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Burg folgt jetzt dem Inhalt: Rothaarklinik
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Die sehr gute Klinik besteht mit diesen Indikationen mind. seit 2023 nicht mehr und von ihren sehr guten Ärzten und Therapeuten konnte ich leider nichts im Internet finden, da ich sie gerne weiterempfohlen hätte. Ich hätte die Klinik, auch gerade im psychosomatischen Bereich sehr empfehlen können. Es gab ausgedruckte Therapiebögen, die zu bearbeiten waren und Fragen über alle wichtigen Ereignisse im Leben eines jeden Menschen von Anbeginn an beinhalteten. Besonders fand ich die Fragen zu den einzelnen Beziehungen zwischen den wichtigsten Mitmenschen. - So konnte man verstehen, wer man selbst ist und wie man dahin gekommen ist. Sehr spannend. Die Pso-Therapie wurde mit Wannenbädern mit Stassfurter Salz (Magnesiumsalz) und UVB durchgeführt. Die Patienten cremten selbständig Micanol, Dithranol. Auch die Fangopackungen legten wir uns selbst auf dem Zimmer auf. Das Stassfurter Salz wurde ab etwa 2016 erst nur noch Ärzten und nicht mehr Apotheken ausgegeben und etwa ab 2018/19 auch da nicht mehr. Die Herstellerfirma scheint es nicht mehr zu geben. Die Klinik steht am Hang im Rothaargebirge und rundum sind die besten Wanderwege. Man kann ins nahe Bad Berleburg oder an die Lennequelle, Winterberg laufen. Vielleicht sucht mal jemand eine Klinik für eine andere Indikation; es gibt noch mehr Kliniken im Umkreis.
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Studie von Eli Lilly zur gleichzeitigen Therapie von Psoriasis Arthritis und Adipositas/Übergewicht
Burg antwortete auf Elli_Ms Thema in Psoriasis arthritis
Hallo @Radelbine, weißt Du, ob noch Mehr hier einen so "heißen" PsA-Start hatten wie du? Ob der Virus (RSV, Corona) dafür verantwortlcih ist? Bei mir ist der Beginn der Pso schon so lange her und 2 Wochen davor hatte ich einen schweren grippalen Infekt, aber die 2 kleinen Pso-Stellchen am Schienbein waren aus meiner heutigen Sicht eher "niedlich"; da wusste ich noch nicht, was die Pso noch so kann. Also, bei mir fing alles milde und langsam an. Und besser hätte ich mir darüber keine Gedanken machen sollen, vielleicht wäre es dann so geblieben? Aber ich wollte mich darüber aufregen und das Wenige weg haben und therapierte mit vielen Cremes und bemerkte erst zu spät, wieviele ich davon gar nicht vertragen hatte. So wie bei Dir war ich dann bei mir nach 4J an meinem ENDE angelangt und war noch keine 30J alt. Meine Hautklinik Vorort konnte mir innerhalb von 3 Monaten helfen. Seit dem habe ich trotz Pso mein Leben genossen - das ist mir auch etwas wert. Und in der Klinik hatte ich dann Zeit über ein Leben mit Pso nachzudenken... heute, 50J später: Und das war gut möglich! Und ich bin dankbar dafür. Ende 2023 gingen auch bei uns Grippeviren um, Anfang Nov bekamen wir zeitgleich eine Kopfgrippe, bei der auch Coronaviren beteiligt waren und Anfang Dez hatten wir noch einen zweiten grippalen Infekt. Da wir bei der Kopfgrippe keinen steifen Nacken und keine Krämpfe bekamen, waren wir auch nicht im Krankenhaus und es wurde auch keine Diagnostik gemacht. Nach 4 Tagen nur Schlafen, ging es bergauf und ich war froh nicht durch die Diagnostikmühle eines Krankenhauses gedreht worden zu sein, denn ich wollte da nur in Frieden gelassen werden und SCHLAFEN und hatte auch noch die nächsten Tage und Wochen viel Schlaf eingeplant. Jetzt verstehe ich, warum Du Dich über deine PsA-Therapie freust - die Ursache wurde erkannt, es gibt Abhilfe... und Du denkst ans Skilaufen. Meine Wetterkarte zeigt Niederschläge bei Freiburg und Schnee-(Regen) in Norditalien. Vielleicht zieht noch was nach Österreich oder zu Euch? Alles Gute! LG Burg -
Studie von Eli Lilly zur gleichzeitigen Therapie von Psoriasis Arthritis und Adipositas/Übergewicht
Burg antwortete auf Elli_Ms Thema in Psoriasis arthritis
Hallo @Radelbine, dann wünsche ich Dir mal noch viel Schnee! Auf der Wetterkarte hatte ich immer nachgesehen wie das Wetter wird, nachdem wir Schnee und Frost hatten und da war im münchener und alpen-Raum nicht viel. Wenn mein Rücken nicht so marode wäre, hätte ich dieses Jahr bei unseren 20cm Schnee direkt von der Haustüre aus Ski-LL machen können. - Früher war ich mal damit zur Arbeit gefahren und wurde von den Pförtnern angefeuert. Ist leider nicht mehr möglich, dafür kann ich an den Spaß von früher denken. wenn die Schutzfunktion ihrer Bindegewebszellen richtig funktioniert. Gibt es aber da Probleme, können eingewanderte Entzündungszellen von der Pso eine Entzündungsreaktion im Gelenk auslösen. Wahrscheinlich bin ich nicht der PsA-Typ - aber mit meiner Pso alleine bin ich auch schon zufrieden und ausgelastet. Jetzt suche ich noch nach einem geeigneten Platz hier, wo ich diese Publikation unterbringen kann. Voila: @Claudia hat dazu einen super leicht verständlichen Bericht erstellt: -
Sutyi folgt jetzt dem Inhalt: Hallo zusammen …
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Hallo zusammen an diesem Freitagabend, ich bin soeben frisch eingetrudelt und möchte mich einmal kurz vorstellen.💁♀️ Ich heiße Sandra, bin 55 Jahre und habe eine Psoriasis Arthritis. Plötzlich im Spätsommer letzten Jahres war es da, jeden Tag ein bisschen mehr🥴. Inzwischen leider wirklich an jeder Stelle meines Körpers, inklusive Fingernägel😔. Dazu gesellten sich dann noch- als wäre das Hautproblem nicht schon doof genug- eine entzündete Sehne im Fuß, dicke schmerzende Zehen am anderen Fuß und ein dicker steifer Zeigefinger hinzu. Heute habe ich mit MTX 12,5 mg begonnen und bin gespannt, wie es nun weitergeht…. Ich freue auf einen Austausch mit Euch und wünsche allen ein schönes Wochenende 🌷
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Schuppenflechte und Gelenke: Warum manche Psoriasis arthritis bekommen – und andere nicht
Burg kommentierte bei Claudia Liebrams Artikel in Forschung
