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Ganze Stadt ohne Strom und 2 neue Tremfya Pens im Kühlschrank...

Liebe Tremfya- oder andere Biologika-Anwender unter uns,

diese Woche hatten wir einen Stromausfall in der ganzen Stadt. Gott sei Dank nur 35 Minuten.

Die Temperatur in meinem Kühlschrank (Thermometer liegt auf den Pens) ist dabei von 5 Grad auf 6 Grad in dieser kurzen Zeit gestiegen. Die Sache hat mir dann schon etwas den Angstschweiß auf die Stirn getrieben und ich habe daraufhin die Firma Janssen kontaktiert um zu hören wie denn das Procedere im worst case - wenn die Pens also unbrauchbar geworden sind - ist.

Auskunft Fa. Janssen: in diesem Falle müsse mir der Arzt ein neues Rp. ausstellen! Ich hatte da so meine Bedenken, dass ein Arzt das tatsächlich macht und fragte wie es sich dann verhält - also wenn man kein 2. Rp. erhält. Lapidare Antwort: dann muss der Pat. das Medi selber kaufen, Janssen sei da nicht zuständig. Auch wenn der Pat. versehentlich den Pen fallen läßt, sei dies ja ein "Anwenderfehler" und ginge nicht zu Lasten von Janssen.

Mein Fazit: mit Kulanz ist bei der Firma Janssen wohl nicht zu rechnen.

Die Frage ob der Arzt in diesem Falle einfach ein 2. Rp. ausstellen kann habe ich daraufhin gestern im Webinar zum Welt-Pso-Tag des Hautnetz Hamburg gestellt. Herr Prof. Augustin hat dies klar verneint, dies sei dem Arzt nicht erlaubt aber die Pharmafirmen seien in solchen Fällen kulant. Nun, vielleicht die anderen, aber Janssen wohl nicht!

Hatte jemand von euch schon mal dieses Horrorszenario und seine Pens waren kaputt und wie war dabei die "Lösung"? Vielleicht ist ja auch jemand im Forum der in den Berliner Stadtteilen wohnt, in denen im Januar tagelang der Strom durch den Brandanschlag ausgefallen war und der Tremfya oder andere Biologika spritzt? Vielleicht kann da auch @Claudia mit ihrem Hintergrundwissen etwas zu der damaligen Situation und möglichen Lösungen sagen?

LG, Hosta 🍀

Hervorgehobene Antworten

Bei einem Stromausfall IMMER die Kühlgeräte zu lassen. Wir hatten vor Jahren einen 15stündigen Stromausfall, da ein Drafo zum überholen war und der andere hoch ging. Meine Spritzen hatte ich damals in einer Kühltasche im kalten Keller gelagert. Ausserdm wurde ein weiterer Drafo angeschafft, da 3 Orte betroffen waren.

Gruss Anne

hallo Hosta -

ich habe meine Humira-Pens immer in einer Kühltasche im Kühlschrank und so kleine Kühlakkus im Gefrierschrank - was vielleicht auch ein kleiner Tipp ist zum Einfrieren - geht schneller und man kann die abgekühlten Dinge schneller einfrieren wenn man sie darunter oder darüber legt -

wir hatten hier auch mal Sorge - Stromausfall über Stunden -

ich habe bei meiner Apotheke angerufen ob sie das Humira kühlen könnten - NEIN - auch sie hatten Stromausfall und keine Kapazitäten mehr frei -

da wird einem schon heiss - es lagen ca. € 5.000,-- im Kühlschrank für das Humira und Michas Tremfya -

aber alles ging gut -

es ist wirklich schwierig mit der Kommunikation zwischen den Ärzten und der Firma Janssen - man fühlt sich allein gelasssen weil niemand entschuldige bitte - einen Hintern in der Hose hat - und es hilft einem niemand -

alles wird hin und her geschoben wegen der hohen Kosten und am Ende stehen wir ratlos da -

es sind sehr teure Medikamente und meine Hautärztin konnte sie mir nicht verschreiben - angefangen habe ich mit Fumaderm - ein langer Weg bis zu den Biologics -

hoffen wir alle dass unsere hohen Kosten monatlich auch noch weiter den Luxus der Kühlung und Heizung gewährleistet sind -

nette Grüsse sendet - Bibi -

Hmmtja - wirklich eine gute Frage, die hoffentlich nicht erst durch aktuelles Erleben beantwortet werden kann.

