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..Wie die roten Punkte entstehen ..


Harald

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Hallo zusammen ,

Auf Zureden einer sehr netten Leidensgenossin möchte ich auch mal einen Beitrag leisten.Da mir das Thema "Berufe " sehr gut gefallen hat , ich aber leider keinen direkten Zusammenhang der Berufe mit der Schuppenflechte sehen kann frag ich mich , woher kommt sie . Ich stell hier mal die Frage : Liegt es an uns , oder an dem was die "Anderen" mit uns machen ? Mit den Anderen meine ich unsere direkten nächsten Mitmenschen ,sei es nun die Ehefrau ,Ehemann,Kollegen ......Vielleicht sind wir einfach sehr ' dünnhäutig ' ,oder anders ausgedrückt, empfindsamer als Andere !? Oder hat schon mal jemand einen Elefanten mit Schuppenflechte gesehen ? Also mir geht es jedenfalls so das ich in Stressituationen oder Streit förmlich zusehen kann wie die roten Punkte entstehen .Ich geh lieber einem Streit aus dem Weg oder versuche Streitigkeiten zu schlichten. Vielleicht berichtet mal jemand etwas von seinen Erfahrungen mit privaten persönlichen Problemen und der Schuppenflechte , oder kennt jemand einen bei dem , wie man so schön sagt , alles glatt läuft und der trotzdem die Schuppenflechte bekommen hat ? Also mir ist schon bewusst das psychische Probleme , Medikamente usw. der Auslöser sein kann .Aber da alles das eigendlich bei mir nicht der Fall ist ( bis auf die erbliche Vorbelastung durch meinen Vater )bleiben nur die Probleme mit der "Dünnhäutigkeit" . Oder ist es doch nur Vererbung ...? Nun Fragen über Fragen .. :confused: Vielleicht meldet sich mal jemand und berichtet über seine Erfahrungen . Bis

dahin ...

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Eine interessante Frage, Harald.

Die stelle ich mir allerdings schon eine ganze Weile. Von der PSO wußte ich nichts, bis sie 2001 prlötzlich "ausbrach" - erst mit dicker Borke auf dem Kopf, dann an den Ellenbogen - na usw. usw., heute gibt es kaum noch eine Körperregion, die nicht betroffen ist.

Wüßte man wirklich, was sie auslöst, wäre man der Abhilfe vielleicht schon ein ganzes Stück näher. Doch viele von denen, mit denen ich gesprochen habe, sagten mir ziemlich übereinstimmend, daß sie keine bestimmten Anlässe erkennen können, wann die PSO denn besonders stark oder auch wieder schwächer wird. Manche können einen Zusammenhang mit Streß feststellen. Wobei Stress nicht gleich Stress ist. Ich unterliege keinem beruflichen Stress (mehr) - mein Stress ist durch "herzafte Schmerzen" bedingt - könnte eine Ursache für die PSO sein. Deren Jucken allerdings verursacht ebenfalls Stress - wenn denn Stress ein Auslöser ist, laufe zumindest ich rasch Gefahr, in eine höchst unangenehme Feedbackschleife zu geraten.

Doch auch, als ich starke Schmerzmedikamente nahm, verschwand die PSO nicht, sie wurde nicht einmal schwächer.

So vermute ich, unabhängig von sicher vorhandenen äußeren Auslösern gibt es bestimmt auch einige Auslöser in uns, in unseren Köpfen, unserem Denken und Fühlen. Glücklich kann man wohl den nennen, der nachvollziehbare Zusammenhänge bei sich feststellt und auf diese Weise die PSO vielleicht in den Griff bekommt.

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Moin moin ;0)

Also ich bin ja eine derjenigen die behaupten der Auslöser ist Stress pur.Habe bereits in irgenteinem Thema mal erwähnt das die Pso bei mir ausgebrochen ist

----- der Vater liegt (mit Endstadium Blasenkrebs) im Alter von 41 im sterben

----- Mutter kappselt sich total ab und ich steh mit der ganzen Sch...alleine da

----- und zwar in einem 6 Wöchigem Einsatz in der Psychatrie Bedburg-Hau

----- und das Herzblatt (frisch verliebt 6 Wochen in Spanien ;0( )

Tja und morgens bin ich irgentwann im Schwesternwohnheim aufgewacht und habe gedacht mich hätte irgentwas gebissen. So wars ...die Pso !!!

Also wenn das nicht klar ist welchen Auslöser es hatte ,weiß ich es nicht :0)

Habe aber gerade in der neuen Pso Aktuell etwas gelesen was ich sehr interessant fand...Z.B nach einem neuen Schub ...ich suche nach einer Erklärung (Stress ??) und bekomme zu hören DU ?? STRESS ?? Wo denn nicht berufstätig ,welchen Stress hast du denn ??

und dort stand folgendes (ich kürz das jetzt mal das ein wenig !! )"Auch ein Experiment bestätigt die ungesunde Neigung von Psoriatikern,den schwarzen Peter eher bei sich als bei anderen zu suchen.In dem Versuch ärgerte man die Versuchsperson indem man sie zu Unrecht kritiserte.Beim Vergleich der Reaktionen der Psoriat. mit jenen von Neurodermit. und Hautgesunden, unterdrücken die Psoriat. ihren Unmut stärker und gaben ihm wenig später weniger deutlich Ausdruck.

Das derartiges Verhalten unmittelbar krankheitsverstärkend wirken und Psoriasis somit eine Folge unterdrückter Wut sein könnte,ist durchaus vorstellbar.