Ja @Claudia, genau über diese Arbeiten bin ich auch "gestolpert" und finde sie genauso spannend wie Du. Jetzt komme ich zu Deinem Punkt: So habe ich das nicht verstanden, dass die Anzahl der Entzündungszellen entscheidet, ob eine PsA möglich wird. Ich habe es eher so verstanden: Also, trotz entzündlicher Pso kann bei intaktem Bindegewebe (Fibroblasten) in den Gelenken sich keine PsA bilden. Und bei "schwachem" Bindegewebe ist dann eine PsA möglich. - Da wäre dann tatsächlich eine Abhängigkeit von der Anzahl von Entzündungszellen auszugehen. - Wie kann man ein schwaches Bindegewebe herausfinden und damit eine mögliche PsA bestimmen? - Kann ein Bindegewebe beim Altern oder durch Erkrankung, Medikamente auch später "schwach" werden? (In unserer Familie hatten wir Bürstenmassagen zur Stärkung unseres Bindegewebes gemacht, dank meiner Pso mit 25J war dann damit Schluss, da diese Massagen bei mir zu Pso-Schüben führten.) - Was löst aber eine PsA aus, wenn es keine oder noch keine sichtbare entzündliche Pso gibt? - Ist dann der Übertragungsweg von Entzündungszellen von den Gelenken ausgehend in Richtung Haut auch denkbar? (Eine Schwester hatte erst PsA und etwa 20J später auch Pso.) - Können auch "andere" Entzündungszellen im Körper PsA und/oder Pso auslösen? Noch eine populäre Quelle vom Bayerischen Rundfunk: Erlanger Forscher: Warum schuppige Haut auf die Gelenke geht AU=Birgitt Rosshirt, BR24, 13.1.2026 Ein Forscherteam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat entschlüsselt, warum bis zu 30 Prozent der Schuppenflechte-Patienten an Gelenkentzündungen erkranken. Damit ist nun auch ein neuer Therapieansatz möglich. https://www.br.de/nachrichten/bayern/erlanger-forscher-warum-schuppige-haut-auf-die-gelenke-geht,V8BKQqP LG Burg- 1 Kommentar
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Sutyi hat das Profilbild geändert -
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Hallo Tenorsaxophon, was ist „ Weiße Zone“ und „Asphalt Mafia“ ?
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simbei folgt jetzt dem Inhalt: Supermom
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Burg folgt jetzt dem Inhalt: Schuppenflechte und Gelenke: Warum manche Psoriasis arthritis bekommen – und andere nicht
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Ist das eine Schuppenflechte oder nicht?
tomkay antwortete auf tomkays Thema in Schuppenflechte an den Nägeln
Das Problem habe ich mittlerweile nicht mehr. Ich muss meinen im 90 Grad Winkel auf eine Hautfalte drücken. Ich warte danach noch 20 Sekunden. Dann läuft nichts raus. -
Ist das eine Schuppenflechte oder nicht?
Winfried antwortete auf tomkays Thema in Schuppenflechte an den Nägeln
Hallo Tomkay, Bei einigen Pens oder Spritzen steht, das man die Injektion im 45 Grad Winkel spritzen soll und nicht in 90 Grad. So kann wohl das gespritzte Mittel nicht so schnell raus gedrückt werden. schönes WE Winfried -
der Winterzauber in Bremen ist auch vorbei - der Schnee ist weggetaut und es war heute mal trocken und etwas sonnig - wir haben einen langen Spaziergang um den Achterdieksee gemacht - war teilweise noch gefroren - aber die Enten und andere Wasservögel dümpelten dort herum - nette und gut durchgelüftete Grüsse sendet - Bibi - 😄 -
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Jubiläumsreise an das Tote Meer 2026
Bibi antwortete auf Selbsthilfe-Hauterkrankungens Thema in Totes Meer
hallo ihr lieben - Margita und kuzg1 - ich bewundere euren Einsatz - für die Organisation - Buchungen der Flüge - Buchungen im Hotel usw.usw. ich hoffe dass sich noch etliche Menschen für eure Reise anmelden - das macht Mut für eure viele Arbeit bezüglich der Organisation - ich traue mich das nicht - wer holt mich hier in Bremen ab und bringt mich möglichst unfallfrei nach Jordanien - und wieder zurück - hihihi - nein - das sollte nur ein Spass sein - Fakt ist meinerseits - ich wünsche euch beiden viel Erfolg für die Reise wieder mit vielen erholungsbedürftigen Menschen - ich finde es toll was ihr macht - nette Grüsse sendet - Bibi - -
Waldfee stimmte für Wasserfall im Fotowettbewerb
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Ist das eine Schuppenflechte oder nicht?
tomkay antwortete auf tomkays Thema in Schuppenflechte an den Nägeln
Hallo zusammen, die dritte Dosis ist drinnen. Vor knapp 3 Stunden habe ich sie genommen. Ich weiß nicht, ob ich falsch gesessen habe, aber die linke Oberseite meines Fußes fühlt sich seit 30 Minuten leicht taub an. An den Seiten und unten ist nichts. Das Schmerzempfinden beim Pitschen der Haut ist leicht reduziert. Jetzt weiß ich nicht, woher es kommt. MTX oder doof gesessen. Blutbild zeigt bei mir einen leichten Fall der Thrombozyten und Leukozyten, allerdings noch alles im Referenzbereich, wenn auch langsam am unteren Ende. Mal schauen, wie das Blutbild nächste Woche aussieht. Viele Grüße Tom -
Jubiläumsreise an das Tote Meer 2026
Selbsthilfe-Hauterkrankungen antwortete auf Selbsthilfe-Hauterkrankungens Thema in Totes Meer
Wie Uli schon geschrieben hat, freuen wir uns sehr, wenn sich noch weitere Interessierte unserer Einladung zur Gruppenreise anschließen würden! Unser Song, der uns auf dem Weg nach Jordanien ans Tote Meer begleitet, wird euch hoffentlich gut gefallen, und wir sind schon sehr gespannt darauf! Und es gibt sogar noch einen weiteren Song, den wir allerdings erst am Ende der Reise präsentieren werden. Melodie kann ich schon mal verraten: "Über den Wolken muss die Freiheit" Euch ein schönes Wochenende mit lieben Grüßen Margita PS Schön das Uli mit an Bord ist 😊 AUD-20251230-WA0001.mp3 -
Vielleicht ganz passend dazu: "Unter Mördern" von Roland Garve. Garve, sonst evtl. als Arzt und Forschungsreisender bekannt, beschreibt in diesem Buch wie ihn seine Fluchtvorbereitungen aus dem Sozialismus ins Gefängnis brachten. Man erhält einen interessanten Einblick in die von Zwangsarbeit geprägten Umstände in DDR - Haftanstalten. Bei Amazon als Taschenbuch oder auch in einigen Bibliotheken erhältlich.
