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Ron's Blog

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Hautklinik Stuttgart Bad Cannstatt Therapie und Ablauf


Ron

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Hallo Leute,

ich war vor einer Weile in der Hautklinik in Stuttgart Bad Cannstatt und möchte euch darüber berichten, wie ich dort behandelt worden bin.

Also ich fange mal an :)

Stationäre Aufnahme

Man braucht dazu Überweisung vom Hautarzt – nicht Hausarzt!

Die stationäre Aufnahme lief etwas chaotisch ab. Ich hatte mich dazu entschlossen, mich wegen meiner Psoriasis vulgaris durch meine Hausärztin behandeln zu lassen. Meine Ärztin erzielte nach einem heftigen Schub, der nicht mehr wegging, durch MTX 15mg Spritzen + 5mg Folsäure eine extreme Verbesserung bei mir. Nachdem eine Prednisolontabletten-Therapie keine Besserung zeigte, beschloss ich, die vorgeschlagene MTX Therapie auszuprobieren, die gleich nach 2 Wochen anschlug und meine Hände wieder normal machte. Einige Flecken heilten ab, nur die an den Beinen und Armen sind schwer wegzubekommen. Deshalb beschloss ich, ich möchte intensiv behandelt werden in einer Klinik.

Meine Ärztin stellte mir eine Überweisung aus für die ambulante Untersuchung in der Hautklinik Stuttgart in Bad Cannstatt, diese Überweisung musste aber der Facharzt sprich der Hautarzt ausstellen.

Deshalb ging ich zum meinem Hautarzt mit meiner Überweisung meiner Hausärztin und erklärte den Arzthelferinnen alles, diese klärten kurz alles mit dem Hautarzt ab und ich bekam meine Überweisung für die Ambulanz.

Gut, die Anfahrt zur Klinik dauerte knapp eine Stunde. Ich meldete mich an mit der Überweisung vom Hautarzt.

Ich wartete von 9:00 Uhr bis 12:45 Uhr. Kleiner Tipp: Man kann auch im Wartezimmer durch eine Glastüre nach draußen gelangen (es war heiß an dem Tag). Mineralwasserspender hatte das Wartezimmer auch, von dem man Gebrauch machen musste bei der Hitze und den vielen Patienten.

Um ca 12:45 Uhr wurde ich dann aufgerufen.

Die Untersuchung dauerte ein paar Minuten. Man sagte mir in einem schroffen Ton: "Sie dürfen hier keine Wunder erwarten, wir können nicht hexen. Und das ist kein Notfall, stellen Sie sich auf eine längere Wartezeit ein." Daraufhin sagte ich: "Ich rechne mit keinen Wundern, ich weiß, dass ich die Psoriasis mein Leben lang haben werde, aber man kann die Stellen abheilen mit Therapien und prophylaktisch (vorsorglich) eincremen oder spritzen, um einen erneuten Ausbruch zu verhindern. Und für mich ist es ein Notfall ich hab es am ganzen Körper nur noch mittelstark und bekomme es ohne Hilfe nicht in den Griff".

Ich war von der Doktorin enttäuscht, wie sie mit mir sprach. Aber gottseidank hatte ich eine andere Ärztin auf der Station, die für mich zuständig war.

Nach der ambulanten Sprechstunde durfte ich mich beim Management anmelden, was gleich in der Nähe war.

Um in der Hautklinik Stuttgart in Bad Cannstatt aufgenommen zu werden, brauchte ich einen rötlichen Überweisungsschein entweder vom Hautarzt oder vom Hausarzt, den ich mir von meiner Hausärztin holte.

Angekommen, musste ich, was üblich war, um genau 9:00 Uhr da sein. Bis ich in mein Zimmer durfte, vergingen knapp 2 bis 3 Stunden.