....unterdrückter Ärger führt zu messbaren körperlichen Reaktionen in der haut...Haut wird unnatürlich warm und das begünstigt überschießenden Zellwachstum."diesen Ansatz fand ich sehr interessant.

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@Suzane

diesen Ansatz fand ich sehr interessant.
schreibst Du. Bei wem würdest Du anfangen, ihn zu ärgern, um das auszuprobieren? ;)

Na, ich würd' unseren Hund nehmen - obwohl - die ärgert sich schon selbst oft genug.

Im Ernst: Daß die PSO eine "Folge unterdrückter Wut" sein kann, vermag ich mir vorzustellen. Vielleicht auch unverarbeiteter Schuld - Angst?

Als ich Deine Zeilen eben las, kam mir spontan mein Verhältnis zu meiner Mutter in den Sinn, die in 2000 starb. Es war katastrophal - um es mal zu beschönigen. Allerdings: Warum ich die PSO dann nicht schon zu ihren Lebzeiten bekommen habe, verstehe ich allerdings auch wieder nicht.

Bei dem, was Du da von Dir angedeutet hast - da würd' wohl so mancher krank und kränker werden.

Ich denke mir, was bei dem einen Typ vielleicht in Depression und Selbstmordgedanken mündet, bei wieder jemand anders zum Alkohol oder einer anderen Sucht, und bei noch anderen zu Psychosen oder Neurosen - das macht unsereiner eben mit der PSO ab. Wenn nicht mal wirklich ausschließlich physiologische Ursachen vorliegen. Aber - wer kann das sicher bestimmen?

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Hallo Harald, Ric und Suzane,

da ich mich als leistungsstarken stabilen Typ sehe, der keine ernsthaften Probleme hat und der jeden Tag seines Lebens geniest, scheidet bei mir der Faktos Stress und Sorgen aus. Nichtsdestotzotz finde ich diese Diskussion (und Eure persönlichen Schicksale) sehr interessant. Unterschwellig liest man ja immerzu hier im Forum, dass man seinen Stress bewältigen sollte und damit die Pso verbessern. Das ist sicherlich nicht ganz falsch. Sich über seinen Lebensablauf Gedanken zu machen und da mal Platz für etwas Ruhe und Muße zu schaffen ist sicherlich richtig und der Gesundheit im Allgemeinen ganz bestimmt zuträglich.

Aber was mir schon lange auffällt: Immer wenn die Ärzte nicht mehr weiter wissen oder wenn die Krankheitsymptome an den psychosomalischen Bereich grenzen, dann fällt da das böse Wort vom Stress. Bei Grippe ,Beinbruch und Leukämie spielt das komischerweise keine Rolle.....

Gruß

Wilhelm

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@Suzane

schreibst Du. Bei wem würdest Du anfangen, ihn zu ärgern, um das auszuprobieren?

Nana ...ich bin doch nicht masochistisch veranlagt ;)....bin ja bestimmt nicht ohne ,aber das würde ich keinem an tun

Ich denke mir, was bei dem einen Typ vielleicht in Depression und Selbstmordgedanken mündet, bei wieder jemand anders zum Alkohol oder einer anderen Sucht, und bei noch anderen zu Psychosen oder Neurosen - das macht unsereiner eben mit der PSO ab.

Man könnte also sagen "sei froh ;0)" Puhh, Glück gehabt !

Nein ,mal im Ernst.

Als ich letztes Jahr meinen Rehaantrag gestellt habe (ich sah mal wieder richtig klasse aus :P ) ...fragte mich der nette Sacharbeiter der Krankenkasse " Was machen sie denn eigentlich dagegen ??????"

Sie waren jetzt laut meiner Akten ein 1/2 Jahr nicht mehr beim Arzt.

Habe ihm zur Antwort gegeben "gehen sie zum Doc und lassen sich was gegen Schnupfen verschreiben wenn sie keinen haben ?"

"Ja aber irgenteinen Grund wird das doch haben das es bei Ihnen immer wieder ausbricht" Och nööööö ,diese Frage hör ich ständig ,nicht auch noch von jemanden ,der ein klein wenig Ahnung davon haben sollte !! :mad: --lach, hab ich gedacht nicht gesagt ...vielleicht hätte ich es sagen sollen ,womit wir wieder bei unterdrückter Wut wären ;)

Meine Antwort war folgende " OK ! Dann laß ich mich scheiden ,gebe die Kinder zu Adoption frei und erschieß den Hund...dann hätte ich eine Menge Sorgen weniger (aber dafür wahrscheinlich andere) "

Er war daraufhin platt und sagte nichts mehr ! ;0)

"ich habe nicht mehr und andere Probleme als sie oder jeder andere auch ....der eine bekommt ein Magengeschwür,der eine Depressionen oder einfach nur schlechte Laune ...ich reagiere mit der Haut !"

Damit wären wir wieder bei deiner These Ric .... die ich hiermit voll unterstreiche !

P.s : habe dem Sacharbeiter dieses Mal ein kleines Infoheftchen "Schuppenflechte ,eine Erkrankung verstehen" beigelegt ,griiiins

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Naja, wirklich froh - nee, bin ich eigentlich nicht.

Mit meinem Diabetes blüht mir dennoch der Infarkt und es gibt verdollt wenig, was man dagegen tun kann. So gibt es gar keine "Alternative" - Haut oder Herz. Letzteres erwischt's bestimmt irgendwann.

Ein Psy..dingsda in der REHA hat gesagt: Die Anlage zur PSO liegt im Körper. Der Anlaß zum Ausbruch findet im Kopf statt.

