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Prednisolon gegen Schulterschmerzen - Angst, dass die Pso wieder aufblüht


Tina-Susi

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Geschrieben (bearbeitet)

Nach einem schweren Sturz habe ich seit 2 Monaten starke Schulterschmerzen, der Orthopäde hat mir beim Verlassen des Behandlungsraumes, ohne weiter mit mir zu sprechen oder auf meine Vorerkrankungen einzugehen, ein Rezept über Prednisolon 10 mg dagelassen. Zu nehmen über 6 Wochen, startend in der ersten Woche mit 40 mg am Tag, endend mit der sechsten Woche mit 5 mg am Tag.

Seit meinem 22. Lebensjahr leide ich an einer schweren Psoriasis vulgaris am ganzen Körper. Seitdem ich nun seit Herbst letzten Jahres eine Hormonersatztherapie gegen Wechseljahrsbeschwerden mache, bin ich die Pso beinah ganz los geworden (und unendlich glücklich!) Zufall? Ich glaube nicht, war ich doch auch schon in der Schwangerschaft komplett beschwerdefrei.

Nun habe ich Angst, dass die Pso wieder aufflackert, wenn ich das Prednisolon absetze, im Beipackzettel steht dazu nichts, beim meiner Hautärztin bekomme ich vor einem halben Jahr keinen Termin. Wie ist das Risiko einzuschätzen? Würde mich über einen Rat freuen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

bearbeitet von Tina-Susi

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Geschrieben

Hallo Tina-Susi,

das freut mich, daß die Hormonbehandlung Deine PSO in Schach hält.

Meine Erfahrungen mit Kortison, allerdings als Spritze in die Schulter waren schlecht, denn danach bekam ich einen schlimmen Schub der PSO. Allerdings ist das 20 Jahre her und vermeide seitdem  jede Form von Kortison. Aber sicherlich reagiert jeder Mensch anders. Letztendlich wurden beide Schultern operiert. Mach Dich schlau im Internet und mit KI. Alles Gute und  LG von der Waldfee. 

 

Geschrieben

Danke Waldfee, für die Info. Erschreckend, dass selbst lokale Spritzen so einen Schub auslösen können. Ich denke, da hat sich in den 20 Jahren auch nichts bei den Medikamenten geändert. Kortison ist Kortison. Hoffentlich geht es Deinen Schultern heute gut!

Geschrieben (bearbeitet)
vor 7 Stunden schrieb Tina-Susi:

Prednisolon 10 mg dagelassen. Zu nehmen über 6 Wochen, startend in der ersten Woche mit 40 mg am Tag, endend mit der sechsten Woche mit 5 mg am Tag.

Seit meinem 22. Lebensjahr leide ich an einer schweren Psoriasis vulgaris am ganzen Körper

vor 7 Stunden schrieb Tina-Susi:

Nun habe ich Angst, dass die Pso wieder aufflackert, wenn ich das Prednisolon absetze, im Beipackzettel steht dazu nichts

Hallo @Tina-Susi

Deine Angst kann ich sehr gut verstehen!!! 

Meine sehr leichte Pso hatte sich zu ihrem Beginn bis zu einer gewaltigen durch falsche Cortisoncremeanwendung aufgeschaukelt und irgendwann war mir dann der Absprung ganz weg vom Cortison gelungen. Seitdem habe ich eine mittlere Pso und selten mal einen schweren Schub. 

Vor etwa 8J musste ich 10 Tage lang täglich 20mg Prednisolon wegen eines Schnappfingers nehmen und hatte wegen des Absetzens die gleiche Angst wie Du. 

Früher wurde das Cortison bei mir innerhalb 1 Woche ausgeschlichen und so sollte ich das auch vor 8J machen. Da das aber sehr wahrscheinlich schon damals, vor etwa 50J, viel zu schnell für mich war - sonst wäre meine Pso danach wohl nicht immer schlimmer als zuvor gewesen..., habe ich mir vor 8J einen eigenen Plan zum langsameren Ausschleichen gemacht. 

Vielleicht willst Du ihn Dir als Vorlage für Dein Ausschleichen mit Deinen mg Prednisolon nehmen? - Du müsstest die Mengen dann nach Deinem Therapieplan ausrichten.  

Ich war dann innerhalb von etwa 3 Wochen ohne Rebound-effect ganz vom Prednisolon weg

(Start: 10 Tage lang täglich 20mg Prednisolon

Ausschleichen: 

3 Tage 10mg 

3 Tage 5mg 

3 Tage 2,5mg 

3 Tage 1,25mg 

2x jeden 2. Tag 1,25mg 

2x jeden 3. Tag 0,6mg und evtl nach 

4. Tag noch 1x 0,3mg 

Die ganz niedrigen mg waren keine exakt gemessenen mehr; ich hatte die Tablette nur nach Augenmaß geteilt. 

Meine zu der Zeit geringe Pso wurde durch das Prednisolon unsichtbar und kam nach dem ganz langsamen Ausschleichen über 3 Wochen genau so wieder, wie sie vorher auch war (obwohl es Herbst war und da meistens meine Pso-Schübe begonnen hatten). Also dieses Mal gab es keine überschießende Reaktion wie früher bei nur 1 Woche Ausschleichen. 

