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MTX und Harnblasenprobleme

Hallo allerseits,

Ich habe mich ja doch wieder für MTX entschieden, allerdings mit erheblichen Blasenschmerzen. Schon länger habe ich die Vermutung, dass MTX die Blasenschleimhaut schädigt, aber niemand der Ärzteschaft hat je davon gehört.  Ich wurde jahrelang auf "interstitielle Cystitis" behandelt, ohne großen Erfolg. Anfang d.J. wurde ich durch Prednisolon plötzlich fast schmerzfrei. Aber jetzt, nach einigen Wochen MTX sind die Schmerzen wieder da, sehr heftig und kaum durch Schmerzmittel beherrschbar (Tilidin und Cannabis-Spray).

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wenn es wirklich am MTX liegt, was dann?

LG. Bea

 

Hervorgehobene Antworten

Hallo Bea,

ich hatte zwar diese Beschwerden unter MTX nicht, aber Auswirkungen auf die Blase können schon vorkommen und sind auch beschrieben.

Das ist zwar keine häufig vorkommende Nebenwirkung, aber eine gelegentliche. Wahrscheinlich kämpfst du dann mit einer (latenten) Blasenentzündung und die Diagnose Interstitielle Cystitis stimmt dann schon. Muss aber dann durch MTX-induziert ergänzt werden.

Dazu passt auch, dass die Beschwerden unter Prednisolon besser werden.

vor 8 Stunden schrieb bea44:

aber niemand der Ärzteschaft hat je davon gehört

seltsam. Meine Empfehlung wäre da, sie sollten sich doch bitte mal den Beipackzettel durchlesen:

Nebenwirkungen:

  • ....
  • Chronische Harnblasenentzündung
  • ...

Erfolg und gute Besserung

Ach so, das noch

vor 8 Stunden schrieb bea44:

Wenn es wirklich am MTX liegt, was dann?

Gutes Argument für einen Medikamentenwechsel.

  • Ersteller

Hallo sia, danke für deine Rückmeldung. Die interstitielle Zystitis ist eigentlich ohne Nachweis von Bakterien, obwohl das auch schon mal vorkommt.

Und in dem Waschzettel von MTX steht zwar was von Schleimhaut, aber nicht explizit bezogen auf die Blase. 

Medikament wechseln ist nicht so einfach, weil Medis, die helfen würden, meist die gleichen NW haben. Aber ich habe überlegt, es gibt ja Magenschutz bei gewissen Tabletten, also sollte es doch auch Blasenschutz geben. Gibt es, z B. bei der Chemotherapie. Und MTX ist ja ein Chemotherapeutikum, wenn auch nicht in der Höhe wie bei Krebs. Aber es wäre eine Möglichkeit...muss mal mit meinem Hausarzt darüber sprechen.

 

LG und einen schönen Sonntag - Bea

vor 10 Stunden schrieb bea44:

interstitielle Zystitis ist eigentlich ohne Nachweis von Bakterien

ja, das ist mir schon klar. Und nicht nur "eigentlich" ist eine interstitielle Zystitis ist eine Blasenentzündung ohne Bakterien.

vor 10 Stunden schrieb bea44:

Und in dem Waschzettel von MTX steht zwar was von Schleimhaut, aber nicht explizit bezogen auf die Blase

Doch schon. Gugst du z.b. HIER der Beipackzettel von MTX Hexal bei der ApothekerUmschau unter "Nebenwirkungen von MTX HEXAL 10 mg Tabletten"

vor 10 Stunden schrieb bea44:

weil Medis, die helfen würden, meist die gleichen NW haben

Und welche hast du da schon ausprobiert?

