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Depressionen infolge von Psoriasis Arthritis

Hallo zusammen.

 

Mein Mann ( 46 ) hat seit einigen Jahren Psoriasis Arthritis. Mittlerweile ist es weit fortgeschritten. Die Finger, Unterarme, Bauch, Po, Oberschenkel und Füße sind betroffen. 

 

Mittlerweile geht es im psychisch immer schlechter. Die Finger sind auch sehr verformt. Im Alltag braucht er Hilfsgegenstände zum Beispiel zum Öffnen von den Klips von Dosen oder zum Öffnen der Drehverschlüsse von Trinkflaschen. Manchmal muss ich ihm beim Anziehen des Gürtels helfen und ich muss ihm beim Schneiden der Zehennägel helfen.

 

Desweiteren zieht es ihn runter, dass er des öfteren blöd angeguckt wird unterwegs oder wenn dumme Bemerkungen unterwegs von Passanten fallen wie  "Wäscht du dich nicht?" , "Sind das Verbrennungen?" ,"Wat ist dat denn?" Er geht kaum noch vor die Tür. Er möchte am liebsten gar nicht mehr raus. Manchmal sagte er, würde er sich die betroffenen Stellen am liebst abhacken. Eigentlich ist er immer sehr lustig, aber seit längerem ist er das nur noch selten. Dazu kommt das vor 5 Wochen sein bester Freund durch Suizid gestorben ist ( waren 30 Jahre befreundet ) und vor 10 Wochen habe ich unser Kind in der 16. Woche verloren.

 

Er beschreibt sich selbst als Krüppel und zu nichts zu gebrauchen. Ich versuche ihn aufzumuntern, aber ohne Erfolg. Zum Psychologen will er nicht. Selbst die Telefonseelsorge weigert er sich anzurufen. Hier wollte er auch nicht selbst fragen, deshalb tue ich das für ihn. 

 

Wie könnte meinem Mann geholfen werden? Wie kann er lernen mit der Erkrankung und den blöden Blicken und Bemerkungen umzugehen? Hat jemand einen Rat?

 

Liebe Grüße

Hervorgehobene Antworten

Hallo Nicole

Würde dein Mann auch mal in eine Akutklinik gehen?

Oder weigert er sich da auch? Ich denke nicht das du das alleine hinkriegst.

In einer Klinik hätte er eine rundum Versorgung .

Wünsche dir viel Kraft. :)

Gruss Donna

Oh ha, das ist schon alles ziemlich viel, ich denke mal du selber wirst auch so deine Probleme haben. Ist nicht böse gemeint, aber ein Kind zu verlieren ist einfach nicht einfach, das muß alles erstmal verarbeitet werden.

Seid ihr in Ärztlicher Behandlung ? Dein Mann vor allem auch bei einem Rheumatologen ? Bekommt er Medikamente ?

 

Vielleicht wäre eine Reha für ihn sehr gut, zumal man dort auch lernt wie man mit der Krankheit umgehen kann. Eine Selbsthilfegruppe wäre evtl. auch eine Alternative.

 

Er kann sich ruhig hier mit einbringen ..... hier wird er verstanden .... hier sind wir alle gleich .

 

Ein einfaches Kopf hoch wird hier nicht reichen...

 

Lieben Gruß

 

Fussballfan

  • Ersteller

Hallo Nicole

Würde dein Mann auch mal in eine Akutklinik gehen?

Oder weigert er sich da auch? Ich denke nicht das du das alleine hinkriegst.

In einer Klinik hätte er eine rundum Versorgung .

Wünsche dir viel Kraft. :)

Gruss Donna

Hallo Donna :-)

 

Er geht leider nicht gern in Kliniken. Er war mal für 8 Wochen in Tagesklinik wegen der Schuppenflechte. Nach 8 Wochen wollte er nicht mehr hin  :unsure:

  • Ersteller

Oh ha, das ist schon alles ziemlich viel, ich denke mal du selber wirst auch so deine Probleme haben. Ist nicht böse gemeint, aber ein Kind zu verlieren ist einfach nicht einfach, das muß alles erstmal verarbeitet werden.

