäden (aktinische Keratosen) hätten als frühere Generationen. Sie gehen mehr in die Sonne und ins Solarium. Wenn dann noch eine Fototherapie oder ein immunsuppressives Medikament hinzukommen, steigt das Krebs-Risiko deutlich an.

    Impfung trotz Medikamenten?

    Wer ein immunsuppressives Medikament nimmt, hat ein höheres Risiko, an einer schweren Grippe zu erkranken. Trotzdem empfehlen Hautärzte nur selten eine Grippe-Schutzimpfung. Es gibt von jedem Hersteller dieser Medikamente eine ausführliche Impfempfehlung - meist für alle Standardimpfungen. Die sollten sich Patienten beschaffen, wenn für sie eine Impfung empfohlen wird, z.B. vor Reisen in ferne Länder.

    Psychologische Betreuung unerwünscht

    Professor Wolfgang Harth (Berlin) ist einer der führenden Psychodermatologen in Deutschland. Er berichtete, dass an seiner Klinik die stationären Psoriasis-Patienten intensiv psychologisch betreut werden. Kaum aber seien sie entlassen, würden sie vorher fest vereinbarte Termine beim nachbetreuenden Psychologen nicht mehr wahrnehmen. Die Bereitschaft, sich psychologisch helfen zu lassen, um die Hautkrankheit zu bewältigen, sei erschreckend gering.

    Lichtschäden und Hautkrebs im Vormarsch

    50 Prozent der Menschen über 60 Jahre haben chronische Hautschäden durch UV-Einstrahlung (aktinische Keratose), berichtete Professor Thomas Dirschka. Bei 30 Prozent von ihnen entwickele sich daraus ein Hautkrebs – die weltweit häufigste Krebsart. Neuere Untersuchungen haben bei Jüngeren, vor allem bei jüngeren Frauen, schon deutliche Hautschäden festgestellt – vor allem, weil sie regelmäßig ins Solarium gehen. Die Haut könne im Leben nur eine bestimmte UV-Belastung verkraften. Danach steige das Risiko für Hautkrebs erheblich an. Sie passe sich nicht daran an, dass der Mensch immer älter wird bzw. durch Freizeitverhalten, Bräunungswahn oder Fototherapie vermehrt UV-Licht aufnehme. UVB dringe bis zu 50 Zentimeter ins Wasser ein, treffe einen also auch beim Schnorcheln. Am Rande wurde erwähnt, dass Hautschäden bis hin zum Hautkrebs auch durch Präparate entstehen können, das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva). Dazu gehören alle Medikamente, die Psoriatiker einnehmen. Das sei, so Professor Reich in dem oben genannten Sicherheitsbericht, aber sehr selten.

    Sichtbares Licht (Dermodyne)

    Erstmals wurde die Behandlung der Neurodermitis mit sichtbarem Licht als „mögliche Option“ genannt und nicht mehr kategorisch abgelehnt. „Es scheint etwas dran zu sein“, so der Vorsitzende der AG Photo-Dermatologie in der DDG, Professor Percy Lehmann. Mitglieder der Arbeitsgruppe wollen noch in diesem Jahr mit einer „multizentrische Studie“ Daten dazu ermitteln. Das Psoriasis-Netz hat immer wieder über das Verfahren berichtet.


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    • Redaktion
      By Redaktion
      Schuppen ablösen
      Starke Schuppen müssen abgelöst werden, sonst wirken die Präparate nicht. Sie können sich Salben anfertigen lassen oder als Fertigpräparate kaufen mit Harnstoff (10%) oder Milchsäure (5% in Vaseline) oder Polyäthylenglykol. Der Salbe kann auch 3% Polidocanol beigemengt werden. Damit dringt der Wirkstoff besser in die Haut. Sind die Schuppen hartnäckig, hilft es, die Salbe über Nacht unter Plastikfolie einwirken zu lassen. Harnstoff hilft am besten. Er sollte aber nicht im 1. Lebensjahr gegeben und aufgetragen werden, weil er in der entzündeten Haut brennt und vom Kleinkind sehr intensiv aufgenommen wird. Schuppen können auch "abgebadet" werden, wenn Sie Zusätze ins Wasser tun: Bäckerhefe (Bikarbonat), Schmierseife, 3 % Milchsäure , Gerbsäure-Zusätze oder medizinisches Öl. 
      Salizylsäure (3-5 %) sollten Sie bis zum 12. Lebensjahr nur kurzzeitig und sparsam verwenden. Sie wird bei Kindern für kleinere Flächen und dem Kopf angewendet. Je kleiner das Kind ist, desto stärker würden wir von Salizylsäure abraten. Sie ist nicht völlig unschädlich und riecht sehr intensiv. Es gibt Kinder, die reagieren allergisch auf Salicylate. Salicylsäure kann zu trockener Haut und unerwünschter Schuppung führen. Psorimed-Lösung ist erst für Kinder ab 12 Jahren zugelassen. 
      Zum Ablösen von Kopfschuppen hat sich als besonders effektiv und schonend das Präparat babybene bewährt.
      Nach dem Abschuppen muss die Haut "rückgefettet" und ihre Feuchtigkeit erhöht werden. (Broschüren mit Hautpflege-Tipps)
      Kratzt sich Ihr Kind, weil der Juckreiz so stark ist, müssen Sie auch dagegen etwas tun. Die Psoriasis verschlimmert sich nämlich, wenn die Haut zu sehr mechanisch gereizt wird (Köbner-Effekt). Es gibt noch kein ideales Mittel gegen Juckreiz. Man muss geduldig viel ausprobieren bis hin zu Medikamenten, um mit diesem quälerischen Phänomen fertig zu werden.
      Kinder sind keine kleinen Erwachsenen
      Die Wirkstoffe beeinflussen ihre körperliche Entwicklung und den Wachstumsprozess ihrer Knochen. Es reicht nicht aus, nur die Dosis zu verringern. Nicht alle Wirkstoffe und Therapien sind für Kinder geeignet. Selbst, wenn sie geeignet wären, beantragen Pharmahersteller selten eine Zulassung ihrer Präparate auch für Kleinkinder. Es gibt zu wenig Betroffene und Studien sind teuer. So gibt es für Kleinkinder kaum zugelassene Fertig-Arzneimittel. Der Arzt darf offiziell nur verschreiben, was ausdrücklich für Kinder zugelassen ist. Trotzdem ist es manchmal nötig, ein Kind mit Wirkstoffen zu behandeln, die offiziell nur für Erwachsene erlaubt sind (Off-Label). Bevor Sie dem zustimmen, sollten Sie sich ausführlich über die Risiken informieren.
