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Borax (Natriumboracicum) - jemand Erfahrung damit???

Hallo,
habe heute einige wirksame Heilmethoden für die Psoriasis entdeckt,

Unter anderem:

Borax: Boraxsalz gilt als ein klassisches Heilmittel und verbessert die natürliche Hautfunktionen und lindert alle Symptome der Schuppenflechte. Besonders in homöopathischer Form zeigt sich die Wirksamkeit in seiner ganzen Bandbreite.

Das hört sich schon einmal gut an. Hat jemand Erfahrung damit???

War in der Apotheke und habe mich darüber erkundigt.

Es gibt sie ohne Rezept zu kaufen als Borax C6, C12, C30 welche alle problemlos als Therapie angewandt werden können,

und die Borax C200 welche mit Rücksprache eines Homöopaden eingenommen werden sollen da sie sehr hoch dosiert sind.

Weiß jemand darüber Bescheid? hat es schon jemand ausprobiert?

Danke, Tom!!!

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Im übrigen wurde Marco nicht von Panzer angesprochen, komischerweise fühlte er sich aber anscheinend angesprochen.

Das war Teil der "Jugend forscht"-Polemik von Panzer -- wen, denkst Du, meinte er denn mit "Fussvolk"?

Gruß,

Marko

Das war Teil der "Jugend forscht"-Polemik von Panzer -- wen, denkst Du, meinte er denn mit "Fussvolk"?

Gruß,

Marko

Hey, du solltest ihr nicht so schwer zu knackende Nüsse servieren, so kurz vorm Wochenende...

Die Tatsache, dass jemand kein Experte auf einem bestimmten Gebiet ist, bedeutet also für dich, dass es sich um Hokuspokus handelt… Sehr interessant!

Wo steht denn das?

Schade, ich hatte eigentlich angenommen, dass man sich in diesem Forum über verschiedene Möglichkeiten und Methoden der Behandlung austauschen kann. Wenn jedes Posting, das euch nicht in den Kram passt, gleich zerpflückt und niedergeschmettert wird, dann werde ich euch in Zukunft mit meinen unqualifizierten Beiträgen verschonen und eben – so wie bisher – nur lesen.

Keine Ahnung, was du willst. Oder vielleicht doch: Ein Verlautbarungsforum mit nicht in Frage zu stellenden Meinungen. Aber pssst: das gibt's doch schon, draußen im Treppenhaus in den Blogs...

Wenn du ein bisschen Dialektik und Diskussion nur als "zerpflücken" und "niederschmettern" siehst, dann sind Foren vielleicht einfach nichts für dich. Es gibt gewiss genug Kuschelforen, in denen du dich mit verkündeten Meinungen, gewürzt mit dem Austausch bunter und blinkender Bildchen sehr wohl fühlen würdest.

Was mich aber dennoch interessieren würde: Warum bekriegt ihr euch so? Warum gibt es überhaupt Unterforen für „alternative“ Methoden, wenn doch alles Schwachfug ist?

So ein Unterforum könnte zum Beispiel dazu dienen, den Sinn oder Unsinn solcher Methoden dazulegen bzw. zu erörtern.

Im übrigen kommt das "Bekriegen" - ich weiß nicht, inwieweit du das mitbekommst - interessanterweise meist von denen, die eben nicht in der Lage sind auf rationaler Ebene zu argumentieren und die dann gerne vor sich hin mobben. Mal mehr, mal weniger elegant (Der Forentroll-Thread war leider weniger elegant aber ich fand ihn trotzdem amüsant, weil die Initiatorin sich damit genauso darstellt, wie sie eben ist.)

Wir sind doch alle aus dem selben Grund hier.

Alle? Da sind dir aber viele Beiträge entgangen...

Man muss nicht alles verstehen, man muss auch nicht alles nachvollziehen und gutheißen aber man sollte eine andere Meinung zumindest akzeptieren und zwar ohne den Versuch den anderen lächerlich zu machen.

Möglicherweise *fühlen* sich manche lächerlich gemacht, wenn man über ihre lächerlichen Thesen schreibt.