Seid ihr in Ärztlicher Behandlung ? Dein Mann vor allem auch bei einem Rheumatologen ? Bekommt er Medikamente ?

 

Vielleicht wäre eine Reha für ihn sehr gut, zumal man dort auch lernt wie man mit der Krankheit umgehen kann. Eine Selbsthilfegruppe wäre evtl. auch eine Alternative.

 

Er kann sich ruhig hier mit einbringen ..... hier wird er verstanden .... hier sind wir alle gleich .

 

Ein einfaches Kopf hoch wird hier nicht reichen...

 

Lieben Gruß

 

Fussballfan

 

Hallo Fussballfan :-)

 

Ja ich war bis vor kurzem in psychologischer Behandlung. An Medis nimmt er Kortison und Dicophenac. Da wir uns ein Kind wünschen musste er das MTX absetzen da es beim Kind sonst zu Behinderungen kommen könnte. In Ärztlicher Behandlung ist er beim Augenarzt und Kardiologen da die Entzündungen auch die Augen und das Herz betreffen können. Seine Augen sind schon betroffen. Er wird kurzsichtig und heute Morgen hat er erfahren das die Augen wieder ein wenig schlechter geworden sind.

 

Hab ihn zumindest dazu gekriegt heute Nachmittag mit seinem Hausarzt über die Depressionen zu reden. Hab ihm ja gesagt das er sich auch hier anmelden kann da hier ja alle im gleichen Boot sitzen und ihre Erfahrungen mit ihm teilen können.

Hallo Nicole

Ich weiss das es für dich sehr schwierig ist.

Wie Fussballfan schon schrieb wäre eine Reha oder Selbsthilfegruppe sicherlich gut für ihn.

Es macht für ihn keinen Sinn den Kopf in den  Sand zu stecken wie ein Strauss.

Im Endeffekt macht er es für sich und nicht andere.Ich nehme an das du sicher auch mit

dir selber haderst.

Eine Reha wird mit 3 Wochen angesetzt.Vielleicht wäre das für ihn erträglicher und du könntest

ja auch mitfahren.

Gruss Donna

Hallo Nicole,

schön, dass Du Dich so reinhängst!  :daumenhoch: Willkommen auch noch von mir.

 

Über das hinaus, was meine Vorrednerinnen schon gesagt haben:

 

Er geht leider nicht gern in Kliniken. Er war mal für 8 Wochen in Tagesklinik wegen der Schuppenflechte. Nach 8 Wochen wollte er nicht mehr hin  [[PROTECTED_4]]/emoticons/default_unsure.png" alt=":unsure:" loading="lazy">

Nach 8 Wochen hätte ich auch genug ;)

 

Kann er sich eine Reha fernab des Alltags vorstellen? Dort werden psychische Themen sicher auch angesprochen.

 

Du könntest zusätzlich mit der Krankenkasse reden – dort gibt es zuweilen auch gute Berater.

 

Und um ihn vielleicht zu interessieren, könntest Du diese Diskussion hier ja irgendwann ausdrucken und total unauffällig irgendwo liegenlassen ;)

 

Auf jeden Fall alles Gute für Euch!

  • Ersteller

Hallo Nicole,

schön, dass Du Dich so reinhängst!  [[PROTECTED_9]]/emoticons/default_thumbsup.png" alt=":daumenhoch:" loading="lazy"> Willkommen auch noch von mir.

 

Über das hinaus, was meine Vorrednerinnen schon gesagt haben:

 

Nach 8 Wochen hätte ich auch genug [[PROTECTED_10]]/emoticons/default_wink.png" alt=";)" srcset="https://www.psoriasis-netz.de/smileys/emoticons/wink@2x.png 2x" width="20" height="20" loading="lazy">

 

Kann er sich eine Reha fernab des Alltags vorstellen? Dort werden psychische Themen sicher auch angesprochen.

