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AnTe

Diagnose: Psoriasis

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AnTe

Liebe Eltern,

seit einem Jahr hat mein Sohn Ausschlag an den Unterbeinen. Anfangs waren die Kniekehlen wund - hochrot, nässend mit riesigen abgekapselten Eiteransammlungen. Der Arzt sprach von Hormonen, Schwitzen usw. Alles normal, geht von alleine wieder weg. Durch viel Pflege ist es das auch.

Dann kam der Ausschlag am linken Schienbein. Wir bekamen Advantan (1x die Woche) und eine Pflegecreme (Borretsch). Die Haut war mal besser, mal schlechter.

Im November 2018 waren beide Schienbeine handtellergroß "entzündet", was bei einem 11-jährigen eine ziemlich große Fläche ist, finde ich. Tatsächlich sah der Ausschlag untypisch für Neurodermitis, Schuppenflechte usw. aus. Der Hautarzt vermutete einen Pilz und nahm eine Probe zur Bestimmung. Wir bekamen Lotriderm Creme, die sehr gut half. Aber der Befund war negativ. Kein Pilz. Inzwischen hatte sich die geheilte Haut wieder verändert. Jetzt sind Stellen leicht gerötet, extrem trocken, also schuppig. Die Diagnose lautet nun doch: Psoriasis.

Die Therapie soll cortisonfrei erfolgen, was ich sehr begrüße, mit Diavonex. Nach drei Tagen habe ich abgebrochen, da das Hautbild sich extrem verschlechtert hat und wieder mit Advantan geschmiert. Nach einer Woche war alles wieder hübsch und wir verwenden seitdem die Pflegecreme. Aber es lässt sich erkennen, dass sich die Haut wieder verschlechtert. Sie schuppt, ist gerötet und juckt.

Nun - endlich - meine Fragen: Hat jemand Erfahrung mit Diavonex? Die Hautärztin sagt, es kann durchaus zu einer Erstverschlechterung kommen und wir sollten sie doch noch einmal für eine Woche verwenden + ausschleichend Lotriderm.

Wer hat Erfahrung mit Ölen (Nachtkerze, Hanf)?

Wer hat das Blut prüfen lassen (Zink, Vitamin D, C, A, Selen)?

Hach, ich bin hin und her gerissen, etwas verzweifelt und hoffe sehr auf Eure Hilfe!

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Claudia

Hallo @AnTe,

zunächst Willkommen noch einmal von mir. ?‍♀️ 

Ich erinnere mich, dass Daivonex meine Psoriasis-Stellen an den Händen auch erstmal schlechter werden ließ. Da Daivonex aber so ein "Klassiker" unter den Therapien ist, habe ich es immer wieder mal damit versucht und ein andermal war es nicht so. Wenn dein Sohn das mitmacht, könnte ein weiterer Versuch da durchaus nicht schaden.

Eine Idee: Es gibt Daivonex als Creme und als Salbe. Vielleicht verträgt dein Sohn ja die jeweils andere Form besser als die, die er jetzt hat?

Die Öle (Nachtkerze, Hanf) kannst du als Pflege ja trotzdem gut probieren.

Wie geht er denn überhaupt mit der Schuppenflechte um? Stört sie ihn sehr?

 

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clarus
Posted (edited)

Hallo AnTe,

gib Daivonex noch eine Chance, ich verwende es seit Jahren und habe damit insgesamt gute Erfahrungen gemacht. Es gibt es nicht nur als Salbe oder Creme, sondern auch als Gel! Manchmal dauert es halt länger, bis sie wirkt.

Also nicht gleich verzweifeln, sondern optimistisch bleiben! Falls du weitere Fragen haben solltest, hier im Pso-Netz wird dir mit Sicherheit weitergeholfen!

Gruß

clarus

Edited by clarus
  • Thanks 1

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AnTe

Danke fürs Mut machen :)

Schafft es Daivonex, die Haut komplett zu heilen? Hört man dann auf zu cremen oder wendet ihr täglich 2x eine Creme/Salbe an?

Am meisten stört meinen Sohn das Jucken. Sonst hat er und auch seine Schul- und Fussballfreunde kein Problem damit. Er ist "ein ganzer Kerl" und spricht nicht über seine Gefühle ;) aber ich denke, ich würde es merken, wenn es ihn belastet. Als erstes würde er wohl keine kurzen Hosen mehr tragen wollen ...

