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Lieblingsgedichte!

Ich liebe und sammele seit meiner Kindheit Gedichte; dieses begleitet mich jeden Tag:

Die Schotterblume

Eine weisse Blume, ganz klein und zart,

wächst aus dem Schotter hervor,

aus dem Geröll

und streckt sich der Sonne entgegen.

Ich stehe davor, ganz ergriffen,

denk an mein Leben und wünsche mir,

vor allen Dingen, dass uns das gleiche

wie dieser Blume möge gelingen.

Würde mich freuen, meine Sammelung erweitern zu können.

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Mann Pantagruel,

wie findest Du diese ganzen Infos nur ???:confused::confused:

Schönen Abend wünschen Rolf und die Köterchen.

-hüstel- hier mal wieder ein Gedicht!

:D

Die Stadt

Am grauen Strand, am grauen Meer

Und seitab liegt die Stadt;

Der Nebel drückt die Dächer schwer,

Und durch die Stille braust das Meer

Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai

Kein Vogel ohn Unterlaß;

Die Wandergans mit hartem Schrei

Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei

Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,

Du graue Stadt am Meer;

Der Jugend Zauber für und für

Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,

Du graue Stadt am Meer

(Theodor Storm)

38019-Bild2.jpg

Hallo RoDi,

im www. Gib bei Google den ganzen Text ein und du wirst überrascht sein, was da alles bei heraus kommt. Von diesen Verschen gibt es auch noch andere.

Schönen Abend noch

Gustav Schwab

Der Feiertag

Urahne, Großmutter, Mutter und Kind

In dumpfer Stube beisammen sind;

Es spielet das Kind, die Mutter sich schmückt,

Großmutter spinnet, Urahne, gebückt,

Sitzt hinter dem Ofen im Pfühl -

Wie wehen die Lüfte so schwül!

Das Kind spricht: "Morgen ist Feiertag,

Wie will ich spielen im grünen Hag,

Wie will ich springen durch Tal und Höh'n,

Wie will ich pflücken viel Blumen schön;

Dem Anger, dem bin ich hold!"

Hört ihr's, wie der Donner grollt?

Die Mutter spricht: "Morgen ist Feiertag,

Da halten wir alle fröhlich Gelag,

Ich selber, ich rüste mein Feierkleid;

Das Leben, es hat auch Lust nach Leid,

Dann scheint die Sonne wie Gold!"

Hört ihr's, wie der Donner grollt?

Großmutter spricht: "Morgen ist Feiertag,

Großmutter hat keinen Feiertag,

Sie kochet das Mahl, sie spinnet das Kleid,

Das Leben ist Sorg' und viel Arbeit;

Wohl dem, der tat, was er sollt!"

Hört ihr's, wie der Donner grollt?

Urahne spricht: "Morgen ist Feiertag,

Am liebsten morgen ich sterben mag:

Ich kann nicht singen und scherzen mehr,

Ich kann nicht sorgen und schaffen schwer.

Was tu ich noch auf der Welt?"

Seht ihr, wie der Blitz dort fällt?

Sie hören's nicht, sie sehen's nicht,

Es flammet die Stube wie lauter Licht:

Urahne, Großmutter, Mutter und Kind

Vom Strahl miteinander getroffen sind,

Vier Leben endet ein Schlag -

Und morgen ists Feiertag.

Am Anfang war das Wort

erst kamen die Wörter,

sie haben unsere Sinne erfrischt

die Worte sind zu Stimme geworden,

sie haben unsere Sinnen zum Lachen gebracht

die Stimmen sind zu Gesichter geworden,

sie haben unser Augen zum Leuchten gebracht

die Gesichter sind zum Lachgrübchen geworden,

sie haben unsere Seele zum zittern gebracht

zu was werden diese Lachgrübchen?

Wieder zu Wörter?, zu berühren die Hände?

Zu Freude?

Zu unseren Seelenheil?

M.03.12.08

Gustav Schwab

Der Feiertag

Hallo steelcook,

kennst du auch die Version von

Heinz Erhardt "Das Unwetter" ?

Ich finde es toll *ggg*.

Gib deinem Herzen ein Zeichen,

dass die Winde sich drehn.

Hoffnung ist ohnegleichen,

wenn sie die Göttlichen sehn.

Richte dich auf und verharre

still in dem großen Bezug;

leise löst sich das Starre,

milde schwindet der Bug.

Risse entstehn im Verhängnis,

dass du lange bewohnt

und in das dichte Gefängnis

flößt sich ein fühlender Mond. -R.M. Rilke-

Dann will ich mich mal in die Reihe der Schreiber einfügen.

Guter Rat

An einem Sommermorgen

Da nimm den Wanderstab,

Es fallen deine Sorgen

Wie Nebel von dir ab.

Des Himmels heitere Bläue

Lacht dir ins Herz hinein

Und schließt, wie Gottes Treue,

Mit seinem Dach dich ein.

Rings Blüten nur und Triebe

Und Halme von Segen schwer,

Dir ist, als zöge die Liebe

Des Weges nebenher.

