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  • Claudia Liebram
    Claudia Liebram

    Viele Hautkranke cremen zu wenig

    Hautkranke benutzen oft zu wenig von der verschriebenen Salbe. Zu diesem Schluss kommen dänische Forscher um Andreas Storm von der Uniklinik in Kopenhagen. In ihrer Untersuchung hatte lediglich ein einziger Patient so viel Creme verwendet wie vom Arzt vorgegeben.

    Untersucht wurden Patienten, die erstmals in der Uni-Klinik wegen ihrer Hautkrankheit behandelt wurden. Ihnen wurde eine Salbe oder Creme verschrieben, die sie entweder noch nicht kannten oder in den letzten sechs Monaten nicht verwendet hatten. Je nach Ausmaß des Befalls auf der Haut wurde errechnet, wie viel von der Salbe oder Creme verbraucht werden müsste. Die Hautfläche wurde in handliche Einheiten von Handtellergröße umgerechnet. Je Handteller-Fläche sollten jeweils 25 Milligramm des Mittels angewendet werden. Zehn Tage nach der ersten Untersuchung mussten die Probanden einen Fragebogen beantworten. Darin wurde nach dem Hautbefall, der Behandlungs“treue“ und der Dosis gefragt.

    Die Mehrheit der 17 Patienten hatte eine Kortisoncreme verschrieben bekommen. Ihre Stellen waren im Durchschnitt drei Handteller groß. Das Ergebnis: Ein einziger Patient hatte am Ende die erwartete Menge des Mittels verbraucht. Die anderen verwendeten etwa ein Drittel der vorgesehenen Dosis.

    Unter den 17 Teilnehmern waren drei mit einer Schuppenflechte. Einer kam nie wieder zu den Ärzten, einer benutzte 31 Prozent der verschriebenen Menge und einer 56 Prozent.

    Die Forscher schließen aus ihren Beobachtungen: Die meisten Patienten mit Hautkrankheiten cremen einfach nicht so viel wie sie sollten. Ärzte und Kliniken sollten das Bedenken, wenn äußerliche Therapien nicht anschlagen.

    In einer früheren Untersuchung hatten die gleichen Forscher ermittelt, dass ein Drittel der Haut-Patienten ein verschriebenes Mittel beim zweiten Mal nicht wieder verlangen. 

    Quelle: Journal of American Academy of Dermatology, 06/2008


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    Recommended Comments

    Hautcreme

    Dies liegt m.E. daran, dass die meisten Hautärzte einem erzählen, man solle nicht so viel verbrauchen, weil die Medikamente teuer sind. Wenn man kommt, wird man gefragt, warum man jetzt schon ein neues Rezept haben will. Da man ein schlechtes Gewissen eineredet bekommt, versucht man automatisch länger mit der Creme auszukommen.

    Sammy

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    Immer wieder cremen...

    Ich stimme Sammy zu. Ansonsten denke ich, dass jahrelanges Cremen ohne gravierende Erfolge einfach müde macht. Ich selbst creme seit über zwanzig Jahren und bisher hat noch keine einzige Creme einen dauerhaften Erfolg erzielt. Auch 2 Wochen am Stück unter klinischer Beobachtung, in denen ich permanent in Creme "gelegen" habe, brachten keinen Erfolg. Im Gegenteil: Schuppenflechte war hinterher weiter ausgedehnt als vorher. Auch das sehe ich als Grund, warum einige sparsam mit der Creme umgehen und sich mit der Anwendung zurückhalten. Man weiß schließlich nicht, wie man auf neue Cremes reagiert.

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    Immer wieder cremen...

    Ich denke, es liegt auch daran, dass viele Patienten nach jahrelangem Cremen ohne Erfolg irgendwann "creme-müde" sind. Ich habe einmal unter klinischer Beobachtung zwei Wochen lang permanent in Creme "gelegen". Dies hat genau das Gegenteil bewirkt: Meine Schuppenflechte war hinterher ausgedehnter als vorher. Auch hierin sehe ich einen Faktor, warum manche mit unbekannten Produkten zunächst vorsichtiger umgehen: Man weiß nicht, wie die Haut reagiert und ob es bei intensiver Anwendung hinter nicht vielleicht schlimmer ist als vorher.

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    immer wieder cremen

    Verstehen kann ich das alles sehr gut. Auch ich kann mit Cremen gerade den Status quo erhalten, den ich in der Reha erreicht habe. Und dass es so verläuft, ist ja keineswegs selbstverständlich. Was mich besonders ärgert, dass ich trotz Krankenversicherung alle Salben selbst bezahlen muss, nur weil schlaue Politiker zu der Überzeugung gekommen sind, dass das ja alles nur quasi kosmetisch sei. Wenn ich mich zwei Monate nicht mehr eincremen würde, könnte ich mich krank melden, weil dann die Haut an den Füßen aufplatzen würde, so dass ich nicht mehr gehen könnte. Eine Woche krank zu sein, wäre so teuer wie die Salben für 1 - 2 Jahre. Toll, was dadurch gespart würde!

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    einsalben/cremen

    Langjährige Erfahrung: Ich muss schon seit Jahren salben und cremen und es hilft immer nur kurzfistig. Auf die Dauer ist es anstrengend und es zerrt an den Nerven, weil man auch täglich unterwegs ist: Arbeiten, Freizeit, Familie usw. Wo soll man da auf die Dauer die Zeit finden regelmäßig - also täglich, mitunter sogar 2-3x täglich, zu cremen...??? Es ist anstrengend. Die Kleidung leidet darunter..., Bezahlung und Ärzte-Kommentare erschweren dies noch. Meine einzige Hoffnung ist jetzt eine innerliche Therapie mit Medikamenten.

