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Hallo zusammen,

jetzt habe ich mich mal entschieden, mir einen Account zu erstellen und auch mal etwas zu posten!
Zuerst möchte ich mich kurz vorstellen: ich bin 32 Jahre alt und leide seit meinem 18. Lebensjahr an Schuppenflechte. 
Die Flechte trat bei mir anfangs ausschließlich an den Ellenbogen auf. Daivobet hat die haut zwar glatt bekommen, es war aber nach wie vor knallrot. So ging es ein paar Jahre.
Vor einigen Jahren bekam ich an vielen Körperstellen dann die Flechte. Ich habe weiter gecremt mit Daivonex und Enstilar. Enstilar war wirklich sehr wirksam, allerdings war ich an so vielen Stellen betroffen, dass es schier unmöglich war, alles mit Enstilar zu behandeln. Ich bekam dann das erste mal die Balneotherapie.
Diese schien vorübergehend zu wirken, Monate später sah ich allerdings wieder schlimm aus.

Urplötzlich bekam ich dann am gesamten Körper noch die Psoriasis Gutatta. Ich bekam nochmals die Balneotherapie und MTX Spritzen. Außer Nebenwirkungen hat mir MTX aber nichts gebracht und meine damalige Hautärztin wollte mich dann in die Klinik schicken mit er Begründung, es würden nur noch Biologica helfen aber sie würde damit nicht arbeiten. Sie nannte mir aber eine andere Ärztin die damit wohl eher arbeiten würde...

Ich durfte mich dort auch sofort vorstellen und als sie mich ansah sagte sie sofort "Sie waren krank!"...das war ich in der Tat bevor das auftrat und entsprechende Blutuntersuchungen haben das nachgewiesen. Allerdings war der Drops schon gelutscht.

Ich wurde über Biologica aufgeklärt und sie empfahl zunächst mit Skilarence zu beginnen damit ich, im Falle von keiner Wirkung, mit Biologica noch die Möglichkeit habe, härtere Geschütze aufzufahren. Aufgrund anhaltender Magen-/Darmprobleme habe ich mich gegen Skilarence entschieden und so wurde mir dann Otezla verschrieben.

Meine Ärztin sagte mir, die Wirkung setze zwar relativ spät ein und die Nebenwirkungen sind mind. 14 Tage hart - aber ich solle unbedingt durchhalten. Bei mir war es so, dass die Nebenwirkungen deutlich länger anhielten (ca. 4 Wochen) und aus Kopfschmerzen, heftiger Übelkeit und Durchfällen bestand. Jeweils immer für die Dauer von 1-2 Std nach Einnahme der morgendlichen Tablette.

Die Nebenwirkungen hörten dann ganz schlagartig auf. Fast von einem Tag auf den anderen. Mein Hautbild besserte sich zunächst aber nicht.
Ich bin alle 3 Monate zur Untersuchung und, auch obwohl es nicht erforderlich ist, wird bei mir jedes mal Blut und Urin untersucht.
Nach dem zweiten Termin, also 6 Monate später, hat auch meine Ärztin eine deutliche Besserung gesehen. Die Flecken wurden kleiner, in der Mitte blasser...die Schuppung ging zurück. Gefühlt wurde es dann fast täglich besser bis meine Haut 100% Erscheinungsfrei war. 

Ich nehme Otezla jetzt seit 1,5 Jahren, gehe nach wie vor alle 3 Monate zur Untersuchung. Für mich hat es sich wirklich sehr gelohnt durchzuhalten und auch wenn die Ungeduld natürlich groß war - es hat sich wirklich ausgezahlt.

Beruflich war ich jede Woche irgendwo mit Kollegen im warmen Ausland... jeder von Euch kann sich vorstellen, dass ein Strandbesuch, selbst ein T-Shirt tragen...für mich der pure Horror war. 

Ich kann Euch nur ermutigen durchzuhalten und Geduld zu haben. Otezla wirkt wahnsinnig langsam - aber zumindest bei mir wirklich effektiv und langanhaltend.

Seid lieb gegrüßt,
Marvin

Hervorgehobene Antworten

Otezla hat mir sehr gut bzgl meiner Hauterkrankung geholfen. Auch die Psoriasisarthritis wurde deutlich besser. Doch langsam, ganz schleichend, wurde ich immer müder und trauriger. Mir fiel das zunächst nicht auf, da ich dachte, es liegt an äußeren Einflüssen. Doch schließlich bemerkte auch mein Mann, dass meine Leistungsfähigkeit total reduziert war und ich mich alle zwei Stunden hinlegte. Ich hatte eine Depression entwickelt. Normalerweise brauche ich nur fünf Stunden Schlaf, jetzt war ich ständig Müde und hatte das Gefühl, gleich könnte ich heulen.

Nach dem Absetzen hat es etwa drei Wochen gedauert, bis ich wieder so leistungsstark war, wie vorher. An einem Tag habe ich so viel geschafft wie vorher kaum in einer Woche. Trotz äußerer Umstände lache ich viel und bin wieder solch ein glücklicher Mensch, wie vorher. 

Laut Beipackzettel liegt die Häufigkeit von Depression als NB unter 10 Prozent. Das ist viel. Passt auf Euch auf.

vor 1 Stunde schrieb Barbarade:

Nach dem Absetzen hat es etwa drei Wochen gedauert, bis ich wieder so leistungsstark war, wie vorher. An einem Tag habe ich so viel geschafft wie vorher kaum in einer Woche.

Gratuliere @Barbarade, es freut mich sehr, dass Du die durch das Medikament verursachte Depression ohne ärztlichen Beistand und Therapie in den Griff gekriegt hast. Und nun wieder die Alte bist, zum Glück 🙏!

vor 1 Stunde schrieb Barbarade:

Laut Beipackzettel liegt die Häufigkeit von Depression als NB unter 10 Prozent. Das ist viel. Passt auf Euch auf.

Ich finde auch, das ist viel - v.a. wenn ungeklärte Todesfälle noch mit hinzukommen - und war damals nach dem Vorab-Studium der NW für mich mit der Grund, das mir von einem HA in dort lediglich hektischen 3 Minuten „Konsultation“ in die Hand gedrückte Rezept für Otezla zu zerreißen und mich dann erneut auf die Suche nach einem neuen HA zu machen. [Und dort dann wie angedacht, direkt mit einem Biologikum als die rundum passende Therapie zu starten (Tremfya).]

vor 2 Stunden schrieb Barbarade:

Trotz äußerer Umstände lache ich viel und bin wieder solch ein glücklicher Mensch, wie vorher. 

Das ist wirklich toll 😊!
Darf ich fragen, mit was Du jetzt weiter therapiert wirst?
Denn gerade die PSA sollte nicht unbehandelt bleiben, da sonst bleibende Gelenkschäden entstehen können … das weißt Du, oder?

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