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Folsäure nach MTX – aber wann?

Hallo an alle MTX Benutzer,

 

wann supplementiert grundsätzlich Folsäure:

 

24 Stdungen nach MTX

48 Stunden nach MTX

8 - 12 Stunden nach MTX

noch ander?

 

Ich finde das ziemlich nervig, daß jeder Arzt und jedes Protal im Web, jede Info Seite irgend welche anderen Weisheiten dazu hat und man nicht genau weiß was jetzt nun richtig ist.

Hervorgehobene Antworten

24 Stunden hab ich gelernt.

Kenne ich auch so

  • Ersteller

Ich kennes es mit 8 -12 Std nach MTX. Und das wurde mir bisher von 2 Rheumatologen (einmal 2000 als ich zum ersten Mal MTX nahm) und jetzt aktuell so mitgeteilt.

Auf Rheuma-Online wird 48 Stunden nachher empfohlen ... 24 std. ist der Lehrbuchwert :) ... aber was ist jetzt nun richtig.

Bearbeitet ( von drkeys)

Tja - ob es da ein Richtig oder Falsch gibt?

Sehr wahrscheinlich der goldene Mittelweg. good.gif

36 Stunden :rolleyes:

Ja hab ich schon mal gefragt weder hier noch beim Arzt keine feste Aussage .....was ist nun richtig ....

MTX nehme ich nun schon über ein Jahr und die Folsäure 1 Tag danach..und es geht mir gut.....der Arzt wird doch schon die richtge Zeit nennen, die für dich zugeschnitten ist. :daumenhoch:

 

LG Maus

Ich denke mal, es hängt ganz einfach von den Blutuntersuchung-Werten ab... bei mir ist es nach 48 Stunden und noch mal nach 96 Stunden 5 mg Folsäure.

  • Ersteller

Also mit den Blutwerten kann es nix zu tun haben. Die sind ja bei vielen wie bei Gesunden und trotzdem hat jeder wohl seine individuelle zeitlich Gabe von Fol.

DER ARZT ... den möchte ich kennen lernen, der mir sagt warum ich genau nach so und soviel Std. Folsäure nehmen soll. ... ich sage nicht, daß es ihn nicht gibt.

Meiner sagte, es wäre wissentschaftlich schon lange erwiesen, daß eine frühe Gabe, also 8 -12 std. nach MTX ideal wäre und die Wirkung nicht hemmt.

Ganz richtig kann das aber nicht sein, denn bei mir funktiert es so nicht. Meine NW treten erst nach 48 std überhaupt auf und deshalb werde ich jetzt mal

später supplementieren ab kommende Woche. 

Ich hatte irgendwo mal gelesen es hat was mit der Verstoffwechslung von MTX zu tun. Aber kein Arzt sagt da was zu. Ich bekomme den Eindruck ... "Arzt" weiß es garnicht wirklich wann es richtig ist?  Oder es ist nicht so leicht festzustellen wann es für wen richtig ist.

Bearbeitet ( von drkeys)

Hallo,

 

Ich habe dazu einen interassanten Artikel im Internet gefunden:

http://www.dr-gumpert.de/html/methotrexat.html

 

Da steht u.a. zur Folsäureeinnahme:

"...Die Einnahme der Folsäure sollte jedoch frühstens 24-48 Stunden nach der Einnahme oder Injektion von Methotrexat erfolgen.
Die größte Menge des Methotrexats wird am ersten Tag nach der Einnahme oder Injektion der Spritze wieder ausgeschieden, eine kleinere Menge des Methotrexats wird im Körper zunächst zu einem ähnlich wie Methotrexat wirkenden Stoffwechselprodukt umgebaut und erst am zweiten Tag nach der Methotrexat Einnahme ausgeschieden.

Eine Folsäure-Supplementation ist deshalb nach 48 Stunden zu empfehlen, da sich nach dieser Zeit keine wesentlichen Mengen des Methotrexats oder seines Stoffwechselproduktes mehr im Körper befinden und so die Wirkung des Methotrexats nicht wesentlich abgeschwächt wird."

 

Gruß von dem Klein-Kölner!

Bearbeitet ( von KleinKoeln)

  • Ersteller

Hallo,

 

Ich habe dazu einen interassanten Artikel im Internet gefunden:

http://www.dr-gumpert.de/html/methotrexat.html

 

Da steht u.a. zur Folsäureeinnahme:

"...Die Einnahme der Folsäure sollte jedoch frühstens 24-48 Stunden nach der Einnahme oder Injektion von Methotrexat erfolgen.

Die größte Menge des Methotrexats wird am ersten Tag nach der Einnahme oder Injektion der Spritze wieder ausgeschieden, eine kleinere Menge des Methotrexats wird im Körper zunächst zu einem ähnlich wie Methotrexat wirkenden Stoffwechselprodukt umgebaut und erst am zweiten Tag nach der Methotrexat Einnahme ausgeschieden.

