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1,25-(OH)2-Vitamin-D3 erhöht , möglicher Einfluss von Daivobet® Salbe (Calcipotriol)?


GrBaer185

10.245 Aufrufe

Im November 2020 lies ich mein Vitamin D 25 (25-Hydroxy-Cholecalciferol, auch einfacher als 25-OH-Vitamin D3 oder Calcidiol bezeichnet) bestimmen. Dies ist die Vitamin D3 Speicherform im Körper, die üblicher Weise bei Verdacht auf Vitamin D Mangel standardmäßig untersucht wird und häufig sehr vereinfacht im Sprachgebrauch als Vitamin D bezeichnet wird.
Mein Wert lag mit 19,5 ng/ml unterhalb des Normwertbereichs (20 - 70 ng/ml). Der Vitamin D 1,25 Wert wurde (leider, wie sich im nachhinein herausstellte ) nicht bestimmt.
Seit dem nehme ich täglich etwa 1000 I.E. (= 25 Mikrogramm) Vitamin D3 ein. 'Etwa', da ich zur Zeit Vitamin D3 Tabletten mit 3000 I.E. (= 75 Microgramm; von apo-discounter.de) einnehme, dafür aber nicht jeden Tag und nicht strikt nach Plan.

Nun die große Überraschung mit der Blutuntersuchung  Ende September 2021. Mein Vitamin D 25 (die Speicherform des Vitamin D3 im Körper) ist leicht angestiegen auf 27,2 ng/ml, aber der nun auch (auf meinen Wunsch) bestimmte Wert für die aktive Form des Vitamin D3, das Vitamin D 1,25 (1,25 Dihydroxy-Cholecalciferol, auch Calcitriol genannt) liegt mit 92,3 pg/ml oberhalb des Normwertebereiches von 19,9 bis 79,3 pg/ml.

Laut Internetrecherche ist eine Möglichkeit eine erhöhte parathormonstimulierte  Synthese von 1,25-(OH)2-Vitamin D in den Nieren ...
Einen möglichen anderen Zusammenhang sehe ich bei mir zu der längerfristigen Anwendung von Daivobet® Salbe auf beiden Unterschenkeln bei gleichzeitigem Tragen von Kompressionsstrümpfen zur Behandlung einer Venenschwäche.
Die immer tagsüber getragenen Kompressionsstrümpfe wirken möglicher Weise wie ein Okklusionsverband und führen unter Umständen zu einer verstärkten Aufnahme der Inhaltsstoffe der auf der Unterschenkelhaut angewendeten Daivobet® Salbe. Der in Daivobet® unter anderem enthaltene Wirkstoff Cacipotriol ist ein Vitamin D Abkömmling, er könnte den  Vitamin D 1,25 (1,25 Dihydroxy-Cholecalciferol) Spiegel beeinflussen.
Durch die von mir durchgeführte Supplementierung von Vitamin D3 in Tablettenform von rund täglich etwa 1000 I.E. (= 25 Mikrogramm) ist eine Erhöhung des Vitamin D 25 (25-Hydroxy-Cholecalciferol), aber nicht des  Vitamin D 1,25 (1,25 Dihydroxy-Cholecalciferol), zu erwarten.

Ich verringerte die Menge und die Häufigkeit der Daivobet Salbenanwendung auf meinen Unterschenkeln.
Die Laborkontrolle Mitte Dezember 2021 ergab nun einen Vitamin D 1,25 (1,25 Dihydroxy-Cholecalciferol) Wert von  71,9 pg/ml im oberen Bereich des Normwertebereiches von 19,9 bis 79,3 pg/ml
Das üblicher Weise ausschließlich bestimmte "Vitamin D", dass Vitamin D 25 (25-Hydroxy-Cholecalciferol) ist nur leicht angestiegen  und lag mit 29,3 ng/ml im Normwertbereich (20 - 70 ng/ml), wobei Werte unter 30 ng/ml allerdings als relativer Vitamin-D-Mangel angesehen werden.

