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Hallo liebe Leidensgenossen,

kurz zu mir: m, 31 Jahre, seit ca. einem Jahr PsA mit sehr ausgeprägter Enthesitis (Sehnenansatzentzündung) an beiden Ellenbogen und beiden Knien. 

Zwei Fragen: 

1. Habt ihr Erfahrungen gemacht, was bei Euch am besten geholfen hat für diese Form der Manifestation der PsA (v.a. Sehnenbeteiligung)?

2. Bekomme aktuelle IL-17 Hemmer (Cosentyx). Das hilft gut, aber es stagniert und mein Leben ist weiter geprägt von permanenten Schmerzen. Bezüglich der Ausgangslage aber eine deutliche Besserung. Ich frage nun, ob vllt. ein TNF-Alpha Hemmer besser wäre? Laut GRAPPA gibt es dafür eine starke Empfehlung. (LINK: https://acrabstracts.org/abstract/group-for-research-and-assessment-of-psoriasis-and-psoriatic-arthritis-grappa-treatment-recommendations-for-psoriatic-arthritis-2015/)

 

Ich danke Euch sehr für eine kurze Rückmeldung und sende viele Grüße.

Hervorgehobene Antworten

vor 19 Minuten schrieb Slim_Luca:

er Haut habe ich, z.B. trockene Ellebogen und ein paar kleine offene Stellen die nicht verheilen wollen…aber insgesamt nicht der Rede wert. 

Lass das mal von einem Hautarzt begutachten. Der soll mal eine Probe ins Labor schicken. 

PsA schmerzen sind eigentlich nicht unbedingt Belastungsabhängig. Eher daa Gegenteil. Bewegung tut gut und lindert sie schmerzen. Schübe kommen meist über Nacht. Klar, wenn dann der schub da ist schmerzt jede Bewegung. 

Versuche mal einen Termin bei einem Rheumatologe zu bekommen. Ich weiß, ist schwierig, vielleicht auch bischem weiter weg. Die sind leider sehr rar

Ok vielen Dank, werde mich bemühen jemanden zu finden. Habe gerade nochmal meine Fußnägel begutachtet und da erschienen sie mir doch ziemlich gelblich, was mir bisher garnicht auffiel. Habe dann mal meine Freundin draufschauen lassen und die meinte das sieht ein wenig aus wie Fußpilz? Naja also auch da eine kleine Auffälligkeit…werde ich auch mal untersuchen lassen.

Am 12.4.2022 um 21:35 schrieb Slim_Luca:

Ok vielen Dank, werde mich bemühen jemanden zu finden. Habe gerade nochmal meine Fußnägel begutachtet und da erschienen sie mir doch ziemlich gelblich, was mir bisher garnicht auffiel. Habe dann mal meine Freundin draufschauen lassen und die meinte das sieht ein wenig aus wie Fußpilz? Naja also auch da eine kleine Auffälligkeit…werde ich auch mal untersuchen lassen.

Tut mir leid, meinte natürlich Nagelpilz nicht Fußpilz.🤦‍♂️

  • 3 Jahre später...
Am 20.1.2021 um 14:32 schrieb Meer19:

Aber, was ich auf jeden Fall jedem, der ähnlich betroffen ist, als Tipp weitergeben möchte: wir können trotz allem viel tun, um unser fehlgeleitetes Immunsystem zu unterstützen: Ich beschäftige mich gerade sehr viel mit den Zusammenhängen zwischen unseren Lebensgewohnheiten (Ernährung (was? wann? wie oft? ), Bewegung und Psyche und dem Immunsystem. Und es gibt viele wissenschaftlichen Studien, die belegen, dass unser Lebensstil nachweislich Einfluß auf unser Immunsystem hat. Neben Medikamenten (=biochemische Intervention), haben alle anderen Bereich genau so einen Einfluß auf die Biochemie !!! 