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    Mal hü, mal hott

    Gerade bei Kortison wird ständig vor "zu viel" und "zu lang" gewarnt.Nimmst man sich die Warnungen zu Herzen oder stellt fest, dass die Creme nicht wirkt, ist es auch wieder nicht richtig.Na was denn nun?:'(

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    Hallo, ich habe einen chronischen Lupus und soll laut den Klinikärzten permanent und dick cremen. Der Kommentar meines Hautarztes war: "soviel kann ich Ihnen nicht verschreiben, das ist ja schließlich keine Niveacreme." Wie soll man das dann wieder in der Klinik erklären wenn es wieder schlechter geworden ist. Dann muss auch immer jemand da sein, der einen eincremt die Klamotten leiden darunter und man fühlt sich den ganzen Tag wie pappig.

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    Weil Ärzte vielleicht auch einfach vergessen das es schwierig ist ein Sozialleben und einen Beruf haben kann wenn man alles voll schmiert, glänzt wie Speckschwarte und die Klamotten speckig aussehen.

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    Ich bin erst ganz neu erkrankt. Nachdem ich zwei Jahre lang ein paar Bläschen auf den Handflächen und den Fußsohlen hatte, die eintrockneten um an anderer Stelle wieder aufzutreten hatte, bin ich zum Hautarzt gegangen. Dieser diagnostizierte Psoriasis pustolosa . Er verschrieb mir Davidobet (Calciptriol/Bethametason). Habe es nach Anweisung einmal täglich dünn auf die Bläschen gegeben. Jetzt habe ich statt Bläschen großflächig unter dem Fuß eine sich dauernd von abgestorbenen Hautflächen trennende "Wunde". Ebenso eine auf dem Handteller. Es schmerzt und ich kann niemandem mehr die Hand geben, weil es dann natürlich weh tut. Laufen fällt auch schon schwer. Kommt diese Reaktion von dem Gel oder verschlimmert sich jetzt erst die Erkrankung und hat sich damit die zwei Jahre erstmal nur angekündigt??? Was kann ich tun?

