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Neuro-immunologische Querbeziehung zwischen einer adulten ADHS und Psoriasis

In einer Studie aus Dänemark wurde 2017 eine Assoziation zwischen ADHS und Psoriasis
beschrieben. Es wurden 23645 Menschen mit ADHS untersucht. Bei Patienten, die selbst eine
Autoimmunerkrankung hatten, oder deren Mutter eine Autoimmunerkrankung hatte, war ADHS
etwas häufiger. Die folgenden Autoimmunerkrankungen zeigten diese Häufung: Typ 1 Diabetes,
Autoimmunhepatitis, Hyperthyreose (M. Basedow), M. Bechterew und Psoriasis. Weshalb es zu
dieser Häufung kommt, ist allerdings unbekannt.

Prof. Dr. Dr. med. Ingo Haase
Facharzt Dermatologie und Venerologie FMH
Hautspezialisten am Glattpark

 

die Zusammenhänge zwischen Schuppenflechte/Neurodermitis und AD(H)S, insbesondere ADHS sind schon wesentlich länger bekannt.

Diese ergeben sich meines Erachtens aus der Wirkung von Stresshormonen auf das Immunsystem.

ADHS (mit Hyperaktivität) geht häufig mit einer abgeflachten Cortisolstressantwort einher  (im Gegensatz zu ADS, das sehr häufig on einer überhöhten Cortisolstressantwort gekennzeichnet ist). (Bitte Cortisolstressantwort und basalen Cortisolspiegel unterscheiden; letzterer ist bei ADHS wie bei ADS verringert).

CRH (das wichtigste Stresshormon der ersten Stufe der HPA-Achse) erhöht die Entzündungsreaktion (TH1-Lastigkeit der Immunantwort).

Cortisol (das wichtigste Hormon der letzten Stufe der HPA-Achse) hat nicht nur die Aufgabe, die HPA-Achse wieder herunter zu fahren, sondern auch, die Immunantwort von TH11 (primär Entzündungsbekämpfung) auf TH2 (primär Fremdkörperbekämpfung) umzustellen.

Bei ADHS ist das Herunterfahren der HPA-Achse beeinträchtigt, weshalb bei ADHS die Erholungsfähigkeit beeinträchtigt ist (anders als bei ADS, das aufgrund der überhöhten endokrinen Stressantwirt eher PFC-Abschaltungen durch überhöhte Noradrenalinwerte zeigt und eine saubere HPA-Achsen-Abschaltung aufgrund der hohen Cortisolantwort ).

Dies erklärt einerseits die erhöhte Allergieanfälligkeit von Menschen mit internalisierender Stressphänotypik (wie ADS) aufgrund einer überschiessenden Fremdkörperabwehr und andererseits die erhöhte Häufigkeit von überschiessenden entzündlichen Immunreaktionen bei Menschen mit externalisierender Stressphänotypik (wie ADHS).

Natürlich sind die Zusammenhänge am Ende deutlich komplexer.

Dies können Sie alles unter adxs.org nachlesen.

Zugleich sind Entzündungen wie Schuppenflechte ein Stressor, der, wie jede Krankheit, körperliche Belastung oder psychische Belastung, die Stresssysteme belastet. Da bei AD(H)S (nach meienr Auffassung) die Selbstregulatin der Stresssysteme gestört ist, führt ein Dauerstressor zu einer Aufrechterhaltung der AD(H)S.

 

Insgesamt empfehle ich in solche  Konstellationen rimör eine gute medikamentlse Behandlungd er AD(H)S. Dies dürfte nach einiger Zeit die Immunsystembalance verbessern, was wiederum diese als Ursache von AD(H)S verringert.

Dass dies am Ende dazu führt, dass keine AD(H)S-Medikamente mehr benltigt würden, gllaube ich nicht. In Anbetracht der übrigen Nachteile einer unbehandelten AD(H)S (erhöhte vorzeitige Sterblichkeit durch Unfälle und Suizide – je nach Komorbiditätskonstellation 2- bis 25-fach, erhöhte Wahrscheinlichkeit von Angst- oder Depressionsstörungen (3 bis 4-fach), erhöhte Wahrscheinlichkeit von Sucht  oder rauchen (7-fach) und verschlechterte Lebensqualität) ost eine konsequente medikamentöse AD(H)S-Behandlung ohnehin geboten.

 

 

Bitte beachten Sie, dass diese Aussagen alleine aus wissenschaftlicher Sicht erfolgen und ich weder Arzt noch Therapeut bin.

Für alle therapeutischen Massnahmen wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnden Ärzte.

 

Ulrich Brennecke
Das AD(H)S Kompendium
Fechtstr. 4
76227 Karlsruh

 

 

 

 

Hervorgehobene Antworten

vor 38 Minuten schrieb roman85:

ADHS ist eine extreme persönlichkeits Ausprägung und keine Erkrankung! 

 

Das ist nur das was ich über viele Jahre selber erlebt habe.