      Versuchen Sie Ihr Kind stets so natürlich und so mild wie möglich behandeln zu lassen. Das ist in der Schulmedizin nicht so einfach. Fragen Sie bei jeder Anwendung den Arzt nach Alternativen.
      Bedenken Sie, dass ein Kind eine 2,4 Mal größere Hautfläche im Verhältnis zum Körpervolumen hat, als ein Erwachsener. Außerdem ist die Kinderhaut erheblich dünner. Ein aufgetragener Wirkstoff wird daher schneller und in höher Dosierung vom Körper aufgenommen als bei einem Erwachsene. Aus diesem Grunde kommt es immer wieder zu Vergiftungen, vor allem im Zusammenhang mit Salben, die Hexachlorophen (gegen Akne), Salicylate (gegen Warzen und Schuppenflechte) oder Borsäure (zur Desinfektion) enthalten. Kinder brauchen deutlich kleinere Creme- und Salben-Portionen als Erwachsene für gleichgroße Stellen.
      Fragen Sie Ihren Arzt immer genau, welchen Wirkstoff er Ihrem Kind verschreibt. Der Name eines Präparats sagt oft gar nichts.
      Äußerliche Mittel und Medikamente bei Kindern
      Harnstoff (Urea)
      Seit Januar 2004 erstatten die Krankenkassen für Psoriatiker keine Harnstoff-Präparate. Eine leichte Psoriasis bei einem Kind kann gut damit behandelt werden. Präparate mit 3 bis 5 Prozent Harnstoff sind ebenfalls gut zur Vorsorge oder zur Nachbehandlung nach einem starken Wirkstoff wie Kortison. Harnstoff sollte aber nicht im 1. Lebensjahr aufgetragen werden, weil er in der entzündeten Haut brennt und vom Kleinkind sehr intensiv aufgenommen wird.
      Präparate wie Tannolact oder Tannosynth enthalten nicht nur Harnstoff, sondern vor allem künstliche Gerbstoffe gegen Entzündungen und Juckreiz.
      Mahonia aquifolium (Mahonie)
      Mahonia aquifolium ist in der Creme Rubisan enthalten. Die Substanz findet sich zwar auch im Pflegemittel Belixos, doch das enthält zu wenig des Wirkstoffs, als dass es zur Behandlung geeignet wäre.
      Mahonia-Cremes sind rezeptfrei und für Kinder und Säuglinge (nach dem 1. Lebensjahr) zugelassen. Mahonia zählt zu den mildesten Wirkstoffen. Bei wenigen, nicht besonders ausgeprägten Psoriasis-Stellen würden wir Eltern immer empfehlen, es erst mit Mahonia Aquifolium zu probieren.
      Dithranol
      Es gibt unter den Ärzten gegensätzliche Auffassungen darüber, ob Dithranol bei Kindern überhaupt verwendet werden soll und in welcher Konzentration. Professor Meffert bevorzugt für Kinder die Niedrigdosis-Kurzkontakt-Therapie mit 0,05 bis 0,1 % Dithranol. Höhere Konzentrationen sind selten erforderlich und erfordern von Eltern und Kind ein erhebliches Maß an Disziplin. Weil Dithranol in Konzentrationen von mehr 0,05 % auch als Fertigpräparat so ziemlich alles verfärbt, womit es in Berührung kommt, ist es eher im Klinikbetrieb einsetzbar als zu Hause.
      Teer
      Teerhaltige Produkte sind für Kinder nicht geeignet. Generell kann mit Teer nur eine schwach ausgebildete Schuppenflechte behandelt werden. Steinkohle-Teer wird verdächtigt, krebserregend zu wirken. Bei Erwachsenen besteht das Risiko, wenn sie damit dauerhaft Körperregionen behandeln, die den Wirkstoff vermehrt aufnehmen. Bei Kindern aber nimmt die gesamte Haut Wirkstoffe intensiver auf. Die Hersteller haben erklärt, dass diese Ersatzstoffe Ichthyol oder Leukichthol (sulfoniertes Schieferöl) "bei Kindern bedenkenlos angewandt werden" dürfen. Alle diese Produkte riechen sehr intensiv. Abends dürfen sie nicht ins Gesicht oder auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Sie sind nicht geeignet bei der pustulösen Psoriasis und nicht bei intensiver Sonnenbestrahlung.
      Kortison in Cremes, Salben usw.
      Kortisonhaltige Cremes oder Salben bieten verzweifelten Eltern und Kindern oft die erste wirkliche Linderung. Der Wirkstoff ist umstritten. Vielen ist nicht klar, dass die meisten kritisierten Nebenwirkungen nur dann auftreten, wenn man Kortison schluckt, d.h. innerlich einnimmt. Wer kortisonhaltige Präparate äußerlichen auf die Haut aufträgt, hat deutlich geringere Nebenwirkungen. Die Kortison-Präparate der "4. Generation" werden noch in der Haut abgebaut. Das heißt, es treten kaum noch Nebenwirkungen auf. Außerdem entwickeln sich die typischen Kortison-Effekte, wie "Pergament-Haut" wieder zurück, wenn es abgesetzt wird. Trotzdem sollten Sie es bei Ihrem Kind höchstens zwei bis drei Wochen verwenden, wenn Sie es täglich auftragen. Dann müssen Sie das Präparat ?ausschleichen?, das heißt die Dosis muss wöchentlich halbiert werden. Auf keinen Fall darf die Behandlung abrupt beendet werden, weil sonst die Psoriasis verstärkt ausbricht ("Rebound").