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Grafik zu den Umwandlungen von "Vitamin D". Quelle: PPT - Chapter 7 Bone Tissue PowerPoint Presentation, free download - ID:276208 (slideserve.com)
Eine Vorstufe des 'Vitamin D' wird in der Haut unter UV-Licht (z. B. natürliches Sonnenlicht) in Vitamin D3 (Cholecalciferol) umgewandelt. Dieses in der Haut gebildete Vitamin D3 oder das z. B. als Tabletten oder Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel aufgenommene Vitamin D3 werden in der Leber über ein Enzym umgewandelt in das sogenannte Calcidiol (25-Hydroxy-Cholecalciferol), dieses ist die Speicherform des Vitamin D3 im Körper. Das Calcidiol wiederum wird bei Bedarf in der Niere in das Calcitriol (1,25 Dihydroxy-Cholecalciferol), die aktive, im Körper als Hormon wirkende Form des Vitamin D3, umgewandelt.
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Zur Klärung des Sachverhaltes nahm ich Kontakt mit dem pharmazeutischen Unternehmen Leo, Hersteller bzw. Lizenzgeber von Daivobet® Salbe, per Email unter der Adresse "drug.safety.de@leo-pharma.com" auf. 
Meine "Meldung" wurde aufgenommen und ich erhielt unter anderem folgende Antwort:
 

"...mein Name ist ... und ich arbeite in der Abteilung für Arzneimittelsicherheit bei LEO Pharma. Sie berichteten uns am ... 2021 über folgende Ereignisse in Zusammenhang mit der Verwendung von Daivobet®:

 

  • Verminderter Calcidiol-Wert (25-OH-Vitamin-D3)
  • Erhöhter Calcitriol-Wert (1,25-(OH)2-Vitamin-D3)
  • Anwendung unter Okklusion

 

Als pharmazeutisches Unternehmen ist LEO Pharma gesetzlich dazu verpflichtet, unerwünschte Ereignisse und andere Ereignisse  - in anonymisierter Form - zu sammeln, um eine mögliche Aktualisierung des Sicherheitsprofils unserer Arzneimittel zu gewährleisten. (Die Datenverarbeitung entspricht den gesetzlichen Anforderungen. Weitere Informationen finden Sie hier.)

 

Heute möchten wir uns deswegen nochmal bei Ihnen melden, um weitere Informationen über diese Ereignisse einzuholen und bitten Sie freundlich uns die nachfolgenden Fragen zu beantworten:

 

  • Wie lautet Ihr Alter?
  • Nutzen Sie Daivobet Gel oder Salbe?
  • Haben sich die Calcidiol- bzw. Calcitriol-Werte mittlerweile normalisiert?
  • Wurde bei Ihnen mittlerweile eine Diagnose gestellt? Wie lautet diese?
  • Liegen bei Ihnen andere Vorerkrankungen vor (z.B. Osteoporose, Chronische Darmerkrankungen, Nierenerkrankung etc.)?
  • Sind Sie Angehöriger eines Heilberufs (z.B. Arzt, Apotheker, Krankenpfleger)?
    • Falls nein, wären Sie damit einverstanden, dass wir zur medizinischen Bestätigung der von Ihnen berichteten Ereignisse, Ihren behandelnden Arzt kontaktieren oder liegen Ihnen entsprechende Laborergebnisse vor, die Sie uns (geschwärzt) übermitteln würden?
      ......"

Die gewünschten Informationen habe ich Leo zukommen lassen und mehrere Emails wurden mit unterschiedlichen Mitarbeitern gewechselt. Zur Frage des Metabolismus von Calcitriol erhielt ich Informationen aus der Fachinformation, darüber hinausgehend leider nicht.
Da es sich bei meiner 120 g Daivobet Bündelpackung (2 mal 60 g Tube) um einen sogenannten "Reimport" handelt, erhielt ich schließlich folgende Mitteilung von Leo:

"... vielen Dank für die weiteren Informationen.