Mich würde interessieren, was die gesetzl. Krankenkasse dazu sagt, die das Medikament für die Patienten bezahlt.

LG - Uli

Vor 52 Minuten, kuzg1 schrieb:

Hmmtja - wirklich eine gute Frage, die hoffentlich nicht erst durch aktuelles Erleben beantwortet werden kann.

Mich würde interessieren, was die gesetzl. Krankenkasse dazu sagt, die das Medikament für die Patienten bezahlt.

LG - Uli

Würde mich auch interessieren.

Gruss Anne

Bei 35 Minuten sollte das kein Problem sein. Und wie schon gesagt Tür zu, denn ein Kühlschrank hält seine Temparatur eine Weile. Der Gefrierschrank noch länger. Ich habe aber auch kleine Kältekissen darin, man weiß ja nie. Geringe Schwankungen hält die Packung schon aus. Muss dieses Jahr auch einen Pen mit in den Urlaub nehmen. Ich denke meine Kühltasche mit größeren Kühlelementen halten die 5 Stunden durch. Dann muss ich nur sehen ob ich abends einen Kühlschrank habe. Unser App. ist leider erst nächsten Tag frei, wir haben diesmal nur wenige Abflugzeiten ab Nürnberg. Von anderen Städten aus ist es uns zu nervig.

Draußen ist es zzt. ja auch kühler. Kühltasche auf den Balkon, geht auch mal.

Unsere Stromausfälle hielten sich alle im Rahmen und ich hoffe das es keine Anschläge hier gibt. Wenn man der AfD glaubt: der Russe macht sowas nicht.😙

Lg. Lupinchen

4 Stunden her, kuzg1 schrieb:

Hmmtja - wirklich eine gute Frage, die hoffentlich nicht erst durch aktuelles Erleben beantwortet werden kann.

Mich würde interessieren, was die gesetzl. Krankenkasse dazu sagt, die das Medikament für die Patienten bezahlt.

LG - Uli

Ich habe so im Hinterkopf das ein chronisch Kranker in jedem Fall mit Medis versorgt werden muss. Also durch höhere Gewalt auch ein neues Rezept. Ich würde in die Uniklinik fahren, bin dort in Behandlung, und mit Sicherheit versorgt werden. Die haben Vorräte und wohl länger Strom durch Eigenversorgung.

Meine Tremfya Pens lagern ja immer in der Apotheke und am Spritzentag hole ich mir immer einen. Da sie aber bereits von mir bezahlt sind, werden die über die Apotheke auch nicht versichert sein. Ich hoffe, dass das in der Apotheke dann doch besser aufgehoben ist. Zudem haben die wohl ein Notstromaggregat, das sollte schon eine Weile gehen.

Aber insgesamt ist das alles schon recht unbefriedigend. Es kann ja immer mal was sein.

von 5 auf 6 Grad? da sehe ich nicht das kleinste Problem

Das eine Grad Anstieg ist sicherlich nicht das Problem.

Der TE geht es eher um das große Ganze. Was, wenn der Strom länger weg bleibt. Wenn der Pen unbrauchbar wird. Wie kommt man dann an einen neuen? Wer zahlt?

Auf Nachfrage bei Janssen sieht das ja düster aus. Da hilft auch nicht, dass Hersteller im Allgemeinen kulant sind. Das mag allgemein vielleicht auch so sein, im Falle von Janssen jedoch nicht. Sie verweisen ja darauf, dass der Arzt ein neues Rezept ausstellt. Das Problem hierbei ist, dass die KK dann womöglich nicht zahlt. Es hat auch nicht jeder einen Zugang zu einer Uniklinik. Selber bezahlen ist ein Witz, wer soll sich das leisten können, wenn 2 Pens plötzlich unbrauchbar sind. Und selbst bei Selbstzahlung muss erst ein Arzt bereit sein, ein weiteres Rezept auszustellen. Was viele aber nicht machen würden. Und ganz ohne Rezept kriegt man ja die Pens nicht einfach so, die sind verschreibungspflichtig

Es wäre ja sehr interessant, ob es hier jemanden gibt, der schon mal einen defekten Tremfya Pen hatte (egal ob kaputter Kühlschrank oder fallen gelassen usw.) und wie das dann gelöst wurde.

