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Psoriasis und Sehnen


Guest Skippy
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Guest Skippy

Hallo Leute,

 

lebe seit 30 Jahren mit meiner Schuppenflechte, blühe so mittelschwer vor mich hin, kenne das Tote Meer, die Lichtstationen und viele Salben, die es so gibt. Auch Schüssler Salze habe ich getestet, in diesen 30 Jahren natürlich auch sukzessive die Ernährung reduziert auf das Wenige, was nicht schadet. Mit 35 Bandscheiben OP, kam mir schon verdächtig vor. Jetzt aber Sehnenprobleme zuerst im linken Daumen, wo hoffentlich eine Ringbandspaltung bald Erleichterung bringen wird. Was mich jetzt aber beunruhigt ist, dass sich das gleiche Sehnenproblem in der rechten Hand mehr und mehr bemerkbar macht und auch im Knie... Atme schon ganz flach, weil die Schmerzen schön langsam an meiner Substanz nagen. Bis jetzt hat noch jeder Arzt gemeint, dass das alles nichts mit der Schuppenflechte zu tun hat, aber mein Bauchgefühl will das nicht glauben.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

Und: Was haltet Ihr von TCM?

 

Danke und lG. Skippy

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Hallo Skippy,

 

also TCM (trad. chinesische Medizin meintest du?) ist unterstützend nicht verkehrt und eine gute Therapieergänzung. Allerdings sollte das jemand machen, der wirklich was davon versteht und z.B keine "Rezeptakupunktur" vornimmt. Allerdings, ob das allein ausreicht....nein glaube ich nicht. Aber Erleichterung in diversen Richtungen kann das durchaus bringen.

 

Meine Schuppenflechte war/ist gar nicht so schrecklich ausgeprägt bzw. hat sie mich nur gestört, wenn ich manchmal Placken im Gesicht hatte. Sonst reduzierte sich das auf Ellbogen, Haaransatz/Kopf, Ohrrand, machmal Gesicht, Knie oder Nabel. Wie du hatte ich eine BS-OP mit 34 Jahren. Und im Laufe der Jahre gesellten sich Achillessehnenentzündungen, Fersensporne bzw. Plantarfasziitis und andere Beschwerden im Bewegungsapparat dazu. Schleimbeutelentzündungen der Hüfte hab ich schon seit ich 18/19 Jahre alt bin. Kam alles nie auf einmal, immer mal dies oder das. Bis sich letztes Jahr meine Hände zu Wort meldeten....und das sehr deutlich. Mir fiel alles aus der Hand, ich hab kaum einen Schraubverschluss mehr aufgebracht und wenn ich mit der Hand was schreiben sollte, sah das aus, als hätte das ein Schulanfänger aufs Papier geschmiert. Die Fingerendgelenke haben sich verformt und schmerzten. Na ja, lange Rede kurzer Sinn....mein (damals recht neuer, aber richtig guter) Hausarzt schickte mich daraufhin zum Rheumatologen, welcher dann flugs die Diagnose "Psoriasisarthritis" stellte, trotz recht passabler Blutwerte. Nur im Röntgenbild zeigten sich ganz ganz dezente Veränderungen in den Daumengelenken. Grundsätzlich sind bei mir aber die Sehnen, Muskelansätze und Bänder befallen. Eine im Verlauf auftretene Daktylitis bestätigte dann die schon zu 95%ige sichere Diagnose und so werde ich derzeit mit Cortison (seit 4 Monaten) und MTX (seit 5 Wochen) therapiert. Vertragen tu ich alles gut, die morgendliche Unbeweglichkeit ist fast weg....alles andere muss sich noch zeigen.

