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Fernsehkritik: "Mach mich gesund"


Claudia

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blog-0205863001339856327.jpgBei ZDF neo läuft derzeit eine achtteilige Dokumentation "Mach mich gesund" über die Linderung von Krankheiten "nur mit Ernährung" - so preist es der Sender jedenfalls zu Beginn der Sendung an.

In Folge 2 wurde ein 6-Jähriger vorgestellt, der - wie seine Mutter - eine Schuppenflechte hat, und das auch ziemlich schlimm. Der Ernährungscoach empfiehlt ihm und der Mutter eine anti-entzündliche Diät.

Meiden sollen sie:

  • Frittiertes Essen
  • zu viel Zucker
  • stärkehaltige Kohlenhydrate

Empfohlen werden:

  • fetthaltiger Fisch
  • Avocado
  • Nüsse
  • Basilikum
  • Rosmarin
  • Nelken
  • Gelbwurz
  • Kreuzkümmel

und unbedingt Fischölkapseln. Dazu warnt der Ernährungscoach dann aber auch gleich vor Selbstversuchen: "Nahrungsergänzungsmittel sind noch weitgehend unerforscht". Der Coach ist übrigens eine Frau, aber das Wort "Coachin" habe ich noch nie im Sprachgebrauch gehört, deshalb belasse ich es mal bei der männlichen Form.

Ihre Prognose wird dann auch erfüllt: Nach sechs Wochen sind die Stellen beim Jungen deutlich besser, sehr deutlich.

Was mich irritiert an der Sache:

Erst wird gesagt

In einer eigens geschaffenen Ambulanz sollen Menschen ausschließlich durch eine gezielte Ernährung behandelt werden. (...) Medikamente sind hier tabu.

Dann aber müssen Mutter und Sohn ihre bisherigen Medikamente weiter nehmen. "Nur so kann die Wirksamkeit einer Diät überprüft werden." Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz - weiß man doch nicht, was dann geholfen hat, ob die Medikamente vielleicht anschlagen oder es eben doch die Ernährung ist.

Womit der eine auftretende Arzt absolut recht hat: "Wir schlucken lieber Pillen, als unseren Lebensstil zu ändern. Das sollten wir überdenken."

Den Beitrag kann man in der ZDF-Mediathek herunterladen oder hier ansehen.

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2 Comments


Recommended Comments

Guest Home of PSO

Posted

Hm.... Das Problem ist aus meiner Sicht, dass es wenig bis garnicht nachweisbar ist, welche Lebensstiländerung nun wirklich zum Ziel führt.

Fakt ist aus meiner Sicht aber auf jedenfall, dass die Krankheit uns alle mehr oder weniger dazu zwingt unseren Lebnsstil zu ändern.

Seit ich PSO habe geh ich nicht mehr schwimmen, trage keine T-Shirts mehr, verwende ich viel zu viel Geld und Freizeit darauf mich irgendwie davon zu befreien und habe außerdem keinen intimen Körperkontakt mehr. Ich meide auch (in letzter Zeit sogar verstärkt) viele Anlässe, bei denen in der Regel Alkohol getrunken wird, um mich nicht dafür rechtfertigen zu müssen, warum ich nicht mitmache.

Man kann freilich darüber streiten, ob der Genuss von Alkohol zu einem erfüllten Leben dazugehört, aber ich mache mir da nichts vor.

Fast jeder trinkt Alkohol und er gehört seit Jahrtausenden zum Menschlichen Leben dazu.

Aus meiner Sicht ist es ein reiner Hexenwahn......

Ich warte nur noch darauf, dass irgendjemand mal meint, dass zu viel Fernsehen und Internet sich ebenfalls auf die Schuppenflechte negativ auswirken.

Das würde mich alles langsam nichtmehr wundern....

Ich würde erst anfangen meine Ernährung umzustellen, wenn es wirklich einen wissenschaftlich nachweisbaren, klinisch relevanten Erfolg zu erwarten gibt.

Empfehlungen nach dem Motto "halten sie mal für 5 Minuten die Luft an und schauen sie ob es hilft" bringen einfach keinen Lustgewinn.

Das war meine Meinung dazu.....

mit freundlichen Grüßen

Home of PSO

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Guten Morgen!

Ja, die Ernährungsumstellung ist und bleibt sehr umstritten. Auch Die Sache mit dem Alkohol, mit dem Rauchen und so weiter. Dass diese ganzen Genußmittel generell der Haut auf Dauer nicht gut tun, wissen wir ja alle. Aber ob wirklich ein Schub begünstigt wird... Das bezweifle ich. Die PSO ist ja, soweit ich es weiß, eine Entzündung der obersten Hautschicht. Und ich habe noch nie erlebt, dass jemand z.B. bei Entzündung einer Wunde sagt, ich trinke keinen Alkohol mehr bis das weg ist, dann geht es schneller. Auch ein Arzt hat noch nie einen solchen Tip gegeben. Demnach bin ich da etwas skeptisch.

Des weiteren bin ich der Meinung, dass der Verzicht auf solche Genussmittel, mit denen wir auch vorher im Kontakt waren, weil es "Spaß" macht, in geselliger Runde oder abends auf irgendeiner Party Bier zu trinken, ja eher eine innere - ich nenne es mal Qual ist - , da wir uns ja förmlich dazu zwingen, nichts zu trinken. Immer ist im Hinterkopf; Oh mann, ohne die PSO könnte ich jetzt auch mittrinken! Das ist nochmal ein unnötiger Stressfaktor mehr. Ich weiß nicht, was schlimmer ist. Einfach mal ein oder mehrere Bierchen mitzutrinken (man muss ja nicht immer den Schnaps trinken, aber der Meinung bin ich ja ohnehin, da ich Schnaps verabscheue ;) ) und dann ohne Gedanken an die PSO zu feiern, oder da zu sitzen und in Selbstmitleid zu versinken weil man ja nicht trinken "darf".