      Es wäre unvernünftig, in schweren Fällen für das eigene Kind äußerlich aufzutragendes Kortison grundsätzlich abzulehnen. Selbstverständlich sollte man bei Kindern nur die schwach wirksamen Kortisonpräparate verwenden. Fragen Sie Ihren Arzt, zu welcher Wirkstoffklasse das Medikament gehört, das er Ihrem Kind verschreiben will. Es sollte zu Klasse I oder II gehören. Aber es gibt Ärzte die empfehlen den Eltern ein anderes Vorgehen: äußerliches Kortison kurzzeitig in höherer Wirkstoffstärke auftragen, anstatt über längere Zeit in niedriger.
      Wenn die Schuppenflechte abheilt, sollte Ihr Kind zu einem weniger starken Wirkstoff wechseln, bzw. zu einer Behandlung ohne Kortison, z.B. einer Salbe mit Harnstoff. Salben oder Cremes mit Kortison müssen bei Kindern äußerst sparsam aufgetragen werden!
      Kortison darf nicht bei großflächigem Befall angewendet werden. Windeln können die Wirkung verstärken 
      Vitamin D3
      Vitamin-D3-Analogika greifen in den Kalziumstoffwechsel ein und sollten deshalb nicht vor dem 6. Lebensjahr angewendet werden. Sie wurden in der Vergangenheit aber durchaus schon Säuglingen und Kleinkindern verschrieben. Maximal 30 % der Oberfläche darf behandelt werden.
      Für Kinder ab 6 Jahren ist nur Daivonex geeignet. Curatoderm Salbe und Curatoderm Emulsion sind für Kinder ab 12 Jahre. Die Curatoderm Emulsion ist ideal, weil sie die Haut gleichzeitig glättet. Sie ist aber das schwächste der Vitamin-D3-Präparate. Daivobet, also der Mix von Vitamin D3 und Kortison, darf erst ab 18 Jahren verschrieben werden.
      Grundsätzlich braucht diese Wirkstoffgruppe drei Wochen, bis ein Erfolg zu erkennen ist. Wer in die Sonne gehen oder sich mit künstlichem UV-Licht bestrahlen lassen will, sollte das Vitamin-D3-Präparat erst danach auftragen.
      Retinoide (Tazaroten)
      Zorac sollte bei Kinder und Jugendlichen nicht angewendet werden. 
      Pimecrolimus und Tacrolimus
      Douglan, Elidel und Protopic sind kortisonfreie Hautcremes. Sie sind für Kleinkinder ab zwei Jahren zugelassen. Pimecrolimus wird sogar bei Säuglingen angewendet. Die Medikamente dürfen offiziell nur bei Neurodermitis verschrieben werden. Sie wirken aber erfahrungsgemäß bei Schuppenflechte genauso gut oder sogar besser, wie kortisonhaltige Cremes. Kann der Hautarzt glaubhaft machen, dass ein Kind zugleich Neurodermitis und Psoriasis hat, darf er die Medikamente verschreiben. Ansonsten geht es nur auf Privatrezept oder mit vorheriger Ausnahmegenehmigung der Krankenkasse. 
      Die Wirkstoffe Tacrolimus und Pimecrolimus sind seit Mitte 2005 in Verruf geraten. Die Zulassungsbehörden der USA und der EU raten seit 2006 zur größten Vorsicht. Krebs erregende Krankheiten seien nicht auszuschließen. Die Hersteller und die deutschen Dermatologen-Verbände dagegen verweisen darauf, dass schon sehr viel Patienten damit behandelt worden seien, ohne dass Krebs aufgetreten sei. Sie halten diese Warnung für völlig übertrieben.
      Generell sind Pimecrolimus und Tacrolimus in der Neurodermitis-Therapie "Mittel der zweiten Wahl". Sie sollen erst dann eingesetzt werden, wenn andere Mittel nicht vertragen werden oder überhaupt nicht anschlagen. 
      Innerliche Medikamente für Kinder
      In sehr schweren Fällen verschreiben Ärzte Kindern auch Methotrexat (MTX). Es gibt jedoch keine Studien darüber. Andere Mediziner halten MTX schon für Erwachsene für zu stark. Ob man es Kindern, die Psoriasis arthrits haben, über längere Zeit anwenden sollte, ist unter den Ärzten strittig.
      Das gleiche gilt für Sandimmun. Das ist auch für Erwachsene ein starkes Medikament. Aber es ist für Kinder zugelassen, wenn sie unter einer sehr schweren Psoriasis leiden (pustulöse oder erythrodermische Form) und andere Medikamente nicht angeschlagen haben. Übermäßige Sonnenbestrahlung ist zu vermeiden. Die Liste der Nebenwirkungen und Gegenanzeigen ist sehr lang. Eltern, deren Kind Sandimmun nehmen soll, sollten sich vorher sehr genau über die Folgen informieren.
      Was ist schlimmer: das verzweifelte, leidende Kind oder mögliche (nicht sichere) Folgen? Eine schwere Entscheidung!
      In den letzten Jahren wurden einige Biologika auch für die Behandlung der Schuppenflechte bei Kindern zugelassen. Darüber sollten Sie mit dem Hautarzt sprechen.
      Wirkstoff Handelsnamen ab... Einschränkung Adalimumab Amgevita, Hulio, Humira, Idacio, Imraldi 4 Jahre Voraussetzung: unzureichendes Ansprechen auf eine äußerliche Therapie oder Lichttherapie Etanercept Benepali, Enbrel 6 Jahre Voraussetzung: unzureichendes Ansprechen auf andere innerliche Therapie oder Lichttherapie (oder Unverträglichkeit) Secukinumab Cosentyx 6 Jahre Voraussetzung: "Kinder, die für eine systemische Therapie in Frage kommen" Ustekinumab Stelara 6 Jahre Voraussetzung: unzureichendes Ansprechen auf andere innerliche Therapie oder Lichttherapie (oder Unverträglichkeit) UV-Bestrahlung bei Kindern
      Bestrahlung mit ultra-violettem Licht sollte bei Kindern erst dann erwogen werden, wenn andere Therapien nicht anhaltend geholfen haben. Die natürliche Sonne ist immer noch die bessere Wahl, obgleich auch hier Vorsicht geboten ist: So wird dringend vor jedem noch so kleinen Sonnenbrand bei den Kindern (bis 12 Jahre) gewarnt. Wer im Kindesalter immer wieder Sonnenbrände hatte, erkrankt im Alter leicht an Hautkrebs und dessen Haut altert vorzeitig.