Andere Medikamente haben andere Ansatzpunkte. Daher kannst du das nicht wissen, wenn du ein Medikament nicht ausprobiert hast. Die Punkte die im Beipackzettel bei den unerwünschten Wirkungen aufgeführt werden sind keine "in jedem Fall" auftretenden Nebenwirkungen sondern "kann" Nebenwirkungen. Manche häufig, manche selten, manche extrem selten.

vor 10 Stunden schrieb bea44:

Aber es wäre eine Möglichkeit...muss mal mit meinem Hausarzt darüber spreche

Vielleicht besser mit dem Facharzt bei dem du mit der Psoriasis in Behandlung bist.

vor 11 Stunden schrieb bea44:

Magenschutz bei gewissen Tabletten, also sollte es doch auch Blasenschutz geben

Ja, die gibt es schon. Mesna ist z.B. so ein Wirkstoff (Uromitexan), allerdings kann das auch wieder seine Nebenwirkungen haben (Schläfrigkeit, Benommenheit, Schwindelgefühl, unscharfes Sehen, Aufmerksamkeitsstörungen, Müdigkeit und Erschöpfungsgefühl). Das kommt auch daher, dass das Wirkprinzip grundgesetzlich anders ist. Tabletten zum Magenschutz schluckst du und die wirken dann am Ort wo sie landen - im Magen. Blasenschutztabs schluckst du, der Wirkstoff muss vom Blut in die Nieren gebracht werden, kommt dabei aber auch in andere Organe, usw.

Ob dir damit also gedient ist...?

Du schriebst in einem anderen Faden

Zitat

Mit der Rheumatologin bin ich fertig...

was muss man darunter verstehen? Wenn die Rheumatologin nicht gut war, dann solltest du dir selbst zuliebe eine andere suchen. Ein Hausarzt kann im Prinzip zwar auch Enbrel verordnen. Aber die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist wohl einfacher, wenn das ein internistischer Rheumatologe macht. Außerdem kannst du bei dem in der Regel von mehr Erfahrung auf dem Gebiet ausgehen.

  • Ersteller

Hallo sia, danke für deine Rückmeldung. Die interstitielle Zystitis ist eigentlich ohne Nachweis von Bakterien, obwohl das auch schon mal vorkommt.

Und in dem Waschzettel von MTX steht zwar was von Schleimhaut, aber nicht explizit bezogen auf die Blase. 

Medikament wechseln ist nicht so einfach, weil Medis, die helfen würden, meist die gleichen NW haben. Aber ich habe überlegt, es gibt ja Magenschutz bei gewissen Tabletten, also sollte es doch auch Blasenschutz geben. Gibt es, z B. bei der Chemotherapie. Und MTX ist ja ein Chemotherapeutikum, wenn auch nicht in der Höhe wie bei Krebs. Aber es wäre eine Möglichkeit...muss mal mit meinem Hausarzt darüber sprechen.

 

LG und einen schönen Sonntag - Bea

  • Ersteller
vor 13 Stunden schrieb sia:

ja, das ist mir schon klar. Und nicht nur "eigentlich" ist eine interstitielle Zystitis ist eine Blasenentzündung ohne Bakterien.

Doch schon. Gugst du z.b. HIER der Beipackzettel von MTX Hexal bei der ApothekerUmschau unter "Nebenwirkungen von MTX HEXAL 10 mg Tabletten"

Und welche hast du da schon ausprobiert?

Andere Medikamente haben andere Ansatzpunkte. Daher kannst du das nicht wissen, wenn du ein Medikament nicht ausprobiert hast. Die Punkte die im Beipackzettel bei den unerwünschten Wirkungen aufgeführt werden sind keine "in jedem Fall" auftretenden Nebenwirkungen sondern "kann" Nebenwirkungen. Manche häufig, manche selten, manche extrem selten.

Vielleicht besser mit dem Facharzt bei dem du mit der Psoriasis in Behandlung bist.

Ja, die gibt es schon. Mesna ist z.B. so ein Wirkstoff (Uromitexan), allerdings kann das auch wieder seine Nebenwirkungen haben (Schläfrigkeit, Benommenheit, Schwindelgefühl, unscharfes Sehen, Aufmerksamkeitsstörungen, Müdigkeit und Erschöpfungsgefühl). Das kommt auch daher, dass das Wirkprinzip grundgesetzlich anders ist. Tabletten zum Magenschutz schluckst du und die wirken dann am Ort wo sie landen - im Magen. Blasenschutztabs schluckst du, der Wirkstoff muss vom Blut in die Nieren gebracht werden, kommt dabei aber auch in andere Organe, usw.

