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Hello liebes Forum,
seit 20 Jahren habe ich nun Schuppenflechte, und kurz danach auch eine Angststörung bekommen. Hab das Standardprogramm an Behandlungen hinter mir. Jahrelang Cortison und Vitamin D3 Salben. PUVA. MTX, Fumaderm jeweils nach ersten Behandlungserfolgen dann immer weniger wirksam gewesen, bzw. Leberwerte sind irgendwann über den Jordan. Dann gab's Enbrel ein paar Jahre, hat gut geholfen, Schuppi ging aber nie ganz weg.
Krankenkasse hat dann gemeint, ist zu teuer und ich hab es nicht schlimm genug. Halbes Jahr ohne Medikamente, und es kam wieder richtig raus. Hatte dann einen PASI Score von 15,4, und war eine Woche stationär in der Uniklinik. Schön die Stellen weggebrannt mit Dithranol. Und seitdem (ca. 6 Jahre) sehr gut mit Humira unterwegs.
Seit der Corona Infektion letztes Jahr Oktober hab ich größere Probleme mit dem Immunsystem. Drei bakterielle Halsentzündungen, böse Bindehautentzündung, Lungenentzündung, dreimal Antibiotika nehmen müssen, und aktuell seit ca. 6 Wochen wieder erst beginnende Halsentzündung, und jetzt grüner/gelber Schleim aus Nase und Lunge.
Deswegen habe ich das Humira erstmal abgesetzt. Dieses Jahr gesamt bestimmt schon drei Monate, wegen den ständigen Krankheiten. Arzt in der Uniklinik meinte auch schon, wenn nochmal eine Infektion kommt, dann gibt's erstmal ein anderes Medi.
Was mir aber aktuell sehr auffällt: Für die lange Zeit ohne Medis, ist die Schuppenflechte immer noch sehr mild, nur ein bisschen hinter und in der Ohren. Der Erfahrung nach, müsste das schon viel stärker und aktiver sein ganz ohne Medikamente.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Corona Infektion mein Immunsystem derart geschwächt hat, dass auch die Pso-Überreaktion deutlich milder ist als im Normalzustand. Hat hier jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ganz liebe Grüße,
Sake80