      Künstliches UV-Licht (Schmalspektrum UVB 311 nm) sollte grundsätzlich nicht vor dem 12. Lebensjahr verordnet und auch danach sehr zurückhaltend genutzt werden. Es gibt Schulmediziner, die bei einer "refraktären Psoriasis" auch jüngere Kinder bestrahlen lassen. Das ist eine Form, die sich anders nicht behandeln lässt. Grundsätzlich würde man bei Kindern unter 12 Jahren auch keine Balneo-Fototherapie verschreiben. Hierbei wird vor der UV-Bestrahlung ein Salzbad genommen. Solarien haben überwiegend UVA-Licht. Der therapeutische Nutzen ist nicht sehr groß bei Psoriasis.
      PUVA-Bestrahlung kommt für Kinder nicht in Frage, wegen des Wirkstoff Psoralen. Auch Bade-PUVA ist nichts für den Nachwuchs. Creme-PUVA ist bei Kindern nur bei schweren Verlaufsformen, z.B. an den Händen und den Füßen, akzeptabel.
      Kinder mit Psoriasis sollen viel ins Freie in die Sonne. Licht fördert die Vitamin-D-Produktion, frische Luft stärkt das Immunsystem und härtet die Haut ab. Bitte beachten Sie dabei alle Vorsichtsmaßnahmen. Die Sonneneinstrahlung wird auch in unseren Breitengraden immer aggressiver. Die starke Mittagssonne ist auf jeden Fall zu meiden. Die Augen müssen durch eine Sonnenbrille geschützt werden. Die soll wirklich vor UV-Strahlen schützen. Also kein Kinderspielzeug aus gefärbten Plastikgläsern kaufen! Die Schultern sind durch T-Shirts aus Naturfasern zu schützen. Die Haut von Kleinkindern muss mit sehr hohen Lichtschutzfaktoren für Hauttyp I geschützt werden. Sonnenschutzmittel für empfindliche Kinderhaut sollte möglichst hautschonend sein. Sonnencremes schützen nur für eine bestimmte Zeit. Da nützt es nichts, die Creme mehrmals aufzutragen. Wenn die erlaubte Bestrahlungszeit erreicht ist, sollten Eltern ihre Kleinkinder für diesen Tag konsequent in den Schatten verbannen.
      Behandlung der Psoriasis an Händen und Füßen bei Kindern
      Die Behandlung der Psoriasis an den Hand- und Fußflächen ist nicht einfach – weder bei Kindern, noch bei Erwachsenen. Es gibt leider noch keine erfolgsversprechende Therapie, die sich durchgesetzt hat. Zwei Therapieformen lohnen sich auszuprobieren, weil sie sehr auch sehr gut für Kinder geeignet und ohne Risiko sind:
      Die Interferenzstrom-Therapie ist speziell für Hände und Füße entwickelt und erfolgreich getestet worden. Wir haben uns sehr ausführlich damit beschäftigt und glauben, dass das es einen Versuch Wert sein müsste.
      Die DermoDyne-Lichtimpfung war eine Bestrahlungsform, die ohne das gefährliche UV-Licht arbeitete. Ein Arzt aus Berlin hat uns berichtet, dass er mit diesem Verfahren erfolgreich Psoriasis an Händen und Füßen behandelt hat. Nach dem Tod ihres Erfinders ruht derzeit allerdings jede Beschäftigung mit diesem Verfahren.
      Beide Therapien werden nicht von den Kassen bezahlt.
      Geduld bei der Behandlung
      Ihr Kind wird vermutlich sehr lange, vielleicht das ganze Leben, Wirkstoffe und Therapien gegen Psoriasis anwenden. Deshalb sollten Sie möglichst vorsichtig mit allem umgehen, weil sich die Nebenwirkungen im Laufe der Zeit ansammeln.
      Rechnen Sie damit, dass ein Wirkstoff oder eine Therapie irgendwann nicht mehr so gut hilft. Sie müssen die Mittel wechseln, wenn sich die Psoriasis daran gewöhnt hat.
      Dann werden Sie Phasen haben, da wollen Sie nichts mehr von der Schulmedizin wissen. Sie werden natürliche, alternative oder sogar exotische Behandlungen ausprobieren. Bitte geben Sie nicht zu viel Geld dafür aus. Alles, was nach sechs Wochen nicht anschlägt, sollten Sie wieder absetzen. Auch pflanzliche Präparate können unerwünschte Effekte entfalten, wenn sie nicht richtig angewendet werden oder wenn Sie im Internet bei unseriösen Händlern kaufen.
      Sie sollten alternative Mittel oder Therapien als Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung anwenden. Es gibt kein Wundermittel gegen Psoriasis! Sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt, bevor Sie auf völlig andere Medizinrichtungen ausweichen.
      Sie dürfen auch die Ärzte unseres Expertenrats fragen. Scheuen Sie sich nicht, sie anzusprechen, denn sie haben viel Erfahrung mit psoriatischen Kindern.
    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Auf der diesjährigen Hautärzte-Tagung der DDG wurde wieder einmal viel Interessantes rund um die Psoriasis berichtet: Auffällig ist der Wechsel hin zur Dauer-Therapie, nicht nur bei innerlichen Wirkstoffen. Selbst das Ausschleichen bei Kortison wurde in Frage gestellt. Inzwischen ist nachgewiesen, dass eine Psoriasis sich bessern kann, wenn die Mandeln entfernt oder Zahnfleisch-Entzündungen behandelt werden. Als schwer ausrottbarer Mythos gilt die Warnung vor Beta-Blockern. Fumaderm® dagegen erwies sich in einer Untersuchung auch nach 12 Jahren als wirkungsvolles und sicheres Medikament. In Einzelfällen wurde Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt.
      Alle zwei Jahre, um den 1. Mai herum, lädt die Fachgesellschaft der Hautärzte, die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), zur Tagung ein. Viele Jahre fand das in Dresden statt, dieses Jahr aber im neuen CityCube Berlin. Wir dürfen dankenswerter Weise daran teilnehmen, um Informationen weiterzugeben, die Patienten interessieren könnten.
      Keine Behandlungspausen mehr?