Ob dir damit also gedient ist...?

Du schriebst in einem anderen Faden

was muss man darunter verstehen? Wenn die Rheumatologin nicht gut war, dann solltest du dir selbst zuliebe eine andere suchen. Ein Hausarzt kann im Prinzip zwar auch Enbrel verordnen. Aber die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist wohl einfacher, wenn das ein internistischer Rheumatologe macht. Außerdem kannst du bei dem in der Regel von mehr Erfahrung auf dem Gebiet ausgehen.

 

  • Ersteller

Hallo sia, 

 

Sicher ist IC ohne Bakterien, nur dadurch, dass die Blase sehr empfindlich ist, nisten sich auch gern Bakterien ein. Habe mich wohl falsch ausgedrückt.

Der Beipackzettel von Hexal ist mir bekannt, auf dem Original von 15 mg steht das allerdings etwas anders. Und nein, ein anderes Medikament hatte ich bisher nicht, jeder Rheumatologe verschreibt MTX und hochdosierten Vitamin D. Mein Hausarzt, Internist, hatte Enbrel ins Gespräch gebracht, meinte aber, die NW wären ähnlich.

Die Rheumatologin hält nichts von Enbrel🙄

Einen guten Rheumatologen zu finden, hier in der Pampa, ist etwas schwierig und weiter fahren möchte ich nicht mehr, da ich Probleme mit den Augen habe. (Riss in der Netzhaut). Es gibt noch einen Rheuma-Doc, 25 km entfernt, aber wie es der Teufel will, hat er eine Gemeinschaftspraxis mit meiner Rheumatologin.

 

LG - Bea

vor 4 Stunden schrieb bea44:

Und nein, ein anderes Medikament hatte ich bisher nicht, jeder Rheumatologe verschreibt MTX und hochdosierten Vitamin D. Mein Hausarzt, Internist, hatte Enbrel ins Gespräch gebracht, meinte aber, die NW wären ähnlich.

Kann mir schon vorstellen, dass es - besonders auf dem Land schwierig sein kann einen ordentlichen Rheumatologen zu finden. Wenn dein Hausarzt Internist ist und das vor der Krankenkasse gut vertreten kann, ist es ja eine Moeglichkeit. Evt wäre die Vorstellung in einer Psoriasis Sprechstunde in einem Krankenhaus und die Weiterbehandlung vom Hausarzt evt. auch eine Option.

Es ist aber auf jeden Fall der Mühe wert Enbrel oder ein anderes Biological auszuprobieren. Etanercept - also der Wirkstoff von Enbrel (oder Biosimilars wie z.B. Benepali) hat einen ganz anderen Wirkansatz und die auftretenden Nebenwirkungen können sich somit von Patient zu Patient auch unterscheiden.

 

vor 5 Stunden schrieb bea44:

...................................................

Die Rheumatologin hält nichts von Enbrel🙄

Einen guten Rheumatologen zu finden, hier in der Pampa, ist etwas schwierig und weiter fahren möchte ich nicht mehr, da ich Probleme mit den Augen habe. (Riss in der Netzhaut). Es gibt noch einen Rheuma-Doc, 25 km entfernt, aber wie es der Teufel will, hat er eine Gemeinschaftspraxis mit meiner Rheumatologin.

 

LG - Bea

hat die Rheumatologin denn einen anderen Vorschlag ? Es gibt noch andere Medikamente die dir helfen könnten......

in Deutschland gibt es freie Arztwahl..... wenn du mit der Ärztin nicht klar kommst kannst du dir einen Termin bei Ihrem Kollegen geben lassen....... nur Mut.... es geht um dich....... vielleicht kommst du mit dem Kollegen besser zurecht......

 

lg

Claudia

 

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