Therapie

Klinikaufenthalt: 7 Tage

Lokaltherapie:

Kopfhaut:

  • Haarwäsche mit Kertyol p.s. o. 3x wöchentlich
  • Lygal-Kopftinktur fast jeden Tag (das tat sehr gut / kühlend)
  • Xamiol Gel 2 mal in der Woche (schmierend fettig)

Gesicht / Fazial:

  • Läsional Protopic 0,1% 2x täglich, zur Pflege Physiogel Al.

Körperherde:

  • Micanol 3% für 10 bis 15 min (jeden Tag, muss man auftragen, einwirken lassen und abduschen), danach Triamcinolon in Unguentum leniens
  • Liquor carbonis detergens in Eucerin 5%ig (stinkt nach Teer, riecht und fühlt sich unangenehm schmierig auf der Haut an. Anfangs jeden Mittag oder Abend)
  • initial Salycil-Vaseline 5% für die Abschuppung bekam ich die ersten 3 Tage sehr oft. (geruchslos, angenehm), zuletzt Kerasal-Basissalbe und Daivonex-Creme in täglichenm Wechsel Oberkörper und Unterkörper (die letzten 3 Tage).

Zum Zwischenfetten

  • Kochsalz-Harnstoff-Salbe 5%ig ( sehr angenehm kühlend und spendet der Haut viel Feuchtigkeit, fast jeden Tag)

Strahlentherapie mit Creme PUVA, letzte Einzeldosis 1,0J/cm2 ( vier mal bestrahlt).

Fazit

Sehr nette Ärztin und sehr nette Pfleger und Pflegerinnen. Der Aufenthalt in der Hautklinik Stuttgart in Bad Cannstatt hat mir persönlich mit den anderen Patienten und Pfleger/Innen viel Spaß gemacht. Die Therapie hat sehr gut angeschlagen. Ich wurde nach 7 Tagen mit einer sehr guten Verbesserung entlassen mit der Empfehlung, daheim weiterzumachen mit Daivobet, Micanol 3%, Protopic 0,1%, MTX 20mg + 5mg Folsäure und UVA Bestrahlung beim örtlichen Hautarzt.

Hautbild heute

Viele Stellen sind komplett weg einige haben nur noch kleine rote Punkte, die ehemalige Flechte sieht gesund und hell aus und ist leider bräunlich umrandet.

Ich wurde sehr gut behandelt und empfehle die Hautklinik sehr gern weiter.

Viele Grüße

Ron

PS: TV + Telefonanschluss kostet am Tag 4 Euro, den man mit einer Karte an einem Automaten aufladen kann. Karte kostet 5 Euro Pfand, was man bei der Abgabe am Automaten wieder zurück bekommt sowie das Restgeld auf der Karte.

Internet an dem Multi-TV kostet 5 Euro am Tag, Sky 2 Euro. Alles zusammen (TV-Telefon-Internet-Sky) 8 Euro am Tag. Der Touch-Flatscreen ist positionierbar mit Kopfhörer-Anschluss, Internet und TV.

Ein Kopfhörer sollte man mitbringen, sonst muss man sich einen billigen für 2 Euro aus einem Automaten rauslassen.

4 Comments


Recommended Comments

Hey Ron,

Danke für den Bericht. Dass einem der Aufenthalt Spaß gemacht hat, liest man nicht oft :D

 

War / ist das denn eine Tagesstation oder warst Du so richtig vollstationär dort?

 

Daivobet, Micanol, MTX samt Folsäure, Protopic und UVA sind ja dann auch eine ordentliche Packung. Was davon machst Du denn im Moment weiter?

 

Von Kochsalz-Harnstoff-Salbe 5% habe ich noch nicht gehört – klingt, als wäre das etwas, das man gut auch selbst herstellen oder recht günstig in der Apotheke anrühren lassen kann, oder?

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Hi Claudia.

Ja war ganz lustig dort. Ich ging ja in die Klinik, dass mir geholfen wird und das machte mich schon froh. Es waren auch einige Psoriatiker da, sehr lebensfrohe Leute. Auch einige mit riesigen Stellen. Ich hatte auch sehr gute Zimmernachbarn und habe sogar ein paar Freundschaften geschlossen. Es war eine gute Erfahrung, vor allem konnte man sich austauschen. 

