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Lieblingsgedichte!

Ich liebe und sammele seit meiner Kindheit Gedichte; dieses begleitet mich jeden Tag:

Die Schotterblume

Eine weisse Blume, ganz klein und zart,

wächst aus dem Schotter hervor,

aus dem Geröll

und streckt sich der Sonne entgegen.

Ich stehe davor, ganz ergriffen,

denk an mein Leben und wünsche mir,

vor allen Dingen, dass uns das gleiche

wie dieser Blume möge gelingen.

Würde mich freuen, meine Sammelung erweitern zu können.

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Zwei Liebchen

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ciao ilona hir serh schön weiter so

bekomst ein orden:cool: ich mag gedichte lg ciao ilona

Wunderbar, Gedichte liebe ich :D. Ich habe früher sehr viel für meine Töchter geschrieben. Hier eines meiner Gedichte:

Geräusche

Hörst du, wie die Biene summt?

Oder wie ein Auto brummt?

Hörst du, wie die Mücke sirrt?

Oder wie ein Teller klirrt?

Weißt du, wie Geschirr zerspringt?

Oder wie ein Vogel singt?

Weißt du, wie ein Mädchen lacht?

Wie ein Baum beim umfalln kracht?

Hast du schon Musik gehört?

Und im Unterricht gestört?

Die Geräusche in der Welt,

hat noch nie ein Mensch gezählt.

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.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.

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Bertolt Brecht

Lied vom kleinen Wind

Eil, Liebster, zu mir, teurer Gast,

wie ich keinen teurern find.

Doch wenn du mich im Arme hast,

dann sei nicht zu geschwind.

Nimm's von den Pflaumen im Herbste,

wo reif zum Pflücken sind.

Und haben Furcht vorm mächt'gen Sturm

und Lust auf 'n kleinen Wind.

So'n kleiner Wind, du spürst ihn kaum,

's ist wie ein sanftes Wiegen.

Die Pflaumen woll'n ja so vom Baum,

woll'n auf 'm Boden liegen.

Lass, Schnitter, lass es sein genug.

Lass, Schnitter, ein' Halm stehn.

Trink nicht den Wein in einem Zug

und küss mich nicht im Gehn.

Nimm's von den Pflaumen im Herbste,

wo reif zum Pflücken sind.

Und haben Furcht vorm mächt'gen Sturm

und Lust auf 'n kleinen Wind.

So'n kleiner Wind, du spürst ihn kaum,

's ist wie ein sanftes Wiegen.

Die Pflaumen woll'n ja so vom Baum,

woll'n auf 'm Boden liegen.

danke steelcook für das schöne brechtgedicht.

dieses hier hängt in meinem bad:

7872.attach

Tja, ich würde ja auch gerne "neuere Gedichte" hier einstellen, aber leider gibt es soetwas wie das Urheberrecht. Brecht ist am 14.08.1956 verstorben und fällt somit noch unter "Verboten".

Wenn ihr etwas für diese Community tun wollt, so laßt ihr das. Schaut mal in den Thread "Lustiges Bilderzählspiel".

amadis - dem brecht wärs vielleicht recht - aber auch du hast recht.

ab sofort nur noch "die alten".

von grillparzer

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@Grafikerin

Hättest den leserlichen Text nicht von der Grafik abschneiden sollen :)

Wer kann heute denn noch Sütterlin entziffern ;)

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Hier noch ein Gedich von Georg Trakl:

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Tja, ich würde ja auch gerne "neuere Gedichte" hier einstellen, aber leider gibt es soetwas wie das Urheberrecht. Brecht ist am 14.08.1956 verstorben und fällt somit noch unter "Verboten".

Wenn ihr etwas für diese Community tun wollt, so laßt ihr das. Schaut mal in den Thread "Lustiges Bilderzählspiel".

Brecht dürfte sich freuen, wenn seine Gedichte Verbreitung finden.

Ich kann auch noch mehr für die Community tun - nämlich sie ganz lassen! Tschüss denn!

Tschüss denn!

Ich denke, Amadis hat es nur nett gemeint, damit niemand in Schwierigkeiten kommt.

Bleib einfach da, o.k? :)

Ich raten allen, mal in den von mir genannten Thread zu schauen. Da hat Happyman ziemlich gewütet.

Aber gut, dann werde ich mich zurückhalten und wünsche euch noch viel Spass!

Mein Abschiedsgeschenk für die Gedichte-Freunde:

Georg Trakl, Das dichterische Werk, dtv Taschenbuch 333 Seiten für 10 Euro.

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Hoffe, es gefällt euch, ich find`s einfach wunderschön und es wärmt mich irgendwie! :)

ANAM CARA*, das Buch der keltischen Weisheit

von John O’Donohue

beginnt mit diesem Gedicht, das Josie gewidmet ist:

BEANNACHT

Am Tag, an dem

die Last auf deinen Schultern

unerträglich wird

und du strauchelst,

möge die Erde tanzen,

dir das Gleichgewicht wiederzugeben.

