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Ich habe lange gezögert mich hier anzumelden - und schließlich auch - mich hier vorzustellen.
Ich bin 38 Jahre alt und leide seit meiner frühen Teenager-Zeit (soweit ich mich erinnern kann) an Psoriasis vulgaris. Bis zu meiner Volljährikeit und Beendigung der Schulzeit habe ich die "übliche" Karriere hinter mich gebracht: Salben, Cremes, Emulsionen, Arztbesuche! Daneben lief natürlich das "normale" Leben: weibliche Pubertät mit übel aussehenden Hauterscheinungen - ihr wisst alle, wovon ich spreche.
Während der ersten Studiensemester nahm ich endlich die Möglichkeit einer Kur in Anspruch. Ich war 92 und 94 auf Borkum, wo ich "gute" Erfolge verzeichnen konnte, natürlich nur auf Zeit, sodass jeweils spätestens im übernächsten Jahr die Hauterscheinungen wieder da waren. Schließlich landete ich 96 bei einer weiteren Hautärztin, die mir Fumaderm verschrieb.
Mit kleinen Unterbrechungen (einmal gewollt unterbrochen für einen Tomesa-Behandlungs-Versuch - einmal ungewollt aufgrund der Budgetierung) habe ich bis 2007 Fumaderm genommen - zuletzt reduziert auf 3 Tabletten täglich. Meine Haut war weitgehend rein; es gab lediglich kleinere Pünktchen, die mit normaler Hautcreme wieder verschwanden. Nebenwirkungen hatte ich bis auf gelegentliche Flushs keine - die regelmäßig stattfindenden Blutuntersuchungen ergaben einen erhöhten Lymphozyten-Wert, der angeblich bei allen Pso-Kranken zu sehen wäre.
Leider kam im Herbst 2007 ein enormer Schub, sodass ich trotz der Tabletten an beiden Armen großflächig dick schuppende "Stellen" hatte - schlimmer als je zuvor. Behandelt wurde ich mit Cortison-Salbe, was die Haut wieder beruhigte. Doch dann kam das "dicke Ende". Als meine Fingernägel nachwuchsen, sah ich, dass vom Zeitpunkt des Schubes an die Nägel total kaputt nachwuchsen. Als die gesunden Nägel vollends "raus"gewachsen waren, zeigte sich das ganze Ausmaß des Problems. Die Nägel waren noch weicher als zuvor, rissen sofort ein, und sogar auf dem eigentlichen Fingernagel blätterte der Nagel ab, teils bis zum Nagelbett hinab, was natürlich wiederum zu Rissen und Verunstaltungen führte.
Zu diesem Zeitpunkt wendete ich mich von der Schulmedizin ab - da ich nicht verstehen konnte, wie so ein extremer Schub zustande kommen konnte, obwohl ich mein "Heilmittel" Fumaderm gefunden hatte. Irgend etwas konnte also nicht stimmen.
Seitdem war ich zunächst homöopathisch unterwegs mit teils wechselndem, insgesamt aber mäßigem bis keinem Erfolg. Letztes Jahr an Pfingsten war ein weiterer Tiefpunkt sowie meine persönliche Sackgasse erreicht. Von da an verbrachte ich viel Zeit bei Recherchen im Internet und wanderte in weiteren "alternative" Bereiche umher.
Mein Motto ist eigentlich "Es gibt keinen Schaden, wo kein Nutzen mit dabei ist" - aber dieses Motto fordert mir im Moment jede Kraft ab. Ich habe zwar verschiedene Erkenntnisse in meinem Leben getroffen, auch Veränderungen vorgenommen, aber insgesamt weiß ich eigentlich nicht mehr weiter. Mittlerweile bin ich bei Plan X angelangt und bin schon des Öfteren bei der Erkenntnis anbelangt, dass ich - wäre ich psychisch noch labiler - ich ein idealer Kanditat für eine Sekte wäre.
Eigentlich bin ich noch nicht wieder ganz bei der Schulmedizin angekommen, viel fehlt aber nicht mehr. Im Moment wünschte ich mir eigentlich eine psychosomatische Klinik, bei der ich auch meinen Hund mitnehmen kann. Diesen habe ich seit letztem Jahr - er ist einer der lebensverändernden Maßnahmen im Zusammenhang mit meiner psychologischen Eigentherapie. So richtig fündig bin ich noch nicht geworden. Langsam bin ich wirklich gespannt, wie lange ich noch "kann".
Hier im Forum kann ich bestimmt auch viele verschiedene Informationen sammeln - groß genug ist es ja!