Die Einen sagen so, die Anderen so. Es sei denn, dass sich im laufe der Jahre einiges geändert hat. Tatsache ist, dass bei ihnen im Gehirn eine Blockade vorhanden ist, die die entsprechenden Botenstoffe nicht durchlassen. Es stimmt, dass es unterschiedliche Schwere Grade gibt. Oft kommen sie erst nach schweren Kopfverletzungen zum Vorschein.

Gruß Anne

  • Ersteller

Wie meinst du das?

vor 38 Minuten schrieb Tenorsaxofon:

Das ist nur das was ich über viele Jahre selber erlebt habe.

Die Einen sagen so, die Anderen so. Es sei denn, dass sich im laufe der Jahre einiges geändert hat. Tatsache ist, dass bei ihnen im Gehirn eine Blockade vorhanden ist, die die entsprechenden Botenstoffe nicht durchlassen. Es stimmt, dass es unterschiedliche Schwere Grade gibt. Oft kommen sie erst nach schweren Kopfverletzungen zum Vorschein.

Gruß Anne

 

  • 4 Wochen später...
Am 29.11.2019 um 22:01 schrieb roman85:

ADHS ist eine extreme persönlichkeits Ausprägung und keine Erkrankung!

Dem darf ich als ebenfalls Betroffener widersprechen, aus meiner Sicht versteht sich. So absolut seh das obige nicht gerne stehen. Dafür kenne ich zu viele Biografien, die weniger glimpflich abliefen als meine oder wahrscheinlich auch deine.

Bearbeitet ( von Seifenblasenbläser)

vor 23 Stunden schrieb Seifenblasenbläser:

 Dafür kenne ich zu viele Biografien, die weniger glimpflich abliefen als meine oder wahrscheinlich auch deine.

Das würde ich auch meinen.

@roman85

Nachdem mein Sohn längst erwachsen ist, befasse ich mit diesem Thema eigentlich nicht mehr. Daher bin ich auch nicht auf dem neuesten Stand.

Wie ich schon geschrieben. Es fängt damit an, dass mein Sohn keine PSO hat. Er nicht mehr Quecksilber im Allerwertesten  (Popo) hat. Allerdings, und dies hatte ich auch schon geschrieben, dass Erwachsene aufbrausend und jähzornig als Merkzeichen haben. Von einem ADULT, wie du schreibst, hat die Ärztin und auch der Psychologe nichts gesagt.

Gruss Anne

Bitte beachten, dass ich nur die Mutter eines ADHSlers bin

@Tenorsaxofon

Ich verstehe das so, dass "adulte" nur der Zusatz "im Erwachsenenalter" auf Fachchinesisch ist. Schön, dass die Behandler Deines Sohnes deutsch mit euch sprechen/sprachen.

Auf der Seite adhs.org wird von einem Symptomwandel auf dem Weg ins Erwachsenenalter geschrieben, die Unterscheidung der Lebensalter scheint also wichtig für die Diagnostik. Aber da Dein Sohn erwachsen ist, wird er sich sicher selbst auf dem Laufenden halten, insoweit er Interesse hat.

Ein Freund von mir nimmt von klein auf Ritalin und er hat recht starke Schuppen auf dem Kopf. Mir ist aber keine PSO-Diagnose bei ihm bekannt.

Und Quecksilber im Po? Kennt ihr noch die alten Thermometer? *duckundwech

vor 19 Minuten schrieb Arno Nühm:

@Tenorsaxofon

Ich verstehe das so, dass "adulte" nur der Zusatz "im Erwachsenenalter" auf Fachchinesisch ist. Schön, dass die Behandler Deines Sohnes deutsch mit euch sprechen/sprachen.

Auf der Seite adhs.org wird von einem Symptomwandel auf dem Weg ins Erwachsenenalter geschrieben, die Unterscheidung der Lebensalter scheint also wichtig für die Diagnostik. Aber da Dein Sohn erwachsen ist, wird er sich sicher selbst auf dem Laufenden halten, insoweit er Interesse hat.

Ein Freund von mir nimmt von klein auf Ritalin und er hat recht starke Schuppen auf dem Kopf. Mir ist aber keine PSO-Diagnose bei ihm bekannt.

Und Quecksilber im Po? Kennt ihr noch die alten Thermometer? *duckundwech

Die kenne ich noch😆 (du bist doch nicht Bibi). Das ist damit aber nicht damit gemeint, sondern wenn jemand keine 5 Minuten still sitzen kann. Ritalin hätte er nehmen müssen. Die sind jedoch überall gelandet nur nicht in seinem Mund. Ausserdem habe ich für ihn OLIGO-Diät gekocht.

Gruss Anne

  • 1 Jahr später...

Darf ich hier mal querverweisen? Denn dann wären wir ja wieder voll im Thema...ich erspare mir alles doppelt zu schreiben und dem Forumsserver Platzverschwendung. 

Der link zu meinem vor kurzem erstelllten Beitrag wegen PSO und adultem ADHS (was einfach nur heißt das es sich um ein Erwachsenen mit dieser Erkrankung handelt, ich habe beides schon mein Leben lang):

Viele Grüße

Markus

 

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