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auer folgt jetzt dem Inhalt: Behandlung der Schuppenflechte
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Schuppenflechte und Gelenke: Warum manche Psoriasis arthritis bekommen – und andere nicht
Claudia Liebram erstellte ein Artikel in Forschung
Forscher haben entdeckt, dass spezielle Entzündungszellen von der Psoriasis-Haut in die Gelenke wandern und dort nur dann Psoriasis arthritis auslösen, wenn schützende Bindegewebszellen fehlen. Diese Erkenntnis könnte helfen, das Schuppenflechte-Rheuma durch Bluttests frühzeitig zu erkennen und durch Stärkung des körpereigenen Schutzschildes im Gelenk zu verhindern. In diesem Artikel erklären wir den entdeckten Mechanismus, wie Hautprobleme auf Gelenke übergreifen – zugegeben: mit ein bisschen Drama 😉 Die stille Angst im Wartezimmer Du sitzt beim Hautarzt. Du kennst das Wartezimmer. Du kennst die Gedanken. Deine Haut juckt. Die roten Flecken sind da. Du hast gelernt, damit zu leben. Du hast deine Medikamente. Du hast deine Routinen. Aber da ist diese eine Statistik: 20 bis 30 Prozent. Das ist die Zahl. So viele von uns bekommen Gelenkprobleme. Man nennt es Psoriasis arthritis. Kurz PsA. Die Angst ist real. Jeder Schmerz im Finger lässt uns aufhorchen. Zwickt es im Rücken? Ist das nur Muskelkater? Oder geht es jetzt los? Die Ungewissheit belastet. Sie wiegt schwer. Ärzte können bis heute wenig sagen: Sie wissen nicht wirklich, wen es trifft. Sie wissen nicht, warum es passiert. Es ist wie ein Würfelspiel. Aber es gibt Neuigkeiten aus Erlangen. Dort arbeitet ein Team von Forschern. Sie sind Experten. Sie arbeiten an der Friedrich-Alexander-Universität. Sie haben tief in unsere Zellen geschaut. Sie haben etwas gefunden. Es ist wie ein fehlendes Puzzleteil. Sie haben den Weg der Entzündung entschlüsselt. Sie wissen jetzt, wie die Schuppenflechte wandert. Sie wissen, wie sie vom Fleck auf der Haut in das Gelenk kommt. Und sie wissen noch etwas Wichtigeres. Sie wissen, wer sie aufhalten kann. Oder wer sie aufhalten sollte. Dieser Bericht ist lang. Er ist ausführlich. Wir nehmen uns Zeit. Wir schauen uns jedes Detail an. Wir wollen verstehen. Denn Wissen hilft gegen Angst. Schritt für Schritt. Ohne komplizierte Fachsprache. Locker. Aber korrekt. Wir tauchen ein in die Welt deiner Zellen. Wir schauen uns die "Reisenden" an. Und wir besuchen die "Hausmeister" im Gelenk. Mach es dir bequem. Das hier ist wichtig für deine Zukunft. Teil 1: Das große Rätsel der zwei Krankheiten Warum Haut und Gelenk zusammenhängen Wir müssen vorne anfangen. Psoriasis ist nicht nur eine Hautsache. Das wissen wir heute. Es ist eine Entzündung im ganzen Körper. Das Immunsystem spielt verrückt. Es greift körpereigenes Gewebe an. Meistens ist es die Haut. Die Zellen teilen sich zu schnell. Es schuppt. Es entzündet sich. Aber das Immunsystem ist überall. Es fließt durch dein Blut. Es erreicht jeden Winkel. Warum greift es bei manchen nur die Haut an? Und bei anderen die Gelenke? Lange dachte man, es sei Zufall. Oder einfach Pech. Manche Ärzte sprachen von zwei verschiedenen Krankheiten. Die aber oft zusammen auftreten. Andere vermuteten eine Verbindung. Aber niemand konnte sie beweisen. Niemand konnte den Weg aufzeigen. Bis jetzt. Die Studie aus Erlangen zeigt einen Weg. Eine Straße. Sie führt von der Haut zum Gelenk. Die Krankheit breitet sich aus. Sie bleibt nicht stehen. Die Forscher vergleichen das mit Krebs. Das klingt erst mal hart. Krebs ist ein böses Wort. Aber der Mechanismus ist ähnlich. Bei Krebs wandern Zellen vom Tumor weg. Sie bilden Metastasen. Bei Psoriasis wandern Entzündungszellen weg. Sie bilden eine Arthritis. Das ist eine völlig neue Sichtweise. Sie hilft uns beim Verstehen. Die Statistik, die vielen Sorgen macht Lass uns kurz bei den Zahlen bleiben. 20 bis 30 Prozent. Das ist fast jeder Dritte. Das Risiko ist nicht klein. Eine Psoriasis arthritis ist kein Spaß. Sie tut weh. Gelenke schwellen an. Sie werden steif. Ohne Behandlung passiert Schlimmes. Knochen gehen kaputt. Knorpel verschwindet. Das Gelenk verformt sich. Das bleibt dann so. Man kann es nicht rückgängig machen. Deshalb ist Früherkennung so wichtig. Aber wie erkennt man etwas, das noch nicht da ist? Bisher ging das nicht. Wir mussten warten. Warten auf den Schmerz. Warten auf die Schwellung. Dann war die Entzündung schon da. Das Kind war in den Brunnen gefallen. Wir konnten nur reagieren. Wir konnten nicht agieren. Die Erlanger Forschung könnte das ändern. Sie gibt Hoffnung auf einen Test. Einen Test, bevor es wehtut. Dazu später mehr. Wer sind die Helden dieser Geschichte? Hinter dieser Entdeckung stecken Menschen. Es ist ein Es ist ein Team um Dr. Maria Gabriella Raimondo, Dr. Simon Rauber und Professor Andreas Ramming. Sie arbeiten an der Medizinischen Klinik 3 in Erlangen. Sie haben nicht allein gearbeitet. Es war ein riesiges Projekt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat geholfen. Der Europäische Forschungsrat war dabei. Das zeigt: Das Thema ist wichtig. Die Wissenschaft schaut auf Psoriasis. Wir werden nicht vergessen. Das Forscher-Team hat seine Ergebnisse veröffentlicht. In einem Fachblatt. Es heißt Nature Immunology. Das ist der Olymp der Wissenschaft. Wer dort veröffentlicht, hat etwas Wichtiges gefunden. Teil 2: Der erste Schritt – Der Aufbruch in der Haut Die Geburt der "Reisenden" Stell dir deine Haut vor. Dort ist ein Psoriasis-Herd. Es ist rot. Es ist aktiv. In dieser Entzündung ist viel los. Immunzellen kämpfen. Botenstoffe fliegen hin und her. In diesem Chaos entstehen neue Zellen. Die Forscher nennen sie "myeloische Vorläuferzellen". Das ist ein