Bearbeitet ( von Bluehoney)

Zeit: 31.10.2026 um 15:01, Bluehoney schrieb:

Meine Tremfya Pens lagern ja immer in der Apotheke und am Spritzentag hole ich mir immer einen. Da sie aber bereits von mir bezahlt sind, werden die über die Apotheke auch nicht versichert sein. Ich hoffe, dass das in der Apotheke dann doch besser aufgehoben ist. Zudem haben die wohl ein Notstromaggregat, das sollte schon eine Weile gehen.

Aber insgesamt ist das alles schon recht unbefriedigend. Es kann ja immer mal was sein.

Ob jede Apotheke ein Notstromaggregat hat, wage ich zu bezeifeln!

14 Stunden her, clarus schrieb:

Ob jede Apotheke ein Notstromaggregat hat, wage ich zu bezeifeln!

Das lässt sich ja herausfinden, ob die Apotheke des Vertrauens ein Notstromaggregat hat.
Ich habe (als ich noch ein Biologikum verwendet habe, das alle 14 Tage gespritzt werden musste) die Pens bezahlt und im Kühlschrank der Apotheke lagern lassen. Das war kein Problem.
Tremfya wird in einem Abstand von 8 Wochen gespritzt, oder? Dann würde ich den Pen immer erst zeitnah zum nächsten Spritztermin bestellen.
Man kann sich auch eine Medikamenten-Kühlbox mit Akkus zulegen, die einen langen Zeitraum abdecken. Dann bei Stromausfall Tremfya in die Kühlbox (mit Akkus natürlich) packen und Ruhe bewahren.

2 Stunden her, Elli_M schrieb:

Das lässt sich ja herausfinden, ob die Apotheke des Vertrauens ein Notstromaggregat hat.
Ich habe (als ich noch ein Biologikum verwendet habe, das alle 14 Tage gespritzt werden musste) die Pens bezahlt und im Kühlschrank der Apotheke lagern lassen. Das war kein Problem.
Tremfya wird in einem Abstand von 8 Wochen gespritzt, oder? Dann würde ich den Pen immer erst zeitnah zum nächsten Spritztermin bestellen.
Man kann sich auch eine Medikamenten-Kühlbox mit Akkus zulegen, die einen langen Zeitraum abdecken. Dann bei Stromausfall Tremfya in die Kühlbox (mit Akkus natürlich) packen und Ruhe bewahren.

Meine Apotheke hat kein Notstromaggregat. Ich habe alle 3 Monate einen Kontrolltermin in der Uniklinik, da bekomme ich dann ein Rezept für 2 Tremfyapens, die bis zum nächsten Termin reichen. Da aber ein Rezept nur 28 Tage gültig ist, muss ich das Rezept in der Zeit einlösen und kann somit nicht immer den Pen zeitnah zum nächsten Spritztermin bestellen!

Dann wirst Du bei Stromaussfall ggf. einen erwärmten Pen benutzen müssen oder auf einen Pen verzichten müssen, wenn es zu lang war. Hersteller machen Angaben, wie lange ein Pen außerhalb des Kühlschranks hält. Man darf ihn nur danach nicht wieder in die Kühlung legen. Oder Du findest eine kreative Lösung für das Problem, Generatoren gibts im Baumarkt.

  • Ersteller

Nachdem ich jetzt manche Antworten so lese will ich doch nochmal meine Frage vom 30.10. präzisieren:

Hat jemand schon mal die Erfahrung gemacht dass seine Pens durch einen langen Stromausfall definitiv unbrauchbar geworden sind und wenn ja, wie sah danach die "Lösung" aus, also wie ist derjenige dann zu neuen Pens gekommen und wer hat diese bezahlt?

Dass ein Temperaturanstieg im Kühlschrank kurzzeitig von 5 auf 6 Grad bei einem Medikament, das bei 2 bis 8 Grad gelagert werden muss, kein Problem darstellt, ist ja sicher jedem bekannt und war nicht die Frage.

@Bluehoney hat mein Thema übrigens gestern hier sehr schön nochmal auf den Punkt gebracht.

Gott sei Dank scheint aber niemand dieses worst case Szenario mit kaputten Pens erlebt zu haben und ich wünsche jedem von uns dass das auch so bleiben möge.

LG Hosta 🍀

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