 

Du könntest zusätzlich mit der Krankenkasse reden – dort gibt es zuweilen auch gute Berater.

 

Und um ihn vielleicht zu interessieren, könntest Du diese Diskussion hier ja irgendwann ausdrucken und total unauffällig irgendwo liegenlassen [[PROTECTED_11]]/emoticons/default_wink.png" alt=";)" srcset="https://www.psoriasis-netz.de/smileys/emoticons/wink@2x.png 2x" width="20" height="20" loading="lazy">

 

Auf jeden Fall alles Gute für Euch!

Hallo Claudia  :)

 

Ich möchte ja nicht das mein Mann so endet wie sein bester Freund. Der hatte schon schwere Depressionen. Eigentlich hätte er eine Woche nach seinem Suizid einen Termin beim Psychologen gehabt.  :(

 

Muss man auch bei einer Reha in der Klinik übernachten? Damit hätte er nämlich Probleme. Er sollte auch mal 3 Tage zum Check up seines Herzens ins KH und da weigerte er sich.  :unsure:  Und momentan mit ihm über seine Depressionen zu reden macht kaum Sinn. Jedes mal wenn ich versuche mit ihm darüber zu reden guckt er zum Beispiel nur zum Fernseher und fragt mich irgendwann "Bist du bald fertig?" Oder "Juckt mich nicht". Dabei kann ich mich gut in ihn hinein versetzen. Ich hab selbst an Depressionen gelitten. Ich weiß wie man sich da fühlt. 

 

Ich bin froh das er wenigstens heute Nachmittag mit seinem Hausarzt darüber spricht. Es ist ein kleiner Anfang. Er weigert sich sogar mit der Telefonseelsorge zu reden  :unsure:

 

Ich hab ihm den Link von der Diskussion gegeben und gesagt wenn er möchte kann er mal rein schauen. 

Bearbeitet ( von Nicole1979)

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Hallo Nicole!

 

Ich kann mir vorstellen, wie schwer es ist, jemanden zu ermutigen, der so schwer betroffen ist und sich trotzdem scheinbar nicht wirklich helfen lassen will.

 

So stark, wie seine Gelenke inzwischen betroffen sind, ist es verständlich, dass er verzweifelt und eventuell hoffnungslos ist! Es verwundert mich, dass es so weit kommen konnte. Seit über zehn Jahren gibt es Biologika („biologics“), die eine Psoriasis Arthritis stoppen können. Nach Aussagen aller Experten muss heutzutage niemand mehr verformte oder zerstörte Gelenke haben, wenn er früh genug behandelt wird. Hat ihm der Arzt nie angeboten, Humira@, Enbrel®, Remicade® oder Stelara® zu nehmen? MTX verlangsamt den Prozess, hält ihn aber nicht auf. Innerliches Kortison + Diclofenac wirken vor allem gegen die Entzündung und gegen Schmerzen – aber nicht in schweren Fällen. Um Schlimmeres zu verhüten, müsste Dein Mann meines Erachtens sofort mit einem Biologikum behandelt werden – vom Rheumatologen verschrieben. Dazu gibt es keine Alternative, weil die Gelenke sonst noch weiter kaputtgehen!

 

Natürlich ist es für einen Außenstehenden unverständlich, dass sich jemand nicht helfen lassen will – weder in einer Klinik noch vom Psychologen. Vor allem, wenn jemand depressiv geworden ist, befürchtet man, dass er sich schon selbst aufgegeben hat. Das können eigentlich nur Profis lösen – mit Gesprächen und eventuell auch mit Medikamenten.