 

Ich war vollstationär, also mit Übernachtung dort, weil ich eine intensive Lokaltherapie brauchte. Ständiges Eincremen lag an der Tagesordnung mit PUVA Bestrahlung und jeden Tag Micanol 1% dann 3% Duschtherapie, das trug man auf die befallenen Hautstellen auf und duschte sie lauwarm nach ca 10 bis 15 min wieder ab.

 

Was ich weitermache ist die MTX 20mg + 5mg Folsäure, Daivobet und Micanol 3% für den Körper und Protopic 0,1% fürs Gesicht, dann 2 mal in der Woche bei meinem Ärztezentrum PUVA Bestrahlung mit PUVA Creme, die ich eine Stunde vorher eincremen muss. Vor der Bestrahlung verzichte ich auf Protopic und Daivobet und benutze nur die Micanol 3% mit 20 min Einwirkzeit und dann lauwarm abduschen, danach trage ich die PUVA Creme auf, dann erst Bestrahlung und danach gegen später Daivobet.

 

PUVA Creme (Verschreibungspflichtig)

Methoxsalen 0,006% COR Kon 5,0g

Ungt Basalis DAC 20,0g

Propylenglycolum 5,0 g

Auqa Purificata Plus Zusch ad 50,0g

 

Die Kochsalz-Harnstoff-Salbe 5% ist eine super Salbe die kühlt und fettet. Habe mich immer damit eincremen müssen, wenn die Stellen wieder trocken wurden. 

Hat sehr gut getan. Ich glaube da ist Urea und Kochsalz drin. 

Hatte da noch was übrig und creme mich heut noch ein damit.

Und ja die gibt es fertig in der Tube zu kaufen. Habe gesehen, wie die Pfleger diese Salbe aus einer Tube gedrückt haben. Aber ich kenne leider nicht den Herstellernamen. Man kann dies auch sicherlich in der Apotheke anrühren lassen. Und so wie diese Salbe heißt ist bestimmt 5% Urea und 5% Kochsalz in einer weißen Vaseline gemischt.

 

Habs jetzt endlich nur noch ganz klein am Unterbein und am Unterarm. Man kann aber noch sehen wie groß es war.

Wenn das völlig verheilt ist spreche ich nochmal mit meinem Hautarzt und Hausarzt um die Medikation zu verringern.

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Bin wieder da. Fragt was das Zeug hält. Nehmt nichts für selbstverständlich. Der Weg zur Besserung für hier immer über viele Wege. Bei der Psoriasis ist es immer ein auf und ab bis ihr den richtigen Hautarzt und oder euer Heilmittel gefunden habt um die Psoriasis wieder dahin verschwinden zulassen wo sie entstanden ist. Im Inneren. Es kommt oft vor dass sie nicht weg will oder irgendwann plötzlich wiederkehrt. Aber das hat alles seinen Grund. Lernt die Psoriasis zu verstehen. Wenn sie zurückkehrt liegen innerliche Entzündungen vor hervorgerufen von körperlichen oder seelischen Infekten, die euer Abwehrsystem durcheinanderbringen, anreizen oder neuentzünden. Wer das kapiert hat kann mit sich selber umgehen sich besser verstehen, was im Inneren seelisch und körperlich in einem passiert und Gegenmaßnahmen anwenden.

 

Eine Psoriasis zu heilen ist unmöglich aber sie zu beherrschen und zu unterdrücken ins Innerste zu verdrängen wo sie keiner sieht, das ist das Ziel und das ist gottseidank erreichbar. Mit den richtigen Ärzten und deinem Wissen ist das möglich. Lasst euch niemals entsinnen dreht den Spieß um, das ist möglich

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eva0062

Posted (edited)

ich war in Stuttgart vor einigen Jahren. Ambulant. Ist mir zu stressig morgens hin und abends zurück.