      Für die Psoriasis galt bisher, dass nur bei Bedarf behandelt wird. Ist der Patient mehr oder weniger erscheinungsfrei, wird der Wirkstoff abgesetzt – bis zum nächsten Schub (Intervall-Therapie). So sind die meisten Hautärzte auch bei innerlich wirkenden Stoffe vorgegangen. Nur bei Fumarsäureester und Methotrexat gab es schon immer viele Patienten, die ohne Unterbrechung behandelt wurden. Bei den Biologika hieß es von Anfang an, dass sie dauerhaft gegeben werden sollten. Skeptiker verdächtigen die Pharmafirmen, sie würden dieses Vorgehen unterstützen, um noch mehr Präparate zu verkaufen. Der Sinneswandel beruht aber auf der relativ neuen Erkenntnis, dass die Entzündung der Psoriasis weitere schwere Krankheiten fördert.
      Deshalb haben viele Referenten gefordert, Psoriasis-Patienten „lebenslang“ zu behandeln – unabhängig davon, wie schwer sie betroffen sind. Um schwere Begleiterkrankungen zu verhindern oder abzumildern, so Professor Peter Altmeyer, solle die „risikoreiche Entzündungslast im Körper gering“ gehalten werden. Professor Matthias Augustin sprach sich bei einer schweren Psoriasis gegen jede Therapie-Pause aus. Professor Kristian Reich dagegen würde prüfen, ob der Wirkstoff niedriger dosiert oder in größeren Zeitabständen gegeben werden kann, wenn ein Patient ein Jahr erscheinungsfrei ist.
      Schon 2014 wurde in München für das äußerlich wirkende Daivobet Gel eine Erhaltungs-Therapie empfohlen. Auch wenn keine Plaques mehr vorhanden sind, sollten die bekannten Stellen 2x wöchentlich weiter behandelt werden. In einer Übersichtsarbeit wird dieses Vorgehen für die Kombination Calcipotriol und dem starken Kortison Betamethason als wirkungsvoll und kostengünstig herausgestellt. „Vermutlich“, so die Autoren, wirke das Calcipotriol der Hautverdünnung durch Kortison entgegen. Da sei bisher aber noch nicht nachgewiesen.
      Professor Reich bestätigte auf Nachfrage, dass man bei äußerlich angewendetem Kortison nicht mehr völlig ausschleichen sollte, wenn der Patient erscheinungsfrei geworden ist. Inzwischen gelte auch dafür, die Dosis zu reduzieren und den Zeittakt zu verlängern, aber nicht auf Null Kortison zu setzen. Sonst komme die Psoriasis schneller wieder. Aus der Behandlung des Atopischen Ekzems (Neurodermitis) wisse man, dass  bleibender Kortison-Schäden nicht zu erwarten sind.
      Professor Altmeyer machte darauf aufmerksam, dass Biologika zwar dauerhaft eingesetzt werden, aber im Laufe der Zeit schwächer wirken würden. Niemand wisse bisher, was danach komme.
      Psoriasis fördert weitere Entzündungen
      Mandeln entfernen?
      Bisher wurde nur vermutet, dass eine Psoriasis sich verbessert, wenn die Mandeln entfernt werden. Jetzt weiß man mehr über die Zusammenhänge zwischen Mandeln und Haut. Wenn Streptokokken eine Mandelentzündung (Angina) verursachen, so wandern Linolsäuren (CLA) in die Haut, anstatt in die Leber oder die Nieren. Bei einem Drittel der Psoriatiker verschlechtert sich daraufhin der Hautzustand.
      Professor Ulrich Mrowietz wies auf eine aufwendige Untersuchung aus Island hin. Bei 70 Prozent der Psoriasis-Patienten verbesserte sich der PASI nach zwei Monaten deutlich, nach dem die Mandeln herausgenommen wurden. Bei niemanden wurde sie durch die Operation schlimmer. Das entspricht auch den Erfahrungsberichten in der Psoriasis-Community. In Südost-Asien sei das die erste Maßnahme bei der pustulösen Form an Händen und Füßen (Psoriasis pustulosa palmoplantaris). Professor Mrowietz meinte, HNO-Ärzte würden bei Erwachsenen nicht gerne die Mandeln entfernen. Vermutlich seien ihnen die Zusammenhänge zur Psoriasis noch nicht so bekannt. Vielleicht hilft ein Hinweis auf die Doktorarbeit einer HNO-Ärztin aus Aschersleben?
      Zahnfleisch-Entzündung behandeln?
      Es ist schon seit 1820 bekannt, dass Zahnfleisch-Entzündungen (Parodontitis) und Rheumatoide Arthritis miteinander zusammenhängen. Für die Psoriasis wird das erst seit einigen Jahren vermutet. Professor Mrowietz erklärte, dass sich bei der Parodontitis die gleichen Entzündungsparameter zeigen, wie bei der Psoriasis. Beide würden sich gegenseitig verstärken („triggern“). Die Entzündung finde in einer „hoch aktiven Zone mit kompetenten Immunsystem“ statt. Ihre schwere Form führe zu Knochenabbau und Zahnverlust.
      Psoriasis komme bei Patienten mit Parodontitis häufiger vor, als in der Normalbevölkerung. Auch umgekehrt konnte gezeigt werden, dass Psoriatiker eher gefährdet sind, daran zu erkranken. Raucher und Übergewichtige hätten ein zusätzliches Risiko.
      Viele merken nicht, dass sie eine Zahnfleisch-Entzündung haben. Typische Symptome fallen erst auf, wenn sie dauerhaft auftreten. Die Diagnose erfordert meist eine aufwendige Untersuchung mit einer Sonde. Wie bei anderen Begleiterkrankungen kann vermutet werden, dass eine Behandlung der Parodontitis auch die Psoriasis verbessert – und umgekehrt.
      Begleiterkrankungen (Komorbiditäten)
      Dr. Marc Alexander Radtke bezeichnet die Psoriasis als „Gatekeeper“ (Türhüter) für weitere Krankheiten. Selbst bei leichteren Formen seien Unterschiede im Immunsystem gefunden worden. Es gelte, Begleit-Erkrankungen früh zu erkennen und gezielt zu behandeln. Vor allem bei der Psoriasis arthritis gebe es nur ein kurzes Zeitfenster für Diagnose und Behandlung. Schon nach zwei bis vier Jahren entwickele ein bedeutender Teil der Patienten Schädigungen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten.