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    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
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      Sehr praktisch empfanden viele den Klapp-Verschluss, anstelle einer Kappe zum Drehen. Bedauert wurde der hohe Preis, denn die Tube mit 100 ml kostet 26,80 € (Dezember 2011). Etwas billiger erhält man sie mit einem Gutschein oder Rabatt einer Online-Apotheke.
      Links zum Weiterlesen
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    • Redaktion
      By Redaktion
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      Für die Hälfte (6) war der Geruch des Balsams angenehm, drei Tester störten sich überhaupt nicht daran, weitere drei störte der Geruch nur etwas. Fünf Personen fanden, dass die Zeit, in der der Balsam einzieht akzeptabel ist. Die meisten (7) meinten, er würde etwas langsam einziehen. Niemand aber empfand die Einwirkzeit als zu langsam. Die Mehrheit hielt den Balsam für gut ergiebig (7) bzw. sogar sehr ergiebig (2). Die Minderheit der Tester meinte, das Produkt sei nicht so ergiebig (2) bzw. würde sich sehr schnell verbrauchen (1). Die meisten haben den Balsam „sehr gut“ (9) bzw. „gut“ (1) vertragen. Nur jeweils ein Tester vertrug ihn nicht so gut bzw. sogar schlecht.  
      Die meisten waren überzeugt, dass das Produkt „in etwa“ so wirke, wie der Hersteller es verspricht (7) bzw. das Versprechen sogar „genau“ erfüllt wurde (3). Nur zwei Personen meinte, dass es nicht so wirke, wie propagiert.  
      42 % der Tester (5) würden den Balsam weiterempfehlen, 33,3 % (4) nur bedingt und 25 % (3) überhaupt nicht.
      Unsere Meinung
      Es war das erste Mal, dass bei einem Produkte-Test nicht alle Teilnehmer die Fragen beantwortet haben. Da die Antworten anonym abgegeben werden, können wir nicht erkennen, wer noch fehlt. Möglicherweise haben diejenigen die Fragen nicht beantwortet haben, die mit dem Geruch überhaupt nicht klar kamen und den Test abgebrochen haben. Es waren genau drei Tester von 15, die in den Kommentaren meinten, der „Gestank macht krank“, der Geruch sei „äußerst penetrant“ oder „wirklich nicht so toll“. Die meisten fanden den Geruch des Papaya Balsams „zwar gewöhnungsbedürftig“, aber „nicht unangenehm“ bzw. „ganz okay“. Er wurde vereinzelt beschrieben als „aromatisierter Pfeifentabak“ oder „Bienenwachskerzen“. Tatsächlich handelt es sich dabei aber nach Herstellerangabe um das natürliche Aroma der Kokosnuss. Neben dem Duft der Ringelblume habe einige Tester tatsächlich die Kokosnuss herausgerochen.  
      Ein Anwender verwies darauf, dass in den Produktinformationen steht, die Haut müsse sich erst an das Naturprodukt gewöhnen. Daher solle es regelmäßig angewendet werden. Nun sind 15 Tester eigentlich zu wenig, um solide Eindrücke von einem Pflegemittel zu bekommen. Außerdem haben einige den Balsam nur auf die betroffenen Stellen aufgetragen, andere dagegen haben ihn als Hautpflege am ganzen Körper benutzt. Der Papaya Balsam darf in Deutschland nach dem Heilmittelwerbe-Gesetz nur als Pflegeprodukt (mit keinerlei Heilversprechen) angepriesen werden. Selbst wenn der Vertreiber persönlich davon überzeugt ist, dass der Balsam mit seinen natürlichen Inhaltsstoffen eine „Heilsalbe“ sei. Pure Papaya Ointment ist weder als medizinisch wirksames Produkt zugelassen, noch ist klar, ab welcher Dosierung diese Naturstoffe überhaupt eine Heilwirkung erzielen. Trotzdem kann natürlich jeder für sich selbst ausprobieren, wie der Balsam bei ihm wirkt.  
      Die meisten beschrieben, dass die Haut sich bei ihnen angenehm glatt, geschmeidig, weich und zart anfühle, nichts mehr spanne und die Haut nicht austrockne. Einzelne berichteten, dass sie damit Schuppen-Plaques gelöst hätten, „diverses Jucken“ oder sogar Schmerzen verschwunden seien und kleine Entzündungsherde  eingedämmt wurden. Selbst im Gesicht sei es der Balsam „sehr angenehm“ und dünn auf die Lippen aufgetragen „geschmacklich okay“.  
      Es wurde aber bemängelt, dass der Balsam langsam einziehe. Er sei „im ersten Moment recht fettig“. Deshalb riet eine Nutzerin, den Papaya Balsam abends aufzutragen, denn er brauche einige Zeit, bis er eingezogen ist. Mehrere Nutzer fanden den Tipp hilfreich, die Tube im Gemüsefach des Kühlschranks aufzubewahren, weil er in wärmerer Umgebung dünnflüssig wird. Nur die Portion, die man aktuell benötige, könne man dann auf einem Teelöffel etwas wärmer werden lassen. So lasse sich der Papaya Balsam sparsam verteilen.  
      Ganz wenige Anwender haben den Balsam nicht gut vertragen:  Eine spricht von „unerträglichen, brennenden Juckreiz“ und Pusteln an der einbalsamierten Psoriasis-Stelle. Eine andere meinte, nach längerem Gebrauch würde die Haut austrocknen. Bei einem Anwender brannte sie anfangs, weil er Risse in der Haut hatte.  
      Aufmerksam wurde darauf gemacht, dass der Balsam aus „reinen Naturprodukten, frei von Tierversuchen und Teer“ besteht.  
      Nicht unerwartet wurde der Preis diskutiert: Im Internet zahlt man 19,90 Euro für 100 g (plus Versand 2,95 €). Die einen meinten, bei der Menge, die ein Psoriatiker brauche, „geht das natürlich richtig ins Geld. Denke, dass es da günstigere Pflegeprodukte gibt.“ Ein Nutzer meinte, der Preis sei akzeptabel, wenn „man sich zwischendurch etwas Gutes“ antun wolle und „einen Erfolg verspürt“. Eine andere würde „den Papaya Balsam eigentlich nur für die Hände und Füße nutzen“. So gesehen wäre „der Preis akzeptabel, da das Produkt sehr ergiebig zu sein scheint.“