 

Also, es kann durchaus sein, dass deine Schuppenflechte  anfängt in deinen Sehnen und Bändern zu wüten. Besorg dir eine Überweisung zu einem internistischen Rheumatologen und vereinbare einen Termin. Bzw. erst Termin vereinbaren und dann die entsprechende Überweisung holen. Was ich so mitbekomme, wird eine PsA unterschätzt, weil sie mit so "undeutlich" daher kommt und es einfach keine spezifischen Marker dafür gibt. Lass dich von deinem HA nicht abwimmeln.... :) . Dazu ist das zu ernst....wobei ich dir keine Angst machen möchte. Aber abgeklärt werden sollte das auf jeden Fall.

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Guest Skippy

Hallo wichtel31,

 

vielen herzlichen Dank für Deine ausfühliche Schilderung!!!

Und auch für Deinen Tipp! So werde ich das machen!

 

Alles Gute Dir!

Skippy

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Es könnte wie wichtel schon schrieb eine PsA sein. Die kann durchaus nur an Muskeln und Sehen auftreten. Die Diagnose ist schwierig und wenn überhaupt kann es nur ein guter int. Rheumathologe herausfinden.

 

Gruß Lupinchen

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...o wei, meine psa hängt mit vorliebe in den Sehnen rum und hat schon reichlich Schaden verursacht!

 

Wichtel beschreibt das sehr gut.

Unbedingt zum Rheumatologen mit dir!

 

Drück dir die Daumen und alles gut wird!

 LG Supermom

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hallo miteinander

Ich war heute bei meiner neuen Hausärztin wegen den Problem am rechten Daumen, denn morgens ist unbeweglich und braucht eine Weile bis er in sChwung kommt. Sie vermutet eine PSA bei mir. Sie hatte gleich ein Blut nehmen lassen und gleich eine Überweisung zum Radiologen mit gegeben.

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Vielleicht noch etwas Grundsätzliches: Eine Psoriasis an Sehnen und Sehnen-Ansätzen wird Psorias Spondarthritis genannt und zählt zur Psoriasis Arthritis. Auf Dermatologen-Kongressen wurde noch in 2013 darauf hingewiesen, dass diese Form bisher noch oft fehldiagnostiziert wird.

  

Als Enthesitis bezeichnet man die Entzündung der Achilles-Sehne oder der Fußmuskel, als Daktylitis die der Finger und Weichteile.

 

Diese Form der Psoriasis würde, so die Erfahrung der Klinikärzte, auf übliche Behandlungsmaßnahmen nur zögerlich oder überhaupt nicht ansprechen. Das heißt, wenn es wirklich eine Psoriasis ist, müssen Patient und Arzt viel Geduld aufbringen und unterschiedliche Therapien ausprobieren.

 

Ich selbst hatte den Verdacht, dass meine Achilles-Sehne betroffen wäre. Die wurde dann radioaktiv bestrahlt. Letztendlich war es bei mir wohl doch keine Psoriasis, weil der jahrelange Schmerz durch orthopädische Maßnahmen weggegangen ist.

 

Noch ein Hinweis auf den Beitrag von Wichtel31: Du schreibst, "trotz passablere Blutwerte" sei bei Dir eine Psoriasis Arthritis (PsA)  diagnostiziert worden. Ich weiß nicht genau, was Du damit meinst, aber im Gegensatz zur rheumatoiden Arthritis gibt es keinen "PsA-Faktor". Man kann die Gelenk-Psoriasis nicht an den Blutwerten ablesen, Rheuma aber schon.

 

Zur Traditionellen Chinesischen Medizin kann ich nur sagen, dass wir in der Berliner Gruppe im Laufe der 20 Jahre drei unterschiedliche Behandler als Referenten bei uns hatten. Alle haben mehr oder weniger deutlich gesagt, dass die TCM bei der Psoriasis an ihre Grenzen stößt. Trotzdem gilt die Erfahrung, wenn jemand diese medizinische Richtung innerlich befürwortet, ist es einen Versuch wert - vor allem bei einer milden Psoriasis. Solange man nicht bei ausbleibendem Erfolg (nach ca. drei Monaten) zu viel Geld dafür ausgibt. 

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