      Psoriatiker benötigten eine lebenslange Betreuung, um Komorbiditäten kontrollieren zu können. Sie sollten sich alle 12 Monate (bei schwerer Pso alle 6 Monate) auf eine Fettstoffwechsel-Störung (Lipid-Stoffwechsel-Störung = Dyslipidämie) untersuchen lassen. Außerdem regelmäßig nach Blut-Hochdruck (arterielle Hypertonie), Adipositas und Diabetes.
      Stress und Depression
      Professor Kai G. Kahl erklärte, dass bei der Depression fast die gleichen Begleit-Erkrankungen auftreten wie bei der Psoriasis. Er erklärte das neurobiologisch: Psoriatiker seien oft eingeschränkt bei den Aktivitäten des täglichen Lebens wie auch in ihren sozialen Beziehungen. Sie nähmen ihre Krankheit besorgt wahr und hätten Angst vor dem nächsten Schub. Das beeinflusse Psyche und Persönlichkeit und mache Stress. Wird der chronisch, ist das Gehirn nicht mehr in der Lage, die nötige Energie (Glukose) selbst aufzubringen und greift in den Insulin-Haushalt ein. Das wiederum fördert die Neigung zu kohlenhydrat- und fettreicher Ernährung, Alkohol- und Nikotin. Stress aktiviere die gleichen Botenstoffe, wie eine Entzündung und könne damit auf Dauer eine Depression auslösen. Bei den Hautkranken mit Depression, Ängsten und Selbstmordgefährdung stehen die Psoriatiker weit vorne.
      Aber auch die Entzündung der Psoriasis könne zur Depression führen – unabhängig vom Stress. Entsprechende Bio-Marker seien im Gehirn nachweisbar. Deshalb sei es denkbar, so Professor Kahl, dass die Therapie der Psoriasis ebenfalls eine Depression verbessere.
      Psychotherapeutisch biete sich, neben Medikamenten, eine Therapie des Akzeptierens und das Engagierens (Acceptance-and-commitment-treatment) an: „Du hast zwar eine Psoriasis, aber was hält dich davon ab, das zu machen, was du willst?“. Es gehe darum, die Menschen zu befähigen, trotz der Krankheit ihren eigenen Lebenssinn zu finden, d.h. gesund und zielgerichtet zu leben.
      Mythen über Medikamente
      Es müsse genau hingeschaut werden, so Professor Reich, ob ein Medikament gegen eine andere Krankheit die Psoriasis triggert. Genauso wenig wie Spinat besonders viel Eisen enthält, genauso wenig würden Beta-Blocker generell eine Psoriasis verursachen oder verschlimmern. Zwar wisse man das schon seit einigen Jahren, aber selbst in den aktuellen Psoriasis-Leitlinien würde das noch so behauptet. Tatsächlich aber würden Beta-Blocker eine Psoriasis nur in einzelnen Fällen verschlechtern.
      Bei Lithium, oft zur Behandlung von psychisch Kranken eingesetzt, sei es sehr zweifelhaft, ob es eine Psoriasis auslöst oder antreibt. Während der Wirkstoff Chloroquin, der gegen Malaria eingesetzt wird, deutlich auf die Psoriasis wirke.
      Fumaderm-Therapien langfristig ausgewertet
      Mediziner der Universitätsklinik Bochum hatten die Akten von 879 Patienten ausgewertet, die seit 12 Jahren mit Fumarsäureester (FSE) behandelt wurden. Das, so Dr. Heinrich Dickel, sei die erste Langzeit-Untersuchung, die länger als drei Jahre umfasst. Einige Patienten seien zusätzlich mit MTX oder UV-Licht behandelt worden. FSE habe über diese Zeit nicht an Wirkung verloren, unabhängig von der jeweiligen Psoriasis-Form. Wenn FSE abgesetzt und dann wieder eingesetzt wurde, wirkte es genau so gut wie vorher. Denn anders, als z.B. bei den Biologika, würden keine Anti-Körper gebildet. Über diesen langen Zeitraum hätte es keine schweren (so genannte „oppurtunischen“) Infektionen gegeben. Deshalb bestätigte Dr. Dickel dem Fumarsäure-Gemisch „ein gutes Sicherheitsprofil“.
      Die aktuellen Meldungen über den Wirkstoff Dimethyl-Fumarat, der in Fumaderm® enthalten ist, wurden auf der Tagung nicht problematisiert. Auf Nachfrage bemerkte Professor Altmeyer, ein PML-Risiko gebe es schließlich für alle immunsuppressiven Wirkstoffe, vor allem bei MS-Medikamenten. Durch regelmäßige Blutkontrollen könne das aber ausgeschlossen werden.
      Psoriasis als Berufskrankheit
      Professorin Vera Mahler berichtete, dass es zwischen 1995 und 2010 in Deutschland 130 Fälle gab, in denen Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt wurde. Sechs Betroffene davon wurden wegen ihrer Berufsunfähigkeit als „rentenberechtigt“ eingestuft.
      Zwar sei Psoriasis genetisch bedingt, aber unter bestimmten Bedingungen könne sie als Berufskrankheit gelten. Zum Beispiel, wenn sie erstmals durch berufliche Einwirkungen am Arbeitsplatz ausbricht; aber auch, wenn sie sich beruflich bedingt verschlimmert oder deutlich verändert. Wer das an sich beobachtet, solle das unbedingt der Hautärztin berichten und dokumentieren lassen.
      Grundlage ist die Berufskrankheiten-Verordnung, eine Liste der offiziell anerkannten Berufskrankheiten. Die jeweils aktuelle Version findet sich auf der Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Psoriasis wäre nach Ziffer 5101 zu überprüfen. Ein wesentlicher Hinweis ist, dass sie sich in der „arbeitsfreien Zeit“ deutlich bessere. Wirklichkeitsfremd sei, so Prof. Mahler, dass dem eine sechswöchige, durchgehende Arbeitspause zugrunde gelegt werde. Das geht heutzutage eigentlich nur durch Krankschreibung.