Was heißt hier "Ausbruch"? Wer fängt sie denn wieder ein? Und warum. Soll sie doch ausbrechen. Ich wär' froh, ich wär' se los. Aber sie denkt ja nicht ans Ausbrechen. Ganz im Geigentiel. Sie schäkert Tag und Nacht mit mir. Tagsüber plagt sie mich am Schwelles. Nachts kriecht sie mir tiefer ins Gebälk. Ich häute mich wie eine Schlange - nur nicht so elegant. Sie verbreitet Staub und Hustenanfälle um mich her, der Staubsauger macht Überstunden und der Luftfilter am PC kriegt jede Woche das Reihern. Sie macht mich kratzen wie uns're Hündin, wenn sie 'n Floh hat - und selbst das kann ich nicht so elegant, wie sie. So mit der Hinterpfote am Bauch rumwedeln, daß es staubt. Nur ein Versuch - der endete mit Hämatomen. Oder hinterm Ohr. Nix da, es geht nur konventionell. Und am besten, wenn niemand hinsieht. Am Arm geht das ja noch. Aber - eben - da wird's dann albern. Und denn mußte behutsam kratzen. Läßte Deiner Kratze freien Lauf, gehen alle Mitreisenden auffällig auffallend auf Abstand. Weil: 's staubt.

Na denn brich doch endlich aus.

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Hallo,

habe hier schon mehrfach erzählt, dass ich die Pso habe seit ich ca. 2 1/2 Jahre alt war. Kann also nicht unbedingt am Stress liegen bei mir, oder ? :confused:

Aber egal, ich habe dieses Jahr ca. 8 Monate in die Planung einer etwas größeren Feier investiert, meiner Pso gings dabei super gut, trotz "mentalem Stress". Die Feier ist gewesen, alles war super, und 2 Tage später habe ich einen wahnsinns Schub bekommen, wie schon seit Jahren nicht mehr. Brauch ich vielleicht Stress??? :confused:

Vielleicht sollte ich mir noch 8 Kinder und 5 Hunde anschaffen, anscheinend würde meine Pso dann weggehen ;)

HG

Inka

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@Siegfried,

es müßte sich ja so manches "psositiv" auswirken. Bei dem einen tut's, bei anderen wieder nicht. Darum liegt wohl die Vermutung nahe, daß psychosomatische bzw. psychische Ursachen eigentlich des "Pudels Kern" sind. Bei einem Infekt hilft ein Antibiotikum. Bei den meisten Menschen. Ebenso ist es mit vielen anderen Krankheiten. Bestimmte Mittel helfen sehr vielen. Bei der PSO dagegen hab' ich nach wie vor den Eindruck, die Mediziner stochern im Nebel herum. Scheint etwas greifbar und funktionabel, kippt die ganze Chause plötzlich wieder um. Auf ein neues.

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@Alte Hexe

Vielleicht sollte ich mir noch 8 Kinder und 5 Hunde anschaffen,

Na denn man ran ;) Wenn's Deiner PSO dann doch nicht hilft, dann doch wenigstens diesem unseren Lande...

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Hallo,

habe hier schon mehrfach erzählt, dass ich die Pso habe seit ich ca. 2 1/2 Jahre alt war. Kann also nicht unbedingt am Stress liegen bei mir, oder ? :confused:

Aber egal, ich habe dieses Jahr ca. 8 Monate in die Planung einer etwas größeren Feier investiert, meiner Pso gings dabei super gut, trotz "mentalem Stress". Die Feier ist gewesen, alles war super, und 2 Tage später habe ich einen wahnsinns Schub bekommen, wie schon seit Jahren nicht mehr. Brauch ich vielleicht Stress??? :confused:

Vielleicht sollte ich mir noch 8 Kinder und 5 Hunde anschaffen, anscheinend würde meine Pso dann weggehen :P

HG

Inka

Also ich stelle bei mir auch immer wieder fest, dass die Pso "verspätet" auf Stress reagiert. Auch erst dann, wenn er vorbei ist.Wobei bei mir Kummer/Sorgen eher für einen Schub sorgen als Stress.

Und bekommen hab ich sie als ich 25 Jahre alt war und es mir supergut ging.

Das Einzige was "damals" war, war eine Malariaprophylaxe wegen eines Afrikaurlaubs. Und das hab ich schon mal gelesen, dass dies ein Auslöser sein könnte.

Ich bin es schon lange leid,nachzuforschen,nachzufragen, zu grübeln.Die Haut macht sowieso was sie will.

Ich warte hier auf DAS Posting...(die eierlegende Wollmilchsau)

8 Kinder, das kriegst du zeitlich zum Glück nicht mehr hin.(Oder wer weiß?)

Ich überleg mir jetzt grad, ob ich die Pso gegen 8 Kinder eintauschen wollte...;)

@ ric

dein Bild, das ist irgendwie gruselig.

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Hallo zusammen

Sagt man nicht : Die haut ist das fenster der seele ??

Also bei mir trifft das voll zu , ok erbgut ist auch dabei (meine mama hatte pso)

Mit 8 jahren erfahren , stiefvater nicht mein vater , dann ab zu richtigen vater , da meine mutter krank wurde und mich nicht mehr versorgen konnte ( ein jahr später ist dann verstorben leider ). In dieser familie gab es dann mein , dein und unser kind toll . Stiefmutter war wie im märchen . Und was kam war die pso volle kanne , nur hände und gesicht waren frei . Als ich meine lehre fertig hatte , machte ich das ich land gewann . Kurz darauf lernte ich meinen exmann kennen , und siehe da , manche behandlungen schlugen endlich an , ok nie auf dauer , aber das kennen wir ja . Stelle heute immer noch fest , wenn ich seelischen stress habe , klatscht meine pso beifall , mehr oder weniger halt . Als ich schwanger war , 2 mal , ging es mir auch super . Klar ist also nicht nur die seele ist ein auslöser , auch andere faktoren , aber sie nimmt bei mir eine wichtige stellung ein .

