Antje said:
Au ja, mach mit Karin. Ich habe relativ schnell einen Unterschied gemerkt.
Fotos von den Ellenbogen gibt es nicht. Ich habe bestimmt 10 Stück gemacht und auf keinem ist die Haut gut zu erkennen. Ihr müsst mir also einfach glauben.
Liebe Grüße
Antje
Hallo Antje.
Es freut mich sehr, dass es Dir einigermaßen besser geht.
Das Allergiemittel "regasinum antallergicum" brachte mir in der ersten Woche nach der Injektion überraschende Erfolge: Die Schuppenbildung ließ komplett nach, und die Haut wurde rosa. Die weiteren 3 Wochen brachten dann wiederum überhaupt keine Erfolge: Nach meinem 2-wöchigen Urlaub ging es bergab: JEDEN Tag entstanden erneut Hautpusteln, die dann in den nächsten Tagen rasend größer wurden.
Was mir persönlich allgemein auffällt:
In der Woche ist die Schuppenflechte bei mir meistens "bewegt". Aber: Am Wochenende, BESONDERS am Samstag, (da ich Samstag glücklicherweise nicht arbeiten muß), wird sie BEDEUTEND ruhiger. Es spielt SEHR Vieles eine Rolle, was die "Hautbeurteilung" eines Psoriatikers angeht:
1) Wie ist die Tageshelligkeit? Haben wir Wolken und die Sonne scheint nicht, sind die "Hautentzündungen" natürlich auch dunkler. Einige Hautstellen sind manchmal sogar überhaupt nicht zu erkennen.
2) Haben wir schönes Wetter, und die Sonne scheint, kann man die Hautentzündungen SEHR gut erkennen.
3) Sitzen wir in einem Raum, in dem ein Licht brennt, sieht, für meine Begriffe, die Haut meistens schöner aus: Die Haut hat eine dunklere rötliche Farbe. Der Unterschied zu den Hautentzündungen ist nicht so mehr so stark auffallend.
3) Desweiteren spielt auch das allgemeine Befinden eines Psoriatikers eine sehr große Rolle. Fühlt er oder sie sich gerade sehr wohl, (da er sich evlt auf das Wochenende oder auf den Urlaub freut), und denkt sehr positiv über das neue Medikament, das er gerade ausprobiert, dann hat er oder sie auch einen
von vornherein positiv voreingenommenen Eindruck, was seine oder ihre Haut angeht.
4) Weiterhin gibt es auch Psoriatiker, die eher skeptisch anderen neuen Medikamenten gegenüber stehen, (da sie der Meinung sind, dass diese eigentlich überhaupt nicht helfen, und trotzdem ausprobieren),..damit meine ich mich persönlich...,,,jede kleinste Veränderung an die große Glocke hängen,...(obwohl diese positive Veränderung auch eine "normale" Änderung, unabhängig vom Medikament sein könnte. Denn, wie auch Kuno schon sagte:
Schwankungen bei der Schuppenflechte kann es immer geben, unabhängig von Medikament X oder Medikament Y:
Bei mir persönlich habe ich festgestellt, seitdem ich mich seit 3 Jahren anders ernähre, dass, gerade zur SOMMERzeit BEDEUTEND mehr Schwankungen der Schuppenflechte aufgetreten sind: Zur Winterzeit ist die Schuppenflechte immer konstant "gleich belastend", (trotz der "Ernährungsumstellung") ., aber vom 1.6.-30.08 (ok. nicht komplett Sommerzeit) wird sie mal besser, mal wiederum schlechter. Also: Was ich damit sagen möchte, ist, dass, „ich“ z.B. den Entwicklungszustand meiner Haut nur in der Winterzeit einigermaßen genau beurteilen kann.
Desweiteren bin ich auch nicht der einzige, der in der Jahrezeit "Sommer" meistens positive Schwankungen der Schuppenflechte zu erfahren hat.
Allgemein wünscht man sich als Psoriatiker, dass ein Medikament hilft: Man ist von anderen Aussagen über dieses Medikament euphorisch veranlagt: Aus diesem Grund kann es, (meiner Meinung) auch vorkommen, dass durch "übertrieben" positive Erwartung, dass man nun DAS Medikament gefunden hat, auch in der ersten Zeit eine positive Änderung des Hautzustands eintreffen kann. Es werden Glückshormone ausgeschüttet (Serotonine)...man fühlt sich innerlich wohl, und die innere Seele dankt, (da sie ja eigentlich fast immer nur belastet wird, durch den Frust, durch immer wieder zerstörte Hoffnung, durch inneres Leid, das man mit sich trägt, durch tiefsitzende Betrübtheit bei EINIGEN Psoriatikern, bedingt durch Isolation von der Außenwelt, Leben ohne Freundschaft, ..ungewollt...) ))Warum sollte hier DENN EIGENTLICH NICHT? während dieser Zeit, eine Zeit der Hoffnung in eine positive Zukunft, eine Hoffnung auf eine bessere Lebensqualität, ein Impuls, der Selbstheilungsprozess des Körpers ausgelöst werden? Desöfteren ist nachgewiesen wurden, dass ein oder eine Psoriatikerin einen bedeutend besseren Hautzustand aufzuweisen hat, wenn es ihm/ihr gut bzw. besser geht. Die Psoriasis fühlt mit bzw. sie gibt alles äußerlich wieder, wie man sich fühlt; ob man Probleme hat, ob man große Freude hat, ob man sich gerade Himmel hoch jauchzend fühlt und verliebt ist, ob man gerade traurig ist.
Die Auswirkung der Psoriasis auf innere„Gefühlsschwankungen“ treffen nicht auf alle Psoriatiker zu, aber auf sehr viele.
An Antje:
Hattest Du denn auch schon einmal festgestellt, dass positive und negative Gefühle Deine Psoriasis beeinflussen?
(PS: Ich möchte nicht Deine jetzige Freude nehmen, bitte verstehe mich nicht falsch.)
Viele nette Grüße aus Hamburg
Fredy
Bearbeitet von Fredy, 24. August 2009 - 22:37