Ein Forum ist zum gegenseitigen Austausch da und nicht dazu, um Leute mit einer anderen Meinung niederzumachen.

Natürlich geht es nicht darum Leute niederzumachen. Erzähl das doch mal denjenigen, die dafür sogar extra Threads erstellen....

In einem Forum sollte man sich austauschen und auch mal kontrovers diskutieren können, ohne gleich als Ignorant hingestellt zu werden.

Klar doch.

Und noch was: Wenn du deine Vorsorgeuntersuchungen wirklich alle selbst bezahlst, dann bist du selbst schuld!

Die Bemerkung gehört jetzt auch in die Kategorie "nettes miteinander"?
Die Tatsache, dass jemand kein Experte auf einem bestimmten Gebiet ist, bedeutet also für dich, dass es sich um Hokuspokus handelt… Sehr interessant!

Äh nein, das habe ich nie gesagt. Du wirfst alles durcheinander und dichtest Dinge dazu. Eine Goldwaage besitze ich nicht, aber ich finde es durchaus hilfreich, wenn man schon argumentiert, da auch irgendwie logisch zu bleiben, sonst wird es ein einziges Marktgeschrei.

Schade, ich hatte eigentlich angenommen, dass man sich in diesem Forum über verschiedene Möglichkeiten und Methoden der Behandlung austauschen kann.

Genau das wird hier gemacht. Ich habe sachlich auf deine Beiträge geantwortet und du reagierst beleidigt. Warum?

Und noch was: Wenn du deine Vorsorgeuntersuchungen wirklich alle selbst bezahlst, dann bist du selbst schuld!

Nicht ALLE! Aber viele. Das ändert jedoch nichts an meinem Argument.

Grüße

Antje

  • Ersteller

Also noch einmal für "fast" alle die wohl gegen etwas gelaufen sind !!!

Den ganzen "Rotz" was hier manche schreiben interessiert doch kein Schwein,

meine Frage war - Borax - jemand Erfahrung damit???

wenn ihr keine vernünftige Antworten geben könnt lasst es einfach oder teilt euch im Chat oder per PN aus,

bitte dieses Thema schließen !!!

meine Frage war - Borax - jemand Erfahrung damit???

Und auf diese Frage erwartest Du ernsthaft eine Antwort? Sorry, das kann ja keiner ahnen. Okay, also: Würde ich fragen, ob schon jemand Erfahrung hat mit "Legosteine-in-der-Waschmaschine-waschen", dann wäre die Antwort die gleiche wie auf Deine Frage: Was hat das mit Psoriasis zu tun?

Gruß,

Marko

Ich finde das Borax-Thema sehr interessant. Warum sollte man einen Thread schließen, der noch gar nicht ausdiskutiert ist?

Wenn das Mittel so toll gegen Pso wirkt, wie im ersten Beitrag zitiert, dann werden sich gewiss bald auch Menschen melden, die mit diesem Mittel geheilt wurden...

  • Ersteller

@Marko - weil Borax auch gegen Psoriasis helfen soll

@KeinePanik - dieses Thema wurde von Anfang an falsch diskutiert mit "manchen" Antworten die für den Müll sind

ich habe mir in der Apotheke 10g geholt sind etwa 80Stück und nehme seit gestern 3x5 Stück zum testen bevor ich mit Fumaderm oder Enbrel anfange,

Borax kann bei Haut- oder Augenkontakt sowie beim Einatmen des feinen Pulvers Entzündungen hervorrufen. Bei Verschlucken kann es zu Reizungen des Magen-Darm-Trakts kommen; größere Mengen wirken tödlich.

Gerd

@ Gerd

Mit Borax in tatsächlich homöopathischer Zubereitung können diese Dinge nicht passieren, weil die Konzentrationen sehr niedrig sind.

Den rüden Tonfall in manchen Beiträgen bedaure ich schon. Zu den von mir vertretenen Inhalten, stehe ich. Ich habe PSO. Aus diesem Grund beteilige ich mich an den Diskussionen. Aufgrund meines Berufs sehe ich mich in der Lage Beiträge, die eine fachliche Grundlage haben, zu bringen.