Eine Folsäure-Supplementation ist deshalb nach 48 Stunden zu empfehlen, da sich nach dieser Zeit keine wesentlichen Mengen des Methotrexats oder seines Stoffwechselproduktes mehr im Körper befinden und so die Wirkung des Methotrexats nicht wesentlich abgeschwächt wird."

 

Gruß von dem Klein-Kölner!

Dem Dr-gumpert m.R. halte ich nicht für wirklich kompetent in Sachen Rheuma.

 

@KleinKöln, würde das stimmen was du geschrieben hast warum emphehlen mir zwei unabhängige Rheumatologen die Gabe 8 - 12std danach mit der direkten Begründung, das das den neusten Erkentnissen entspricht und warum werden Patienten auch in Rheumakliniken sogar direkt nach der MTX Gabe Fol supplemtentiert ... die sind ja nicht alle inkompetent.

Bearbeitet ( von drkeys)

...die Nebenwirkungen des MTX setzten bei mir ca. 3h nach spritzen ein hielet und verschlimmerten sich imm Laufe der nächsten 12 - 18 h, dann wurde es langsam besser ...dazu kam dann die Folsäure und ich war relativ fix wieder fit... Folsäure nach 24h war für mich der richtige Weg

Dem Dr-gumpert m.R. halte ich nicht für wirklich kompetent in Sachen Rheuma.

 

@KleinKöln, würde das stimmen was du geschrieben hast warum emphehlen mir zwei unabhängige Rheumatologen die Gabe 8 - 12std danach mit der direkten Begründung, das das den neusten Erkentnissen entspricht und warum werden Patienten auch in Rheumakliniken sogar direkt nach der MTX Gabe Fol supplemtentiert ... die sind ja nicht alle inkompetent.

Die Kompetenz des Dr. Gumpert erscheint mir in auch nicht immer die Beste zu sein.

Aber die Grundsatzaussagen in dem verlinktem Artikel erschienen mir jedoch stimmig zu sein, da ich Gleiches bereits in verschiedenen Berichten anderer Ärzte gelesen hatte.

Auf der Seite von rheuma-online stehen noch weitere Varianten der zeitlich versetzten MTX- und Folsäure-Einnahme:

https://www.rheuma-online.de/archiv/fragen-und-antworten/antworten/fua/methotrexat-mtx-und-folsaeuregabe.html

  • Ersteller

Was überall im Web darüber steht und was Internet Ärzte dazu sagen weiß ich alles zu genüge. Das sind alles pauschale Aussagen. Mich würde interessieren warum die Folsäure :

 

1) nicht einheitlich zeitlich gegeben wird für alle

2) warum niemand weiß wo die Unterschiede liegen

 

Wenn ich meine Arzt darauf anspreche sagt er, "es wäre lange wissenschaftlich belegt, daß die supplementierung 8 - 12std danach am idealsten wäre und die Wirkung nicht beeinträchtigt."

Ich glaube das in meinem Fall aktuell nicht mehr. Denn meine Nebenwirkungen treten erst nach 48 std auf ... auch das weiß mein Arzt.

Mich würde halt interessieren ob jemand ähnlich Erfahrungen hat bzw. seine Arzt schon mal geziehlt drauf angesprochen hat. Internetwissen bringt mich dabe leider nicht weiter.

Bearbeitet ( von drkeys)

......24 Stunden wurde auch mir gesagt. Mit der Einnahme der Folsäure würde die Wirkung des MTX´s nachlassen.

Auch ich meine dass meine geringen Nebenwirkungen erst später anfangen.

 

LG Uwe

Genau so ist es, Butzy! Die Folsäure schwächt die MTX-Wirkung ab. Wenn man nur MTX nimmt, kann man Folsäuremangel bekommen. Eine gleichzeitige Einnahme beider Medikamente könnte das MTX unwirksam machen. Folsäure sollte eigentlich nebenwirkungsfrei vertragen werden. Für die NW ist das MTX entscheidend.

 

Grüße von Kuno

  • Ersteller

Meine Nebenwirkungen kommen meist 40 - 48 std. nach MTX Gabe und es sind typische MTX NW. Sie halten ziemlich genau 3 lange Tage an. Das ist sehr lästig.

Ich supplementiere nach Empfehlung meines Rheumatologen aber schon nach 12std. Folsäure. Nach dessen Aussage ist das der neueste Stand der Erkenntnis.

Da der Herr in zwei Rheumazentren in Norddeutschland Dienst getan hat sollte ich nicht der Einzige sein, der diesen "neusten Stand" praktiziert oder?

Scheint aber so zu sein. Und ich werde jetzt mal auf 48std. nach MTX supplemntieren und gucken was passiert.