L.G. Andrea

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@Andrea,

Sagt man nicht : Die haut ist das fenster der seele

Nee, ich glaube, es heißt: Das Auge ist das Fenster der Seele. Aber das ist ja auch ziemlich wurscht.

Wer in meiner Familie der/die Rüpel(ine) war, der/dem ich die PSO genetisch zu verdanken habe, ist nicht klar. Bekannt ist weder von väterlicher noch von mütterlicher Seite irgendwas über Hautprobleme. Mein Onkels, Tanten, Cousins und Cousinen haben damit auch nix am Hut, weder hier in good old germany, noch die überm Teich. Wer meiner Vorfahren auch immer die Gene getragen hat, muß sie gut verborgen haben.

Was mich interessiert: Ist die PSO eigentlich eine Erkrankung, die es schon lange gibt - also in dem Ausmaß, in dem es sie heute zu geben scheint - oder verführen einen nur die reichhaltigeren Informationen zu der Annahme, es könnte so sein. Angeblich soll ja schon ein Mann im Alten Testament - Hiob - mit einer Art Schuppenflechte geplagt gewesen sein.

Wenn die PSO erst in den letzten zehn oder fuffzehn Jahren so verstärkt aufträte, könnte man ja vermuten, es liegt beispielsweise an Ernährung (wie beim Diabetes), oder an anderen Folgen unserer Lebensweise.

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Tach,

bei mir wars der Großvater mütterlicher Seite.

Die Großelter hatten sechs Kinder, vier Söhne und zwei Töchter.

Die Jungs sind alle aus dem Krieg nicht mehr nach Hause gekommen, gefallen! Ob sie Pso bekommen hätten, lässt sich nicht sagen, zu Lebzeiten hatten sie keine!

Die Töchter (Tante und ..) hatten keine Pso. Meine Tante ist glückliche 83 geworden.

Ich, das Produkt einer lauschigen nachkriegs Sommernacht, habe (hatte) noch fünf (Halb)geschwister. Insgesamt waren wir drei Jungens und drei Mädchen. Ich, der Letzte in dieser Reihe, habe trotz "anderen" Vater als einziger bei der Verteilung der Pso wohl ganz laut "HIER" gerufen!? Auf Seiten meines Vaters ist keine Pso bekannt - dokumentiert.

Mein Frauchen und ich haben drei Söhne auf diese Welt gebracht, der jüngste ist 27, der älteste etwas über 32. Keiner von ihnen hat bis jetzt Pso.;)

So ~ 1975 sagte man mir in der Uni Haut, die Verteilung auf die Nachkommen wäre so ~ 60:40 (Jungen:Mädchen), ob das immer noch gilt, ??.

Gruß

Siegfried

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@Siegfried,

ch, der Letzte in dieser Reihe, habe trotz "anderen" Vater als einziger bei der Verteilung der Pso wohl ganz laut "HIER" gerufen!

Was lernt man daraus? Wie Dieter Nuhr kürzlich formulierte - "...einfach mal die Fresse halten ..." ;)

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Was mich nervt ist, dass das erste was ich IMMER gefragt werden, wenn ich wieder aussehe wie ein Streuselkuchen: "Hast Du stress?" oder "Bist du traurig?"

Es wird immer sofort alles gleich auf die Psyche geschoben und das nervt!

Auch mein Dermatologe kommt immer damit und mit so Sprüchen wie: "Nicht mehr soviel Stress!!"

jaja...

klar.

Ich persönlich glaube nicht, dass man undbedingt immer alles auf die Psyche abschieben kann und muss.

Während meiner Ehe, war es teilweise stressiger als jetzt, als Alleinerziehende. Und trotzdem gabs dort Phasen wo ich länger beschwerdefrei war.

Also...

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[quote name=ric;5333538Was mich interessiert: Ist die PSO eigentlich eine Erkrankung' date=' die es schon lange gibt - also in dem Ausmaß, in dem es sie heute zu geben scheint - oder verführen einen nur die reichhaltigeren Informationen zu der Annahme, es könnte so sein. Angeblich soll ja schon ein Mann im Alten Testament - Hiob - mit einer Art Schuppenflechte geplagt gewesen sein.

Wenn die PSO erst in den letzten zehn oder fuffzehn Jahren so verstärkt aufträte, könnte man ja vermuten, es liegt beispielsweise an Ernährung (wie beim Diabetes), oder an anderen Folgen unserer Lebensweise.[/quote]

@Ric

Es gibt auf irgent einer Pso Seite eine interessante geschichtliche Erklärung bezüglich der PSO .Und zwar geht man davon aus, das früher häufig fälschlicherweise Lepra mit Psoriasis verwechselt worden ist. Kein Witz !!!!;)

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Hallo zusammen,

möchte auch kurz mal meine Geschichte erzählen

Ich hab mit ca. 3 Jahren das erste Mal die Pso bekommen auf dem Kopf und das ziemlich stark....

wir haben alle möglichen Mittelchen durchprobiert die es in der ehem.DDR gab ;)

meine Mama hat fast die Krise bekomm mit mir... :P

und meine Hautärztin damals wusste nicht mal so recht, was ich überhaupt habe...