Dass es unter den Experten ebenso wie bei denen, die sich hier am Austausch betiligen, ohne Fachleute im Bereich der Medizin zu sein, unterschiedliche Meinungen gibt, finde ich normal.

Eigene Erfahrungen mit Borax in homöopathischer Zubereitung konnte ich nicht beisteuern. Eingemischt habe ich mich, weil auf der Basis meiner Fachkenntnisse glaubte, einen sinnvollen Beitrag liefern zu können. Damit, dass manche "Laien" wie Fachleute anderer Meinung sind, kann ich gut leben. Diese Menschen halte ich nicht für meine "Feinde", allerdings haben wir konträre Positionen in dieser Frage.

Für meine Postion werde ich dennoch weiter streiten, weil ich glaube, die besseren Argumente zu haben.

Allen Interessierten empfehle ich den folgenden Link. Hier wird zwar eher für Homöopathie argumentiert aber es wird doch ein wenig mehr über das geschrieben, was in der Homöopathie passiert. Auch wenn ich nicht überzeugt von den Inhalten bin, kommt hier eine ganze Menge über das Wesen dieser Behandlungsform zum Ausdruck:

http://www.dcg.se/images/FOCUSnr14_3april20060405.pdf.

Gruß, Kuno

@Kuno:smile-alt:

ein Musterbeitrag! Diese Gelassenheit und Ausgewogenheit; so kann man mit Provokationen und Anfeindungen auch umgehen. ;)wenn in Deinen Beiträgen nicht so "auffallend wenige" Tippfehler wären,-fast perfekt.

Danke u. liebe Grüße

Savant

Allen Interessierten empfehle ich den folgenden Link. Hier wird zwar eher für Homöopathie argumentiert aber es wird doch ein wenig mehr über das geschrieben, was in der Homöopathie passiert. Auch wenn ich nicht überzeugt von den Inhalten bin, kommt hier eine ganze Menge über das Wesen dieser Behandlungsform zum Ausdruck:

http://www.dcg.se/images/FOCUSnr14_3april20060405.pdf.

Gruß, Kuno

Einen Focus Artikel in dieser Sache heranzuführen finde ich etwas problematisch. Der laviert meines Erachtens sehr zwischen gefälliger Aufmachung und eines Modethemas und einem "eigentlich ist schon klar, dass Homöopathie an sich nicht wirkt." Ärgerlich sind dann die - im Artikel selbst so genannten "Geschichten" - wie die vom wunderbar geheilten "Leukämie-Kind". Ja, klar, das weißt du auch als Arzt, dass es immer wieder unerklärte Spontanheilungen gibt. Die aber in dem meisten Fällen mit Homöopathie so gar nicht verlinkt sind. Und du weißt als Arzt gewiss auch, dass ein erheblicher Anteil von Beschwerden mit oder ohne Behandlung verschwindet. Darauf dürfte der "legendäre" Erfolg von Homöopathie im Westentlichen basieren.

Die Conclusio des Artikels, dass eine Art ganzheitlicher Medizin, die sich wirklich um den Patienten kümmert viel vom der angeblichen Wirksamkeit der Homöopathie erklärt, die ist ja auch hier weitgehend unumstritten.

Noch ein Wort zu deiner Kompetenz als Arzt. Ich halte deine Beitrgäe hier für fundiert und an der Sache orientiert. Allerdings kommst du aus einer Richtung, die mit Dermatologie wohl eher am Rande zu tun hat und Phänomene oder Themen der Wirkung von Medikamenten sind für mich daher - gerade bei der Erklärung der Grundlage von Homöopathie (besser der Nichterklärung) - bei anderen Naturwissenschaftlern wie Chemikern oder Physikern möglicherweise "präziser" aufgehoben.

Außerdem vermute ich, dass hier im Forum einige User über Pso-spezifische Themen mehr wissen, als ihre behandelnde Hautärzte oder andere Mediziner. No pun intented - Ich weiß, dass Ärzte das nicht gern hören.

@ keine panik

Du hast Recht, ich bin kein Dermatologe. Ich arbeite in der Rehabilitation Suchtkranken, insbesondere Drogenabhängigen. Gerade in diesem Bereich hat sich die ganzheitliche Sicht bewährt. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass das in der Dermatologie nicht anders ist. Letztlich geht es überall um den ganzen Menschen.

