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Cosentyx bzw. MTX und Hautkrebs -Zweitmeinung

Guten Tag Frau Dr. Vogelsang. Ich bin 60 Jahre alt und habe seit Mitte der 90ziger Jahre Psoriasis mit Beteiligung der Haut und Nägel. Vor ca. 2 Jahren wurde bei mir eine leichte PSA festgestellt. Ich bin ein heller Hauttyp und war rothaarig. Meine Mutter hatte mit 60 Jahren in malignes Melanom (T2). Sie bekam Interferon und wurde geheilt. Ich war viel in der Sonne, am Meer und habe auch entsprechende Haut. Die Psoriasis wurde zuerst konservativ mit diversen (kortisonhaltigen) Salben, Daivobet, Silkis usw. und Minutentherapie behandelt. Dazu kam während diverser Kuren auf Borkum (6x) Balneophototherapie bzw. PUVA-Behandlung. Als erstes systematisches Medikament bekam ich Fumaderm initial, was ich anfangs gut vertragen habe. Nach Durchfällen während der Aufdosierunng musste ich es jedoch absetzen. Ab September 2015 nahm ich an der UKM an einer Studie mit Secukinumab teil. Bereits nach 3 Wochen war meine Haut schuppenfrei. Die letzte Injektion bekam ich Ende April 2016. Bis dahin haben sich die Nagelveränderungen an den Händen und Füssen komplett zurückgebildet und auch die Hüftbeschwerden und die Morgensteifigkeit verschwanden. Im Juni 2016 wurde bei mir beim Hautkrebscreening von meinem Hautarzt ein Lentigo maligna am Rücken entdeckt und operiert. Deshalb flog ich aus der Studie heraus, weil nicht auszuschließen ist, dass das Cosentyx die Ursache des Melanoms ist. Dann habe ich bis Oktober garnichts mehr unternommen. Das Cosentyx wirkte lange nach. Während der 8 monatiger Behandlung damit hatte ich übrigens keine Nebenwirkungen. Im Oktober tauchten wieder die ersten Schuppen und Nagelveränderungen auf. Daraufhin bekam ich MTX-Pens (15mg) in Kombination mit Folsäure verordnet. Das MTX hat auch schnell gewirkt. Die Haut ist bis auf 3 kleine Stellen an Ellbogen und Knie fast rein. PSA ist wohl gestoppt nur die Nägel sehen wieder unschön aus. Vor 4 Wochen wurde bei mir am Rücken ein weiteres Melanome in Situ festgestellt und entfernt. Ein mögliches Drittes wird im Januar geprobt. Mein Hautarzt vor Ort rät mir dringend dazu, das MTX abzusetzen, weil es das Risiko, an einem Melanom zu erkranken, verdreifachen soll. Er rät mir zu Cosentyx. An der UKM rät man mir dagegen, dass MTX jedoch ab Januar 2017 mit niedrigerer Dosierung nämlich 10 statt 15 mg beizubehalten. Begründung: MTX sei ein langerprobtes sicheres Medikament, während man beim Cosentyx über Langzeitnebenwirkungen noch nicht viel weiß.

Ich bitte Sie herzlich um Ihren Rat.... insbesondere, weil mir ein Rheumatologe auch bereit wäre, das Cosentyx zu verordnen!

 

Vielen Dank

 

 

 

Bearbeitet ( von Rudi6591)

Hervorgehobene Antworten

Guten Abend!

 

Ich kann Ihre Verunsicherung gut verstehen, zwei unterschiedliche Therapievorschläge zu erhalten kann nur unsicher machen.

Ich hoffe jedoch, dass Sie verstehen, dass ich keine Therapieaussage in Ihrem speziellen und komplexen Fall im Rahmen eines Internetforums treffen kann.

An Ihrer Stelle würde ich mir einen behandelnden Arzt aussuchen, zu dem Sie ein Vertrauensverhältnis haben und mit dem Sie die Therapie abstimmen und durchführen können. Regelmäßige Ganzkörperinspektionen sind für Sie natürlich Pflicht und die Sonne sollte ebenfalls gemieden werden.

Liebe Grüße,

Lena Vogelgsang

 

 

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