Es zog sich so dahin...es wurden auch immer gefragt Pso in der Familie???... Nein das hat bei uns niemand.....

naja nun weiß ich doch das ich es vererbt bekomm hab,(bin ein Adoptivkind) der Opa von meiner richtigen Mutter hatte die Pso am ganzen Körper...

Meine richtiger Mutter hat es "nur" wenn sie viel Ärger hat, und dann auch "nur" an den Ellenbogen aber

seit Jahren wie sie sagt super im Griff....

Bei mir ging es auch wieder weg bis auf den Kopf aber das war net so wild....

Richtig losgegangen ist es erst wieder als ich mit Lehre angefangen hab....

zu der Zeit habe ich auch eine Essstörung gehabt, weiß nicht ob das der erneute Auslöser dafür war?...

Naja und jetzt hab ich es seit fast 10 Jahren durchgehen mal mehr, mal weniger....

Im Feb. 2005 bin ich fast durchgedreht.... überall nur noch dieser Scheiss...

nichts hat geholfen...

seit der Geburt meiner Süssen,hab ich das auch noch an den Beinen bekommen...

Hab dann mal bissi im Internet geschaut und bin auf diese Seite gestoßen...

Da ging es endlich wieder bergauf.... hab alles mögliche versucht und war den ersten Sommer beschwerdefrei

Naja jetzt ist es leider wieder so das ich verrückt werden könnt...

Ich blüh grrrrrrr :mad: Termin bei meiner Ärztin naja nächstes Jahr

Vielleicht ist es mein erhöhter Schokoladenbedarf im Moment

oder es zeigt sich jetzt der Stress und Ärger des letzen halben Jahr....

ich weiss es nicht..

Werden mal sehen wie des weiter geht und

ich werd auch weiter probieren und hoffen das es besser wird :)

