Dimethylfumarat
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Der Wirkstoff in Fumaderm ist ein Fumarsäureester. Diese Medikament ist rezeptpflichtig. Allgemeine Informationen Fumarsäure ist eine natürliche Substanz und gehört zu dem Fruchtsäuren. Man findet sie z.B. in der Heilpflanze Gemeiner Erdrauch (Fumaria officinalis), die schon im Mittelalter bei trockener und schuppender Haut angewandt wurde. Fumaderm enthält nicht die Fumarsäure selbst, sondern zwei chemische Abkömmlinge (Ester) der Fumarsäure (Dimethylfumarat und Ethylhydrogenfuma
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Das Medikament Skilarence wurde im Juni 2017 zur Behandlung einer mittelschweren bis schweren Schuppenflechte zugelassen. Das Arzneimittel mit dem Wirkstoff Dimethylfumarat ist seit Herbst 2017 in allen EU-Staaten sowie in Island und Norwegen auf dem Markt. Skilarence ist rezeptpflichtig. Es ähnelt dem Medikament Fumaderm, denn es enthält wie dieses den Wirkstoff Dimethylfumarat. Das neue Arzneimittel konzentriert sich auf besagtes Dimethylfumarat, während in Fumaderm weitere Substanze
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Wer Fumaderm nimmt, sollte für den nächsten Arztbesuch ein längeres Gespräch einplanen: Das Medikament verschwindet vom Markt. Das Medikament Fumaderm und die Einstiegs-Version Fumaderm initial werden nicht mehr produziert. Der Vertrieb wird eingestellt. Das teilte die Herstellerfirma Biogen gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) jetzt mit. Das gilt für alle Packungsgrößen. Und nun? "Die Versorgung der Patienten ist über andere Produkte mit gleich
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Lieselotte Weygand ist 45 Jahre alt und meint: "Ich kann nur jedem Psoriasiker raten, verzichte lieber auf Nikotin und Alkohol, um die Leber für eine Tablette Fumaderm zu schonen." Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen. Ich bin 45 Jahre und leide (wobei das Wort LEIDEN, wörtlich zu nehmen ist) seit meinem 6 Lebensjahr an Psoriasis. 1992 hörte ich das erste Mal von Fumaderm, die Nachricht kam aus der Schweiz. Da ca. 80% meines Körpers befallen war, habe ich 1994 an einer Fumaderm-Studie te
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Hallo, ich möchte von meinen Erfahrungen mit Fumaderm berichten. Vor etwa 8 Jahren brach die Psoriasis bei mir aus und war seitdem stets auf dem Vormarsch. Alle lokalen Therapien und auch die Lichttherapie blieben relativ wirkungslos. Vor etwa zwei Jahren machte mich meine Hautärztin auf Fumaderm aufmerksam. Nach einer schwierigen Einstiegsphase mit Flush, Bauchkrämpfen und Durchfall habe ich Fumaderm gut vertragen. Auch meine Laborwerte sind in Ordnung. Mittlerweile nehme ic
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Fumaderm ist ein Klassiker in der Therapie der Schuppenflechte. Es belegt den Spitzenplatz bei den innerlich angewendeten Medikamenten – also bei Tabletten, Spritzen und eben allem, was in den Körper geht und nicht "nur" draufgeschmiert wird. Zu 55 Prozent nämlich war es Fumaderm, das einem Psoriatiker als erstes innerlich angewendetes Medikament verschrieben wurde. MTX, Ciclosporin oder Biologics rangierten lange Zeit dahinter. Eine Studie hat gezeigt, dass Fumaderm auch bei langfristiger
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In diesem Beitrag lesen Sie, was in Funk, Fernsehen und Internet rund um das Medikament Tecfidera und den Wirkstoff Dimethylfumarat geschrieben wurde. Dieser Artikel wird immer wieder aktualisiert. Links Informationen des Ausschusses für Humanarzneimittel der europäischen Zulassungsbehörde EMA über Tecfidera und die Gründe, warum es zur Zulassung empfohlen wurde (vom 27.11.2013; englisch) Informationen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft über Tecfidera als (damal
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Was ist Skilarence und wofür wird es verwendet? Skilarence ist ein Medikament gegen Schuppenflechte (medizinisch: Psoriasis vulgaris). Es kommt als Tablette und enthält den Wirkstoff Dimethylfumarat. Das Medikament wird verwendet, wenn jemand eine mittelschwere bis schwere Schuppenflechte hat und andere Behandlungen nicht ausreichen. Die Tabletten gibt es in zwei Stärken: 30 mg (weiße Tabletten) - für den Beginn der Behandlung 120 mg (blaue Tabletten) - für die spätere B