Bearbeitet ( von drkeys)

Hallo drkeys.

 

Nachdem der Rheumatologe feststellte das irgend ein Wert im Blut etwas zu grenzwertig sei, soll ich dann nach 96 Stunden noch mal zusätzlich 5 mg Folsäure nehmen. Ich spritze einmal wöchentlich 22,5 mg MTX.

Bearbeitet ( von manni)

Man merkt das die aussagen doch recht unterschiedlich ausfallen ...was ist aber nur richtig ?

LG Matthia

  • Ersteller

Danke Matthias, das war die ursprüngliche Frage. Ich glaube die Antwort ist ... es gibt keine "das richtige Vorgehen". Ich vermute mal es ist individuell und hat mit der Verstoffwechselung von MTX zu tun.

Manche Ärzte berücksichtigen das andere wieder nicht. Manche haben viel Probleme ohne Fol andere wieder nicht. Genauso wie der eine die Entzündung im 3. Zeh am rechten Fuss hat und der andere am 2. Finger der linken Hand.

 

@manni, dein Arzt meint  Blutwerte, z.B Leber Serologie, die sich aufgrund der MTX Gabe stark verändert haben. Das hat aber nicht mit der zeitlichen Folsäuregabe zu tun.

Bearbeitet ( von drkeys)

Gestern habe ich mal einen Internisten zu diesem Thema gefragt. Er meint, normalerweise könne der Rheumatologe mit der Zeitspanne die Wirkungsdauer zwischen MTX und Folsäure je nach Schweregrad der Erkrankung noch wählen. Man bremst ja die Wirkung von MTX mit der Folsäure ab. Er meinte auch, das es wichtig sei, bei solchen Hammer wie MTX  am besten einen guten "internistischen" Rheumatologen zur Behandlung und Überwachung zu haben! 

  • Ersteller

Manni, das habe ich alles. Ich kenn viele internistische Rheumatologen nach 25 Jahren Krankheit ;). Ich habe einen Morbus Bechterew, die PSO ist nur gaaaaaz schwach als Nebenerscheinung dabei. Z.Z ist man sich aber nicht sicher ob ich nicht AUCH eine PsA zusätzlich noch habe.

Zum Thema Folsäure sagt übrigens JEDER Arzt etwas Anderes, deshalb hab ich ja diesen Threat aufgemacht.

Studien sind auch nicht aussagefähig, denn "ich" hab ja nicht dran teilgenommen, sondern Probanden, die vielleicht ganz andere Wirkungen/Nebenwirkungen aufweisen.

Bearbeitet ( von drkeys)

drkeys, den Internisten den ich gefragt hatte, war übrigens mein Hausarzt. Natürlich hast du recht, dass die meisten Ärzte da so ihr eigenes Süppchen brauen! Ich glaube, da spielt auch das Vertrauen zu seinem Rheumatologen eine große Rolle...grins! Ja, nach 25 Jahren rheumatischer Erkrankung, hast du ja schon einiges Elend hinter dir gebracht...bei mir sind es ja "erst" so ca. 10 Jahre. ;)

 

Beim nächsten Termin, der erst in 5 Monaten ist, werde ich meinen internistischen Rheumatologen auch mal fragen, warum die beiden Dosen von jeweils 5mg Folsäure auch 2 Tage auseinander liegen müssen. Ich könnte mir vorstellen, es hat etwas mit der Aufnahmefähigkeit des Körpers zu tun.

Bearbeitet ( von manni)

  • Ersteller

Ja, grundsätzlich hat es mit der Verstoffwechslung von MTX zu tun. Es gibt Menschen , bei denen bleibt MTX länger im Körper als bei Anderen. Das hat nix mit der Wirkung an sich zu tun aber mit den Nebenwirkungen  die auftreten können.

Je nachdem was man für ein "Verstoffwechsler" Typ ist muß das mit der Folsäure irgendwie angepasst werden ... so habe ich da mal irgendwo gelesen.

Ja jetzt komme ich auch so langsam ins Grübeln. Ich habe mich so langsam von 10 mg MTX als Tablette auf 25 mg mit Pen hochgearbeitet. Gespritzt habe ich immer donnerstags abends vorm zu Bett gehen, spätestens 23 Uhr. Die folsäure sollte ich laut Rheumatologen dann am nächsten morgen nehmen. Hab ich gegen 9 Uhr. Hautmässig half MTX super. Mit der Wirkung auf PSA war ich nicht zufrieden. Habe es im Mai 2014 abgesetzt. Nun stellt sich mir die Frage, vielleicht schlug es wegen der frühen Einnahme der folsäure nicht entsprechend an. DA ich Leflunomid nicht vertrage bin ich derzeit auf der suche nach einer Alternative.

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