Edited by eva0062
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      Die meisten Schuppenflechte-Patienten sehen die Praxis ihres Hautarztes drei- bis viermal pro Woche, wenn sie sich für eine Bestrahlungsserie entscheiden.
      Eine Behandlung zu Hause bietet mehr Spielraum: Man kann bestrahlen, wenn man Zeit hat, und das auch nach der Praxisöffnungszeit. Aber: Die Anschaffungskosten muss der Patient in der Regel selber tragen. Außerdem sollte eine solche Eigenbehandlung nicht unkontrolliert durchgeführt werden, sondern unter genauer Anleitung eines erfahrenen Arztes. Denn: Die Strahlungen haben, wie fast jede Behandlung, Nebenwirkungen und können im schlimmsten Fall Hautkrebs verursachen. Lichtschäden wie Sonnenbrand oder Juckreiz und Prozesse der Hautalterung gehören ebenfalls zu den Risikofaktoren – sofern die Behandlung zu stark oder zu lange erfolgt. „Leichtere“ Nebenwirkungen können Erytheme oder Juckreiz sein.
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      Ärzte, die die Balneophototherapie anbieten, findest du in einer Auflistung des Berufsverbandes Deutscher Dermatologen  und natürlich in unserem Adressbuch.
      Für die wichtigsten Fakten zur Balneophototherapie haben wir einen eigenen Artikel geschrieben.
      Photochemotherapie (PUVA)
      PUVA eignet sich insbesondere für die Behandlung von schwerer Psoriasis. Diese Therapie gibt es in drei Formen. In jedem Fall werden Psoralene verwendet, bevor die Bestrahlung beginnt. Diese Substanzen machen die Haut für die Bestrahlung sensibler. Die Medikamente gibt es in Form von Tabletten, als Creme zum Auftragen auf die Haut oder als Badezusatz. Bei PUVA bestehen die Strahlen aus UV-A Licht mit dem zwei bis viermal die Woche behandelt wird. Studien belegen eine vergleichbare Wirkung von oraler PUVA und Bade-PUVA und einen etwas geringeren Effekt von Creme-PUVA. Die Therapie ist tabu während der Schwangerschaft oder Stillzeit und sie eignet sich auch nicht bei Patienten, die an lichtbedingten Hauterkrankungen oder an Hautkrebs erkrankt sind oder bei Patienten, die Immunsuppressiva erhalten. Mögliche unangenehme Begleiterscheinungen sind Erytheme, Juckreiz, Übelkeit. Es scheint gesichert, dass zumindest die orale PUVA das Risiko für Krebs erhöht.
      Kombinationsbehandlungen
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      Noch neuartiger ist bzw. war die Behandlungsmethode namens DermoDyne. Dabei wird die Haut mit Blaulicht ohne schädliche UV-Anteile behandelt. Das Blaulicht soll jene Immunzellen normalisieren, die wegen der Autoimmunerkrankung das hauteigene Gewebe attackieren. Im Anschluss soll die Wirkung monate- manchmal sogar jahrelang anhalten – wie eine Impfung eben. Obwohl inzwischen einige wenige Studien die gute Wirksamkeit bei entzündlichen Hautkrankheiten belegt haben, ist die Behandlung nach wie vor keine Kassenleistung. Sie wurde nur in wenigen Praxen beziehungsweise Kliniken durchgeführt, derzeit wissen wir nur von einer Praxis in Wien. Nach dem Tod ihres Erfinders und Protagonisten Jan Wilkens werden Wege gesucht, die Therapie weiterzuführen.
      Näheres hier:  www.psoriasis-netz.de/therapien/bestrahlung/lichtimpfung.html
      UV-A Behandlung
      Die Behandlung mit reinem UV-A Licht statt UV-B Bestrahlungen wurde bislang nur in einer Studie untersucht. Zwar erzielte die Therapie binnen vier Wochen ein sehr gutes Ergebnis, doch scheint die dürftige Studienlage und die geringe Anzahl der Teilnehmer (nur 16) doch wenig aussagekräftig zu sein.