schweres Wort. Nennen wir sie "die Reisenden". Diese Zellen sind jung. Sie sind noch nicht fertig. Sie sind wie Rekruten. Sie wurden gerade eingezogen. Ihr Ausbildungsort ist die entzündete Haut. Dort bekommen sie ihre Prägung. Sie lernen dort: "Entzündung ist gut. Wir müssen kämpfen." Der Weg in den Blutstrom Aber sie bleiben nicht in der Haut. Das ist das Neue. Das wusste man vorher nicht so genau. Die Forscher erklären das mit ihrer Studie. Diese Zellen treten über. Sie gehen in den Blutkreislauf. Sie nutzen deine Adern als Autobahn. Sie schwimmen mit dem Strom. Durch den ganzen Körper. Das klingt gruselig. Entzündung, die durch den Körper schwimmt. Aber das ist erst mal normal. Das Immunsystem ist ja überall. Die Frage ist: Wo wollen sie hin? Haben sie ein Ziel? Ja, das haben sie. Ihr Ziel sind die Gelenke. Warum gerade die Gelenke? Das ist eine spannende Frage. Warum schwimmen sie nicht zur Leber? Oder zur Lunge? Es scheint eine Verbindung zu geben. Eine spezielle Anziehung. Vielleicht liegt es an der Struktur. Haut und Gelenk haben Ähnlichkeiten. Beides hat Bindegewebe. Beides wird mechanisch belastet. Die Reisenden fühlen sich dort wohl. Sie erkennen das Gewebe wieder. Es ist wie eine zweite Heimat für sie. Sie steigen also aus. Sie verlassen die Blutbahn. Sie wandern in das Gewebe um das Gelenk. Die Synovia. So heißt die Gelenkinnenhaut. Dort kommen sie an. Die Entdeckung mit den leuchtenden Mäusen Woher wissen die Forscher das so genau? Man kann ja nicht in einen lebenden Menschen hineinschauen. Zumindest nicht so tief. Sie haben einen Trick benutzt. Sie nutzten spezielle Mäuse. Man nennt sie "Kaede-Mäuse". Kaede ist ein Protein. Es leuchtet. Normalerweise leuchtet es grün. Aber man kann die Farbe ändern. Mit Licht. Nimmt man violettes Licht, wird es rot. Die Forscher haben nur die Haut der Mäuse beleuchtet. Alle Zellen in der Haut wurden rot. Alle anderen Zellen im Körper blieben grün. Das war der Startschuss. Dann haben sie gewartet. Sie haben geschaut: Wo tauchen rote Zellen auf? Finden wir rote Zellen im Herz? Finden wir sie im Gehirn? Nein. Aber sie fanden sie im Gelenk. Nach einiger Zeit tauchten dort rote Zellen auf. Das war der Beweis. Eindeutig. Diese Zellen kamen aus der Haut. Sie waren gewandert. Sie hatten ihre Farbe mitgebracht. Wie einen Stempel im Pass. "Ich komme aus der Haut." Das stand auf ihnen geschrieben. So konnten die Forscher die Reisenden identifizieren. Sie konnten sie zählen. Und sie konnten sehen: Bei Psoriasis wandern viele von ihnen. Teil 3: Der zweite Schritt – Die Ankunft und die Kontrolle Allein ankommen reicht nicht Jetzt wird es spannend. Die Reisenden sind da. Sie sind im Gelenk. Bedeutet das jetzt Arthritis? Geht jetzt die Entzündung los? Nein. Eben nicht. Das ist die große Überraschung der Studie. Dr. Rauber sagt: Die Einwanderung allein reicht nicht. Nur weil die Zellen da sind, wird man nicht krank. Das erklärt, warum viele Psoriasis-Patienten gesund bleiben. Auch bei ihnen wandern Zellen. Auch bei ihnen kommen die Reisenden an. Aber es passiert nichts. Warum nicht? Wer hält sie auf? Das Begrüßungskomitee: Die Fibroblasten Im Gelenk wohnen andere Zellen. Sie sind schon immer da. Es sind Bindegewebszellen. Die Fachleute sagen "Fibroblasten". Stell sie dir vor wie Hausmeister. Sie kümmern sich um das Gelenk. Sie bauen Knorpel auf. Sie schmieren das Gelenk. Sie sorgen für Ordnung. Und sie sind die Türsteher. Wenn neue Zellen kommen, prüfen sie diese. Sie schauen sich die Reisenden an. Sind das Freunde? Oder Feinde? Wollen die Ärger machen? Die Fibroblasten entscheiden über Krieg oder Frieden. Der geheime Handschlag: CD200 Wie machen sie das? Die Zellen reden miteinander. Aber nicht mit Worten. Sie nutzen Moleküle. Die Forscher haben das Molekül gefunden. Es heißt CD200. Das ist wie ein Ausweis. Oder wie eine beruhigende Hand auf der Schulter. Die gesunden Hausmeister (Fibroblasten) haben viel CD200. Sie zeigen diesen Ausweis. Die Reisenden haben den passenden Empfänger. Er heißt CD200R1. Das ist wie ein Schloss für den Schlüssel. Wenn CD200 an den Empfänger andockt, passiert etwas Magisches. Ein Signal geht in die Reisende Zelle. Das Signal heißt: "Alles ruhig. Kein Angriff. Leg die Waffen weg." Die friedliche Koexistenz Das passiert in einem gesunden Gelenk. Die Reisenden kommen an. Sie sind vielleicht etwas aggressiv. Sie kommen ja aus der entzündeten Haut. Aber die Hausmeister sind stark. Sie zeigen ihren CD200-Ausweis. Die Reisenden beruhigen sich. Sie werden inaktiv. Sie lösen keine Entzündung aus. Das Gelenk bleibt gesund. Du hast zwar Psoriasis. Deine Zellen wandern auch. Aber dein Gelenk schützt sich selbst. Das ist ein perfektes System. Es funktioniert bei den meisten von uns. Wir haben Glück. Unsere Hausmeister sind wachsam. Teil 4: Wenn das System versagt – Der Ausbruch der Arthritis Der fehlende Schutzschild Aber bei 30 Prozent geht es schief. Warum? Auch das erklären die Forscher. Bei diesen Menschen fehlt der Schutz. Die Hausmeister sind schwach. Oder es sind zu wenige da. Die Fibroblasten haben kein CD200 mehr. Oder viel zu wenig. Der Ausweis fehlt. Die beruhigende Hand fehlt. Das Gelenk ist schutzlos. Der "Boden" ist verändert. Er lässt die Entzündung zu. Die Eskalation Stell dir die Situation vor: Die Reisenden kommen an. Sie sind voller Energie aus der Haut. Sie sind bereit für Krawall. Sie treffen auf die Hausmeister. Aber die Hausmeister signalisieren nicht "Ruhe". Sie können es nicht. Ihnen fehlt das CD200. Die Reisenden warten vergeblich auf das Stopp-Signal. Da kommt nichts. Also machen sie das, was sie gelernt haben: Sie machen Entzündung. Sie werden aktiv. Sie rufen