LG Sweety

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      Begleiterkrankungen (Komorbiditäten)
      Dr. Marc Alexander Radtke bezeichnet die Psoriasis als „Gatekeeper“ (Türhüter) für weitere Krankheiten. Selbst bei leichteren Formen seien Unterschiede im Immunsystem gefunden worden. Es gelte, Begleit-Erkrankungen früh zu erkennen und gezielt zu behandeln. Vor allem bei der Psoriasis arthritis gebe es nur ein kurzes Zeitfenster für Diagnose und Behandlung. Schon nach zwei bis vier Jahren entwickele ein bedeutender Teil der Patienten Schädigungen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten.
      Psoriatiker benötigten eine lebenslange Betreuung, um Komorbiditäten kontrollieren zu können. Sie sollten sich alle 12 Monate (bei schwerer Pso alle 6 Monate) auf eine Fettstoffwechsel-Störung (Lipid-Stoffwechsel-Störung = Dyslipidämie) untersuchen lassen. Außerdem regelmäßig nach Blut-Hochdruck (arterielle Hypertonie), Adipositas und Diabetes.
      Stress und Depression
      Professor Kai G. Kahl erklärte, dass bei der Depression fast die gleichen Begleit-Erkrankungen auftreten wie bei der Psoriasis. Er erklärte das neurobiologisch: Psoriatiker seien oft eingeschränkt bei den Aktivitäten des täglichen Lebens wie auch in ihren sozialen Beziehungen. Sie nähmen ihre Krankheit besorgt wahr und hätten Angst vor dem nächsten Schub. Das beeinflusse Psyche und Persönlichkeit und mache Stress. Wird der chronisch, ist das Gehirn nicht mehr in der Lage, die nötige Energie (Glukose) selbst aufzubringen und greift in den Insulin-Haushalt ein. Das wiederum fördert die Neigung zu kohlenhydrat- und fettreicher Ernährung, Alkohol- und Nikotin. Stress aktiviere die gleichen Botenstoffe, wie eine Entzündung und könne damit auf Dauer eine Depression auslösen. Bei den Hautkranken mit Depression, Ängsten und Selbstmordgefährdung stehen die Psoriatiker weit vorne.
      Aber auch die Entzündung der Psoriasis könne zur Depression führen – unabhängig vom Stress. Entsprechende Bio-Marker seien im Gehirn nachweisbar. Deshalb sei es denkbar, so Professor Kahl, dass die Therapie der Psoriasis ebenfalls eine Depression verbessere.
      Psychotherapeutisch biete sich, neben Medikamenten, eine Therapie des Akzeptierens und das Engagierens (Acceptance-and-commitment-treatment) an: „Du hast zwar eine Psoriasis, aber was hält dich davon ab, das zu machen, was du willst?“. Es gehe darum, die Menschen zu befähigen, trotz der Krankheit ihren eigenen Lebenssinn zu finden, d.h. gesund und zielgerichtet zu leben.
      Mythen über Medikamente
      Es müsse genau hingeschaut werden, so Professor Reich, ob ein Medikament gegen eine andere Krankheit die Psoriasis triggert. Genauso wenig wie Spinat besonders viel Eisen enthält, genauso wenig würden Beta-Blocker generell eine Psoriasis verursachen oder verschlimmern. Zwar wisse man das schon seit einigen Jahren, aber selbst in den aktuellen Psoriasis-Leitlinien würde das noch so behauptet. Tatsächlich aber würden Beta-Blocker eine Psoriasis nur in einzelnen Fällen verschlechtern.
      Bei Lithium, oft zur Behandlung von psychisch Kranken eingesetzt, sei es sehr zweifelhaft, ob es eine Psoriasis auslöst oder antreibt. Während der Wirkstoff Chloroquin, der gegen Malaria eingesetzt wird, deutlich auf die Psoriasis wirke.
      Fumaderm-Therapien langfristig ausgewertet
      Mediziner der Universitätsklinik Bochum hatten die Akten von 879 Patienten ausgewertet, die seit 12 Jahren mit Fumarsäureester (FSE) behandelt wurden. Das, so Dr. Heinrich Dickel, sei die erste Langzeit-Untersuchung, die länger als drei Jahre umfasst. Einige Patienten seien zusätzlich mit MTX oder UV-Licht behandelt worden. FSE habe über diese Zeit nicht an Wirkung verloren, unabhängig von der jeweiligen Psoriasis-Form. Wenn FSE abgesetzt und dann wieder eingesetzt wurde, wirkte es genau so gut wie vorher. Denn anders, als z.B. bei den Biologika, würden keine Anti-Körper gebildet. Über diesen langen Zeitraum hätte es keine schweren (so genannte „oppurtunischen“) Infektionen gegeben. Deshalb bestätigte Dr. Dickel dem Fumarsäure-Gemisch „ein gutes Sicherheitsprofil“.
      Die aktuellen Meldungen über den Wirkstoff Dimethyl-Fumarat, der in Fumaderm® enthalten ist, wurden auf der Tagung nicht problematisiert. Auf Nachfrage bemerkte Professor Altmeyer, ein PML-Risiko gebe es schließlich für alle immunsuppressiven Wirkstoffe, vor allem bei MS-Medikamenten. Durch regelmäßige Blutkontrollen könne das aber ausgeschlossen werden.
      Psoriasis als Berufskrankheit
      Professorin Vera Mahler berichtete, dass es zwischen 1995 und 2010 in Deutschland 130 Fälle gab, in denen Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt wurde. Sechs Betroffene davon wurden wegen ihrer Berufsunfähigkeit als „rentenberechtigt“ eingestuft.
      Zwar sei Psoriasis genetisch bedingt, aber unter bestimmten Bedingungen könne sie als Berufskrankheit gelten. Zum Beispiel, wenn sie erstmals durch berufliche Einwirkungen am Arbeitsplatz ausbricht; aber auch, wenn sie sich beruflich bedingt verschlimmert oder deutlich verändert. Wer das an sich beobachtet, solle das unbedingt der Hautärztin berichten und dokumentieren lassen.
      Grundlage ist die Berufskrankheiten-Verordnung, eine Liste der offiziell anerkannten Berufskrankheiten. Die jeweils aktuelle Version findet sich auf der Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Psoriasis wäre nach Ziffer 5101 zu überprüfen. Ein wesentlicher Hinweis ist, dass sie sich in der „arbeitsfreien Zeit“ deutlich bessere. Wirklichkeitsfremd sei, so Prof. Mahler, dass dem eine sechswöchige, durchgehende Arbeitspause zugrunde gelegt werde. Das geht heutzutage eigentlich nur durch Krankschreibung.