      UV-B Breitspektrum
      Diese Therapie ist die älteste Form der Phototherapie. Hier wird die gesamte Bandbreite der UV-B Strahlung benutzt (280 – 320 nm). Laut den Ergebnissen von verschiedenen Studien erreichte die Hälfte bis zu drei Vierteln der Patienten eine Verbesserung des PASI Wertes um 75%. Je öfter pro Woche, desto schneller wurde diese Verbesserung erreicht. Dabei muss natürlich auf die erhöhte Gefahr der Nebenwirkungen geachtet werden.
      Bei der verwandten Selektiven UV-Therapie (SUP) können durch spezielle Lampen die Lichteinstellungen verändert werden. Eine Studie (zumindest) belegt, dass die SUP besser wirkt als die Breitspektrum-Behandlung.
      Blaulicht
      Neueste Entwicklung im Bereich Lichttherapie war das BlueControl-Gerät. Das leuchtete mit gepulstem blauen LED-Licht. Es hatte eine Wellenlänge von 453 Nanometern. Im Sommer 2018 nahm Hersteller Philips es allerdings wieder vom Markt. Mehr darüber findest du in unserem Marktüberblick.
      UVA-1 Therapie ("Kaltlicht")
      Diese Therapie wird bei Neurodermitis oder Parapsoriasis angewendet – nicht jedoch (oder nur selten) bei Schuppenflechte.
      Häufige Fragen zur Lichttherapie
      Reicht nicht das Solarium um die Ecke? Im Solarium gibt es in aller Regel nicht die hilfreiche UV-B-Strahlung von 311 Nanometern. Außerdem erhöhen oder vermindern manche Medikamente die Wirkung von UV-Licht. Deshalb ist eine Bestrahlungsserie beim Arzt immer besser. Bei einer leichten Schuppenflechte allerdings ist an einer mäßigen Solariums-Bräune nichts auszusetzen - schließlich fühlen Sie sich dann ja auch psychisch wohler.
      Kann ich mir auch ein Gerät für zu Hause kaufen? Klar, doch das ist eine Frage des Geldes und des Platzes. Wer nur einzelne kleinere Stellen hat, kann an einen sogenannten Lichtkamm denken. Die meisten Produkte aus dieser Kategorie haben einen Aufsatz mit einem Kamm, damit die Haare gescheitelt werden können und das Licht bis auf die Kopfhaut kommt. Dieser Kamm kann abgenommen werden, dann ist das Gerät prima auch für andere Hautstellen verwendbar. Etwas größer sind Teilbestrahlungsgeräte, meist für die Hände und/oder Fußsohlen. Und noch eine Nummer größer, ein Lichttherapie-Gerät für den ganzen Körper, stellen sich nur ganz wenige hin. Wir listen in unserem Adressbuch auch Anbieter von Lichttherapie-Geräten auf. Und: Du kannst so ein Bestrahlungsgerät oft auch mieten. Darüber sollte deine Krankenkasse bescheidwissen.
      Hilft die Lichttherapie auch bei Nagelpsoriasis? Aus unserer Erfahrung: eher naja. In manchen Klinik wird die Nagelpsoriasis mit sogenannten Punktstrahlern behandelt.
      Was muss ich vor der UV-Behandlung beachten? Der Körper sollte gesäubert sein – das war es aber auch schon. Verwenden Sie nach dem Duschen oder Waschen möglichst kein Aftershave, keine Pflegecreme, kein Sonnenschutzmittel, keine Kosmetik und nichts mit Duftstoffen. Auch schwarzer Tee oder Nahrungsergänzungsmittel mit Johanniskraut sollten warten. Das alles nämlich kann die Haut lichtempfindlicher machen und die Haut hat schneller einen Sonnenbrand als sonst.
      Auch einige Medikamente steigern die Lichtempfindlichkeit, doch danach sollten der Arzt oder die Arzthelferin vor der Lichttherapie ohnehin fragen.
      Womit soll ich nach einer UV-Behandlung die Haut pflegen? Auf jeden Fall solltest du vorher an Ihre Haut nur Wasser lassen. Wenn du nicht ausdrücklich Psoriasis-Stellen im Gesicht bestrahlen willst, solltest du dort an eine Sonnenschutzcreme denken.