 

Jeder von uns hat vermutlich nur einmal die Chance zu leben – ein nicht zu wiederholendes Geschenk der Natur. Glücklich die, die religiös sind und an ein Leben nach dem Tod oder eine Wiedergeburt glauben. Und es gibt viele Menschen, die körperlich eingeschränkt sind, trotzdem aber an ihrem Leben hängen (Extrembeispiel: Stephen Hawking, der Astrophysiker). Das geht meist nur, wenn man einen Sinn in seinem Leben sieht: man hat etwas, das man unbedingt machen oder erleben will. Eine intensiv betriebene Beschäftigung kann vom Leid der Krankheit ablenken. Dein Mann ist glücklicherweise nicht allein, sondern hat Dich. Das ist doch Grund genug, alles zu machen, um nicht noch kranker zu werden,– auch ohne Kind! Eventuell auch mithilfe einer Paar-Therapie oder –Beratung.

 

Natürlich ist es schrecklich, wenn ein enger Freund oder sogar ein so herbeigewünschtes Kind sterben. Der Tod gehört leider zu unserem Leben dazu, und wir Menschen sind die einzigen Lebewesen, denen das bewusst ist. Trauern sollte aber nicht dazu führen, sein eigenes Leben nicht mehr zu führen. Nur wir Menschen haben die Chance, irgendetwas aus unserem Leben zu machen. Das nimmt uns aber niemand ab.

 

 

Andere haben es schon geschrieben: Es gibt viele Gleichbetroffene mit Gelenk-Deformationen. Da wäre die Rheuma-Liga vermutlich eine gute Anlaufadresse, um sich miteinander auszutauschen. Wie werden andere damit fertig? Was machen sie? Wichtig ist es, aus dem Haus unter Menschen zu gehen.

 

Irgendwo im Psoriasis-Netz steht, wie andere mit unwissenden oder blöden Bemerkungen über die Psoriasis umgehen. Die einfachste Art ist klar zu sagen: „Ich hätte es auch gern weg. Aber das ist eine Schuppenflechte. Die ist vererbt, steckt aber nicht an.“

 

Ich wünsche Dir und Deinem Mann viel Kraft und ein bisschen Unterstützung von außen!

 

Rolf

Hallo Fussballfan :-)

 

Ja ich war bis vor kurzem in psychologischer Behandlung. An Medis nimmt er Kortison und Dicophenac. Da wir uns ein Kind wünschen musste er das

Liebe Nicole,

gerade habe ich mir hier den ganzen Thread durchgelesen und fühle mich doch sehr betroffen. Ich denke darüber nach, was ich empfehlen könnte, zumal ich beruflich als Facharzt für Psychiatrie mit ähnlichen Situationen immer wieder zu tun hatte und habe. Angsichts der vielen durchaus guten Vorschläge fällt es mir schwer noch neue Vorschläge zu machen. Einen Hoffnungsschimmer sehe ich in dem, was Dein Mann gerade tut, nämlich mit seinem Hausarzt zu sprechen. Außer einem Gespräch könnte er ihm zumindest mal für eine Zeit antidepressive Medikamente aufschreiben. Die können zwar auch keine Probleme lösen aber bei gutem Verlauf die negative Sichtweise, die ja zur Depression gehört, aufweichen. Ansonsten habe ich den Eindruck, dass es Deinem Mann sehr darum geht, die Verfügung über sich selbst nicht zu verlieren. Daher fällt es ihm wohl auch schwer Vorschläge anzunehmen. (Ein Vorschlag ist vielleicht für ihn manchmal auch ein "Vor-Schlag"!) Aus diesem Grunde ist es wichtig für ihn stets das Heft in der Hand zu haben. Mir ist auch klar, dass die Dinge so nicht einfacher werden, aber anders sehe ich gar keine Chance. Ich sehe auch, welche Last Du gerade zu tragen hast.

 

Was die medizinische Behandlung der Schuppenflechte und den Umgang mit wenig einfühlsamen Äußerungen der Mitmenschen angeht, hat u. a. Rolf ja schon eine Menge geschrieben, dem ich nichts hinzufügen könnte. Auch die vielen anderen Anregungen und Hinweise möchte ich nicht wiederholen.