Mir wurde von meiner Heilpraktikerin gesagt, versuchen sie, den Kaffeekonsum runterzuschrauben, auf eine Tasse am Tag. Es ist machbar; Wenn ich jedoch extrem müde bin, und sage, ohhhh jaa, jetzt noch einen Kaffee, dann trinke ich den auch. Ich will mich nicht in meinem Körper einschränken, ich denke jeder sollte - natürlich auch bedacht, und nicht im übertriebenen Maße - konsumieren was er möchte, solange er nicht das Gefühl hat, dass es wirklich schädigt.

Soviel zum Thema Genußmittel.

Zum Thema Ernährung kann ich nur folgendes sagen; Aus eigener Erfahrung konnte ich keinerlei Änderungen der PSO feststellen. Ich lebe seit Anfang des Jahres vegetarisch, was aber ethische Gründe hat, da war keinerlei Gedanke an die PSO, als ich den Entschluss fasste.

Ich ernähre mich gesund, Milchprodukte konsumiere ich auch nur bewusst, und meist sogar nur außer Haus, es sei denn ich möchte einen Auflauf machen und brauche dafür schmelzenden Käse (der vegane schmilzt nicht so gut bis gar nicht, und wenn doch, ist er sau teuer)

Damit fing ich vor etwa 2 (?) Monaten oder so an, als ich las, dass die Milchprodukte der Haut auch nicht so gut tun. Ich ließ es auf den Selbstversuch ankommen ;)

Allerdings konnte ich was die PSO betrifft, keinerlei positive Änderungen feststellen.

Das gute daran ist, ich fühle mich fitter, bin morgens schneller wach und über den Tag weniger "träge", womit ich immer zu kämpfen hatte.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist nie verkehrt.

Nochmal zum Fischöl - Fischölkapseln enthalten viel Omega 3 Fettsäuren, die im Körper unter anderem den Cholesterinspiegel senken. Warum also Fischölkapseln schlucken? Weniger Fleisch = weniger Choleresterin, und Omega 3 Fettsäuren sind auch in einigen Pflanzenmargarinen, sowie in Rapsöl, Walnussöl, Leinsamenöl und Sojaöl enthalten. Auch Gemüse wie Paprika, Lauch, Sojabohnen und Spinat enthalten Omega 3 Fettsäuren. Also warum immer diese künstlichen Preparate? Man kann alles durch eine ausgewogene gesunde Ernährung erreichen. Weg mit der Fertigpampe, her mit frischen Gemüse. Kochen macht übrigens auch Spaß, wenn man die richtige Musik an macht ;)

Grüße!

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    • GrBaer185
      Bei "modernen" Hörgeräten gibt es die Möglichkeit, diese über das Smartphone per App zu steuern. Dann ist es oft auch möglich einen Smartphone-Anruf über Bluetooth direkt "in das" Hörgerät zu übertragen, dies sollte dann auch mit dem Ton von Smart-Fernsehern gehen.
    • Tenorsaxofon
      Hallo Oolong, vorweg habe ich eine Frage an dich. Telefonierst du mit Festnetz oder Handy? Zu deinem Ohrproblem. Ich kenne es auch. Seit ca. 40 Jahren, habe ich nach einem Hörsturz, Tinnitus, bei dem auch noch die HWS mitspielt. Hohe Töne sind dabei mein Problem. Bei meinen Hörgeräten wurde extra auf das Material geachtet und ich trage sie nur noch am Abend. Telefonieren tue ich vom Festnetz mit eingeschaltetem Lautsprecher, da ich mit den Hörgeräten dabei Probleme habe. Gege
    • Lupinchen
      Sicher wäre Stelara eine gute Alternative. Nur Mut, denn gerade für CU hat es einen sehr guten Ruf und ich denke für Pso auch. Bei mir hat es wg. PsA allerdings nichtgeholfen. Meinem Sohn bei der Pso schon. Lg. Lupinchen
    • Claudia
      Das europäische Äquivalent ist das hier: https://www.clinicaltrialsregister.eu/ctr-search/search Eins auf Deutsch gibt es auch: https://drks.de/search/de Generell find ich es nicht einfach, klinische Studien in der Nähe zu finden. Die nächstgelegene Uni-Klinik ist natürlich immer eine gute Adresse. Manche Hautärzte und Rheumatologen sind auch Studien-Ärzte, da lohnt es sich, den eigenen Arzt zu fragen. Ansonsten gibt es ein paar Portale, bei denen man sich eintragen kann und eine
    • Burg
      Hier mal ein Link zur Übersicht des Juckreizes, Symptome, Auslöser, Behandlung: https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Juckreiz In der Hautklinik hatten wir den Wirkstoff Polidocanol, ein Lokalanästhetikum, in einer Creme zur Behandlung des Juckreizes bei Pso bzw Neurodermitis erhalten. (Das ist mir nach über 30J wieder eingefallen.) Auch wenn ich schon lange mit meinem Juckreiz ganz gut klar komme, so heißt das nicht, dass er nie mehr auftritt... Erst wenn ich am "Kratzen"
  • 738

    1. 1. Verläuft Deine Psoriasis in Schüben?


      • Ja - sie kommt und geht
      • Nein - sie ist einfach immer da

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