So heimisch alles klinget

Als wie im Vaterhaus,

Und über die Lerchen schwinget

Die Seele sich hinaus.

Theodor Fontane

hallo trotzdem,

danke für den tip ich find das lied wunderschön

liebe grüße

bettina :smile-alt:

Wiesengras

Das Wiesengras ist lang und weich,

Die Sonne flammt und glüht,

Um rote Disteln zittert die Luft,

Die ganze Wiese blüht.

Wie Wachen, stark und scharf bewehrt,

Die Disteln uns umblühn,

Weich ist und lang das Wiesengras

Und deine Lippen glühn.

Deine glühenden Lippen zittern leicht,

Wie Blumenblätter im Wind,

Deine Lippen, die viel roter noch

Wie die roten Blumen sind.

Ich sehe die roten Blumen nicht,

Ich sehe dich nur an

Und küsse deinen roten Mund,

Solange ich küssen kann.

(Hermann Löns, Heimatdichter)

erotische_liebesgedichte.jpg

An Anna Blume

Oh Du, Geliebte meiner 27 Sinne, ich liebe Dir!

Du, Deiner, Dich Dir, ich Dir, Du mir, ---- wir?

Das gehört beiläufig nicht hierher!

Wer bist Du, ungezähltes Frauenzimmer, Du bist, bist Du?

Die Leute sagen, Du wärest.

Laß sie sagen, sie wissen nicht, wie der Kirchturm steht.

Du trägst den Hut auf Deinen Füßen und wanderst auf die Hände,

Auf den Händen wanderst Du.

Halloh, Deine roten Kleider, in weiße Falten zersägt,

Rot liebe ich Anna Blume, rot liebe ich Dir.

Du, Deiner, Dich Dir, ich Dir, Du mir, ----- wir?

Das gehört beiläufig in die kalte Glut!

Anna Blume, rote Anna Blume, wie sagen die Leute?

Preisfrage:

1. Anna Blume hat ein Vogel,

2. Anna Blume ist rot.

3. Welche Farbe hat der Vogel?

Blau ist die Farbe Deines gelben Haares,

Rot ist die Farbe Deines grünen Vogels.

Du schlichtes Mädchen im Alltagskleid,

Du liebes grünes Tier, ich liebe Dir!

Du Deiner Dich Dir, ich Dir, Du mir, ---- wir!

Das gehört beiläufig in die ---- Glutenkiste.

Anna Blume, Anna, A----N----N----A!

Ich träufle Deinen Namen.

Dein Name tropft wie weiches Rindertalg.

Weißt Du es Anna, weißt Du es schon,

Man kann Dich auch von hinten lesen.

Und Du, Du Herrlichste von allen,

Du bist von hinten, wie von vorne:

A------N------N------A.

Rindertalg träufelt STREICHELN über meinen Rücken.

Anna Blume,

Du tropfes Tier,

Ich-------liebe-------Dir!

Ein Merz-Gedicht von Kurt Schwitters

.

Es ist unsinn, sagt die Vernunft

Es ist, was es ist, sagt die Liebe

Es ist Unglück sagt die Berechnung

Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst

Es ist aussichtslos, sagt der Einsicht

Es ist, was es ist, sagt die Liebe

Es ist lächerlich, sagt der Stolz

Es ist Leichtsinnig, sagt der Vorsicht

Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung

Es ist, was es ist, sagt die Liebe.

Rainer Maria Rilke

Die Rose hier, die gelbe,

gab gestern mir der Knab,

heut trag ich sie, dieselbe,

hin auf sein frisches Grab.

An ihren Blättern lehnen

noch lichte Tröpfchen, -schau!

Nur heute sind es Tränen,-

und gestern war es Tau...

Na, soetwas kann nur von Harvey kommen:

Trinklied v. Heinrich Leuthold

Greift zum Becher und lasst das Schelten!

Die Welt ist blind...

Sie fragt, was Menschen gelten,

Nicht was sie sind.

Uns aber lasst zechen... und krönen

mit Laubgewind

die Stirnen , die noch dem Schönen

ergeben sind!

Und bei den Posaunenstößen,

die eitel Wind,

lasst uns lachen über Größen,

die keine sind.

Da liegst du, Riesenkäse,

ruhig und bequem,

sanft vom Abendwind umweht,

an dich sich keine Fliege wagt.

James McIntyre

Unfrei v. Wilhelm Busch

Ganz richtig, diese Welt ist nichtig.

Auch du, der in Person erscheint,

Bist ebenfalls nicht gar so wichtig,

Wie deine Eitelkeit vermeint.

Was hilft es dir, damit zu prahlen,

Daß du ein freies Menschenkind?

Mußt du nicht pünktlich Steuern zahlen,

Obwohl sie dir zuwider sind?

Wärst du vielleicht auch, sozusagen,

Erhaben über gut und schlecht,

Trotzdem behandelt dich dein Magen

Als ganz gemeinen Futterknecht.

Lange bleibst du überhaupt nicht munter.

Das Alter kommt und zieht dich krumm

Und stößt dich rücksichtslos hinunter

Ins dunkle Sammelsurium.