      Anmerkungen des Vertreibers
      Zunächst recht herzlichen Dank an die Organisatoren und insbesondere an die Tester, die den Produkttest ermöglicht haben und sich so viel Mühe mit der Durchführung gegeben haben.   Hautsalben mit fermentierter Papaya sind neu in Europa. In Australien gibt es schon über 100-jährige Erfahrungen mit diesen Produkten. PURE Papaya Ointment, die „Schwarze Tube“, ist aber die erste Salbe dieser Art mit ausschließlich natürlichen Inhaltsstoffen! In Australien findet man diese Hautsalben auf der Basis fermentierter Papaya in Hausapotheken, in Campingausrüstungen, Reiseapotheken, Büroschubläden, Damenhandtaschen, Wickeltaschen für Babys, am Krankenbett etc. Der Anwender sieht in diesen Produkten eher eine Heilsalbe als eine Beauty Creme.  
      Wir, die pureworld GmbH, sind von der Wirkung dieser Salbe aus eigener Erfahrung so sehr überzeugt, dass wir PURE Papaya unter großen Aufwand und hohen Kosten aus Australien importieren. PURE Papaya erfüllt unsere Vorstellungen von Natürlichkeit, Gesundheit, Nachhaltigkeit und dabei ist die Salbe durch die Inhaltsstoffe und das Design unverwechselbar und hebt sich deutlich von anderen Produkten ab.  
      Generell können wir die Ergebnisse und Einschätzungen der Tester weitgehend nachvollziehen. Der Preis wurde von den Testern genannt, das Aroma und das relativ langsame Einziehen bei großflächigem Auftragen.   Der Preis von PURE Papaya kann nicht gemessen werden an den in hohen Stückzahlen gefertigten, meist synthetischen Produkten.  Wir haben die Erfahrung gemacht, dass für ein außergewöhnliches Naturprodukt der Preis für PURE Papaya absolut konkurrenzfähig ist.  
      Daniel Baden, der Vater von PURE Papaya, hat das kräftige und für unsere mitteleuropäischen Nasen auch exotisch empfundene Aroma mit Bedacht ausgewählt. Das Aroma signalisiert: dies ist ein Naturprodukt! Ein Kunde mit der Erwartungshaltung der Düfte synthetischen Produkte, wird sich damit schwerer anfreunden können als ein Anwender, der bewusst ein Naturprodukt auswählt. Ja, nach anfänglicher Gewöhnungsphase lieben wir dieses Aroma!  
      Wie von einigen Testern richtig bemerkt, ist pure Papaya „Temperatur-sensible“. Bei niedriger Temperatur ist die Konsistenz eher fester und bei hohen Temperaturen eher flüssiger. Zusätzlich wünschen sich einige Tester bei großflächigerem Auftragen ein schnelleres Einziehen. Es kann auch ein leicht fettendes Gefühl entstehen. Diese Eigenschaften werden durch die Zusammenstellung der natürlichen Inhaltsstoffe bestimmt.  Auf in vielen Cremen vorgenommenen Optimierungen durch Zusatz von synthetischen oder in Naturprodukten kritischen Inhaltsstoffen kann natürlich in diesem Naturprodukt nicht zurückgegriffen werden. Die erwähnte „Kühlschrank-Prozedur“ und das sparsame Auftragen, unterstützt durch vorher befeuchtete Hände, können diese Eigenschaften teilweise sehr gut kompensieren.  
      Jetzt kommen wir zum Hauptpunkt, der Wirkung. Um ehrlich zu sein, da haben wir uns mehr versprochen. Zumal wir den Rückfluss von bestehenden Kunden haben, die wir ausschließlich über die Wirkung der Salbe gewinnen konnten. Viele Kunden berichten über Gewöhnungseffekte, wie sie auch bei anderen Naturprodukten typischerweise auftreten. Über PURE Papaya wird häufig eine anfängliche, aber unkritische Überreaktion berichtet. Auch wurde eine zeitweilige, nach der Heilung feststellbare Rötung bemerkt. Über allergische Reaktionen oder starker Pustelbildung hatten wir bisher noch keine Meldungen. Aus der Literatur ist nur für die Calendula eine solche extrem seltene Reaktion bekannt. Personen mit dieser Unverträglichkeit können leicht an der Analyse der Inhaltsstoffe erkennen, ob diese Salbe für sie geeignet ist.  
      Daher die herzliche Bitte an die Tester, die diese Auffälligkeiten beobachtet hatten, uns nähere Informationen mitzuteilen. Wir sind gerne bereit, dazu auch noch Muster zur Verfügung zu stellen, um im Sinne der Anwender die Informationsbasis erhöhen zu können.   Das ist unser eigentliches Ziel: wir wollen durch die Wirkung von PURE Papaya mehr Menschen davon überzeugen, die schwarze Tube selber auszuprobieren. Dazu benötigen wir die Erfahrung von Nutzern, auch wenn diese aus einer kleinen, nicht so repräsentativen Gruppe - wie dies bei dem Produkttest der Fall war – entspringen.  
      Vielen Dank!
      Wilhelm Meincke
    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Nagelpsoriasis ist mehr als nur ein kosmetisches Problem: Die Fuß- oder Fingernägel sind dann brüchig, bröselig, verformt, verfärbt – auf jeden Fall nicht so, dass man sie gern länger zeigt und schon gar nicht groß verwendet. Nur ist das im Alltag schwierig.
      Wichtig ist: Die Schuppenflechte der Nägel ist nicht ansteckend. Auf jeden Fall sollte ein Hautarzt die Diagnose stellen. Er kann mit einer Laboruntersuchung am besten herausfinden, ob es sich um einen Nagelpilz handelt oder eben die Schuppenflechte der Nägel.
      Mit einer Behandlung sollte lieber früher als später begonnen werden, denn Nägel brauchen sehr lange, um ordentlich nachzuwachsen. Bis die Erkrankung verschwunden ist, vergehen meist mehrere (um nicht zu sagen viele) Monate. Am Anfang wird man es sicherlich mit einem Nagellack versuchen – dazu weiter unten mehr.
      Aufbau eines Nagels