Zur Medizin bin ich übrigens gekommen, weil meine Interessen auf den Gebieten Naturwissenschaften, Psychologie und Gesellschaftswissenschaften ungefähr gleich stark waren. Es handelt sich sozusagen um eine Synthese aus verschiedenen Interessen. Das hat sich dann noch einmal bei meiner Entscheidung für die Psychiatrie wiederholt. In die Hautmedizin habe ich im Studium durch ein Praktikum einmal "hineingerochen." Die Diagnostik fand ich damals so schwierig, dass ich wieder davon Abstand genommen habe. Von meiner eigenen Psoriasis habe ich damals noch gar nichts geahnt, obwohl sie damals schon vorhanden war, aber auch nicht von Dermatologen erkannt worden ist.

Sicherlich bin ich durch die jahrelange Praxis in der Suchtmedizin ein wenig weggekommen. Aber die Erkenntnisse der Neurobiologie verändern zurzeit die Psychiatrie insgesamt, besonders aber die Suchtmedizin. Erst durch moderne bildgebende Verfahren wie MRT und PET ist es möglich geworden zu erkennen, was im lebenden Gehirn geschieht. Es war für mich sehr interessant, dass sich so manche Erkenntnis aus dem Alltag sich auf einmal auf einer naturwissenschaftlichen Basis darstellen ließ. Was früher - oft von fachfremden Medizinern oder von Laien - als "Gelaber der Psychos" abgetan wurde, lässt sich nun bildlich darstellen. Die Erkenntnis der Neuroplastizität hat das frühere Verständnis des Nervensystems geradezu auf den Kopf gestellt. Hieß es früher, dass sich im Gehirn nur wenig verändert, besagen heutige Erkenntnisse, dass sich die Verbindungen im Gehirn sich ständig dem anpassen, was der Mensch über längere Zeit tut. Mache ich das, was andere mit den Händen machen mit den Füßen werden plötzlich viel mehr Zellen für die Sensorik und Motorik der Füße vernetzt, während die entsprechende Repräsentanz der Hände deutlich weniger wird. Ich hoffe sehr, demnächst als Rentner mit einem kleinen Job viel Zeit zu haben, um mich stärker in diese Gebiete einzuarbeiten.

Aber auch in der Dermatologe haben die Erkenntnisse sehr zugenommen, dadurch dass man z. B. viel mehr über die Autoimmunprozesse bei der Psoriasis weiß. Hochinteressant wird es sein, zu erkennen, wie bei manchen von uns z. B. Stress oder andere Faktoren auslösend wirken bzw. den Verlauf beeinflussen. Die Interaktion von Immunsystem und Psyche ist auch ausgesprochen spannend. Auch hier gibt es ja sehr enge Verbindungen zwischen Psyche und Organismus (natürlich in beiden Richtungen!)

Zurück zum Thema: Den Focusaufsatz habe ich nicht ausgewählt, weil ich ihn so überragend finde, aber es wird dort ja deutlich, wie allzu oft aus Einzeldarstellungen die Wirksamkeit der Homöopathie abgeleitet wird. Es wird das andere Vorgehen mancher, aber längst nicht aller, Behandler gegenüber der GKV- Kassenmedizin beschrieben. Allein der sorgsame und respektvolle Umgang mit kranken Menschen kann auf unspezifische Weise unerwartete Kräfte entfalten. Die pharmakologischen Grundlagen der Homöopathie sind äußerst dürftig. Der Rückgriff auf das sogenannte Wassergedächtnis und das Bose-Einstein-Kondensat - s. Aufsatz im Focus - sind rein spekulativ. Sie werden in keiner Weise plausibel gemacht und stehen in ähnlichen Verhältnissen wie Astronomie und Astrologie. (Hoffentlich eröffne ich hier nicht die Büchse der Pandora für eine neue unselige Diskussion.)

