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Hallo,

hier etwas zu meinem Befund:

Ich habe seit Anfang 2019 eine diagnostizierte Psoriasis Arthritis hauptsächlich in den Händen, aber das Laufen ist anfänglich auch beschwehrlich, dies gibt sich aber dann nach einigen Metern.

Anfänglich wurde ich mit Cortison und MTX 15 mg/ml behandelt. Schnell wurde die MTX dosis auf das Maximum von 25 mg/ml wöchentlich erhöht.

Da dieses Medikament noch nicht ausreichte, wurde zusätzlich noch eine Therapie mit Cosentyx (300 mg alle 4 Wochen) angefangen.

Mitte letzten Jahres habe ich dann eine Schwerbehinderung beantragt. 

Ende 2019 bekam ich dann den Bescheid über einen GdB von 20.

 

Da mir dies für die Beeinträchtigung zu wenig erschien, habe ich wiederspruch eingelegt (vorerst ohne Anwalt) der abgelehnt wurde.

Daraufhin habe ich einen Anwalt kontaktiert und Klage beim Sozialgericht eingereicht, heute erhalte ich ein Teilanerkenntnis vom Niedersächsischen Landesamt, wo mir ein GdB von 30 zugesprochen wurde, mit dem Hinweis ich könne ja eine Gleichstellung beantragen.

Soviel zu meinem Fall.

 

Was meint Ihr?

Ich bin der Meinung, dass mir aufgrund der starken Beschwerden, sowie einer doppelten immunsuppressions Therapie ein GdB von 50 zustehen würde.

 

Vielen Dank für eure Antworten.

 

Bearbeitet ( von Orion_99)
Schreibfehler Cosentyx

Hervorgehobene Antworten

Hallo Orion_99

Würde mich da mal an den VdK wenden. Die sind in solchen Sachen der Fachmann-frau😏

Ich habe mit den VdK sehr gute Erfahrungen gemacht.

LG Donna

Bearbeitet ( von Donna)

Hallo Orion 

Du hättest gleich zum VDK gehen müssen jetzt musst du erstmal die Füße still halten das wird jetzt nichts mehr das dauert Jahre. Ich habe die gleiche Geschichte wie du und habe den Tipp von unserem Schwerbehinderter Obmann in der Firma vom VDK bekommen und den habe ich befolgt ich habe auf Anhieb und nach sechs Wochen den Schwerbehinderten Ausweiß ohne zu mucken mit einem Grad von 50 erhalten. Also warten . Viel Glück aber berichte bitte weiter von deinem Leidensweg es wäre für alle hier interessant zu sehen was draus geworden ist.

 

Schöne Grüße 

  • Ersteller

Hallo @Donna, hallo @Lilli1 ,

vielen Dank für eure Meldungen.

Nachdem ich die Nachricht von @Donna gelesen habe, kam mir die Idee mich mal mit dem VdK in Verbindung zusetzen und evtl. meinem Anwalt das Mandat zu entziehen. Ich habe nämlich die Befürchtung, dass ich keinen guten anwalt erwischt habe.

@Lilli1 meinst Du echt, dass es keinen anderen Weg gibt als den Klageprozess abzuwarten?

 

Der Anwalt hat mir empfohlen, ich soll das Teilanerkenntnis anehmen und den Rechtsstreit weiter fortführen.

 

Viele Grüße

Hallo Orion,

zunächst mal toi toi toi für Deine Behandlung. Darf ich fragen, wie Du mit den Medikamenten jetzt eingestellt bist? Corti auf Dauer ist eigentlich nicht das Ziel. Cosentyx als Monotherapie ist eher das angestrebte Ziel. Meine Erfahrung mit Cosentyx hat mir gezeigt, dass selbst noch nach Monaten und mit zum Teil starken Rückschläge aufgrund von NW und neuen Schüben eine merkliche Besserung einsetzen kann. Bei mir ist die PsA Mitte 2019 ausgebrochen und Anfang Januar diagnostiziert und gleich mit Cosentyx behandelt wurden. Nun habe ich recht geringe PsA-Beschwerden, dafür mit den NW von Cosentyx zu kämpfen. Bitter, aber in Summe sicherlich noch besser als vorher.

 

Danke für eine kurze Rückmeldung, habe auch vor, "den Antrag" zu stellen.


VG

Bearbeitet ( von s9874471)

ich kann da auch nur den VDK empfehlen...... wobei das Amt davon ausgeht dass man, wenn man ein Medikament erfolgreich nimmt, nun ja keine Beschwerden mehr hat und ein höherer GDB nicht gerechtfertigt ist.......

 

lg

Claudia

  • Ersteller

Hallo @s9874471,

4 minutes ago, s9874471 said:

Darf ich fragen, wie Du mit den Medikamenten jetzt eingestellt bist?

wie bereits erwähnt MTX 25 mg/ml wöchentlich und 24 Std. später 10 mg Folsan und Vitamin D3 (20.000) + einmal im Monat Cosentyx 300 mg.