Verstärkung. Die Verwandlung in Brandstifter Die Reisenden verändern sich jetzt. Sie werden zu echten Fresszellen. Zu Makrophagen. Und sie aktivieren andere Zellen. Besonders die T-Zellen. T-Zellen sind die Spezialeinheiten des Immunsystems. Die Reisenden feuern die T-Zellen an. "Hier ist ein Feind! Greift an!" Die T-Zellen schütten Botenstoffe aus. Einer davon ist berüchtigt. Er heißt IL-17. Vielleicht kennst du den Namen. Viele moderne Medikamente blockieren IL-17. Jetzt wissen wir noch besser, warum das hilft. IL-17 ist wie Benzin im Feuer. Es heizt die Entzündung an. Das Feuer brennt Jetzt ist die Arthritis da. Das Gelenk wird heiß. Es schwillt an. Flüssigkeit sammelt sich. Das Immunsystem greift den eigenen Körper an. Es denkt, dort sei eine Infektion. Aber da ist keine. Es ist ein Fehlalarm. Ausgelöst durch die Reisenden. Und nicht gestoppt durch die Hausmeister. Der Knochen wird angegriffen. Er wird abgebaut. Gleichzeitig wuchert der Knochen an anderen Stellen. Das führt zu den typischen Verformungen. Und zu den Schmerzen, die wir kennen. Teil 5: Die Beweise – Von der Maus zum Menschen Hightech-Analyse der Zellen Die Forscher haben nicht nur Mäuse beobachtet. Sie haben die modernste Technik genutzt, die es gibt. Sie haben "Single Cell Sequencing" gemacht. Das heißt: Sie haben jede einzelne Zelle untersucht. Sie haben ihr Erbgut gelesen. Wie ein Tagebuch. Sie konnten sehen, welche Gene aktiv sind. So haben sie die Reisenden genau identifiziert. Sie haben einen komplizierten Namen: CD2+/MHC-II+/CCR2+ (das bedeutet, sie tragen alle drei Marker gleichzeitig). Lass uns bei "Reisende" bleiben. Aber dieser genetische Fingerabdruck ist wichtig. Er macht die Zellen unverwechselbar. Bestätigung beim Menschen Mäuse sind gut für die Forschung. Aber wir sind keine Mäuse. Funktioniert das bei uns auch so? Das Team hat Gewebeproben von Patienten untersucht. Von Menschen mit Psoriasis. Und von Menschen mit Psoriasis arthritis. Sie haben Hautproben genommen. Und Gelenkproben. Und sie haben verglichen. Das Ergebnis war eindeutig. Ja, es ist bei uns genauso. Auch in unseren Gelenken finden sich diese Reisenden. Und auch bei Arthritis-Patienten fehlen die CD200-Hausmeister. Der genetische Beweis der Wanderung Sie haben noch einen Beweis gefunden. Sie haben die Mitochondrien untersucht. Das sind die Kraftwerke der Zellen. Sie haben eigene kleine Gene. Diese Gene verändern sich leicht. Wie Muttermale. Wenn eine Zelle sich teilt, gibt sie diese Merkmale weiter. Die Forscher fanden die gleichen Merkmale in der Haut und im Gelenk. Bei denselben Patienten. Das beweist: Die Zellen im Gelenk stammen von den Zellen in der Haut ab. Sie sind wirklich gewandert. Es ist wie ein Vaterschaftstest. Nur für Zellen. Der Weg ist bewiesen. Teil 6: Der Blick in die Zukunft – Diagnose und Therapie Warum erzählen wir das so ausführlich? Weil es Hoffnung gibt. Wenn wir den Mechanismus kennen, können wir ihn stören. Bisher werden oft nur die Symptome behandelt. Oder wir unterdrücken das ganze Immunsystem. Oder einzelne Komponenten – was schon ziemlich gut ist. Aber: Jetzt können wir noch gezielter vorgehen. Die Erlanger Entdeckung öffnet zwei neue Türen: Eine Tür für die Diagnose. Und eine Tür für die Therapie. Die Chance auf einen Früherkennungstest Erinnerst du dich an die Reisenden im Blut? Sie sind da, bevor das Gelenk wehtut. Das ist die Chance. Man könnte einen Bluttest entwickeln. Der Arzt nimmt dir Blut ab. Er sucht nach genau diesen Zellen mit den Markern CD2+, MHC-II+ und CCR2+. Findet er viele davon? Dann ist dein Risiko hoch. Deine Haut schickt schon Truppen los. Dann muss man handeln. Findet er keine? Dann kannst du aufatmen. Dein Risiko ist gerade gering. Das würde die Angst nehmen. Die Ungewissheit wäre weg. Wir wüssten, woran wir sind. Die Vision der Prävention Wenn wir wissen, wer gefährdet ist, können wir vorbeugen. Das ist der Heilige Gral der Medizin. Krankheiten verhindern, bevor sie ausbrechen. Wie könnte das gehen? Es gibt zwei Strategien, die sich aus der Studie ergeben. Strategie 1 – Die Reise stoppen: Man könnte Medikamente entwickeln, die das Wandern verhindern. Man könnte die Autobahn sperren. Oder man könnte den Zellen den Austritt ins Gelenk verwehren. Wenn keine Reisenden ankommen, gibt es keine Entzündung. Die Psoriasis bliebe auf der Haut. Das Gelenk bliebe verschont. Strategie 2 – Die Hausmeister stärken: Das ist vielleicht noch cleverer. Wir wissen, dass das Fehlen von CD200 das Problem ist. Warum geben wir es nicht zurück?& Man könnte Medikamente entwickeln, die CD200 ersetzen. Oder die die eigenen Fibroblasten anregen, es wieder zu produzieren. Wir würden den Schutzschild reparieren. Die Reisenden kommen an. Aber sie werden sofort beruhigt. "Alles gut. Kein Stress." Die Entzündung würde im Keim erstickt. Wann gibt es das beim Arzt? Ganz realistisch: Wenn, dann in einigen Jahren. Forschung braucht Zeit. Die Erlanger Ergebnisse stammen aus der Grundlagenforschung. Das ist der erste Schritt. Ein sehr wichtiger Schritt. Aber bis zur Pille in der Apotheke dauert es noch. Es müssen Wirkstoffe gefunden werden. Sie müssen getestet werden. Erst an Zellen. Dann an Tieren. Dann an Menschen. Das dauert Jahre. Der Bluttest ist derzeit nicht verfügbar. Die Studie zeigt lediglich, dass die Zellen prinzipiell im Blut nachweisbar sind. Die Erlanger Studie ist also ein Machbarkeitsnachweis. Die Forscher haben eine Forschungsmethode gewählt – und keine Routinediagnostik. Bis zu klinischen Anwendungen vergehen typischerweise zehn bis 15 Jahre. Bei etwa 20 Prozent der Patienten entwickelt sich eine Psoriasis arthritis ohne vorherige Hauterkrankung – für