Was kannst Du konkret an Ernährung und Lebensstil empfehlen? (Es gibt ja Millionen allgemeine Empfehlungen;) Kurz zu mir: Ich habe erst jetzt in dieses Netzwerk gefunden, bin 55 und habe über Jahrzehnte nur halbwissend alles Mögliche versucht gegen wandernde, starke Enthesitis (Schultern, Hüfte, Iliosakralgelenk, Hände, Hals), was nie so erkannt wurde - erst mit Eigenverdacht dieses Jahr bei Rheumatologen bestätigt. Krümelnägel mit Verdacht auf Ps schon vor 35 Jahren. Bewegung, Massagen, Dehnung, Yoga, viel Gemüse, Kräuter waren immer dabei, auch jahrelange Medikation mit Ibuprofen wegen Endometriose, was alles die Entwicklung der PsA gebremst haben mag. Die Niere baut deshalb aber schon ab. Auch habe ich lange Phasen lang versucht z.b. Wobenzym,  Katzenkrallentee, Curcumin - das ist aber alles zu schwach oder wirkt eben nicht an den überschießenden Entzündungsfaktoren/Immunzellen in den Sehnen. In den letzten Jahren gab es immer wieder durch zu starke Entzündungen Zwangsbewegungspausen, was mir auch gar nicht guttut. Ich habe eine kleine extrem bewegungslustige Tochter und mich jahrelang für die manuelle Therapie der TCM qualifiziert - da macht die gewachsene PsA mit Funktionseinschränkungen, Muskelatrophie und extremer Müdigkeit der körperlichen Arbeit einen Strich durch die Rechnung. 

Da ich sehr schmal bin und mit der Tochter kann ich nicht ganz vegetarisch leben, aber nur Biohuhn und Wild. Vor den Biologica habe ich Angst:) Vlt. hast Du eine gute ergänzende Info für mich. 

Hallo @lisakaos,

ich habe versucht die Wirkweise der Biologika zu verstehen und sehr viele Artikel gelesen. Trotz meiner naturwissenschaftlichen Ausbildung habe ich manchmal nur noch den Kopf geschüttelt. Das Immunsystem ist so ein komplexes ineinandergreifen verschiedener enzymatischer Prozesse. Es fängt in Darm an, deshalb ist gute Ernährung sicher wichtig. Aber da geht es schon los das individuelle, der eine verträgt dies und jenes nicht. Ist eine Glutenunverträglichkeit z.Bsp. Ursache oder Symptom. Ich denke das unser Gesundheitssystem die Ursachen nicht finden kann, weil es zu viel Zeit und Geld kosten würde. Wenn du eine gute ganzheitliche Therapie Möglichkeit in der Nähe hast, würde ich das ausprobieren. Auf dem Land sind die Möglichkeiten begrenzt. Ich habe noch eine Adresse vom einem Heilpraktiker der sehr gute Erfolge bei rheumatischen Erfahrungen. Aber dafür brauche ich Zeit, weil der weiter weg ist, die ich nicht habe. Das erzeugt dann Stress und der ist schlecht. Bei mir habe TNFa Blocker und MTX, geholfen die schlimmsten Symptome soweit zu beseitigen, so das ich ein fast ganz normales Leben führen kann. Ich hoffe das es so stabil bleibt, das ich dann mal die Heilpraktiker Termine in Angriff nehmen kann. Gesunde Ernährung und Sport ist auf jeden Fall immer gut. 
 

Viele Grüße,  Radelbine 

Lieben herzlichen Dank! Nun, ganzheitliche Therapien gibt es soviele wie Lebewesen oder so:)...mit einem HP wird es auf Dauer auch unbezahlbar. Ich denke, viel Wärmebäder und Sonne (Solarium) hilft, Nahrungsmittel wie Milchprodukte ganz wegzulassen war nie konkret hilfreich, Tees zu trinken nicht stark genug vermutlich. Sehr viele Wald- und Wiesenkräuter sammeln, zubereiten, essen, da sind Stoffe gegen die Immunüberreaktion drin - nur wann:))? Sicher ist es optimal, sich selbst zu gut wie möglich zu stabilisieren. Dazu gehört Bewegung. Wenn diese immer öfter pausieren muß wegen Entzündungen...Na gut, einfach schon durch das kleine Gespräch hier nehme ich mir noch x mehr die einfachen Dinge vor!! Alles Gute Dir!

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