      Aufbau eines gesunden Nagels
      Auf dem Nagelbett befindet sich das Hyponchium, das für die Verbindung zur Nagelplatte sorgt. Die ist 0,5 bis 0,7 Millimeter dick. Sie wird an drei Seiten vom Nagelfalz begrenzt. Der Nagel wächst von der Nagelmatrix aus. Der weiße Halbmond ist der vordere, sichtbare Teil der Matrix. Unter der Haut ist der hintere Teil, geschützt vom Nagelhäutchen.
      Symptome der Nagelpsoriasis
      Tüpfelnägel: Der Fingernagel ist nicht mehr schön eben, sondern wird wellig. Er sinkt punktförmig ein, wie Tüpfel. Die Tüpfel bleiben sichtbar und wachsen mit dem Nagel aus. Aber Vorsicht: Tüpfel können auch durch andere Ekzeme, Infektionen oder Pilzbefall entstehen.
      Ölfleck: Ein anderes Zeichen für eine Nagelpsoriasis ist ein Ölfleck. Der findet sich meist am Rand des Nagels, dort, wo sich die Nagelplatte vom Nagelbett abhebt. Dieser Ölfleck ist meist gelbbraun oder rot, wobei das Rot zum Nagelrand hin oft abnimmt. Das alles ist ein Zeichen dafür, dass zu viele nicht ausgewachsene Zellen an die Oberfläche der Haut unter dem Nagel schießen. Diese Zellen drücken von unten gegen den Nagel, so dass der sich abhebt. Aber noch mal Achtung: Auch hier kann wieder eine Pilzinfektion im Spiel sein. Verschiedene Pilzinfektionen nämlich sehen ähnlich aus. Was noch komplizierter ist: Pilz und Psoriasis können auch nebeneinander vorhanden sein.
      Krümelnägel: Unter dem Nagel stapeln sich Schuppen. Im Laufe der Zeit heben sie das Nagelbett an. Die Nagelplatte wird krümelig. Gerade dieses Symptom ist es, das Betroffene vor anderen Menschen am liebsten verstecken würden.
      Begleiterscheinungen sind gelegentlich Schmerzen oder Druckempfindlichkeit.
      Fakten
      Grundsätzlich gibt es mehr Schuppenflechte an den Finger- als an den Fußnägeln.
      Eine schwere Psoriasis der Nägel gilt als „Vorbote“ der Psoriasis arthritis (Gelenk-Psoriasis). Ausgeprägte Formen der Nagelpsoriasis sind nicht mit rein äußerlichen Behandlungen abzuheilen. Wer schnell mit einer innerlich wirkenden Therapie beginnt, kann verhindern, dass sich die Nägel erheblich verschlimmern.
      Das gilt besonders bei der Psoriasis pustulosa: Bei ihr heilt die Nageldeformation am schwersten ab. Eine frühzeitige innerliche Therapie bremst vermutlich eine aufziehende Psoriasis arthritis ab. Trotz langer Behandlungszeiten schaffen es nur einige Biologika, dass lediglich bei der Hälfte der Betroffenen die Nägel völlig verheilt sind. Das größte Problem: Bei der Behandlung einer Schuppenflechte der Nägel müssen alle Beteiligten geduldig sein und dürfen nicht zu schnell aufgeben.
      Aktuelle Erhebungen gehen davon aus, dass 70 Prozent der Patienten mit Psoriasis arthritis eine Nagel-Beteiligung haben und 40 Prozent bis 50 Prozent der Haut-Psoriatiker. Eine Nagelpsoriasis ohne Hautbeteiligung ist möglich, aber eher selten. Am häufigsten kommen Tüpfelnägel und abgelöste Nagelplatten vor.
      Eine Nagelpsoriasis ist gut im Rheumascan (Xiralite) zu erkennen. Manchmal ist eine Biopsie des Nagelbettes zur eindeutigen Klärung der Diagnose notwendig.
      Welche Therapie angebracht ist, hängt davon ab, wie schwer der Nagel betroffen ist. Dafür sind inzwischen verschiedene Messmethoden entwickelt worden. International wird der NAPPA-Score (Nail Assessment in Psoriasis and Psoriatic Arthritis) verwendet. Man zählt die jeweiligen krankhaften Veränderungen auf den Nägeln und erfragt die körperlichen, psychischen und sozialen Belastungen der Erkrankung. Die Gewichtung aller Faktoren bestimmt den Schweregrad einer Nagelpsoriasis. Der Wert kann auch dann hoch sein, wenn die Schädigungen am Nagel zwar nicht extrem stark, die Lebensqualität aber erheblich beeinträchtig ist.
      Probleme im Alltag
      Gelbliche, bröckelnde und verformte, abgehobene Nägel sehen für andere Menschen unästhetisch aus, ganz gleich, ob die Hände oder die Füße gemeint sind. Betroffene versuchen, vor allem ihre Fingernägel vor scheelen Blicken zu verbergen und meiden deshalb soziale Kontakte bis hin zur Partnersuche. Greifen (Fingernägel) und Laufen (Zehennägel) werden zur Qual. Ganz gewöhnliche Verrichtungen in Alltag, Beruf und Sport fallen schwer und verursachen Schmerzen. Patienten mit schweren Nagelschädigungen sind länger krankgeschrieben, leiden erheblich an ihrer Situation und neigen zu Angst-Erkrankungen oder Depressionen.
      Es war lange nicht bekannt, dass Nägel, Sehnenansatz am Knochen (Enthese) und Knochenhaut anatomisch miteinander verbunden sind. Darüber wurde erst geforscht, als auffiel, dass Nagelveränderungen bei Patienten mit Psoriasis Arthritis deutlich häufiger vorkommen als bei denen ohne. Der Nagel ist funktional gleichzeitig mit Haut und Knochen verbunden. Vereinfacht dargestellt, kommt erst die Sehnenentzündung, dann die Nagelpsoriasis und schließlich die Psoriasis arthritis. Die Gelenk-Schuppenflechte ist um so ausgeprägter, je schlimmer die Nägel betroffen sind. Aufgrund der Erfahrungen mit anderen Begleiterkrankungen geht man davon aus, dass sich eine Psoriasis Arthritis weniger heftig entwickelt, wenn die Nagelpsoriasis frühzeitig behandelt wird.
      Bisher war es selten möglich, eine Nagelpsoriasis völlig abzuheilen. Meist dauerte es monatelang, bis deutliche Verbesserungen sichtbar wurden. Mit Cremes, Salben, Tinkturen oder Lotionen dringt ein Wirkstoff nur schwer oder überhaupt nicht in den Nagel ein. Auch durch intensives Einmassieren wird der Nagel nicht durchlässiger. Mit einem harnstoffhaltigen Nagellack kann man den Nagel meist nur weicher machen, damit hinterher ein Wirkstoff besser eindringen kann. Die Wirkung wird deutlich verstärkt, wenn ein Mittel unter luftdicht verschlossener Folie (Okklusiv-Verband) z.B. über Nacht einziehen kann.
      Andere Erkrankungen der Nägel
      Nicht jeder dicke, verhornte, bröselige Fingernägel ist einer, der eine Nagelpsoriasis birgt. Manchmal fällt es dem Arzt schwer, die Diagnose Nagelpsoriasis zu stellen. Das Problem ist, dass Nagelveränderungen bei Pilzinfektionen, Ekzemen, inneren Krankheiten bis hin zu Tumoren gleich aussehen können. Eine Pilzinfektion ist die häufigste Nagelerkrankung, die allein oder aber mit der Schuppenflechte zusammen auftreten kann. Schwierig wird es für den Arzt, wenn jemand keine Haut-Erscheinungen hat, sondern nur Veränderungen an Hand- und Fußnägeln.