      Berufsbedingt entstehe eine Psoriasis an „Kontaktstellen“,meist an den Händen (Köbner-Effekt). Typisch sei die „ekzematisierte Psoriasis“. Eine Berufskrankheit werde auch dann anerkannt werden, wenn die Arbeit lediglich eine wesentliche Teil-Ursache sei. Die Krankheit schütze nicht vor einer beruflich erworbenen Kontakt-Allergie. Es dauere bei Psoriatikern nur manchmal etwas länger, bis die ausbreche.
      Neue Medikamente
      Apremilast (Otezla)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Aprimelast geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Apremilast sei für Patienten, die nicht auf TNF-Alpha-Blocker ansprechen oder sie nicht benutzen wollen bzw. können („Second-Line Medikament“), so Professor Mrowietz. Die Wirkung sei schwächer, als die des neuen IL-17a-Bloker Secukinimab (Cosentyx®) und würde über ein Jahr nachlassen. Vor allem die Magen-Darm-Probleme würden sich im Laufe der Therapie verbessern. Gewichtsverluste, auf die der Hersteller hinweist, seien bei nur 6 Prozent der Patienten beobachtet worden. Generell hätte es im Beobachtungszeitraum von fünf Jahren keinen Abbruch wegen der Nebenwirkungen gegeben.
      Dr. Michael Sebastian berichtete über deutliche Verbesserung der Nagel-, Kopf und Palmoplantaris-Psoriasis. Einige Patienten hätten auf Apremilast extrem gut angesprochen, andere nicht („Non-Responser“). Der Wirkstoff sei eine zusätzliche Chance für an sich „aus-therapierte“ Patienten. Eine regelmäßige Blutbild-Kontrolle sei nicht nötig.
      Secukinumab (Cosentyx)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Secukinumab geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Das Biologikum, so Professor Reich, zeige erst nach 16 Wochen seine volle Wirksamkeit. Es scheine auch die Psoriasis arthritis sehr gut zu beeinflussen. Wenn die Behandlung unterbrochen wird, wirke es bei Wiederaufnahme genau so gut wie vorher. Im Gegensatz zu anderen Biologika werden bei Secukinumab kaum Anti-Körper gebildet.
      Es gebe keine Sicherheitsbedenken, so Professor Mrowietz. Aber es könnte sich die Zahl der Leukozyten verringern, so dass eine Neutropenie möglich ist. Bei manchen Patienten hätten sich die Schleimhäute mit dem Hefepilz Candida infiziert. Genau zu beobachten sei, ob Patienten unter dieser IL-17a-Therapie später einen Morbus Crohn (MC) entwickeln. Professor Ulrich Amon schließt Secukinumab für MC-Patienten aus.
      Biosimilars
      Es sei kein Problem, vom Original-Biologikum Infliximab (Remicade®) auf das Biosimilar zu wechseln. Dr. Sandra Philipp berichtete, dass bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis über ein Jahr lang keine signifikanten Unterschiede festgestellt wurden. Beide angebotenen Präparate (Remsima®, Inflectra®) sind identisch und werden vom gleichen Produzenten geliefert.
      Bestrahlungstherapie
      Die angekündigten Studien zum sichtbaren Licht (Dermodyne) parallel in verschiedenen Behandlungszentren kommt erst einmal nicht zustande. Es war vorgesehen, die Blaulicht-Therapie bei Neurodermitis-Patienten zu vergleichen mit einer äußerlichen Behandlung (erst Kortison, dann Tacrolimus). Die positiven Erfahrungsberichte sollten wissenschaftlich untermauert werden.
      Aus unterschiedlichen Gründen haben aber fast alle Therapiezentren, die sich daran beteiligen wollten, die Geräte nicht installiert oder nicht in Betrieb genommen. Lediglich in Wien bei Professor Adrian Tanew und in Mainz bei Dr. Detlef Becker wird das Verfahren angewendet. Die geplante Studie wurde von deren Universitätsgremien als „Arzneimittel-Studie“ eingeordnet. Die damit verbundenen Anforderungen und Kosten sind aber für die beiden Zentren zu hoch.
      Professor Tanew ist davon überzeugt, dass die Therapie mit Blaulicht wirkt, wenn auch langsam. Er könne sich aber nicht erklären, weshalb sie funktioniert. In Wien werde es jetzt nur eine einfache Studie mit Blaulicht geben.
      Hautkrebs
      Empört reagierten viele Referenten auf den Vorwurf des TV-Magazins „Kontraste“, Hautkrebs-Screening sei nutzlos und teuer. Die Früherkennung führe nicht dazu, dass sich die Zahl der Todesfälle verringert. Stattdessen würden mehr Hautkrebs-Diagnosen gestellt, obgleich unklar sei, wie viele davon tatsächlich gefährlich werden würden.
      Auch die Hammerwerferin Betty Heidler lässt sich auf Hautkrebs untersuchen Der Pressesprecher des Berufsverbandes BVDD, Dr. Ralph von Kiedrowski, meinte, die Sterblichkeit sei tatsächlich genau so hoch wie vor Einführung der Früherkennung. Allerdings verdoppele sich die Erkrankungsrate bei Hautkrebs alle zehn Jahre. Das läge auch daran, dass die Bevölkerung immer älter würde. Freya Trautmann (Uniklinik Dresden) hat ermittelt, dass Screening Teilnehmer länger überleben. Die Ursache sei aber vermutlich nicht eine frühere Diagnose bzw. frühzeitige Behandlung, sondern die Veränderung des Lebensstils. Patienten, die zum Screening gehen, verhalten sich wahrscheinlich inbezug auf die Hautkrebs-Gefahr bewusster.
      Andere Experten gestehen dagegen ein, dass die Datenlage „miserabel“ sei. Selbst die Meldequoten seien je nach Region und Tumortyp unterschiedlich. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin fordert einen „klaren Nutzennachweis“. Bis dahin sollte die Bevölkerung nicht ermuntert werden, zum Haut-Screening zu gehen.