2 minutes ago, s9874471 said:

Corti auf Dauer ist eigentlich nicht das Ziel.

Cortison nehme ich nicht mehr, hatte ich oben nicht erwähnt, das war nur zu Beginn und wurde nach Besserung immer weiter reduziert.

 

vor 3 Minuten schrieb Schlupp10:

ich kann da auch nur den VDK empfehlen...... wobei das Amt davon ausgeht dass man, wenn man ein Medikament erfolgreich nimmt, nun ja keine Beschwerden mehr hat und ein höherer GDB nicht gerechtfertigt ist.......

 

lg

Claudia

Genau aus diesem Grund werden inzwischen auch Rückstufungen, sofern man eine zeitliche Begrenzung hat, vorgenommen.

Gruss Anne

vor 4 Minuten schrieb Schlupp10:

ich kann da auch nur den VDK empfehlen...... wobei das Amt davon ausgeht dass man, wenn man ein Medikament erfolgreich nimmt, nun ja keine Beschwerden mehr hat und ein höherer GDB nicht gerechtfertigt ist.......

 

lg

Claudia

Danke für die Info. Das habe ich auch bereits mehrfach gehört. VG

vor 12 Minuten schrieb Tenorsaxofon:

Genau aus diesem Grund werden inzwischen auch Rückstufungen, sofern man eine zeitliche Begrenzung hat, vorgenommen.

Gruss Anne

jepp: das nennt sich dann "Heilungsbewährung"....... da sind die knallhart........

 

lg

Claudia

  • Ersteller
27 minutes ago, Tenorsaxofon said:

Genau aus diesem Grund werden inzwischen auch Rückstufungen, sofern man eine zeitliche Begrenzung hat, vorgenommen.

Gruss Anne

In meinem Fall ist die Gültigkeit "unbefristet".

Hallo, wichtig ist bei der Bewertung, ob du Einschränkungen im Bewegungsapparat vorweisen kannst. Und auch noch andere Sachen, weil das dann zusammengezählt wird.

Im übrigen mache ich das immer selbst, auch mit 1-2jährigem Neuantrag👍.

Mittlerweile bin ich bei 70 %

Gruß - Bea

  • Ersteller
Just now, bea44 said:

Hallo, wichtig ist bei der Bewertung, ob du Einschränkungen im Bewegungsapparat vorweisen kannst. Und auch noch andere Sachen, weil das dann zusammengezählt wird.

In der Bescheinigung steht zusätzlich noch:

"Eine dauernde Einbuße der körperlichen Beweglichkeit liegt vor"

3 minutes ago, bea44 said:

Im übrigen mache ich das immer selbst, auch mit 1-2jährigem Neuantrag👍.

Habe auch schon daran gedacht einen Antrag auf Verschlimmerung zu stellen.

Mach das, 😁

  • Ersteller
17 hours ago, Donna said:

Würde mich da mal an den VdK wenden.

Habe ich gerade gemacht. Mal sehen ob ich da noch die Kurve kriege.

Innerhalb 1 Monats muss ich zum Bescheid Stellung nehmen.

Na dann drück ich dir mal die Daumen.Ansonsten nicht unterkriegen lassen.👍

Wichtig ist sofort Widerspruch einzulegen. Eine Begründung hierfür kann man nachliefern........

 

lg

Claudia

Am 10.10.2020 um 13:46 schrieb Orion_99:

Habe ich gerade gemacht. Mal sehen ob ich da noch die Kurve kriege.

Innerhalb 1 Monats muss ich zum Bescheid Stellung nehmen.

Bei einen Verschlimmerungsantrag ist wichtig, dass Du neue Begründungen angibst, oder eben neue Befunde. Achte darauf was Deine Ärzte da so schreiben. Ich bearbeite das meist auch selber, oder gebe meinem Arzt Argumente vor, die er dann um Befunde ergänzt. Ärzt sind oft immer dankbar, denn solche Befunde schreiben sie nicht gerne. Bei meinem Mann hat unser Hausarzt super gut argumentiert, wir hatten aber auch ein Vorgespräch mit ihm.

Nichts dem Zufall überlassen....meine Devise. Ich habe einen GdB von 50% unbefristet und habe es dabei belassen. Besser ist.

Lg. Lupinchen

  • 2 Monate später...
Am 10.10.2020 um 13:26 schrieb Orion_99:

"Eine dauernde Einbuße der körperlichen Beweglichkeit liegt vor"

Der Satz ist gut und wichtig,  es gab dann zusammen mit GdB 30 bei mir einen kleinen Steuerfreibetrag...

VdK fand ich auch gut, evtl. kann auch eine Gewerkschaft einen vor Gericht vertreten.

"Richtige" Konsequenzen hat dann erst ein GdB ab 50 ...

GdB war hier doch schon Thema gewesen...  mal im Psoriasis-Netz oder in der Community als Suchbegriff eingeben..

vor 6 Stunden schrieb GrBaer185:

"Richtige" Konsequenzen hat dann erst ein GdB ab 50 ...