Grüße aus Hannover von Kuno

@ keine panik

Du hast Recht, ich bin kein Dermatologe. Ich arbeite in der Rehabilitation Suchtkranken, insbesondere Drogenabhängigen. Gerade in diesem Bereich hat sich die ganzheitliche Sicht bewährt. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass das in der Dermatologie nicht anders ist. Letztlich geht es überall um den ganzen Menschen.

Ich möchte nicht bestreiten, dass es letztlich immer um den "ganzen Menschen" geht. Und natürlich tut es manchen Psolern besonders gut, wenn ihnen auch die Psyche "gestreichelt" wird. Trotzdem darf man sich m.E. durchaus eine etwas "mechanistische" Sichtweise bei Krankheiten bewahren. Das hat für mich mit Ursache und Wirkung zu tun, mit erklärbaren Prozessen, deren Grundlage Chemie, Physik, Biologie sind.

Mir kommt da der - in der Signatur von Marko gelegentlich aufscheinende - Houssche Spruch "Ich habe kein Schmerzbewältigungsproblem, ich habe ein Schmerz-Problem" in den Sinn. Ich habe kein Pso-Bewältigungsproblem sondern ein Pso-Problem. Mir genügte es völlig, wenn man ein wirkungsvolles Mittel zur Symptomunterdrückung finden würde (Fumaderm schaffts ja mehr schlecht als recht schon), dass dem Rest des Körpers nicht allzu sehr schadet. Da braucht es keine ganzheitliche Behandlung. So wie ich einen faulen Zahn loswerden möchte, einen Abzess egal wo.

Wenn ich eine allergische Reaktion auf irgendwelche Pollen habe, dann nehme ich Loratadin und fertig. Da muss ich meine psychische Verfassung nicht auf die Reihe bringen sondern nehme ein wirksames Medikament. Fertig. Von meinen Geschwistern bin ich der einzige mit Pso. Wir sind unter gleichen Bedingungen aufgewachsen, wir sind ähnlich "gestrickt" (also keine großen Unterschiede in der Psyche, soweit ich es beurteilen kann), leben unter ähnlichen Lebensumständen ... aber genetisch hat es halt mich erwischt. Eine ganzheitliche Sicht auf mich als Patienten. Ja, nett aber ich brauche es nicht wirklich.

Zur Medizin bin ich übrigens gekommen, weil meine Interessen auf den Gebieten Naturwissenschaften, Psychologie und Gesellschaftswissenschaften ungefähr gleich stark waren. Es handelt sich sozusagen um eine Synthese aus verschiedenen Interessen. Das hat sich dann noch einmal bei meiner Entscheidung für die Psychiatrie wiederholt.

Im Grunde ein ideale Berufsfindung und Berufswahl.

Sicherlich bin ich durch die jahrelange Praxis in der Suchtmedizin ein wenig weggekommen. Aber die Erkenntnisse der Neurobiologie verändern zurzeit die Psychiatrie insgesamt, besonders aber die Suchtmedizin. Erst durch moderne bildgebende Verfahren wie MRT und PET ist es möglich geworden zu erkennen, was im lebenden Gehirn geschieht. Es war für mich sehr interessant, dass sich so manche Erkenntnis aus dem Alltag sich auf einmal auf einer naturwissenschaftlichen Basis darstellen ließ. Was früher - oft von fachfremden Medizinern oder von Laien - als "Gelaber der Psychos" abgetan wurde, lässt sich nun bildlich darstellen. Die Erkenntnis der Neuroplastizität hat das frühere Verständnis des Nervensystems geradezu auf den Kopf gestellt. Hieß es früher, dass sich im Gehirn nur wenig verändert, besagen heutige Erkenntnisse, dass sich die Verbindungen im Gehirn sich ständig dem anpassen, was der Mensch über längere Zeit tut. Mache ich das, was andere mit den Händen machen mit den Füßen werden plötzlich viel mehr Zellen für die Sensorik und Motorik der Füße vernetzt, während die entsprechende Repräsentanz der Hände deutlich weniger wird. Ich hoffe sehr, demnächst als Rentner mit einem kleinen Job viel Zeit zu haben, um mich stärker in diese Gebiete einzuarbeiten.