 

Ich wünsche Euch alles Gute Kuno

  • Ersteller

Liebe Nicole,

gerade habe ich mir hier den ganzen Thread durchgelesen und fühle mich doch sehr betroffen. Ich denke darüber nach, was ich empfehlen könnte, zumal ich beruflich als Facharzt für Psychiatrie mit ähnlichen Situationen immer wieder zu tun hatte und habe. Angsichts der vielen durchaus guten Vorschläge fällt es mir schwer noch neue Vorschläge zu machen. Einen Hoffnungsschimmer sehe ich in dem, was Dein Mann gerade tut, nämlich mit seinem Hausarzt zu sprechen. Außer einem Gespräch könnte er ihm zumindest mal für eine Zeit antidepressive Medikamente aufschreiben. Die können zwar auch keine Probleme lösen aber bei gutem Verlauf die negative Sichtweise, die ja zur Depression gehört, aufweichen. Ansonsten habe ich den Eindruck, dass es Deinem Mann sehr darum geht, die Verfügung über sich selbst nicht zu verlieren. Daher fällt es ihm wohl auch schwer Vorschläge anzunehmen. (Ein Vorschlag ist vielleicht für ihn manchmal auch ein "Vor-Schlag"!) Aus diesem Grunde ist es wichtig für ihn stets das Heft in der Hand zu haben. Mir ist auch klar, dass die Dinge so nicht einfacher werden, aber anders sehe ich gar keine Chance. Ich sehe auch, welche Last Du gerade zu tragen hast.

 

Was die medizinische Behandlung der Schuppenflechte und den Umgang mit wenig einfühlsamen Äußerungen der Mitmenschen angeht, hat u. a. Rolf ja schon eine Menge geschrieben, dem ich nichts hinzufügen könnte. Auch die vielen anderen Anregungen und Hinweise möchte ich nicht wiederholen.

 

Ich wünsche Euch alles Gute Kuno

 

 

Hallo Kuno  :)

 

Er hat von seinem Hausarzt ein Antidepressivum verschrieben bekommen und er hat sich auch mit ihm über Enbrel ein Biologikum unterhalten. Der Hausarzt sagte man könnte es versuchen. Allerdings sieht der Hausarzt in seinem Stadium allerdings kaum Chancen das es anschlägt.  :unsure: Der Hausarzt meinte auch das wir damit trotzdem weiter an unserem Kinderwunsch arbeiten könnten. Der Versuch mit Tieren hätte ergeben das es keinen Einfluss auf den Fötus oder die Spermienqualität hat. In 3 Wochen hat er nochmal einen Termin und dann bekommt er eine Überweisung zum Rheumatologen. Und sein Hausarzt hat ihm geraten sich ein Hobby zu suchen was ihn ein wenig von seiner Erkrankung ablenken könnte. 

Bearbeitet ( von Nicole1979)

Ich kann die Gedanken die dein Mann hat gut nachvollziehen, wenn man einmal in dem Sumpf ist, kommt man da nur sehr schwer wieder raus, aber mit Zeit und HIlfe geht das. Meiner Meinung nach sind Antidepressiva keine Lösung des Problems an sich. Ich war selbst mal nur einen Schritt davon entfernt damit anzufangen und heute bin ich heilfroh dass ich es nicht getan habe!

Ich will damit aber sicher nicht sagen, dass es nicht hilft, um damit über schwierige Zeiten hinweg zu kommen!!

 

Das einzig Sinnvolle scheint mir auch eine Reha/Hautklinik zu sein, alleine schon um andere Leute zu treffen, die dieselbe Last mit sich rumtragen und um andere Eindrücke als die von den Leute auf der Straße zu bekommen.

 

Viel Glück!

Bearbeitet ( von Stef.)