      Nagelveränderungen gibt es auch wegen Ekzemen, Mangelernährung, Pilzen, Allergien zum Beispiel gegen Nagellack oder gegen Medikamente. Sprich: Wer den Verdacht hat, er hätte eine Nagelpsoriasis, sollte den Doktor erst mal nach einem Pilztest fragen. Erst wenn der negativ ist, sollte man sich tiefergehend mit der Nagelbehandlung beschäftigen.
      Um die Verwirrung zu steigern: Nagelpilz und Nagelpsoriasis können auch gleichzeitig auftreten.
      Nagelpsoriasis behandeln
      In schweren Fällen mussten die Dermatologen schon immer innere Medikamente geben. Nicht jedes davon wirkt direkt auf die Nägel bzw. nicht auf alle Formen der Nagelpsoriasis. Am besten helfen starke Präparate, die aber auch schwere Neben- und Wechselwirkungen haben können.
      Heute ist es der Medizin möglich, selbst eine schwere Nagelpsoriasis erfolgreich zu behandeln. Es liegen Studien vor, die genau beschreiben, wie und bei welcher Form ein Medikament hilft. Der Arzt kann also gezielter therapieren. Es sind vor allem neue, hochwirksame Biologika, auf die eine Nagelpsoriasis reagiert. Die Angst vor schwerwiegenden Nebenwirkungen ist überwiegend unbegründet: In Deutschland liegen bei allen innerlich wirkenden Schuppenflechte-Medikamenten die schwerwiegenden Nebenwirkungen unter 1 Prozent. Nur bei den Infekten lagen die Biologika etwas höher als die übrigen Medikamente. Das ergab eine aktuelle Sicherheitsanalyse aus dem Patienten-Registers „PsoBest“. Wer seine Blutwerte regelmäßig kontrollieren lässt, kann diese Medikamente beruhigt nehmen.
      Äußerliche Behandlungen
      Bei schwach ausgeprägten Veränderungen der Nägel kann eine äußerliche Behandlung sinnvoll sein. Studien dazu sind häufig mit nur wenigen Patienten und nicht nach streng wissenschaftlichen Maßstäben durchgeführt worden.
      Harnstoff (Urea) ist zu 15 Prozent im speziell für die Nagelpsoriasis entwickelten Nagellack Onypso enthalten. Nach sechs Monaten waren bei fast allen Patienten 43 Prozent der Nageldefekte zurückgegangen. Außerdem gibt es die Salbe Onyster mit 40 Prozent Urea. Sie löst den Nagel ab. Dadurch kann dann das Nagelbett direkt behandelt werden. Schwefel-/Schachtelhalm ist im Sililevo-Nagellack enthalten, der erfolgreich an Patienten mit Psoriasis-Nägeln getestet wurde. Seine Grundlage ist Hydroxypropylchitosan, kurz HPCH. Die Wirkung kann durch Clobetasol 0,05 Prozent, einem stark wirksamen Kortison, verstärkt werden. Als Rezeptur bezahlt das die Krankenkasse, den Lack pur nicht. Kortison gilt auch bei mittelschwerer bis schwerer Nagelpsoriasis als äußerliches „Mittel erster Wahl“. Verwendet werden stark bis sehr stark wirksame Kortisone, oft in Kombination mit 3 Prozent Salicylsäure oder mit Calcipotriol (z.B. Daivobet). Dazu wird zum Beispiel täglich ein Tropfen einer Kortison-Tinktur auf die Nagelwurzel und/oder das Nagelbett aufgetragen. Die Behandlung kann bis zu acht Monate dauern. Der Nagelzustand verbessert sich deutlich, verschlechtert sich aber meist wieder, wenn die Therapie abgesetzt wird. Bei schweren Fällen wird Kortison in das Nagelbett eingespritzt – mit einer normalen Spritze oder Impfpistole bei lokaler Betäubung. Und ja, das ist so schmerzhaft wie es sich anhört. Calcipotriol (Vitamin D 3 Analogika) wird empfohlen als Kombination mit einem Kortison (siehe oben), entweder abwechselnd („Tandem-Therapie“) oder als Mixtur. Die Wirkung kann gesteigert werden, wenn erst Salbe aufgetragen und dann über Nacht ein abschließender Verband z.B. aus Folie aufgezogen wird Tacrolimus (Protopic) hat in einer Studie nach nur zwölf Wochen Nägel vollständig abgeheilt. Es darf nur „off-label“ verschrieben werden, weil es nicht für die Behandlung der Schuppenflechte zugelassen ist. Alte oder nicht praktikable äußerliche Therapien
      5-Fluorouracil (Efudix) ist ein Zellwachstums-Hemmer, der nicht mehr zur Behandlung der Nagelpsoriasis empfohlen wird. Dithranol (Cignolin) ist bei der Nagelpsoriasis unwirksam. UV-Bestrahlungen werden bei der Nagelpsoriasis immer seltener eingesetzt, weil sie sehr zeitaufwendig sind. Den UV-Punktstrahler („Blue Point“) muss man vier bis sechs Wochen lang, möglichst täglich, auf die Nagelplatte einwirken lassen. Man bestrahlt mit UVB + UVA. PUVA arbeitet nur mit UVA. Der Nagel wird vorher mit Psoralen lichtempfindlich gemacht. Nur für PUVA liegen mehrere Studien vor, in denen sich die Nägel um 50 Prozent verbesserten. In einer Studie wurden psoriatische Nägel erfolgreich mit dem Excimer-Laser behandelt. Interferenzstrom hat sich als Therapie für die Nagelpsoriasis nicht durchgesetzt, obgleich es erste erfolgversprechende Ergebnisse gab. Therapie mit Röntgenstrahlen "Verstümmelungsbehandlung" mit Entfernung der psoriatischen Nagelveränderungen und anschließender Weiterbehandlung. Es gab einen grausigen Bericht im Pso-Magazin von einem Patienten, der sich von beiden großen Zehen die Nägel entfernen ließ. Zweimal pfuschten die Ärzte, der dritte operierte schließlich richtig, entfernte auch alle Nagelzellen, kürzte einen Endknochen, zog Hornhaut von unten hoch und vernähte alles. Der Patient hat keine Schmerzen mehr, keine Gelenkschmerzen und keine Schuppen. Der Arzt gibt zu Bedenken: An den Fingern braucht man die Nägel zum Greifen. Sein Rat: abends, nach Duschen oder Baden, wenn die Haut unter den Nägeln ohnehin aufgeweicht ist, Schuppen mit einem selbst zurechtgefeilten Haken entfernen; mit Spritze mit abgesägter Kanüle Eucerin dazwischen auftragen. Nagelpsoriasis würde diese schönen Finger- und Fußnägel nicht so schön aussehen lassen Innerliche Behandlung
      Bei schweren Nagelveränderungen ist häufig eine innerliche Therapie nötig – egal, wie stark die Haut von einer Schuppenflechte befallen ist. So werden auch deutliche Einschränkungen der Lebensqualität vermieden. Eine Psoriasis arthritis kann auf diese Weise ebenfalls "mitbehandelt" werden.