Daselbst umfängt dich das Gewimmel

Der Unsichtbaren, wie zuerst,

Eh du erschienst, und nur der Himmel

Weiß, ob und wann du wiederkehrst.

Mein Freund, der liebe Wilhelm Busch -

der hat wohl eines nicht bedacht,

dass, wenn du nicht nach Reichtum suchst,

die Steuer dich nicht furchtsam macht ...

Und auch den Magen kann trainieren,

wer Lust und Liebe gut verträgt -

wer nicht mit Hängebauch will posieren -

die Wurscht in kleine Stücke sägt ...

Wenn dann das Alter noch willkommen -

und 'krumm' der Lust kein Hindernis -

dann kann Gevatter stille kommen -

denn du bist FREI für Außerirdisches !

(von Vira.)

Hier eines meiner Lieblingsgedichte.

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!

Einsam ist jeder Busch und Stein,

Kein Baum sieht den andern,

Jeder ist allein.

Voll Freunden war mir die Welt,

Als noch mein Leben licht war;

Nun, da der Nebel fällt,

Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,

Der nicht das Dunkel kennt,

Das unentrinnbar und leise

Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!

Leben ist Einsamsein.

Kein Mensch kennt den andern,

Jeder ist allein.

H.Hesse

von Khalil Gibran

von den Kindern

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht

des Lebens nach sich selber.

Sie kommen durch euch,

aber nicht von euch,

und obwohl sie mit euch sind,

gehören sie euch doch nicht.

Ihr dürft ihnen eure Liebe geben,

aber nicht eure Gedanken,

denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben,

aber nicht ihren Seelen,

denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen,

das ihr nicht besuchen könnt,

nicht einmal in euren Träumen.

Ihr dürft euch bemühen,

wie sie zu sein,

aber versucht nicht,

sie euch ähnlich zu machen.

Denn das Leben läuft nicht rückwärts,

noch verweilt es im Gestern.

Ihr seid die Bogen,

von denen eure Kinder

als lebende Pfeile ausgeschickt werden.

Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit,

und Er spannt euch mit Seiner Macht,

damit Seine Pfeile schnell und weit fliegen.

Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen

auf Freude gerichtet sein;

denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt,

so liebt Er auch den Bogen, der fest ist.

Hier noch ein Gedicht.

Normal

Lisa ist zu groß

Anna zu klein

Daniel zu dick

Emil zu dünn

Fritz ist zu verschlossen

Flora ist zu offen

Cornelia ist zu schön

Erwin ist zu häßlich

Hans ist zu dumm

Sabine ist zu clever

Traudel ist zu alt

Theo ist zu jung

Jeder ist irgendetwas zu viel

Jeder ist irgendetwas zu wenig

Ist hier jemand,

der ganz normal ist?

Nein hier ist niemand, der ganz normal ist

Das ist normal

( Autor unbekannt)

Lieber Gruß Trinity :)

Wilhelm Busch

So ist`s in alter Zeit gewesen,

So ist es, fürcht ich, auch noch heut.

Wer nicht besonders auserlesen,

Dem macht die Tugend Schwierigkeit.

Aufsteigend mußt du dich bemühen,

Doch ohne Mühe sinkest du.

Der liebe Gott muß immer ziehen,

Dem Teufel fällt`s von selber zu.

Ausgang v. Theodor Fontane

Immer enger, leise, leise

Ziehen sich die Lebenskreise,

Schwindet hin, was prahlt und prunkt,

Schwindet Hoffen, Hassen, Lieben,

Und ist nichts in Sicht geblieben

Als der letzte dunkle Punkt.

  • 3 Wochen später...

Johann Wolfgang von Goethe

Wandrers Nachtlied - Ein Gleiches

Über allen Gipfeln

Ist Ruh,

In allen Wipfeln

Spürest du

Kaum einen Hauch;

Die Vögelein schweigen im Walde.

Warte nur, balde

Ruhest du auch.

Karl Henckell

Gewitter

Es wetterleuchtet durch die Nacht,

Die Donner, sie rollen von ferne;

Die Wolken stürmen ur wilden Schlacht,

Und ängstlich verlöschen die Sterne.

Es jagt und wettert und kracht und braust,

Wie wenn in Lüften der Böse haust -

Was schmiegst du dich an mich mit Zittern?

He, holla! Mich freut das Gewittern.

Kennst du das Leben, mein liebes Kind?

Ach nein, du tändelst in Träumen.

Oft stürmt durch das Leben der Wirbelwind

Und reißt an den knorrigsten Bäumen.

Unter Donner und Blitzen, in stürmischer Nacht

Schlägt der Mensch mit dem Schicksal die lustige Schlacht.

Was schmiegst du dich an mich mit Zittern?

He, holla! ich freut das Gewittern.

Wie brannte die Sonne so heiß und so dumpf!

Die Bäume, sie rangen nach Odem;

Nun flutet es feucht, und der dürrste Stumpf

Saugt ein den köstlichen Brodem.

Wenn träge die Sonne das Leben verbrennt,

Willkommen dann, schlagendes Element!

Lass ab von Zagen und Zittern,

He, holla! Mich freut das Gewittern.

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