Hallo,

ein grundsätzlicher Tip zur Behandlung. Ich hatte auch zusätzliche Schmerzen in den Fingergelenken bei der Psoriasis. Wahrscheinlich ein Beginn der PSA. Seit ich Fumaderm angesprochen. Den Wunsch zurückzustellen wäre nicht das Problem nur ist er leider sehr skeptisch was Medikamente angeht. Er hat Panik vor möglichen Nebenwirkungen. Er liest IMMER als erstes in der Packungsbeilage die Nebenwirkungen.  [[PROTECTED_1]]/emoticons/default_unsure.png" alt=":unsure:" loading="lazy"> Oder er googlet danach.  [[PROTECTED_2]]/emoticons/default_unsure.png" alt=":unsure:" loading="lazy">

 

Gemeinsam in eine Rheaklinik wird nicht möglich sein da wir einen Hund haben. Und alleine würde er nicht zur Rhea gehen  [[PROTECTED_3]]/emoticons/default_unsure.png" alt=":unsure:" loading="lazy"> Wir hätten auch keinen der sich um den Hund kümmern könnte. Hab ihn vor einem Jahr bei mir aufgenommen da meine Oma aufgrund ihrer Demenz in ein Pflegeheim gekommen ist und sich nicht mehr um den Hund kümmern konnte. 

Liebe Nicole,

gerade habe ich mir hier den ganzen Thread durchgelesen und fühle mich doch sehr betroffen. Ich denke darüber nach, was ich empfehlen könnte, zumal ich beruflich als Facharzt für Psychiatrie mit ähnlichen Situationen immer wieder zu tun hatte und habe. Angsichts der vielen durchaus guten Vorschläge fällt es mir schwer noch neue Vorschläge zu machen. Einen Hoffnungsschimmer sehe ich in dem, was Dein Mann gerade tut, nämlich mit seinem Hausarzt zu sprechen. Außer einem Gespräch könnte er ihm zumindest mal für eine Zeit antidepressive Medikamente aufschreiben. Die können zwar auch keine Probleme lösen aber bei gutem Verlauf die negative Sichtweise, die ja zur Depression gehört, aufweichen. Ansonsten habe ich den Eindruck, dass es Deinem Mann sehr darum geht, die Verfügung über sich selbst nicht zu verlieren. Daher fällt es ihm wohl auch schwer Vorschläge anzunehmen. (Ein Vorschlag ist vielleicht für ihn manchmal auch ein "Vor-Schlag"!) Aus diesem Grunde ist es wichtig für ihn stets das Heft in der Hand zu haben. Mir ist auch klar, dass die Dinge so nicht einfacher werden, aber anders sehe ich gar keine Chance. Ich sehe auch, welche Last Du gerade zu tragen hast.

 

Was die medizinische Behandlung der Schuppenflechte und den Umgang mit wenig einfühlsamen Äußerungen der Mitmenschen angeht, hat u. a. Rolf ja schon eine Menge geschrieben, dem ich nichts hinzufügen könnte. Auch die vielen anderen Anregungen und Hinweise möchte ich nicht wiederholen.

 

Ich wünsche Euch alles Gute Kuno

  • Ersteller

Liebe Nicole,

gerade habe ich mir hier den ganzen Thread durchgelesen und fühle mich doch sehr betroffen. Ich denke darüber nach, was ich empfehlen könnte, zumal ich beruflich als Facharzt für Psychiatrie mit ähnlichen Situationen immer wieder zu tun hatte und habe. Angsichts der vielen durchaus guten Vorschläge fällt es mir schwer noch neue Vorschläge zu machen. Einen Hoffnungsschimmer sehe ich in dem, was Dein Mann gerade tut, nämlich mit seinem Hausarzt zu sprechen. Außer einem Gespräch könnte er ihm zumindest mal für eine Zeit antidepressive Medikamente aufschreiben. Die können zwar auch keine Probleme lösen aber bei gutem Verlauf die negative Sichtweise, die ja zur Depression gehört, aufweichen. Ansonsten habe ich den Eindruck, dass es Deinem Mann sehr darum geht, die Verfügung über sich selbst nicht zu verlieren. Daher fällt es ihm wohl auch schwer Vorschläge anzunehmen. (Ein Vorschlag ist vielleicht für ihn manchmal auch ein "Vor-Schlag"!) Aus diesem Grunde ist es wichtig für ihn stets das Heft in der Hand zu haben. Mir ist auch klar, dass die Dinge so nicht einfacher werden, aber anders sehe ich gar keine Chance. Ich sehe auch, welche Last Du gerade zu tragen hast.