      Tipps
      Bei Kopf-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich zwei Nächte lang eine Kappe mit Eucerin 5 % - Shampoo + Creme (Kortison oder kombiniert mit Calcipotriol). Salicyl sei nicht für alle Patientengruppen geeignet, alkoholische Tinkturen würden austrocknen, Daivobet Gel sei schwer auszuwaschen und Clarelux-Schaum würde spannen. Bei manchen Psoriasis-Formen sind die Stellen feucht und damit schwer einzucremen. Prof. Reich empfiehlt, sie kurz mit dem Fön zu trocknen. Bei Nagel-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich eine Kombinationsbehandlung: erst Onypso-Lösung (Harnstoff) auftragen, nach kurzer Wartezeit Clobegalen®-Lösung (Kortison) und danach Daivobet Gel (Kortison + Calcipotriol) – alles luftdicht über Nacht einwirken lassen. Wer es schafft, 5 kg abzunehmen, könne seinen Therapie-Erfolg verdoppeln, so Prof. Augustin mit Hinweis auf eine italienische Studie. Bei Abnehmer-Programmen ohne Begleitung (Coaching) würden die meisten nach einer Zeit in alte Verhaltensweisen zurückfallen, so Dr. Sascha Gerdes. In Deutschland hätten diejenigen Psoriasis-Patienten die besten Erfolge, so Prof. Mrowietz, die ihre Therapie ausführlich mit der Ärztin bzw. dem Praxispersonal besprochen hätten. Ob ein Wirkstoff für einen konkreten Psoriasis-Patienten tatsächlich geeignet ist, sollte frühesten sechs Monate nach Therapie-Beginn entschieden werden. Spätestens nach 4 bis 6 Wochen aber sollte das Präparat sichtbar ansprechen, so Dr. Andreas Körber. Produkte
      Wer versuchen will, ob seine Krankenkasse das Bestrahlungsgerät BlueControl bezahlen würde, kann selbst oder über den behandelnden Arzt Antragsunterlagen bei Hönle anfordern. Parallel dazu bietet die Firma eine dreimonatige Testphase an. Wer das Gerät danach kauft, bekommt die Miete beim Preis angerechnet. Präparate mit sulfoniertem Öl aus schwefelreichem Schiefer werden oft mit teerhaltigen gleichgestellt. Sie haben aber, so der Hersteller Ichthyol Gesellschaft, andere Eigenschaften und weniger Nebenwirkungen. Die Ichthyol Gesellschaft stellte ihre seit langen Jahren bekannten Präparate in modernem Design vor. Das Crino Cordes® N Shampoo wird nicht vor Herbst 2015 lieferbar sein. Auf der Tagung war außerdem Bionatar vertreten, das von Psoriasis-Netz-Nutzern getestet wurde. Die Creme letiSR ist eigentlich für Rosazea entwickelt, eignet sich aber für alle, die Rötungen im Gesicht haben. Die Haut wird leicht getönt, was streifenfrei aufzutragen und vor allem sehr unauffällig ist. Tarmed®, das teerhaltige Shampoo, wird noch vor dem Sommer 2015 auf dem deutschen Markt kommen, hieß es am Firmenstand von GSK. Dann darf dieses Fertigpräparat wieder verschrieben werden. Man kann sich das Shampoo aber auch als Rezeptur verschreiben lassen. Leo wird Daivobet-Gel ab Herbst 2015 in einer völlig anderen "Applikation" anbieten. Details wurden nicht genannt, aber wir vermuten eine Flasche mit Spender. Damit wäre (nicht nur) unsere jahrelang geäußerten Kritik endlich erfolgreich: Die Plastikflasche ist viel zu steif, um das Gel herauszudrücken – besonders bei Gelenkproblemen. Die Öffnung ist viel zu scharfkantig, weil man sie selbst aufschneiden muss. Fumaderm ist in Tübingen relativ erfolgreich gegen krankhaften Haarausfall eingesetzt worden, so Dr. Katharina Meier.
    • Redaktion
      By Redaktion
      Können bestimmte Emotionen dafür sorgen, dass die Schuppenflechte stärker ist? Das wollen Forscher der Universität Gießen klären. Sie suchen Teilnehmer für eine Studie.
      In dieser Studie wollen Forscher um Dr. Christina Schut herausfinden, ob es einen Zusammenhang zwischen Emotionen und der Stärke von Psoriasis-Symptomen gibt. Um das zu klären, sollen 250 Menschen mit Schuppenflechte zuhause einen Fragebogen ausfüllen, der ihnen per Post zugeschickt wird. Ein frankierter Rückumschlag bringt die Unterlagen dann zurück nach Gießen. Für jeden Teilnehmer gibt es eine finanzielle Entschädigung von 10 Euro.
      Die Teilnehmer können später an einer weiteren Studie teilnehmen, wenn sie mögen und für diese zweite Studie geeignet sind. Für diese ist eine Untersuchung vor Ort in Gießen nötig. Deshalb werden auch für die Fragebogen-Studie bevorzugt Menschen aus Hessen und Umgebung gesucht.
      Die Studie ist ein Forschungsprojekt des Instituts für Medizinische Psychologie der Justus-Liebig-Universität Gießen. Wer mehr wissen möchte, kann sich bei Dr. Christina Schut unter 0641 / 9 94 56 82 melden.
      Kontakt aufnehmen
      Du willst mit deiner Teilnahme an der Studie helfen und bist zwischen 18 und 65 Jahre alt? Du kannst dich bei der Studienleiterin melden
      per E-Mail an Christina.Schut@mp.med.uni-giessen.de oder per Telefon: 0641 / 9 94 56 82
    • Claudia
      By Claudia
      Professor Ulrike Blume-Petavi vom Klinischen Forschungszentrum für Haar- und Hautforschung der Charité erklärt, wie die Schuppenflechte beim  Nachwuchs behandelt wird.
      Veranstalter ist das Psoriasis Forum Berlin e.V.
      Zoom-Konferenz: https://us02web.zoom.us/j/83877766158?pwd=WVBqdDZhSmtmMFJnT01ZRTgzYjBDQT09
      Meeting-ID: 838 7776 6158
      Kenncode: 165183
       
    • Claudia
      By Claudia
      Das aha! Allergiezentrum Schweiz organisiert zwei Ferienaufenthalte: ein Kinderlager für 8- bis 12-Jährige und ein Jugendcamp für 13- bis 16-Jährige. Vielleicht kennt ja jemand jemanden, für die oder den das was wäre.

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