diese Gruppe greift der beschriebene Mechanismus nicht. Aber der Weg ist jetzt klarer. Die Richtung stimmt. Jetzt gibt es eine Karte. Teil 7: Was du jetzt tun kannst – Wissen ist Macht Du kannst jetzt noch keinen CD200-Booster kaufen. Aber du kannst dein Wissen nutzen. Beobachte dich. Achte auf deinen Körper. Die Studie sagt: Der Prozess beginnt schleichend. Hör auf kleine Signale. Morgensteifigkeit? Ein dickes Gelenk? Schmerzen in der Ferse? Das könnten Zeichen sein. Geh zum Rheumatologen. Nicht erst, wenn gar nichts mehr geht. Geh früh. Erzähl ihm von deinen Sorgen. Sprich mit deinem Arzt. Ärzte lesen Fachliteratur. Dein Rheumatologe kennt vielleicht diese Studie. Oder er liest bald davon. Frag ihn nach deinem Risiko. Lass deine Entzündungswerte checken – auch, um andere Erkrankungen auszuschließen. Eine gut behandelte Psoriasis der Haut senkt vielleicht auch den Nachschub an Reisenden. Das ist noch nicht bewiesen. Aber es klingt logisch. Wenn in der Haut Ruhe ist, entstehen weniger Vorläuferzellen. Also: Pflege deine Haut. Nutze die Medikamente, die es. heute schon gibt. Halte die Entzündung klein. Ein gesunder Lebensstil hilft den Hausmeistern Wir wissen noch nicht genau, warum die Fibroblasten schwach werden. Warum verlieren sie das CD200? Vielleicht spielt Stress eine Rolle. Oder Ernährung. Oder Rauchen. Rauchen ist Gift für Psoriasis. Das wissen wir. Vielleicht schadet es auch den Hausmeistern im Gelenk. Ein gesunder Lebensstil ist immer gut. Bewegung tut den Gelenken gut. Sie hält die Fibroblasten fit. Ernähre dich entzündungshemmend. Viel Gemüse. Gute Öle. Wenig Zucker. Das unterstützt dein Immunsystem. Und vielleicht auch deinen Schutzschild. Teil 8: Zusammenfassung und Ausblick Forscher der FAU Erlangen haben das Rätsel der Psoriasis arthritis ein Stück weit gelöst. Sie haben gezeigt: Es ist ein Prozess in zwei Schritten. Erstens: Zellen wandern aus der Haut ins Gelenk. Zweitens: Das Gelenk verliert seinen Schutz. Nur wenn beides zusammenkommt, werden wir krank. Das erklärt, warum es manche trifft und manche nicht. Die Analogie vom Samen und dem Boden Die Forscher nutzen ein Bild. Das Bild von Samen und Boden. Die Entzündungszellen sind die Samen. Sie fliegen durch die Luft (oder das Blut). Das Gelenk ist der Boden. Fällt der Samen auf Beton (gesundes Gelenk), passiert nichts. Er geht nicht auf. Fällt er auf fruchtbare Erde (Gelenk ohne CD200), fängt er an zu wachsen. Die Wurzeln schlagen aus. Die Entzündung blüht auf. Das Ziel muss es sein, den Boden wieder zu Beton zu machen. Für die Entzündung unbewohnbar. Aber für uns gesund und stabil. Diese Studie gibt Hoffnung. Hoffnung auf eine Zukunft ohne Gelenkschäden. Hoffnung auf eine Medizin, die verhindert statt nur zu reparieren. Die Arbeit in Erlangen und auf der ganzen Welt geht weiter. Forscher werden neue Wirkstoffe suchen. Sie werden Tests entwickeln. Bleib optimistisch Lass dich von der Statistik nicht entmutigen. 20 bis 30 Prozent heißt auch: 70 bis 80 Prozent bekommen es nicht! Die Mehrheit bleibt verschont. Und selbst wenn es dich trifft: Es gibt heute schon gute Medikamente. Biologika zum Beispiel greifen genau in diese Mechanismen ein. Sie blockieren IL-17 oder andere Botenstoffe. Sie löschen das Feuer, wenn es brennt. Die neue Forschung will verhindern, dass es überhaupt brennt. Das ist das nächste Level. Du bist nicht allein mit deiner Krankheit. Die Wissenschaft kämpft für dich. Und wir kämpfen mit. Mit Informationen. Mit Aufklärung. Mit Gemeinschaft. Kopf hoch. Achte auf deine Gelenke. Und bleib informiert. Fachbegriffe erklärt Fibroblasten: Stell dir Fibroblasten wie die Bauarbeiter und Hausmeister in deinem Körpergewebe vor. Sie sind Bindegewebszellen. Sie sorgen normalerweise dafür, dass alles stabil bleibt und Wunden heilen. In diesem Artikel lernst du eine besondere Gruppe von ihnen kennen. Diese speziellen „Hausmeister“ im Gelenk haben eine wichtige Aufgabe: Sie sollen ankommende Immunzellen beruhigen und Entzündungen verhindern. Sie nutzen dafür einen Ausweis, das Protein CD200. Fehlt dieser Ausweis, können Entzündungen entstehen. Myeloische Vorläuferzellen: Das sind junge, noch nicht fertig ausgebildete Zellen des Immunsystems. Sie entstehen zum Beispiel im Knochenmark oder direkt in entzündeter Haut. Denk an sie wie an Rekruten, die auf ihren Einsatz warten. Im Fall der Psoriasis reisen sie über das Blut in die Gelenke. Sie tragen komplizierte Namen wie CD2+ MHC-II+ CCR2+, aber ihre Funktion ist einfach: Sie sind Boten. Wenn sie im Gelenk nicht gestoppt werden, reifen sie zu aggressiven Entzündungszellen heran und greifen das Gelenk an. Dieses Thema zum Anhören Wer lieber hören als lesen will, kann hier einsteigen: Zwei Menschen unterhalten sich über die Studie und ihre Ergebnisse. psoriasis-haut-gelenke-erlangen.m4a Disclaimer: Wir haben uns für diese Audio-Datei von Künstlicher Intelligenz helfen lassen. Das Gesagte wurde von uns überprüft. Quellen "Skin-derived myeloid precursors and joint-resident fibroblasts spread psoriatic disease from skin to joints" in: Nature Immunology, Vol. 27, Januar 2026 Wie Schuppenflechte auf die Gelenke übergreift – Presseerklärung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Zugriff am 14. Januar 2026) Synovial Shaping of Skin-derived Migrating Immune Cells Determines Initiation of Inflammation in Psoriatic Arthritis – ACR Meeting Abstracts (Zugriff am 14. Januar 2026) CD200 + fibroblasts form a pro-resolving mesenchymal network in arthritis – Nature Immunology, Vol. 25- 1 Kommentar
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Studie von Eli Lilly zur gleichzeitigen Therapie von Psoriasis Arthritis und Adipositas/Übergewicht