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Seitdem das Medikament Skilarence auf dem Markt ist, werden Patienten vom inoffiziellen Vorgänger Fumaderm auf das neue Arzneimittel umgestellt. Davon berichten einige auch in unserer Community. Forscher der Uni-Hautklinik in Kiel haben untersucht, ob die Wirkung bei ihren Patienten dadurch verändert war und ob es weniger oder mehr Nebenwirkungen gab. Ausgewertet wurden die Daten von 40 Patienten. Bei ihnen wurde ohne Unterbrechung von Fumaderm auf Skilarence gewechselt. Bei der ersten Vors
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Arzneistoff, Schädlingsbekämpfungsmittel und Gift zugleich: Substanzen wie Dimethylfumarat decken das gesamte Spektrum ab. Denn einerseits wurde das von der natürlich vorkommenden Fumarsäure abstammende Pestizid bereits vor Jahren als giftig eingestuft, nachdem Hunderte von Menschen unter Vergiftungserscheinungen litten. Dimethylfumarat, zumeist als Trocken- und Antischimmelmittel für Sofas und Schuhe eingesetzt, verursachte Atembeschwerden, schwere allergische Reaktionen sowie starke Haute
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Für Medikamente mit dem Wirkstoff Dimethylfumarat besteht das sehr seltene (!!!) Risiko einer lebensgefährlichen Nebenwirkung: Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft weist auf elf Fälle einer PML hin, die nach der Einnahme von Fumaderm oder Tecfidera auftraten. Experten gehen davon aus, dass sich diese gefährliche Krankheit nur dann entwickeln kann, wenn trotz geringer Lymphozyten-Anzahl weiterbehandelt wird. Niederländische Ärzte haben einen Fall dokumentiert, bei dem eine Patient
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Ausgerechnet kurz vor der Zulassung des Wirkstoffs Dimethylfumarat im Medikament Tecfidera für die Behandlung der Multiplen Sklerose in Europa gab es für den Hersteller Biogen Idec schlechte Nachrichten: Fumaderm – das Psoriasis-Medikament, in dem der gleiche Wirkstoff steckt – kann zu einer PML führen – zu einer "progressiven multifokalen Leukoenzephalopathie". Das ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der sich Mark aus dem Groß- und Kleinhirn sowie aus dem Hirnstamm zurückbildet
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Das Medikament Fumaderm wird gegen schwere Fälle von Schuppenflechte eingesetzt. Mediziner haben ein weiteres Einsatzgebiet erforscht. Sie bestätigten erste Beobachtungen: Fumarsäure hilft auch gegen die Multiple Sklerose (MS). 257 MS-Patienten hatten an einer Studie unter Leitung von Professor Ralf Gold (Ruhr-Uni Bochum, kurz: RUB) und seinem Basler Kollegen Professor Ludwig Kappos teilgenommen. Bei mehr als 70 Prozent der Betroffenen traten weniger neue Entzündungsherde im Gehirn und etwa
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Die bisherige Blutbild-Kontrolle bei Patienten, die ein Medikament mit dem Wirkstoff Dimethylfumarat einnehmen (wie Fumaderm oder Tecfidera), ist nicht für alle Patienten sicher genug. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Veröffentlichung von überwiegend deutschen Medizinern im Juni 2015. Sie muss nach Meinung der Experten unbedingt erweitert werden. Mit den bisherigen Verfahren könne es in sehr seltenen Fällen passieren, dass sich die lebensgefährliche Erkrankung Progressive Multifokal
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Schon lange ist bekannt, dass der Wirkstoff Dimethylfumarat (DMF) in extrem seltenen Fällen die lebensgefährliche Gehirnerkrankung PML auslösen kann. Seit November 2020 ist es nun aber offiziell, dass schon ein leichter Mangel an weißen Blutkörperchen (Lymphopenie) dafür ausreicht. Das besagt eine Warnung (Rote-Hand-Brief) für das MS-Medikament Tecfidera. Dessen Wirkstoff DMF ist ebenfalls in den Psoriasis-Medikamenten Fumaderm und Skilarence enthalten. Patienten können das äußerst geringe
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Gertrud Schäfer hat schon sehr früh Fumarsäure gegen ihre Psoriasis genommen – als es das Medikament noch nicht als Fertigpräparat gab. Sie hat sich "durchgebissen" und freut sich über den Erfolg. Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen. Mein Name ist Gertrud Schäfer, ich werde in diesem Jahr 63 Jahre alt und bin seit 41 Jahren Psoriatikerin. Ich habe in den letzten Jahren immer wieder mal was über diese Krankheit gelesen, aber es hat mich eigentlich nicht mehr interessiert, da ich seit nun
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Christina Stoll (22), Saarland FUMADERM - vor drei Jahren habe ich zum ersten mal davon gehört und wollte es natürlich direkt testen. Nach langer Suche habe ich dann auch einen Arzt gefunden, in Worms, ca. 130 km ein Weg. Nach einem langen und ausführlichen Gespräch, was ja auch heute nicht mehr üblich ist, wollte er, dass ich zuerst noch andere Behandlungsmöglichkeiten teste. Er war davon überzeugt, dass schon nach drei Wochen eine Besserung da wäre. Ich habe ihm dann auch erzählt, dass ich sc