      Berufsbedingt entstehe eine Psoriasis an „Kontaktstellen“,meist an den Händen (Köbner-Effekt). Typisch sei die „ekzematisierte Psoriasis“. Eine Berufskrankheit werde auch dann anerkannt werden, wenn die Arbeit lediglich eine wesentliche Teil-Ursache sei. Die Krankheit schütze nicht vor einer beruflich erworbenen Kontakt-Allergie. Es dauere bei Psoriatikern nur manchmal etwas länger, bis die ausbreche.
      Neue Medikamente
      Apremilast (Otezla)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Aprimelast geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Apremilast sei für Patienten, die nicht auf TNF-Alpha-Blocker ansprechen oder sie nicht benutzen wollen bzw. können („Second-Line Medikament“), so Professor Mrowietz. Die Wirkung sei schwächer, als die des neuen IL-17a-Bloker Secukinimab (Cosentyx®) und würde über ein Jahr nachlassen. Vor allem die Magen-Darm-Probleme würden sich im Laufe der Therapie verbessern. Gewichtsverluste, auf die der Hersteller hinweist, seien bei nur 6 Prozent der Patienten beobachtet worden. Generell hätte es im Beobachtungszeitraum von fünf Jahren keinen Abbruch wegen der Nebenwirkungen gegeben.
      Dr. Michael Sebastian berichtete über deutliche Verbesserung der Nagel-, Kopf und Palmoplantaris-Psoriasis. Einige Patienten hätten auf Apremilast extrem gut angesprochen, andere nicht („Non-Responser“). Der Wirkstoff sei eine zusätzliche Chance für an sich „aus-therapierte“ Patienten. Eine regelmäßige Blutbild-Kontrolle sei nicht nötig.
      Secukinumab (Cosentyx)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Secukinumab geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Das Biologikum, so Professor Reich, zeige erst nach 16 Wochen seine volle Wirksamkeit. Es scheine auch die Psoriasis arthritis sehr gut zu beeinflussen. Wenn die Behandlung unterbrochen wird, wirke es bei Wiederaufnahme genau so gut wie vorher. Im Gegensatz zu anderen Biologika werden bei Secukinumab kaum Anti-Körper gebildet.
      Es gebe keine Sicherheitsbedenken, so Professor Mrowietz. Aber es könnte sich die Zahl der Leukozyten verringern, so dass eine Neutropenie möglich ist. Bei manchen Patienten hätten sich die Schleimhäute mit dem Hefepilz Candida infiziert. Genau zu beobachten sei, ob Patienten unter dieser IL-17a-Therapie später einen Morbus Crohn (MC) entwickeln. Professor Ulrich Amon schließt Secukinumab für MC-Patienten aus.
      Biosimilars
      Es sei kein Problem, vom Original-Biologikum Infliximab (Remicade®) auf das Biosimilar zu wechseln. Dr. Sandra Philipp berichtete, dass bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis über ein Jahr lang keine signifikanten Unterschiede festgestellt wurden. Beide angebotenen Präparate (Remsima®, Inflectra®) sind identisch und werden vom gleichen Produzenten geliefert.
      Bestrahlungstherapie
      Die angekündigten Studien zum sichtbaren Licht (Dermodyne) parallel in verschiedenen Behandlungszentren kommt erst einmal nicht zustande. Es war vorgesehen, die Blaulicht-Therapie bei Neurodermitis-Patienten zu vergleichen mit einer äußerlichen Behandlung (erst Kortison, dann Tacrolimus). Die positiven Erfahrungsberichte sollten wissenschaftlich untermauert werden.
      Aus unterschiedlichen Gründen haben aber fast alle Therapiezentren, die sich daran beteiligen wollten, die Geräte nicht installiert oder nicht in Betrieb genommen. Lediglich in Wien bei Professor Adrian Tanew und in Mainz bei Dr. Detlef Becker wird das Verfahren angewendet. Die geplante Studie wurde von deren Universitätsgremien als „Arzneimittel-Studie“ eingeordnet. Die damit verbundenen Anforderungen und Kosten sind aber für die beiden Zentren zu hoch.
      Professor Tanew ist davon überzeugt, dass die Therapie mit Blaulicht wirkt, wenn auch langsam. Er könne sich aber nicht erklären, weshalb sie funktioniert. In Wien werde es jetzt nur eine einfache Studie mit Blaulicht geben.
      Hautkrebs
      Empört reagierten viele Referenten auf den Vorwurf des TV-Magazins „Kontraste“, Hautkrebs-Screening sei nutzlos und teuer. Die Früherkennung führe nicht dazu, dass sich die Zahl der Todesfälle verringert. Stattdessen würden mehr Hautkrebs-Diagnosen gestellt, obgleich unklar sei, wie viele davon tatsächlich gefährlich werden würden.
      Auch die Hammerwerferin Betty Heidler lässt sich auf Hautkrebs untersuchen Der Pressesprecher des Berufsverbandes BVDD, Dr. Ralph von Kiedrowski, meinte, die Sterblichkeit sei tatsächlich genau so hoch wie vor Einführung der Früherkennung. Allerdings verdoppele sich die Erkrankungsrate bei Hautkrebs alle zehn Jahre. Das läge auch daran, dass die Bevölkerung immer älter würde. Freya Trautmann (Uniklinik Dresden) hat ermittelt, dass Screening Teilnehmer länger überleben. Die Ursache sei aber vermutlich nicht eine frühere Diagnose bzw. frühzeitige Behandlung, sondern die Veränderung des Lebensstils. Patienten, die zum Screening gehen, verhalten sich wahrscheinlich inbezug auf die Hautkrebs-Gefahr bewusster.
      Andere Experten gestehen dagegen ein, dass die Datenlage „miserabel“ sei. Selbst die Meldequoten seien je nach Region und Tumortyp unterschiedlich. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin fordert einen „klaren Nutzennachweis“. Bis dahin sollte die Bevölkerung nicht ermuntert werden, zum Haut-Screening zu gehen.
      Tipps