Ansatzweise bekommt man das ja auch als Laie mit. Was ich aus diesen Erkenntnissen ableite ist, dass *wissenschaftliches* Arbeiten zu diesem Wissen führt. Grundlagenforschung auf der Basis rationaler Tätigkeiten.

Aber auch in der Dermatologe haben die Erkenntnisse sehr zugenommen, dadurch dass man z. B. viel mehr über die Autoimmunprozesse bei der Psoriasis weiß. Hochinteressant wird es sein, zu erkennen, wie bei manchen von uns z. B. Stress oder andere Faktoren auslösend wirken bzw. den Verlauf beeinflussen. Die Interaktion von Immunsystem und Psyche ist auch ausgesprochen spannend. Auch hier gibt es ja sehr enge Verbindungen zwischen Psyche und Organismus (natürlich in beiden Richtungen!)

Dass es diese Verbindungen zwischen Immunsystem und Psyche gibt bestreite ich nicht. Letztlich ist das ja auch schlicht ein chemisches Thema: Wenn Hormone und andere Botenstoffe im Körper frei gesetzt werden, dann werden Wirkungen ausgelöst. Dass sich damit in gewissem Rahmen auch Kranheiten beeinflussen lassen, ist unbestritten.

Stellt sich trotzdem die Frage, ob man die HPM (Hokus-Pokus-Medizin) damit rechtfertigen kann, dass es anscheinend genug Menschen gibt, die sich mit dem Zauber als Placebo begnügen. Dummerweise gibt es eben auch genug negative Seiteneffekte, von denen das Verschwenden von Geld vielleicht zu den harmloseren gehört.

Zurück zum Thema: Den Focusaufsatz habe ich nicht ausgewählt, weil ich ihn so überragend finde, aber es wird dort ja deutlich, wie allzu oft aus Einzeldarstellungen die Wirksamkeit der Homöopathie abgeleitet wird.

Das wird aber leider vor allem nur für die deutlich, die das einigermaßen kritisch lesen.

Es wird das andere Vorgehen mancher, aber längst nicht aller, Behandler gegenüber der GKV- Kassenmedizin beschrieben. Allein der sorgsame und respektvolle Umgang mit kranken Menschen kann auf unspezifische Weise unerwartete Kräfte entfalten.

"auf unspezifische Weise unerwartete Kräfte entfalten." Ja, sicher. Aber nochmal die Frage: Rechtfertigt das die halbstaatliche Förderung von Alchemie? Auf was für einem Level bewegt sich denn eine Gesellschaft, bei der ein großer Teil der Bevölkerung in wichtigen Fragen ein paar Jahrhunderte der wissenschaftlichen Entwicklung ignoriert? What's next? Kreationismus als Pflichfach beim Einheitsabitur?

Die pharmakologischen Grundlagen der Homöopathie sind äußerst dürftig.

Eine euphemistische Bezeichnung...

Der Rückgriff auf das sogenannte Wassergedächtnis und das Bose-Einstein-Kondensat - s. Aufsatz im Focus - sind rein spekulativ. Sie werden in keiner Weise plausibel gemacht und stehen in ähnlichen Verhältnissen wie Astronomie und Astrologie. (Hoffentlich eröffne ich hier nicht die Büchse der Pandora für eine neue unselige Diskussion.)

Unselig wäre eine solche Diskussion nicht. Man kann gar nicht genug über solche Themen schreiben. Ansonsten - und das ist ja offensichtlich leider zunehmend der Fall - wird Spekulation, Irrationalität und "anything goes" zum Mainstream.

@ keine panik

Hallo, ich finde es schön, dass Du so detailliert auf meinen Beitrag eingehst. Grundsätzlich möchte ich mich für eine wissenschaftlich fundierte Medizin stark machen. Je körpernäher ein Prozess ist, um so besser ist er auch naturwissenschaftlich zu beschreiben. Um so eher ist es auch möglich naturwissenschaftlich fundiert, also mit chemisch definierten Substanzen einzugreifen.

