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Hallo, 

ich bin hier neu und bei mir wurde auch erst letzte Woche die Diagnose Psoriasis Athropathie festgestellt. 

Hier mal eine kurze Zusammenfassung:

Vor etwa 2 Monaten schwoll erst der linke Fuß an, ich bekam vom Hausarzt Etoricoxib, Schmerzen spürte ich nicht, nur dieses unangenehme Spannungsgefühl. Etwa 3 Wochen später wurde zuerst der kleine Zeh am rechten Fuß ganz dick und rot, und kurz drauf fing auch der rechte Fuß an dick zu werden. Jetzt fingen auch die Schmerzen beim Auftreten an, trotz Etoricoxib. Ich bekam dann für 5 Tage 20 mg Prednisolon, was aber gar nicht wirkte. 

Ein MRT ergab dann, dass alle Zehen Gelenke und auch alle Sehnen an beiden Füßen entzündet sind. 

Der Rheumatologe, zu dem ich dann ging, äußerste schon nach der ersten Untersuchung den Verdacht auf PsA

Im Rheumazentrum, wo ich dann 2 Tage blieb, wurde sehr viele Untersuchungen und Bluttests gemacht und ich erhielt dann letzte Woche die Bestätigung...

PsA ohne Hautbeteiligung. 

Also, ich hatte noch nie Schuppenflechte gehabt, aber in der Vergangenheit schon öfters mal Gelenkschmerzen. Mal in ein, zwei Finger, mal im Ellenbogen, Anfang des Jahres war auch der rechte kleine vonn heute auf morgen ganz dick und schmerzhaft. Aber alles ging nach ein paar Wochen oder Monaten von alle wieder weg. Ich hatte einiges auch auf meinen Sport geworfen, und dachte, dass ich da vielleicht etwas zuviel gemacht oder ich mich falsch bewegt hätte. 

Aber das waren wahrscheinlich schon die ersten Anzeichen der PsA. 😏

Aktuell habe ich nur Probleme mit den Füßen. Jeder Schritt tut eben weh.

Es ist jeden Morgen das gleiche beim Aufstehen. Der Schmerz ist da, die Zehen etwas steif und unbeweglich. Nach einer kleinen Fußmassage und Rumgewackle und meinen Medikamenten geht es etwas besser. Wenn ich mich tagsüber dann viel bewege, wird es nachmittags, manchmal schon ab mittags noch besser. Gegen Abend ist der Schmerz dann fast weg. 🥳 Aber am nächsten Morgen geht es wieder von vorne los. 🙄

Ich bekomme derzeit folgende Medikamente :

Seit etwa 3 Wochen bekomme ich mittlerweile (wieder) Prednisolon, jetzt noch für weitere 10 Tage, dann ist das weg. 

Etoricoxib als Schmerzmittel. Ohne geht es nicht mehr. Hatte mal versucht, es für 1, 2 Tage wegzulassen. Das war aber gar nicht gut. 

Und seit Montag nun auch MTX (15 mg als PEN) 1x pro Woche 

So nun mal zu meinen Fragen :

1. MTX :

Wie lange dauert es, bis das MTX wirkt? Geht der Schmerz dann ganz weg, werden die Gelenke wieder normal? Meine Zehen sind teilweise schon dick und sehen nicht mehr so aus wie vor 2 Monaten. 

Ich wollte eigentlich ein Biologikum, aber der Arzt meinte, dass man mit MTX anfängt. Kann mir da jemand was zu sagen. Wie eure Erfahrung mit MTX ist/war bzw. ob auf ein Biologikum gewechselt wurde. 

2. Ernährung 

Ich kenne die ganzen Ernährungsempfehlungen bei PsA und habe zum Glück meine Ernährung schon vor 1,5 Jahren umgestellt. Bei mir gibt es in dieser Hinsicht nicht mehr allzu viel anzupassen. Ich esse kaum Fleisch, gerne Fisch und Meeresfrüchte, Gemüse, Salate, Obst, wenig Brot, gerne Haferflocken, Datteln, Joghurt, keinen zusätzlichen Zucker soweit möglich, ich liebe Nüsse jeglicher Art. Alkohol habe ich aber trotzdem getrunken, also mal einen Aperol oder ein Gläschen Rosé (den lasse ich aber jetzt wegen der Medikamente auch weg) 

Aber dennoch ist die PsA ausgebrochen. 