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Ein Kommentar Reichen die Kontrollen? Wir haben bei Biogen nachgefragt: Die Kontrolle des Blutbildes, bei der die absolute Zahl der Lymphozyten im Blut der Fumaderm-Patienten überwacht wird, sei „nach aktuellem Stand der Wissenschaft die führende Methode“. So könne rechtzeitig eine Lymphopenie erkannt werden. Genau die sei für typische Infektionen verantwortlich, die nur bei immungeschwächten Menschen auftreten, wie eben PML. Das bedeutet: Wenn Patienten regelmäßig ihr Blutbild kontrol
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Panaclar war ein Medikament – zumindest fast. Jahrelang wurde es in Studien erprobt, doch dann kam dem Hersteller etwas dazwischen. Dies ist die Geschichte dahinter. Im Mai 2005 stellte Professor Ulrich Mrowietz bei der Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Dresden das Präparat Panaclar vor. Es sollte der Nachfolger des Medikamentes Fumaderm werden – und besser zu vertragen sein. Psoriatiker, die darauf gehofft hatten, wurden jedoch enttäuscht: Der Hersteller Biogen Idec bra
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Der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft wurde eine zum Glück wenig verbreitete Nebenwirkung von Fumaderm gemeldet: Bei einem 62-jährigen Mann hatte sich während der Behandlung ein Kaposi-Sarkom entwickelt – eine Krebsart. Nach Absetzen von Fumaderm ging das Sarkom wieder völlig weg. Die Meldung ist vielmehr Anlass, jeden Fumaderm-Patienten an die regelmäßigen Laborkontrollen zu erinnern, denn bei dem Patienten waren die Lymphozyten-Werte weit unter den Normwert gesunken. Der
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Wer wegen seiner Schuppenflechte das Medikament Fumaderm einnimmt, kann (!) eine PML entwickeln – eine progressive multifokale Leukenzephalopathie. In einem Rote-Hand-Brief erhalten Ärzte jetzt wichtige Tipps, wie das Risiko gesenkt werden kann. Wichtig zu wissen: Die PML ist eine sehr seltene Nebenwirkung. Und: Das Risiko kann gesenkt werden, wenn Arzt und Patient alle nötigen Kontrolluntersuchungen vornehmen und rechtzeitig reagieren, wenn Probleme auftreten. Vor der Therapie mit Fum
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Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft (AKdÄ) hat im Juni 2014 darauf hingewiesen1, dass als Nebenwirkung von Fumaderm und Tecfidera Einzelfälle akuten Nierenversagens aufgetreten sind. Patienten sollten sich unbedingt an die empfohlenen Untersuchungstermine für die Laborwerte halten. Wer – neben den typischen Magen-Darm-Problemen – zusätzlich Fieber bekommt, sollte damit sofort zum Arzt gehen. Der wird dann die Retentionswerte bestimmen lassen. Damit kann er einschätzen, ob es Nie
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Im Sommer 2013 bekam es jeder Arzt landauf landab schriftlich: Beim Wirkstoff Dimethylfumarat (enthalten z.B. in Fumaderm) ist Vorsicht geboten – und zwar, wenn die Zahl der Lymphozyten extrem abnimmt. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) verschickte damals einen Rote-Hand-Brief an alle Ärzte. Der heißt so, weil darauf eine rote Hand abgebildet ist, die den Arzt auf ernstere Probleme aufmerksam machen soll. Absender des Briefes ist die Firma Biogen-Idec, Hersteller vo
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Die Psoriasis gehört wie die Multiple Sklerose zu den häufigsten Autoimmunkrankheiten. Erstaunlich ist, dass bis heute fast alle Therapien, die für eine der beiden Krankheiten entwickelt wurden, bei der anderen eher schädlich sind – obwohl beiden Erkrankungen ein ganz ähnlicher Entzündungsvorgang zugrunde liegt. Eine Forschergruppe am Universitätsklinikum Tübingen untersuchte den Wirkmechanismus des kleinen, körpereigenen Moleküls namens Dimethylfumarat (DMF), weil es das erste Molekül ist,
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Die weltweit anerkannte Cochrane Collabration hat nach wissenschaftlichen Studien gesucht, die beweisen, wie gut Fumarsäureester bei Psoriasis hilft. Das Ergebnis ist ernüchternd, wenn auch nicht überraschend: Die Beweiskraft sei im Vergleich zum Placebo niedrig und zu Methotrexat sogar sehr gering. Langzeitwirkungen seien überhaupt nicht erforscht, schreiben die Experten. Dem widersprechen die Praktiker. So berichteten im Mai 2015 Mediziner der Universitäts-Hautklinik Bochum, dass bei