Radelbine antwortete auf Elli_Ms Thema in Psoriasis arthritis
Hallo @Burg, Sport, besonders Fazientraining und mit reifen Alter Muskelaufbau ist auf jeden Fall eine gute Unterstützung, aber ein Schutz würde ich nicht glauben. Ich bin seit dem Kindesalter sehr sportlich aktiv, hatte keine PsO und bin Ende 2023 innerhalb so kurzer Zeit so heftig an PsA erkrankt. Vor der Diagnose habe ich so viele sinnlose Arztbesuche gehabt, dass ich schon befürchtete von topfit auf Invalide zu enden. Morgens bin ich in Zeitlupe aus dem Bett gekrochen, ich konnte kein Messer zum Brot schmieren mehr halten und keine Schnürsenkel mehr binden. Jede Berührung an den entzündeten Körperteilen hat geschmerzt. Trotzdem hat die Aussage mit den kranken Bindegewebe einen ganz wichtigen Punkt. Tatsächlich können Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten selbst nach überstandener Infektion ihre Proteine im Gewebe hinterlassen. Erkennt dein Immunsystem das, legt es los… Bei mir ist 2023 eine heftige Atemwegserkrankung vermutlich RSV vorausgegangen, allerdings hatte ich 2022 auch schon mal eine ziemlich symptomlose Corona Infektion. Das zu diagnostizieren ist wohl nicht von unserem Gesundheitswesen vorgesehen und ob es bei der Behandlung etwas ändern würde, weiß ich nicht. Da hätte man eine Biopsie und oder Punktion machen müssen und auf alles mögliche untersuchen lassen. Wie dem auch sei, bewegen, bewegen und nochmal bewegen. Ich freue mich schon sehr auf das Frühjahr, Wintersport fällt wohl wegen Schneemangel aus. Liebe Grüße, Radelbine -
Frage an die Wissenschaftler hier im Forum
Richard-Paul antwortete auf halber Zwillings Thema in Am Rande bemerkt
Blasenentzündungen: Vieren gegen Bakterien kämpfen. Zitat aus dem Internet (von Tagesschau.de): Forscherinnen und Forscher der ETH Zürich haben nun in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Balgrist eine Art Schnelltest entwickelt, der auf Bakteriophagen basiert - das sind Viren, die ausschließlich Bakterien befallen. Zudem haben sie die Phagen genetisch modifiziert, dass sie die krankheitserregenden Bakterien möglichst effizient zerstören. Bakterien dienen den Bakteriophagen als Wirte. Die Phagen sind hochspezialisierte Viren, die jeweils nur eine bestimmte Bakterienart oder -stamm befallen, angreifen und zerstören können. Diese Eigenschaft haben die Forschenden sich zu Nutzen gemacht: Sie haben die auf Harnwegsinfekt-Bakterien spezialisierten Phagen so modifiziert, dass die infizierten Wirtsbakterien nach Kontakt mit den Phagen ein Lichtsignal abgeben. -
Bolek68 stimmte für Wasserfall im Fotowettbewerb
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Burg folgt jetzt dem Inhalt: Risiken und Nebenwirkungen von Hähnchenschenkeln und Erfahrungsberichte: Wie Betroffene mit der Ernährung ihre Psoriasis besserten
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Risiken und Nebenwirkungen von Hähnchenschenkeln
Burg kommentierte bei Rolf Blagas Artikel in Psoriasis und Ernährung
Jetzt packe ich mal meine Unverträglichkeit von Hühnchen- und Hähnchen-Teilen, besonders die Schenkel zu diesem Thema dazu; sie besteht bei mir seit mindestens 30J. Damals war mir aufgefallen, dass ich immer nach dem Verzehr von Hühnchen- und Hähnchen-Schenkeln oder anderen Teilen, wenige Tage danach (etwa 2-3 Tage) einen kleineren Pso-Schub bekam. Na ja, der Schub war zwar klein, aber bis die etwa 100 neuen Stellen wieder verschwunden waren, dauerte das auch 1-3 Jahre - war also so betrachtet doch keine Kleinigkeit. Ich versuchte die Schenkel zu meiden und wenn ich dann doch mal großen Appetit auf Huhn hatte, kochte ich ganz selten mal ein ganzes Huhn. Die Brust, die Schenkel und andere fettreiche Teile bekamen der Rest, der Familie und ich konzentrierte mich auf das dunklere Fleisch am Rücken und im Innern - und das schmeckte mir auch noch viel besser. Seit etwa 2J nehme ich die leicht bitteren Innereien (Leber, Herz, Magen) vom Huhn, die für meinen Geschmack wenigsten noch nach Huhn schmecken - im Gegensatz zu den restlichen Teilen - und ich vertrage sie gut - kein Pso-Schub. Meine Fleischabteilung im Supermarkt bietet diese Innereien und auch die vom Rind extra auf meinen besonderen Wunsch hin an. Nur wenige Kunden wollen heutzutage diese Fleischarten. Ich war durch den Hund darauf gekommen, hatte seine Fleischzubereitung gekostet und bei mir wurde dadurch keine Pso getriggert. Ob nur auf den üblich verzehrten Teilen des Huhns möglicherweise krankmachende Keime sind und ob diese auch für meine Unverträglichkeit verantwortlich sind? Vielleicht hat außer mir noch jemand anderes Erfahrung mit Hahn- und Hühnerfleisch gemacht? Ich nehme keine immundämpfenden Medikamente. LG Burg- 1 Kommentar
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Studie von Eli Lilly zur gleichzeitigen Therapie von Psoriasis Arthritis und Adipositas/Übergewicht
Petra Schmid antwortete auf Elli_Ms Thema in Psoriasis arthritis
Ozempic soll ja auch bei Psoriasis helfen.....Zum Einen hängt es sicher mit der Entzündungshemmung statt, zum anderen damit, dass bei einer Gewichtsabnahme auch die Triglyceride sinken....vermute ich auf jeden Fall. Ich kämpfe auch mit dem Gewicht....hängt bei mir sicher mit den Hormonen und auch mit der Schilddrüse zusammen. Da ich aber auch gerne Schokolade esse und rauche, denke ich, dass das Mikrobiom sicher auch eine Rolle spielt. Und das wirkt sich natürlich wieder auf das Gewicht und die Psoriasis aus. Da Ozempic aber anscheinend auch Auswirkungen auf Sucht und ADS hat, überlege ich schon länger, ob ich das nicht mal ausprobieren sollte. -
Hoffnung bei Psoriasis Pustulosa