Wenn ich hier (und in anderen Beiträgen mitlese), bin ich erstaunt, dass es als ein Ziel vermittelt wird, möglichst schnell Schwerbehinderter zu werden.  (Das hat dann doch auch was mit Psyche zu tun). 

Aus meiner Sicht gab es hier im Forum schon bessere Empfehlungen. 

Einen GdB zu bekommen, habe ich immer vermieden. 

  • Ersteller

Kurzes Update!

Nach dem Gespräch mit dem VdK habe ich den GdB 30 erst mal angenommen.

Im Januar werde ich mich bei einem weiteren Rheumatologen vorstellen, um eine zweite Meinung einzuholen.

vor 8 Minuten schrieb Richard-Paul:

Wenn ich hier (und in anderen Beiträgen mitlese), bin ich erstaunt, dass es als ein Ziel vermittelt wird, möglichst schnell Schwerbehinderter zu werden.  .....

Mein Ziel wäre es wieder gesund zu sein! Dafür gebe ich den GdB sehr gerne wieder ab.

vor 37 Minuten schrieb Orion_99:

Dafür gebe ich den GdB sehr gerne wieder ab

Aus meiner praktischen Lebenserfahrung: Was man hat, gibt man nicht so schnell wieder ab (im Sinne von "loswerden").

Mein vorheriger Bericht war nicht speziell auf dich @Orion_99 bezogen, sondern allgemein gemeint. 

vor 7 Stunden schrieb GrBaer185:

mal im Psoriasis-Netz oder in der Community als Suchbegriff eingeben.

... dazu habe ich schon mehrfach geschrieben (auch wie man zu einem GdB kommt). 

vor 8 Stunden schrieb Richard-Paul:

Wenn ich hier (und in anderen Beiträgen mitlese), bin ich erstaunt, dass es als ein Ziel vermittelt wird, möglichst schnell Schwerbehinderter zu werden.  (Das hat dann doch auch was mit Psyche zu tun). 

Aus meiner Sicht gab es hier im Forum schon bessere Empfehlungen. 

Einen GdB zu bekommen, habe ich immer vermieden.

Durch seine chronische Erkrankung hat man Nachteile und Einschränkungen und zeitlichen und finanziellen Mehraufwand für Behandlungen.
Ein GdB ist verbunden mit Nachteilsausgleichen, z.B. Steuerpauschbeträgen, Arbeitsplatzsicherung (wg. vieler Krankentage) und ggf. der Möglichkeit (mit Abschlägen) früher in Rente/Pension zu gehen. 
Dies ist von Fall zu Fall und in Abhängigkeit vom Lebensalter abzuwägen gegen eine etwaige Stigmatisierung...

vor einer Stunde schrieb GrBaer185:

Ein GdB ist verbunden mit Nachteilsausgleichen ...

... "das" hat doch niemand bestritten. - So ganz verstehe ich deinen Beitrag @GrBaer185 nicht. 

"Wer" wird "wo" an den Pranger gestellt?

vor 21 Minuten schrieb Richard-Paul:

"Wer" wird "wo" an den Pranger gestellt?

Im Berufsleben, vor allem wenn man jung ist und seinen Platz noch finden muss und/oder man beruflich sich entwickeln (Karriere machen) will, denke ich, ist es eher nicht von Vorteil dem Arbeitgeber oder dem sozialen Umfeld seinen GdB mitzuteilen...

vor 20 Stunden schrieb GrBaer185:

Im Berufsleben, vor allem wenn man jung ist und seinen Platz noch finden muss und/oder man beruflich sich entwickeln (Karriere machen) will, denke ich, ist es eher nicht von Vorteil dem Arbeitgeber oder dem sozialen Umfeld seinen GdB mitzuteilen...

....dann kannst Du aber die damit verbundenen Vorteile nicht nutzen, Gleichstellung mal ausgenommen, die hört sich besser an, als sie wirklich ist. Bei 30% ist das ja OK, aber einen höheren Grad versucht man ja gerade deswegen zu erhalten. Wenn man ihn nicht nutzen will weil man berufliche Nachteile befürchtet, sollte man ihn ggf. garnicht erst beantragen. 

Manchmal ist es echt besser erstmal einen niedrigen Grad zu akzeptieren und dann einen Verschlechterungsantrag...blödes Wort, später zu beantragen. Dazu muss man aber neue medizinische Argumente vorbringen. Ich würde heute evtl. auch keine 50% mehr bekommen, denn die Bedingungen haben sich dahingehend sehr verändert/verschlechtert. Ich habe seitdem auch nicht versucht einen höheren Grad zu err., dass kann nach hinten losgehen. Ich musste aber damals auch klagen und habe dann einem Vergleich zugestimmt. Mir hat der Sozialverband damals einen Anwalt gestellt. Die Gewerkschaften sind hier nicht zuständig. Mein GdB ist damals dann nicht mehr befristet worden, ist für mich heutzutage nicht mehr wirklich wichtig, außer bei der Steuererklärung.

Lg. Lupinchen

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