      Nach der Bestrahlung braucht die Haut viel Feuchtigkeit - packen Sie also eine Feuchtigkeitscreme ein, am besten ohne großartige Duftstoffe etc.
      Was ist PUVA? PUVA ist die Abkürzung für eine Therapie mit Psoralenen und UV-A-Strahlen. Psoralene sind Wirkstoffe, die die Haut empfindlicher für das Licht machen. Heutzutage geschieht das bei der Psoriasis-Behandlung meist mit Salben.

      Der Arzneistoff 8-Methoxy-Psoralen kann dem Patienten eine Stunde vor der Bestrahlung in einer Tablette gegeben werden. Der Stoff verteilt sich im Körper und gelangt so auch in die Hautzellen. Moderner ist eine Bade-PUVA. Dann wird der Lichtsensibilisator in Wasser gelöst.

      Trifft nun UV-A-Licht auf die Haut, geht der Arzneistoff in einen energiereicheren Zustand über. Die Zellen können sich nicht mehr so extrem teilen, wie es bei Psoriasis der Fall ist.
      Was ist eine Bade-PUVA? Bade-PUVA ist eine Bestrahlung der Haut mit UV-A-Strahlen. Gleichzeitig badet der Patient in einem Wasser, dem ein Lichtsensibilisator zugegeben wurde. Der heißt Psoralen – daher das „P“ in „PUVA“.
      Was muss ich nach einer PUVA-Behandlung beachten? Das größte Problem ist die Strahlenmenge. Du hast nach der PUVA-Behandlung genügend davon intus – mehr sollte es nicht werden.
      Das heißt: Du solltest dich keinen weiteren UV-A-Strahlen aussetzen.