Petra Schmid antwortete auf Petra Schmids Thema in Neue stellen sich vor
Danke für die Info....Leider rauche ich übermäßig.....Ich habe das auch nur dazu geschrieben, weil ich ja selber nicht genau weiss, warum sich mein Hautzustand soooo verbessert hat. Wollte schreiben, dass ich sonst nichts verändert habe, aber ob es wirklich an der Creme liegt, oder am Q 10, Schwarzkümmelöl....die Hormone, die sich wieder verändert haben???.....keine Ahnung...Ich bin nur wirklich sehr sehr sehr sehr glücklich, denn ich konnte teilweise auch kaum laufen. -
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Studie von Eli Lilly zur gleichzeitigen Therapie von Psoriasis Arthritis und Adipositas/Übergewicht
Burg antwortete auf Elli_Ms Thema in Psoriasis arthritis
Hallo @Radelbine, mit den Entzündungen bei der Pso gibt es Höhen und Tiefen und bei der PsA wird es nicht anders sein. Anfangs das Verstehenlernen, was einen Schub auslöst und konnte man dem aus dem Weg gehen? Welche Therapie half mir? Wieviel Therapie und wieviel damit verbundene Einschränkungen (Nebenwirkungen, Zeitaufwand, weniger Freundschaften, weniger Hobbies, weniger Mode, Kosmetik oder weniger spontane Speisen, Aktionen) wollte ich akzeptieren? Und wenn eine passende Therapie gefunden war, wie lange half sie? Was wurde/wird die Nachfolgetherapie? Immer dann, wenn es in meinem Leben darauf Antworten gab, konnte ich mich wirklich entspannen, was sich günstig auf meine Pso ausgewirkt hatte. Aber 8J saß ich wie auf einem Pulverfass... jederzeit hätte wieder ein heftiger Schub sein können..., bis ich eine für mich gute Therapie gefunden hatte, die mir diese Sorge abnahm. Glücklicherweise können wir die miesesten Entzündungszeiten überstehen und können/wollen uns dann an Details aus dieser Zeit nicht mehr gerne erinnern. Gut so! Die guten und glücklichen Zeiten konnte ich dann umso mehr genießen. Heute habe ich in einer Publikation gelesen, dass Menschen mit Pso nur in bestimmten Fällen (etwa 30%) auch PsA bekommen können und warum. wenn die Schutzfunktion ihrer Bindegewebszellen richtig funktioniert. Gibt es aber da Probleme, können eingewanderte Entzündungszellen von der Pso eine Entzündungsreaktion im Gelenk auslösen. Wahrscheinlich bin ich nicht der PsA-Typ - aber mit meiner Pso alleine bin ich auch schon zufrieden und ausgelastet. Jetzt suche ich noch nach einem geeigneten Platz hier, wo ich diese Publikation unterbringen kann. Ob man durch ein Bindegewebs(Faszien)training einen positiven Einfluss auf die Bindegewebszellen in den Gelenken nehmen kann, wenn die Schutzfunktion ihrer Bindegewebszellen nicht richtig funktioniert? Übungen mit der Faszienrolle Arthrose: Wie Faszientraining helfen kann AU=Hanno Steckel, Thieme Verlag, 2024 https://natuerlich.thieme.de/natuerlich-gesund/detail/arthrose-wie-faszientraining-helfen-kann-3389 Und ich vermute ja, dass ich durch den vielen Sport vielleicht vor der PsA geschützt wurde? Kann sein, muss aber nicht! LG Burg -
Hoffnung bei Psoriasis Pustulosa
Blue_Spirit antwortete auf Petra Schmids Thema in Neue stellen sich vor
Ich wurde vor 4 Jahren in einer Uniklinik begutachtet (... Gerichtsverfahren). Zu meiner völligen Überraschung hat der Prof. geschrieben, dass es keine wissenschaftliche Nachweise gibt, daß sich rauchen negativ auf eine Psoriasis Pustulose auswirkt. Nach Rückfragen dazu hat der Prof erklärt, dass nur übermäßiges rauchen negative Auswirkungen haben kann. -
Studie von Eli Lilly zur gleichzeitigen Therapie von Psoriasis Arthritis und Adipositas/Übergewicht
Burg antwortete auf Elli_Ms Thema in Psoriasis arthritis
Auch wenn es hier nur um Adipositas bei Pso handelt, so dürfte der Einfluss der Ernährung auf das Entzündungsgeschehen im Körper ähnlich dem bei PsA sein. -
Die Pustulosa habe ich seit über zwei Jahren und tausend verschiedene Cremes ausprobiert. Hab die Pustulosa in den Wechseljahren bekommen. Ich denke, dass sich das fehlende Progesteron auch auf mein Hashimoto ausgewirkt hat, die Schilddrüse ist in die Unterfunktion gerutscht und die Triglyceride-Werte sind in die Höhe gegangen. Deswegen hätte ich oral Simvastatin nehmen sollen, was ich aber nicht getan habe. Ich habe von einer Simvastatin Creme gegen Porokeratose gelesen und obwohl das nicht die gleiche Krankheit ist, wollte ich diese Creme ausprobieren. Habe auch einen Arzt und eine Apotheke gefunden, die mir diese Creme angemischt hat. Jetzt nehme ich noch Schwarzkümmelöl, Omega 3, Q 10, Vitamin D 3 und Magnesium ein und creme diese Simvastatin Creme seit ca. 3 Monaten. Die Ernährung ist gleich geblieben. Ich rauche leider, esse zuviel Schokolade und bewege mich zu wenig. Das erste Bild ist, als ich Enstilar gecremt habe, das zweite Bild ist aktuell. Ich weiss nicht, ob es Zufall ist, dass der Zustand sich so verbessert hat, aber ich wollte es euch zeigen......Es gibt immer irgendwie eine Hoffnung.
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Vor 15 Jahren habe ich mit meinem Mann 14 Tage an der Algarve in Sagres Urlaub gemacht. Wunderschön.
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Hi @GrBaer185, ich habe erst mitte Februar einen Termin bei meiner Hautärztin, werde dieses Thema aber ansprechen. lg Karl-Heinz
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Schuppenflechte und Gelenke: Warum manche Psoriasis arthritis bekommen – und andere nicht
Claudia Liebram erstellte ein Artikel in der Rubrik Forschung |
Forscher haben entdeckt, dass spezielle Entzündungszellen von der Psoriasis-Haut in die Gelenke wandern und dort nur dann Psoriasis arthritis auslösen, wenn schützende Bindegewebszellen fehlen.-
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