Nun will ich nicht den vom Körper losgelösten Geist oder eine so geartete Seele aus der Tasche ziehen. Aus meiner Sicht haben alle seelischen und geistigen Prozesse eine naturwissenschaftliche Grundlage. Aber Geist und Seele stehen dazu in einem ähnlichen Verhältnis wie die Inhalte zu den Bits und Bytes auf der magnetisierten Festplatte oder die Literatur zum Alphabet.

Damit will ich nicht sagen, dass das Seelen- und Geistesleben noch eine eigen Qualität hat, die nicht allein mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen zu beschreiben sind.

Aber das ist selbstverständlich keine Begründung für eine Hokuspokusmedizin. Unter Umständen kann Hoffnung, selbst wenn sie durch Placebo erzeugt ist, sich aber dennoch günstig auswirken. Es kann einem Menschen gut tun, wenn er als ganzes Individuum gesehen wird und nicht auf seine Galle reduziert wird. Hieraus würde ich aber nicht folgern, dass nun künftig Gallensteine oder Nierensteine durch als angenehm empfundenes Handauflegen zu beseitigen wären.

Auch wird die Hoffnung im Allgeminen nicht ausreichen, um einen bösartigen Tumor zu vernichten. Trotzdem kann Hoffnung helfen eine schwere Erkankung leichter zu überstehen, als dies einem Menschen gelingt, der verzweifelt und hoffnungslos ist. Da wirken im Organismus Körperlichkeit und Seelenleben oft eng zusammen.

Um mich herum sind viele Menschen auch solche, die ich sehr schätze, die viel von Homöopathie und "Alternativmedizin" halten. Da komme ich mir mit meinen nüchternen Beschreibungen der rationalen Medizin manchmal wie ein Spielverderber vor. Dennoch vertete ich meine Meinung und ecke damit dann auch einmal ziemlich an.

So, jetzt lasse ich den PC erst inmal wieder PC sein. Viele Grüße von Kuno

  • Ersteller

gut das euch zweien nicht langweilig ist!!!

ich lese schon lange nicht mehr was ihr überhaupt schreibt, sehe nur das es neue Antworten gibt - was drinnen steht - keine Ahnung, nur so am Rande!!!

... keine Ahnung ...

Das dürfte Dein Hauptproblem sein.

Gruß,

Marko

  • Ersteller
Das dürfte Dein Hauptproblem sein.

Gruß,

Marko

Aufpassen!!! nicht beleidigend werden,

ich meine "keine Ahnung" weil ich es nicht lese bzw. mich nicht interessiert, OK!!!

gut das euch zweien nicht langweilig ist!!!

ich lese schon lange nicht mehr was ihr überhaupt schreibt, sehe nur das es neue Antworten gibt - was drinnen steht - keine Ahnung, nur so am Rande!!!

Hallo, r.r1tom

Nur eine ganz neutrale Frage: wen meinst du mit den zweien?

liebe Grüße

Beate

...

Dazu muss ich gar nichts mehr schreiben. Könnte ich alles unterschreiben.

in der Signatur von Marko gelegentlich aufscheinende - Houssche Spruch "Ich habe kein Schmerzbewältigungsproblem, ich habe ein Schmerz-Problem" in den Sinn.

Den Spruch hat doch Eleyne schon lange Zeit als Signatur. Sie hatte schon eher was mit Dr. House als Marko :zwinker-alt:

Den Spruch hat doch Eleyne schon lange Zeit als Signatur. Sie hatte schon eher was mit Dr. House als Marko :zwinker-alt:

Stimmt! Womöglich hatte ich das verwechselt. Aber bei Marko muss es auch schon zu sehen gewesen sein ;-)

Hallo, r.r1tom

Nur eine ganz neutrale Frage: wen meinst du mit den zweien?

liebe Grüße

Beate

Was für eine intelligente, themenbezogene und natürlich auch friedensstiftende Frage.

Danke fürs Kompliment!

Beate

  • 4 Monate später...

Habe mit Borax super Erfahrungen gemacht! Hat innerhalb kürzester Zeit viel weniger gejuckt. Kann ich nur jedem weiterempfehlen. Ansosten würde ich es auch mal gerne mit den türkischen Knabberfischen ausprobieren.

Grüße Klaus123

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