 

Daraus hervorgehend handelt es sich bei Ihrer Daivobet Salbe um einen Reimport dessen Pharmakovigilanzverpflichtungen Eurim Pharma unterstehen. Wir haben die relevanten Informationen anonymisiert an die betreffende Pharmakovigilanzstelle (stufenplanbeauftragter@eurim.de) weitergeleitet. Bitte melden Sie sich für weitere Fragen unter der angegebenen E-Mail Adresse."

 

Mit meinen Ärzten konnte ich die (aktuellen) Laborwerte (siehe unten eingefügte Tabellen) und ihre Deutung noch nicht besprechen.

Mehr zur Bedeutung des 1,25-(OH)2-Vitamin D im Artikel
Calcitriol: Vitamin D3 (1,25-Dihydroxy-Vitamin D3) | Apotheken-Umschau

Zu der "Speicherform" des Vitamin D3, dem Calcidiol oder 25-OH-Vitamin D3 mehr in
Vitamin D3 (25-Hydroxy-Vitamin D3), Calcidiol | Apotheken-Umschau

 

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bearbeitet von GrBaer185
Grafik zu "Vitamin D" eingefügt

4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

1elschen2

Geschrieben

die referenz werte für vitamin d sind überholt. nach neuen erkenntnissen liegen die referenzwerte zwischen 30 bis 100ng/ml blut. unser immunsystem kann nur dann gut funktionieren, wenn der d-wert mindestens >30ng/ml blut beträgt. wer bereits eine erkrankung aufgrund des d-mangels hat, sollte gerade bei einer autoimmunkrankheit den oberen grenzwert ansteuern. die vitamin d-therapie ist dazu gut geeignet! jeder erkrankte sollte sich dafür interessieren.

  • - 1
GrBaer185

Geschrieben

vor 2 Stunden schrieb 1elschen2:

nach neuen erkenntnissen liegen die referenzwerte zwischen 30 bis 100ng/ml blut

Hallo @1elschen2, hast Du dafür eine Quelle für mich?
Vielen Dank im Voraus!

Axi

Geschrieben

vor 21 Stunden schrieb 1elschen2:

die referenz werte für vitamin d sind überholt. nach neuen erkenntnissen liegen die referenzwerte zwischen 30 bis 100ng/ml blut. unser immunsystem kann nur dann gut funktionieren, wenn der d-wert mindestens >30ng/ml blut beträgt. wer bereits eine erkrankung aufgrund des d-mangels hat, sollte gerade bei einer autoimmunkrankheit den oberen grenzwert ansteuern. die vitamin d-therapie ist dazu gut geeignet! jeder erkrankte sollte sich dafür interessieren.

Sehr interessant 👏. Bin auch bei dem Thema.

Aber so ganz allein, als Nichtmediziner, kann man das nicht machen. Ich nehme seit zwei Monaten  Vit D3 4000IE, tgl. Habe mehrere Berichte gesehen und gehört und da dachte ich mir so " ach die Nehm ich jetzt auch. Wird schon schief gehen🤣"

Nun hat man mit gesagt, der Körper kann das nicht aufnehmen, man sollte K2 dazu einnehmen. 🤔

Habe mit meinem Hausarzt darüber gesprochen. Er weiß dass das bei Psoriasis eingesetzt werden kann, mehr aber auch nicht. Steckt als Hausarzt nicht in dem Thema .

Er nimmt mir auf meinen Wunsch jetzt Blut ab, damit wir sehen, wo meine Werte liegen. Das geht aber immens ins Budget, aber er macht folgende weiterhin Blutbilder und ich übernehme die Laborkosten.

Eigentlich brauche ich nun auch einen Fachmann/Frau die sich damit auskennt, mich medikamentös einstellt und begleitet.

Der Anfang ist jedenfalls gemacht💪.

LG 🙋🏻‍♀️

GrBaer185

Geschrieben

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      Die sind doch alle gut abgesichert und privat krankenversichert. Warten auf Termine.....wohl eher nicht, ist doch Ministerin. Ich mochte den Lauterbach, ein Arbeitstier und wusste wovon er sprach. Von dieser Ministerin erwarte ich mir nichts....vor allen Dingen nichts positives. Erinnert mich an das Geschwafel von Herrn Spahn.
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