Nur hätte ich mir das "Theater" mit dem Prednisolon ganz sparen können, da auch der Schnappfinger wieder genauso defekt wie vorher war. Nach täglichen Massagen desselben war er nach 1-2 Jahren wieder genesen. 

Cortison-Injektionen in die Nähe von Sehnen oder Gelenken könnte gut helfen - mein Arzt hatte sich dazu aber geweigert, da er nicht durch meine Pso stechen wollte, deshalb die ungewöhnliche orale Gabe.  

vor 7 Stunden schrieb Tina-Susi:

Seitdem ich nun seit Herbst letzten Jahres eine Hormonersatztherapie gegen Wechseljahrsbeschwerden mache, bin ich die Pso beinah ganz los geworden (und unendlich glücklich!) Zufall? Ich glaube nicht, war ich doch auch schon in der Schwangerschaft komplett beschwerdefrei.

Meiner Pso haben meine Wechseljahre auch gut getan; sie wurde gleichbleibend mittelstark und es gab keine Verstärkungen mehr durch die monatlichen Hormonschwankungen. 

Dann wünsche ich Dir gutes Gelingen. Beschreibe mal, ob es bei Dir auch positiv abgelaufen ist. LG Burg 

bearbeitet von Burg
Geschrieben

Bei Cortison - Prednisolon muss man aufpassen, denn er er ist ein Calziumräuber, was zu Osteoporose führt/bzw. führen kann.

Gruss Anne

Geschrieben

Das sind tolle Ratschläge. Ich sage herzlichen Dank an Burg und Tenorsaxofon.
Hab mir jetzt noch einen (schnelleren) Termin bei einem anderen Orthopäden wegen der Schulter geholt. Vielleicht hat der noch eine ganz andere Idee. Es geht ja immer um dieses Thema "Schmerzgedächtnis" und man den Schmerz mal durchbrechen sollte. Denn retten wird Kortison meine Schulter jetzt auch nicht.

Geschrieben (bearbeitet)
Am 27.3.2026 um 16:31 schrieb Tina-Susi:

Nach einem schweren Sturz habe ich seit 2 Monaten starke Schulterschmerzen, der Orthopäde hat mir beim Verlassen des Behandlungsraumes, ohne weiter mit mir zu sprechen oder auf meine Vorerkrankungen einzugehen, ein Rezept über Prednisolon 10 mg dagelassen.

Hallo @Tina-Susi

mit Deiner Schulter wünsche ich Dir eine gute Genesung! Das kann evtl. auch lange dauern. War bei Dir etwas gebrochen? 

Bei mir war es vor etwa 12J eine "über-Nacht-Entzündung" der re Schulter (keine PsA). Der re Arm wollte wegen des Schmerzes sich nicht mehr "aus eigener Kraft" bewegen, deshalb hatte ich ihn mit der li Hand bewegt, damit er nicht versteifen sollte; es tat weh, aber war aushaltbar. 

Nach 2 Wochen der Entzündung begleitete ich meine Freundin zum Schwimmen... und siehe da, vorsichtiges Schwimmen bei 32°C war mir möglich und dort konnte ich auch Unterwasserdüsen zur Massage der Schulter verwenden. Danach ging es meiner Schulter viel besser - weniger schmerzhaft. Ab da ging ich 1-2x/Woche zur Unterwassermassage und Schwimmen und die Schmerzen nahmen zunehmend ab. Die Steifigkeit wurde aber nur sehr, sehr langsam besser. Erst 6-7J später konnte ich meinem Hund wieder mit dem re Arm ein Stöckchen werfen. Ich übte immer weiter mit dem re Arm und nach 8J war er wieder genau so beweglich wie früher (sogar noch besser als der li Arm). Dranbleiben lohnte sich bei mir. 

Bei meiner Mutter, mit Mitte 50, hatte sich eine ähnliche Schuterentzündung nach etwa 2J wieder gebessert - nach einem halben Jahr hatte sie Antibiotika bekommen, weil ihr Arzt Bakterien im Gelenk vermutete. Was ihr geholfen hatte, ist nicht gesichert. Sie trug damals noch Schürze, deren Bänder hinten zur Schleife gebunden werden mussten. Sie hatte an die Bänder lange dünnere Verlängerungen angenäht und diese dann vorm Bauch zugebunden. Aber sie hatte auch immer wieder probiert ihren Arm nach hinten zu führen und irgendwann konnte sie auch wieder die Schleife hinten binden. Sie wurde mir zum Vorbild bei meiner entzündeten Schulter. 

Dir alles Gute! LG Burg 

bearbeitet von Burg
Geschrieben

Hallo Tina-Susi,

Voraussetzung zur Erklärung Deiner Schulterschmerzen wäre doch ein MRT oder zumindestens Röntgen. Da würde ich doch mal den Orthopäden danach befragen. Kortison zu bekommen, ist für den Arzt erstmal die einfachste Lösung. Wald-Wiesenberichte helfen Dir auch nicht weiter, wichtig ist doch die Diagnose Deiner Beschwerden. Wenn es kein Sehnenriss ist, wäre das doch schon die halbe Miete. Wenn es Dir inzwischen auch besser gehen sollte, wird das schon wieder. 

 Im Übrigen hatte ich damals nach dem Deaster den Orthopäden gewechselt, was für mich richtig war. Ich wünsche Dir alles Gute! LG Waldfee

 

 


 

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