      Methotrexat (MTX) gilt als innerliches „Mittel der ersten Wahl“. Solide Studien zeigen, dass sich die Nägel nach 6 bis 12 Monaten um etwa 40 Prozent verbessern können. Kortison, in den Nagel gespritzt, galt lange als wirksamstes Mittel, v.a. bei Tüpfel und Nagelwurzel-Befall. In verschiedenen Studien wurde Triamcinolon-Acetonid injiziert, aber unterschiedlich häufig und lange. Nach 9 bis 12 Monaten besserten sich die Nägel. Die Injektion ist unangenehm, es muss örtlich betäubt werden und es besteht die Gefahr von Gewebsschwund bis hin zum Einriss der Sehne. Mit Kortison wird kaum noch behandelt, seitdem es wirksamere Medikamente gibt. Ciclosporin verbessert die Nagelpsoriasis erfahrungsgemäß, ohne dass es bisher Studienergebnisse gibt. Meistens wird es zusätzlich zu einer äußerlichen Behandlung verschrieben. Es können Wechsel- und schwere Nebenwirkungen auftreten. Deshalb wird es zurückhaltend verschrieben. Fumarsäureester (Fumaderm und Skilarence) ist bisher nur in einer sehr kleinen Studie darauf untersucht worden, wie es auf eine starke Nagelpsoriasis wirkt. Nach 12 Monaten verbesserten sich die Nägel um 50 Prozent. Eine weitere Verbesserung war nur noch schwer zu erreichen. Viele Ärzte setzen es zusätzlich zu einer äußerlichen Therapie ein. Acitretin (Neotigason, Acicutan) ist wissenschaftlich kaum inbezug auf Nagelpsoriasis untersucht worden. In einer Studie ergab sich nach 6 Monaten bei 41 Prozent der Patienten eine mittlere Besserung. Bei 25 Prozent heilten sie vollständig oder nahezu vollständig ab. Wird gerne mit PUVA kombiniert. Es können schwere Nebenwirkungen auftreten. Deshalb wird es zurückhaltend verschrieben. Biologika sind am besten darauf untersucht worden, wie erfolgreich sie auf die Nagelpsoriasis wirken. Sie werden grundsätzlich erst dann verschrieben, wenn andere Therapien nicht anschlagen. Infliximab (Remicade) spricht am schnellsten und wirkungsvollsten auf die Nagelpsoriasis an. Schon nach sechs Wochen sind deutliche Nagelverbesserungen sichtbar, nach 22 Wochen fast 90-prozentige. Innerhalb eines Jahres waren bei 50 Prozent der Patienten die Nägel vollständig oder nahezu vollständig abgeheilt. Bei Etanercept (Enbrel) waren das 30 Prozent. Die anderen Biologika sind ebenfalls etwas wirkungsvoller als konventionelle innerliche Medikamente. Neue Biologika werden oft in eigenen Studien speziell bei Nagelpsoriasis getestet. Darüber hier bald mehr. Tipps für Betroffene
      Pflegen: Nägel kurz halten, vorsichtig schneiden und möglichst feilen; in schweren Fällen medizinische Fußpflege beim Podologen. Ausgiebig und täglich in lauwarmen Salzwasser (z.B. Stassfurter Badesalz, Totes Meer Salz) einweichen. Danach vor allem die Haut an der Nagelwurzel und den Seitenrändern ausreichend rückfetten – praktischerweise mit einer Lotion. Waschen: Unter den Nägeln mit einem Papiertaschentuch abtrocknen, um Feuchtigkeit aufzunehmen. Dann rückfetten (s.o). Schützen: Beim Umgang mit Nässe und aggressiven Materialien in Beruf und Haushalt (Abwasch, Putzen) Handschuhe tragen. Vermeiden: Nägel vor Reibung, Druck oder Quetschung bewahren, Nagelhäutchen nicht abreißen, keinen acetonhaltigen Nagellackentferner benutzen, Nägel nicht als Werkzeug einsetzen. Erleichtern: Unter Arbeitshandschuhen dünne baumwollene tragen. Schuhe, die nicht auf befallene Zehen-Nägel drücken. Leichtes, weites Schuhwerk, das nicht drückt, tragen. Verschönern: Verdickungen und von Querrillen von erfahrenen Kosmetikerinnen (Podologen) abfeilen oder abfräsen lassen. Geglättete Oberfläche mit medizinischem Lack (z.B. Sililevo oder Onypso) stabilisieren. Entstellte oder zerfallende Nägel mit künstlichen Fingernägeln überdecken. Welche Erfahrungen hast du mit der Behandlung der Psoriasis an den Nägeln? Oder möchtest du erfahren, wie es anderen Betroffenen damit geht? Unsere Community ist dafür der richtige Ort.
      Gekürzte Fassung eines Artikels, der erstmals in der Zeitschrift PSOaktuell, Ausgabe 2/2013, erschienen ist.
      Tipps zum Weiterlesen
      Bei Nagel-Psoriasis häufig auch Pilz dabei – Behandlungserfolg fraglich
      (gesundheit.com, 1. Dezember 2014)
      In einem Tagungsbericht geht es um Nagelpilz und Nagelpsoriasis – angeblich wäre in 20 Prozent der Fälle beides gleichzeitig zu finden. Die sonst bei Nagelpilz gern eingesetzte innerliche Therapie mit einem Anti-Pilz-Mittel sei aber nicht so oft von Erfolg gekrönt – nämlich nur in 30 Prozent der Fälle. Und die Nagelpsoriasis würde davon auch nicht unbedingt besser. [lesen]
      Unter künstlichen Nägeln können Probleme heranwachsen
      (20 Minuten Online, 20.03.2013)
      Künstliche Fingernägel sind nicht ungefährlich. Dermatologen beobachten immer mehr Komplikationen - beispielsweise Infektionen unter dem Nagel oder Kontaktallergien. [lesen]
      Starke Nagel-Psoriasis macht anfälliger für Pilzinfektion
      (hautstadt.de, 19.04.2012; nicht mehr im Netz verfügbar)
      Bei einer Studie mit Menschen mit Nagel-Psoriasis zeigte sich bei 62 Prozent der Teilnehmer eine Pilzbesiedlung der Nägel. Allerdings ist es wie fast immer: Es gibt auch eine Studie, die etwas anderes sagt, zumindest, wenn man sich die Arten der Pilze ansieht. Das steht am Ende des Artikels.
      Welche Krankheiten Fingernägel verraten
      (Apotheken-Umschau, 14.04.2010)
      Veränderungen an den Fingernägeln können alles bedeuten – manchmal auch eine Psoriasis. Die Apotheken Umschau erklärt die Möglichkeiten in Wort und Bild. [lesen]
      Nagelpsoriasis – was wann wie helfen kann
      (Psoriasis Forum Berlin e.V., 2013)
      PDF-Datei eines Artikels mit ausführlichen Informationen [lesen]
      Nagelprothetik bei Psoriasis
      ("Flotte Feile")
      Jessica Dlling vom Nagelstudio "Flotte Feile" zeigt das Ergebnis ihrer Arbeit bei einem Fall von Nagel-Psoriasis. [ansehen]
      Bilder
      Hier siehst du, wie eine Schuppenflechte am Nagel oder an mehreren Nägeln aussehen kann. Es sind keine schönen Bilder, deshalb zeigen wir sie so klein – du kannst sie aber großklicken.
       