      Ein Sonnenbad oder Besuche im Solarium sind absolut nicht angeraten. Selbst die Sonnenstrahlung, die du hinter einer (Auto-)Scheibe abbekommen, kann zu viel sein. Wer im Freien arbeitet, sollte zur Sonnencreme mit UV-A-Filter greifen oder besser noch die Haut gut mit Kleidung bedecken.
      Welche Nebenwirkungen kann eine PUVA-Therapie machen? Wie bei jeder Therapie können auch bei einer PUVA-Behandlung Nebenwirkungen auftreten. Diese möglichen Nebenwirkungen sind:
      häufig (also bei bis zu zehn von 100 Patienten): Juckreiz und Rötung der Haut
      gelegentlich (also bei bis zu einem von 100 Patienten): neue Psoriasis-Stellen, wo bisher keine waren
      sehr selten und in Einzelfällen (also bei weniger als einem von 1000 Patienten): Müdigkeit, Hyperpigmentierungen (dunkle Flecken auf der Haut), Kontaktallergie, Einfärbung von Finger- oder Fußnägeln,
      bösartige Veränderungen der Haut (Malignome)
      Quelle: Patienteninformation der Galderma Laboratorium GmbH über das Lösungskonzentrat Meladinine 0,3%
      Was ist UVA-1 oder Kaltlicht? Dieses Licht ist in einem sehr begrenzten Spektral-Bereich des UV-Lichtes angesiedelt. Es dringt durch die oberen Hautschichten durch, verbrennt sie aber nicht. Sein Ziel ist aber die tiefe Haut. Kaltlicht heißt diese Form, weil mit aufwändiger Technik die Infrarotstrahlung herkömmlicher Lichttherapie-Geräte minimiert wird. So wird die Haut nicht mehr so erhitzt.
      Welche Krankheiten werden mit UVA-1 oder Kaltlicht behandelt? Die Therapie wird angewendet bei Neurodermitis, Ekzemen, Sklerodermie, Lupus erythematodes, dem T-Zell-Lymphom, Parapsoriasis oder Mastozystose. Manche Ärzte berichteten von einer Besserung bei Juckreiz mit unklarer Ursache, bei Akne, Urtikaria, Knötchenflechte oder Rosazea. UVA-1 wird auch schon mal zur Konditionierung einer Sonnenallergie verwendet.
      Wie läuft eine Therapie mit UVA-1 oder Kaltlicht ab? Die Geräte sind schon wegen der eingebauten Kühlung recht groß. Wer mag, kann darin liegen, Musik hören, schlafen... Je nach Erkrankung wird drei- bis fünfmal pro Woche bestrahlt – das Ganze drei bis vier Wochen lang.
      Links zum Thema
      Lichttherapie allgemein
      Erfahrungen von Betroffenen findest du in unserer Community Dort gab es auch einmal ein Expertenforum zur UV-Betrahlung Was andere über die Bestrahlungstherapie schreiben UV-Strahlen – Informationen vom Bundesamt für Strahlenschutz Bestrahlungsrisiken – Information vom Psoriasis Forum Berlin e.V. [lesen] UV-Bestrahlung des Blutes
      In der Naturheilkunde gibt es eine Therapie, in der entnommenes Blut mit UV-Licht bestrahlt und dann dem Patienten wieder gespritzt wird. Informationen darüber findest du hier:
      "UVB-Bestrahlung des Blutes" von Dr. von Schreitter aus Neuss "Eigenbluttherapie mit UVB-Bestrahlung des Blutes" - Merkblatt von Dipl.-Med. Karin Finger aus Brandenburg (Havel) Englischsprachige Informationen
      Home versus outpatient ultraviolet B phototherapy for mild to severe psoriasis: pragmatic multicentre randomised controlled non-inferiority trial
      frei downloadbarer Artikel aus dem "British Medical Journal" zum Thema "Heim- oder ambulante UVB-Therapie", 06.03.2009
      Fotos von der Lichttherapie
       
       
    • RenSch
      By RenSch
      Hallo zusammen.
       
       
      Da ich mich schon vor gestellt habe, und das nicht nochmal machen möchte hier der Link:
      http://www.psoriasis-netz.de/community/topic/21267-hallo-erstmal/?p=334726
       
      So nun zu meiner Frage.
       
      Wie schon beschrieben suche ich eine Klinik oder eine Praxis, bei der ich eine Bade-PUVA Teilbad Behandlung machen kann. Vollbad Behandlungen gibt einige. Habe ich auch schon genießen dürfen. Allerdings sollte ich vom Klinikum Tübingen aus noch eine Teilbad Behandlung machen. Und das zu finden scheint recht schwer zu sein.
      In München gibt's wohl was und an ein paar noch anderen Orten die von mir aus jwd sind.
       
      Suche also eine Behandelnde Stelle in Ludwigsburg, Stuttgart oder in der näheren Umgebung. Für eine Bade-PUVA nicht Creme-PUVA.
       
       
      Also zusätzlich Frage, dazu wende ich mich aber parallel noch an meine Krankenkasse, wollte ich nur mal fragen, ob jemand schon Erfahrung hat ob die Krankenkasse auch zwei Bade-PUVAs hintereinander zahlt. Also einmal Vollbad und einmal Teilbad.
       
       
      Danke an alle.
       
      Grüße René
       
       
       
       
       
       
       
       
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    • GrBaer185
      Preis am 15. April 2021 für 3x2 Stk. Cosentyx Fertigpen 150 mg: 5173,49 €
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      Danke, Deine Rückmeldung dimmt meine Aufregung etwas runter. Bin nämlich gleich dran mit Comirnaty. 😳 Hoffentlich ist der Stoff auch tatsächlich da und drin in der Spritze.  
    • Arno Nühm
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