 

Was die medizinische Behandlung der Schuppenflechte und den Umgang mit wenig einfühlsamen Äußerungen der Mitmenschen angeht, hat u. a. Rolf ja schon eine Menge geschrieben, dem ich nichts hinzufügen könnte. Auch die vielen anderen Anregungen und Hinweise möchte ich nicht wiederholen.

 

Ich wünsche Euch alles Gute Kuno

 

 

Hallo Kuno  :)

 

Er hat von seinem Hausarzt ein Antidepressivum verschrieben bekommen und er hat sich auch mit ihm über Enbrel ein Biologikum unterhalten. Der Hausarzt sagte man könnte es versuchen. Allerdings sieht der Hausarzt in seinem Stadium allerdings kaum Chancen das es anschlägt.  :unsure: Der Hausarzt meinte auch das wir damit trotzdem weiter an unserem Kinderwunsch arbeiten könnten. Der Versuch mit Tieren hätte ergeben das es keinen Einfluss auf den Fötus oder die Spermienqualität hat. In 3 Wochen hat er nochmal einen Termin und dann bekommt er eine Überweisung zum Rheumatologen. Und sein Hausarzt hat ihm geraten sich ein Hobby zu suchen was ihn ein wenig von seiner Erkrankung ablenken könnte. 

Bearbeitet ( von Nicole1979)

Ich kann die Gedanken die dein Mann hat gut nachvollziehen, wenn man einmal in dem Sumpf ist, kommt man da nur sehr schwer wieder raus, aber mit Zeit und HIlfe geht das. Meiner Meinung nach sind Antidepressiva keine Lösung des Problems an sich. Ich war selbst mal nur einen Schritt davon entfernt damit anzufangen und heute bin ich heilfroh dass ich es nicht getan habe!

Ich will damit aber sicher nicht sagen, dass es nicht hilft, um damit über schwierige Zeiten hinweg zu kommen!!

 

Das einzig Sinnvolle scheint mir auch eine Reha/Hautklinik zu sein, alleine schon um andere Leute zu treffen, die dieselbe Last mit sich rumtragen und um andere Eindrücke als die von den Leute auf der Straße zu bekommen.

 

Viel Glück!

Bearbeitet ( von Stef.)

Hallo,

ein grundsätzlicher Tip zur Behandlung. Ich hatte auch zusätzliche Schmerzen in den Fingergelenken bei der Psoriasis. Wahrscheinlich ein Beginn der PSA. Seit ich Fumaderm ( 120 mg Dimethylfumarsäureester ) 3 bis 4 mal täglich nehme, ist nicht nur die Psoriasis fast gänzlich verschwunden, sondern die Schmerzen in Fingergelenken zusätzlich vollständig. Dies kann mit der Wirkung von der Substanz zusammen hängen, welche die Aktivität von B - Lymphozyten einschränkt und damit die Autoimmunreaktion, welche die Ursache für PSO und PSA ist.

Es geht ja das Gerücht, das die Zulassung für Fumaderm für PSO zurückgenommen werden soll, um das Medikament noch teurer für PSA in den Handel zu bringen. Es wirkt da also!

Bitte, mit dem behandelnden Arzt über eine Behandlung mit Dimethylfumarsäureester reden.

Ich nehme z.Z, 3 bis 4 Tabletten täglich und lasse sie mir günstig von einer Nürnberger Medicon Apotheke schicken, für 80 Cent, statt 3 Euro die Tablette.

Die starken Bauchschmerzen durch den sauren Wirkstoff, muss man die ersten Wochen durchhalten, aber es lohnt sich.

Beste Grüße burkmann

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