Und wenn deine Augen

hinterm grauen Fenster

zu Eis erstarren

und das Gespenst des Verlusts

sich in dich einschleicht,

möge ein Schwarm von Farben,

Tiefblau, Rot, Grün

und Azur, herbeikommen,

dich auf einer Au der Freude

aufzuwecken.

Wenn die Leinwand der curach **

des Denkens spröde wird

und ein Fleck Ozean

schwarz unter dir wächst,

möge ein Pfad gelben Mondlichts

sich über die Wellen legen,

dich sicher ans Ufer zu führen.

Möge die Nahrung der Erde dein sein,

möge die Klarheit des Lichts dein sein,

möge die Flüssigkeit des Ozeans dein sein,

möge der Schutz der Ahnen dein sein.

Und möge ein sanfter

Wind diese Worte

der Liebe um dich schmiegen,

wie einen unsichtbaren Mantel,

der dein Leben behüten soll.

* Anam ist das gälische Wort für Seele, Cara heißt Freund.

**Traditionelles irisches Fischerboot, bestehend aus einem mit geteerter Leinwand bespannten leichten Holzrahmen.

Schade, mit dem Gedicht wollte ich eigentlich noch einen schönen Song einstellen, dachte das passt irgendwie. O.k. dann jetzt:

[ame]

[/ame]

Steh nicht am Grab mit verweintem Gesicht,

ich bin da - ich schlafe nicht.

Ich bin im Wind, der weht über die See,

ich bin das Glitzern im weißem Schnee.

Ich bin die Sonne auf reifender Saat,

ich bin im Herbst in der goldenen Mahd.

Wenn Du erwachst im Morgenschein,

werde ich immer um Dich sein.

Bin im Kreisen der Vögel am Himmelszelt,

ich bin der Stern, der die Nacht erhellt.

Steh nicht am Grab in verzweifelter Not,

ich bin nicht da - ich bin nicht tot!

(Altes irisches Grabgedicht, Verfasser unbekannt.)

Für Manu. Damit wir die 500 voll bekommen.

Nikolaus Lenau

Welke Rose

In einem Buche blätternd, fand

Ich eine Rose welk, zerdrückt,

Und weiß auch nicht mehr, wessen Hand

Sie einst für mich gepflückt.

Ach, mehr und mehr im Abendhauch

Verweht Erinnrung; bald zerstiebt

Mein Erdenlos, dann weiß ich auch

Nicht mehr, wer mich geliebt.

Für Manu. Damit wir die 500 voll bekommen.

smilie_girl_082.gif

Auswanderer

Hoihoh! Der Fahrwind bläst mit Macht

Und pfeift in Segeln und Tauen;

Nun eilet, eure letzte Fracht

Im Zwischendeck zu stauen;

Der Anker entwindet sich dem Sand,

Aufsteigt der Rauch, der schwarze;

Ade, ihr Männer aus Schwabenland,

Aus Hessen und vom Harze!

Und wie ihr jauchzt in das Wellenreich,

Hoch springen die grünen Pferde,

Die schaumgemähnten, und tragen euch

Hinweg von der heimischen Erde.

Ade ihr Männer, ihr Weiber ade!

Ade ihr rosigen Kinder!

Der tropische Urwald, der nordische Schnee

Erharren die Pfadefinder.

Zieht hin, zieht hin, in das neue Land

Mit kühnem Hoffen und Wagen

Die deutsche Hand und den deutschen Verstand

Und das deutsche Herze zu tragen!

Schon seh' ich's: der dämmernden Urwaldnacht

Alt-riesige Fichten und Eichen,

Sie werden zu Fall und Sturz gebracht

Von rodender Aexte Streichen.

Rothäutige Söhne des Waldes flieh'n,

Die Wölfe flieh'n und die Bären,

Des Sumpfes giftige Dünste verzieh'n

Und golden wallen die Aehren;

Breitstirnige Heerden lagern, wo viel

Fruchttragende Zweige sie schirmen,

Des Stromes Wogen zerfurcht der Kiel,

Die Stadt beginnt sich zu thürmen.

Und wo noch jüngst mit heiserem Schrei

Der Aar gestürzt auf die Beute,

Da rufet nun die Menge herbei

Ein festliches Glockengeläute;

Des ersten Erntekranzes Pracht

Umschlinget mit hellen Farben

Den Segen, den euch das Jahr gebracht,

Das junge Rind und die Garben.

Und freudig bringet das Elternpaar

Mit Stolz und lachender Wonne

Den ersten Sohn, den die Fremde gebar,

Und zeigt ihn der neuen Sonne.

Sie legen ihn auf den geweihten Grund,

Den sie entrangen der Wildnis:

"Hier wachse, gedeihe frei und gesund,

Als würdiger Väter Bildnis!"

Sie wiegen den Sohn und singen auf's neu'

Der Heimat alte Weisen,

Die alten Lieder von deutscher Treu'

Und von dem deutschen Eisen,

Von deutscher Kraft und Majestät,

Von hohen Helden und Frauen -

Hoihoh! Ein guter Fahrwind weht

Und pfeift in Segeln und Tauen.

Arthur Fitger . 1840 - 1909

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