Wie steht ihr also der Ernährung gegenüber?  Habt ihr nach der Diagnose was umgestellt? Hat es geholfen? 

Ich weiß nicht so recht, was ich da noch umstellen könnte. 

3. Bewegung / Sport

Der Arzt meinte, viel Bewegung ist gut. 

Ich spiele sehr viel Golf und mache ein bisschen Fitness. Das hilft sicher schon sehr gut. 

Aber gibt es spezielle sportliche Aktivitäten, die noch helfen könnten? 

Was macht ihr gegen die Gelenkschmerzen? 

Oder sind Physiotherapie oder Massagen zusätzlich hilfreich?

Vielleicht Wassergymnastik? 

Ich freue mich über jeden Tipp, wie man diesen Scheiß stoppen kann. 

Hervorgehobene Antworten

  • Ersteller

Hallo Kirsten, 

das weiß ich doch, dass das MTX mindestens 4-8 Wochen braucht. 

Mein Problem ist gerade, die Reduzierung des Kortisons (aktuell 5 mg). Aber ich kann heute um 12 Uhr noch einmal mit einem Arzt sprechen, ob ich das nicht wieder erhöhen sollte. Bei 15 mg ging es mir "am besten", am Ende der Woche mit nur 10 mg fingen ganz leichte Schwellungen wieder an und seit es nur noch 5 mg sind (seit 5 Tagen) wird es von Tag zu Tag schlimmer. 

Daher auch das Gespräch mit dem Arzt schon heute, ich will nicht mehr bis morgen abwarten. 

LG Sylvia 

Hallo Sylvia,

bei mir ging es zum damaligen Zeitpunkt um geschwollene Finger sowie Fingergelenke, die Ergüsse mit massiver Synovialitis gezeigt haben. Auch bei mir war ein Cortisonstoß erst nach 5-6 Tagen wirksam, ab 15 mg/ 20mg Prednisolon. Darunter bildeten sich die Gelenkergüsse schnell und dauerhaft zurück, nur die Sehnenentzündungen blieben weiter bestehen  (zunächst minimal schmerzhaft bei unter 10mg, aber nach Ergotherapie-Übungen ab Juli 2024 wurde ich wochenlang durchgehend von heftigen Beschwerden geplagt)

MTX wurde nach 12 Wochen wegen Wirkungslosigeit(?) abgesetzt, zeitgleich mit dem Cortison, das ich genauso lang  hatte. 

Es ist aber möglich, dass die Gelenke selbst auf das MTX doch angesprochen haben. Dort sind die Ergüsse immerhin nicht wieder aufgeflammt.

Da ich beides parallel genommen habe, kann ich die Veränderung nicht ganz präzise zuordnen. Kommt wohl darauf an, welche Strukturen für die Hauptbeschwerden verantwortlich sind. Bei meiner Daktylitis/ Enthesitis kam es in wenigen Monaten zu Fehlstellungen der Hand, die dann wiederum das Schmerzgeschehen (mittlerweile nur noch minimal entzündlich bedingt), befeuert haben.

Ich habe mich nun 1,5 Jahre später im Rheumazentrum Sendenhorst einer OP unterzogen. Erst jetzt, als neben anderen Maßnahmen auch das Ringband gespalten wurde, profitiere ich von gezielten Lockerungs-und Dehnungsübungen...und einer nächtlichen Quengelschiene. Das war vor einem Jahr undenkbar, da wurden durch Bewegung Schmerzen immens verstärkt.

Mein persönliches Fazit zum Cortison: Ich würde es über Wochen/ bis zu 3 Monate als Überbrückung nehmen, bis die Basis wirkt, wenn ich damit die Schmerzmittelgabe minimieren kann. Mein Doc hatte mir während der Reduktionsphase auch eine zeitweise Erhöhung erlaubt, falls sich die Beschwerden nicht beherrschen lassen. Von dieser relativ kurzen Zeit habe ich keine Schäden davongetragen.

Ich wünsche dir, dass du deinen Weg im Umgang mit der PSA findest. Ich habe auch keine Psoriasis, weshalb die Diagnostik sehr verzögert erfolgte.

LG

Kirsten

 

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