    • Hotaru
      By Hotaru
      Hallo alle miteinander!

      Dies ist mein erster Beitrag hier in dem Forum.

      Kurz zu meiner Person:
      Ich bin 26 Jahre und leide seit ich 18 bin an Morbus Crohn. Habe lange Zeit Cortison genommen bis zum Jahr 2009. Nach Beendigung der Cortison-Einnahme fing das Problem mit der Schuppenflechte am Kopf an. Vom Nacken wanderte es über die Kopfseite, vom hinteren Kopfteil immer weiter nach vorne.
      Ich war auch schon bei 3 Hautärzten, folgende Salben und Tinkturen habe ich bereits benutzt aber nichts hat geholfen:
      Cortision-Salben aus der Apotheke angerührt Daivobet Terzolin Ciclucutan Psorimed Nun habe ich vom Arzt Daivonex und und Clarelux Schaum verschrieben bekommen, gehe ich morgen in die Apotheke abholen.

      Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Das Ganze belastet mich wirklich sehr.
      Das Jucken auf dem Kopf macht mich Wahnsinn, dann kratze ich und alles fällt auf die Schulter.

      Nachdem ich die o.g. Salben und Tinkturen auf meinem Kopf einwirken gelassen habe fange ich an die Schuppen vom Kopf zu kratzen und wenn ich dann Wasser zum Haare waschen über den Kopf laufen lasse brennt es wie Feuer.

      Was gibt es noch für Alternativen die das Ganze vll. etwas lindern? Olivenöl habe ich mir ebenfalls schon auf den Kopf geschmiert.
      Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich habe das Gefühl die Ärzte wissen selber nicht was sie da eigentlich machen.

      Ich habe keine Lust weiter Cortison Präparate zu nehmen, damit wird es nur vorrübergehend gut aber nicht auf die Dauer.

      Vielleicht hat der ein oder andre von euch einen guten Rat.

      LG Hotaru
    • Jazz230589
      By Jazz230589
      Hallöchen,
      ich habe mir heute obiges Produkt gekauft. Überraschenderweise wurde der Juckreiz tatsächlich sofort gelindert, nicht langfristig, aber gerade für unterwegs ist das Fluid sehr praktisch und bei weitem nicht so klebrig wie Calcipotriol! Für ein SOS also gut zu besitzen

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Willkommen in der Community für Menschen mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Ohne Werbung, ohne Tracking, aber mit ganz viel Herz 💛

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