      Bei Kopf-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich zwei Nächte lang eine Kappe mit Eucerin 5 % - Shampoo + Creme (Kortison oder kombiniert mit Calcipotriol). Salicyl sei nicht für alle Patientengruppen geeignet, alkoholische Tinkturen würden austrocknen, Daivobet Gel sei schwer auszuwaschen und Clarelux-Schaum würde spannen. Bei manchen Psoriasis-Formen sind die Stellen feucht und damit schwer einzucremen. Prof. Reich empfiehlt, sie kurz mit dem Fön zu trocknen. Bei Nagel-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich eine Kombinationsbehandlung: erst Onypso-Lösung (Harnstoff) auftragen, nach kurzer Wartezeit Clobegalen®-Lösung (Kortison) und danach Daivobet Gel (Kortison + Calcipotriol) – alles luftdicht über Nacht einwirken lassen. Wer es schafft, 5 kg abzunehmen, könne seinen Therapie-Erfolg verdoppeln, so Prof. Augustin mit Hinweis auf eine italienische Studie. Bei Abnehmer-Programmen ohne Begleitung (Coaching) würden die meisten nach einer Zeit in alte Verhaltensweisen zurückfallen, so Dr. Sascha Gerdes. In Deutschland hätten diejenigen Psoriasis-Patienten die besten Erfolge, so Prof. Mrowietz, die ihre Therapie ausführlich mit der Ärztin bzw. dem Praxispersonal besprochen hätten. Ob ein Wirkstoff für einen konkreten Psoriasis-Patienten tatsächlich geeignet ist, sollte frühesten sechs Monate nach Therapie-Beginn entschieden werden. Spätestens nach 4 bis 6 Wochen aber sollte das Präparat sichtbar ansprechen, so Dr. Andreas Körber. Produkte
      Wer versuchen will, ob seine Krankenkasse das Bestrahlungsgerät BlueControl bezahlen würde, kann selbst oder über den behandelnden Arzt Antragsunterlagen bei Hönle anfordern. Parallel dazu bietet die Firma eine dreimonatige Testphase an. Wer das Gerät danach kauft, bekommt die Miete beim Preis angerechnet. Präparate mit sulfoniertem Öl aus schwefelreichem Schiefer werden oft mit teerhaltigen gleichgestellt. Sie haben aber, so der Hersteller Ichthyol Gesellschaft, andere Eigenschaften und weniger Nebenwirkungen. Die Ichthyol Gesellschaft stellte ihre seit langen Jahren bekannten Präparate in modernem Design vor. Das Crino Cordes® N Shampoo wird nicht vor Herbst 2015 lieferbar sein. Auf der Tagung war außerdem Bionatar vertreten, das von Psoriasis-Netz-Nutzern getestet wurde. Die Creme letiSR ist eigentlich für Rosazea entwickelt, eignet sich aber für alle, die Rötungen im Gesicht haben. Die Haut wird leicht getönt, was streifenfrei aufzutragen und vor allem sehr unauffällig ist. Tarmed®, das teerhaltige Shampoo, wird noch vor dem Sommer 2015 auf dem deutschen Markt kommen, hieß es am Firmenstand von GSK. Dann darf dieses Fertigpräparat wieder verschrieben werden. Man kann sich das Shampoo aber auch als Rezeptur verschreiben lassen. Leo wird Daivobet-Gel ab Herbst 2015 in einer völlig anderen "Applikation" anbieten. Details wurden nicht genannt, aber wir vermuten eine Flasche mit Spender. Damit wäre (nicht nur) unsere jahrelang geäußerten Kritik endlich erfolgreich: Die Plastikflasche ist viel zu steif, um das Gel herauszudrücken – besonders bei Gelenkproblemen. Die Öffnung ist viel zu scharfkantig, weil man sie selbst aufschneiden muss. Fumaderm ist in Tübingen relativ erfolgreich gegen krankhaften Haarausfall eingesetzt worden, so Dr. Katharina Meier.
    • Helferlein
      By Helferlein
      Die Broschüre klärt darüber auf, wie Psoriasis und Stress zusammenhängen. Sie will dabei helfen, Stress zu erkennen, ihn zu vermeiden bzw. zu bewältigen. Generell wird geraten, aktiv mit der eigenen Krankheit umzugehen.
      Es wird u.a. auf das Psoriasis-Netz als weitere Informationsmöglichkeit hingewiesen, nicht aber auf die Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft (PSOAG).
    • Redaktion
      By Redaktion
      Heike W. hat erfahren, dass ihre Psoriasis pustulosa zuverlässig auf Stress reagiert – egal, ob es positiver oder negativer Stress ist. Ihre Psoriasis-Stellen verhalten sich heute ruhig, doch sie lebt mit dem Wissen, dass alles jederzeit wiederkommen kann. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen.
      Ich war bereits 31 Jahre alt, als mittels einer Biopsie Psoriasis diagnostiziert wurde. Ich hatte noch nie zuvor Symptome. Eine Erbfolge diesbezüglich ist in meiner Familie nicht bekannt.
      Die Krankheit äußerte sich darin, dass ich unsäglich juckende, stark nässende und dann schwer schuppende "Ausschläge" mit tiefen Furchen auf beiden Handflächen und teilweise Fußsohlen hatte. Dass es sich bei dieser Form um Pustulosa handelt, habe ich mir irgendwann selbst zusammen gereimt.
      Ich wurde jahrelang mit Cortison- und Harnstoffsalben behandelt und trug teilweise am Tage Baumwollhandschuhe. Viele ekelten sich davor, dass ich sie anfassen und anstecken könnte. Die Handflächen rissen bei jeder schwererern Belastung auf und bluteten sofort. Hausarbeit wurde zur Tortur.
      Paradoxerweise sind meine linken Gliedmaßen sehr viel schwerer betroffen als die rechten, obwohl ich Rechtshänderin bin. Ein Umstand, auf den sich meine Ärzte nie einen Reim machen konnten.
      Nach Jahren der Behandlung klang allmählich das Schlimmste ab. Totes-Meer-Salz und Eigenurin brachten nicht viel, da es die Haut insbesondere der Handflächen eher noch mehr austrocknet als zu lindern. Linderung hab ich nur durch extrem fetthaltige Präparate - über Nacht einwirkend mit Gummihandschuhen - erfahren.
      Und obwohl ich weiß, dass es keine Heilung gibt, verhalten sich meine "prägnanten Stellen" heute ruhig. Das heißt, ich habe immer noch größere Stellen auf dem linken Handteller und an der Innenseite des linken Fußes, die sich auch heute noch schälen und teilweise jucken, obwohl ich nur noch selten Schübe mit böse juckenden, flüssigkeitsgefüllten Pusteln habe.
      Ich weiß, dass es jederzeit wiederkommen kann und lebe mit diesem Wissen. Ich habe auch - grad aus meinen akuten Jahren - die Erfahrung gemacht, dass die Psyche eine riesengroße Rolle spielt. Unabhängig davon, ob es sich bei Stress um positiven wie eine neue Liebe oder um negativen handelt - meine Schuppenflechte hat zuverlässig drauf mit massiver Verschlimmerung reagiert, wenn auch mit einer Nachlaufzeit von 1 bis 2 Wochen.
      Im Lauf der Zeit (heute bin ich 43 Jahre alt) veränderte sich auch meine übrige Haut. Obwohl ich seit Langem keine akute Phase mehr hatte, entwickelt mein Körper auf den Gelenkrückseiten insbesondere der Fingergelenke eine - ich nenne sie - Elefantenhaut. Das sieht in etwa so aus wies klingt. Naja, schau ich mal, was kommt ...
      Heike W. (43)

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