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Hallo Leidensgenossen,
gerne stelle ich mich vor, ich bin (w), 26 Jahre alt und leide seit Dezember 2022 an Dyshidrose/ einem dyshidrotischen Handekzem; ausschließlich an der rechten Hand. Angefangen hat es nach einer Verbrennung des rechten Ringfingers an einer Zigarette und einer Pilzinfektion im Intimbereich. Der Finger schwillte an, wurde heiß und rot und auf dem Handrücken bildeten sich kleine Bläschen. Natürlich gingen die Hautärzte, die ich im folgenden aufsuchte auch von einer Pilzinfektion des Fingers aus und ich sollte Nystalocal anwenden. War eine super Idee!!! Denn aus dem juckenden Finger entstand ein Brandherd von Bläschen die aufplatzen und das Ergebnis 2 Tage später war eine Superinfektion des gesamten Handrückens. Als ich damit wieder zum Hautarzt gegangen bin, kam eine Reaktion, die ihr sicher alle kennt. Ich wurde angewidert angeguckt und mit den Worten; Ach du scheiße was ist das denn? Begrüßt. Es ist ja nicht so, dass ich mir das nicht selber schon gedacht hätte, dass die Scham und die Verzweiflung nicht schon groß genug waren und ich durch die Infektion ja auch Schmerzen hatte. Im Verlauf des Gespräches meinte der Hautarzt auch noch zu mir, er weiß nicht was das ist, woher auch, er könne ja nicht zaubern. (Im Nachhinein muss ich sagen, ich war echt super naiv was unser Gesundheitssystem angeht. Ich hatte vorher nur gute Erfahrungen mit Ärzten gemacht, aber war auch nie ernsthaft krank.)
Er verschrieb mir eine Creme, die sehr teuer war und in der Apotheke angerührt werden musste, bestehend aus: Triamcinolonaceton und Clotrimazol. Natürlich hat das nicht geholfen, es bildeten sich Honiggelbe Krusten. Am 7 Tag ging ich wieder zum Hautarzt er verschrieb mir 50mg Itrasidin und Ciclopirox. Die Reaktion: die Bläschen breiteten sich immer weiter nun war auch der Fingerzwischenraum zur Handinnenfläche betroffen. Am 9. Tag (es war am 23.12 ;-)) war ich dann beim Kassenärztlichen Notdienst, ich wusste es handelt sich um eine Infektion und das das anders behandelt werden muss. Beim Kassenärztlichen Notdienst im Krankenhaus wurde mir dann endlich ein Antibiotikum (Cefaclor Aristo 500mg) und Rivanol-Umschläge verschrieben. Was natürlich nichts an den Bläschen änderte, diese breiteten sich zur Handinnenfläche aus, verursachten starke Schwellungen heftigen Druckschmerz und bekam sensitive Störungen in den Fingerbeeren, ich konnte keinen vollständigen Faustschluss mehr ausführen. Nach dem die honiggelbe. krusten sich von meinem Handrücken lösten war diese nur noch Pergamenthaut, sie war hauchdünn mit roter bis blaulila Färbung, die Handinnenfläche nun voller Bläschen. Bei meinem nächsten Besuch in der Hautarztpraxis: Ratlosigkeit, es wurde der Chef/Oberarzt geholt. Er sagte mir folgenden: Das bei Ihnen ist wirklich seltsam. Ich bestand darauf in die Uniklinik überwiesen zu werden. Dort endlich Klarheit, Diagnose: Cheiropompholyx. Ich bekam: Clindamycin, Tannolact Bäder für die Hände, Diprogenta sollte ich weiter nehmen abends nahm ich Karison.
Nach einer Woche sollte ich wiederkommen. Es stellte sich ein gleicher Verlauf ein, Bläschen platzten oder trockneten aus, Krusten bildeten sich und fielen ab.
Ein großer Fehler war, dass ich keine Pflegecreme hatte und somit kam das Ekzem beim Ausschleichen der Kortisoncreme zurück. Ich durfte nicht zurück zur Uniklinik, das wurde mir gesagt, wenn es zurückkommt soll ich nicht wieder kommen sondern einen Hautarzt aufsuchen. Es waren nur vereinzelt kleine Bläschen auf dem Finger, mit dem alles begann. Ich brachte alle Unterlagen aus der Uniklinik mit zu besagtem Hautarzt. Ich bekam Advantan verschrieben und sollte die Creme 2x Täglich verwenden. Die Bläschen gingen zurück, wenn auch nicht vollständig. Nach zwei Wochen, also zu dem Zeitpunkt, an dem ich das hier schreibe vor ein paar Tagen, kamen die Bläschen heftiger zurück. Mein Handrücken und Finger sind wieder relativ voll. Ich nehme jetzt eine Pflegecreme, bei der ich mir nicht sicher bin wie gut sie ist: Eucerin: Atopi Control iwie juckt die. Aber es juckt ja auch so, wenn die Bläschen sich bilden und wenn sie aufplatzen. Heute rief ich bei meinem Hautarzt an, ich muss das doch iwie in den Griff kriegen, das Kortison ohne weiteren Schub auszuschleichen. Da dann der Schock, was mir da heute passiert ist so ekelhaft dreist; Als ich anrief hatte man mich scheinbar komplett vergessen, ich wurde nur gefragt privat oder gesetzlich? Na was wohl. Dann hat man mir gesagt für Kassenpatienten gäbe es keine Termine, als ich sagte es sei aber mit dem Chefarzt abgesprochen das ich wiederkommen soll, wurde mir nicht geglaubt, der mache nur OPs. Ich könnte ab jetzt ja jeden Tag um 8 anrufen und hoffen das Jemand absagt.
Das ist meine Story, bis heute, ich weiß nicht ob das hier jemanden interessiert und ich weiß auch nicht warum ich das schreibe, ich schreibe nie in Foren. Ich habe aber alle Beiträge hier von euch gelesen.
Was mir hilft weiß ich nicht, ich denke am allerehesten helfen mir die Tannolactbäder, man muss das Wasser sehr heiß machen und auch wirklich genug Wirkstoff reinschütten.
Ich freu mich über jede Antwort, weil ich mich doch sehr einsam damit fühle. Ich weiß nicht ob ich mit meinen Informationen jemandem helfen konnte, wahrscheinlich nicht. 😂
Liebe Grüße an euch, ich wünsche euch baldige Genesung und wenige oder besser keine Schübe mehr.