Uns hilft es, dass es nicht (wie ein Pilz) ansteckend ist. Im Moment geniest er die Eincreme-Rituale und ich hoffe, dass er es soweit verinnerlicht, dass er sich in 5 Jahren wie selbstverständlich auch selbst weiter pflegt.

Wenn wir eins verstanden haben: Pso ist nicht heilbar. LG Andrea

 

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Blubb76

Huhu,

auch bei den Salben musst du dich durchprobieren, da gibt es kein Produkt das jedem hilft.

Mir hat bis Dato keine Salbe geholfen, das hat aber nicht zu sagen das es anderen nicht hilft.

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Claudia
vor 2 Stunden schrieb AnTe:

Schafft es Daivonex, die Haut komplett zu heilen? Hört man dann auf zu cremen oder wendet ihr täglich 2x eine Creme/Salbe an?

Bei manchen schafft es Daivonex, die Stellen wegzubringen. Du kannst danach beispielsweise 2x/Woche "vorbeugend" cremen. Kannst wie gesagt.

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    • Nikija
      By Nikija
      Hallo zusammen, ich habe da mal eine Frage, ich benutze Daivonex zur behandlung meiner Schuppenflechte.
      Ich habe wegen einem Sterbefall in meiner Familie (mein Vater), die einsalberei total hinten angestellt und mich jetzt einige Monate nicht eingesalbt.
      Als ich mich gerade wieder einsalben wollte schaute ich auf das Datum, sie ist im August 15 abgelaufen und nun Frage ich mich ob ich sie denn doch noch benutzen könnte.
      Sie sieht noch ganz genau so aus wie immer, ist nicht ranzig oder sonstwas... dennoch hab ich ein bisschen bammel sie einfach zu benutzen ohne vorher mal nachgefragt zu haben.
      Ich wollte mich auch nur deshalb wieder einsalben, weil durch das momentane schlechte Wetter hier bei uns meine Schuppenflechte total schmerzt, spannt und rissig wird das es bald blutet... zumindest an meiner Hand.
       
      Ich würde mich über Antworten sehr freuen und bedanke mich schonmal im vorraus
       
      Liebe grüße Nikija
    • Ron
      By Ron
      Daivobet und Daivonex Therapie + Salicylsäure-Vaselin.
       
      Der Unterschied:
       
      Daivobet
      Wirkstoff: Bethametason (Kortisonhaltig, entzündungshemmend, das wars auch schon) + Caclipotriol (verlangsamt die Zellteilung der Haut, besser, eine Nummer größer wäre Micanol)
       
      Anwendung: Bei stark entzündeter, rötlicher Psoriasis im Wechsel mit Daivonex
      Nicht in Hautfalten und im Genitalbereich anwenden.
      Am Tag nicht mehr Stellen eincremen als ein ganzes Unterbein
       
      Daivonex
      Wirkstoff: Calcipotriol (verlangsamt die Zellteilung der Haut, nächstliegender nebenwirkungsfreier Wirkstoff wäre Ichthyol, Ichthoderm)
       
      Anwendung:Bei abgeschuppter, nicht zu sehr entzündlicher, rötlicher Psoriasis anzuwenden.

      Kann überall angewendet werden. Kann nach Entzündungsrückgang alleinig angewendet werden
      Am Tag nicht mehr Stellen eincremen als ein ganzes Unterbein (Überdosis führt zu Hyperkalzämie )
      war bei mir noch nie der Fall. Hat auch noch nie jemand Blut deswegen abgenommen. -.-
      Noch dazu gesagt: Innen-Augen-Druck messen lassen bei Calcipotriol jährlich! Ich nehm das schon jahrelang hab auch Augen-Innendruck messen lassen war alles ok. Man muss um gesund zu bleiben viel wechseln beim eincremen.  

      Salicylsäure-Vaselin 5% oder 10%
      Wirkstoff: Salicylsäure (entzündungshemmend, löst Schuppen und Verhornungen der Haut)
      Anwendung: 1x täglich, gut über mehrere Stunden einwirken lassen. Salzbäder zur Abschuppung anwenden.
      Nicht gleichzeitig mit Daivonex und Daivobet anwendbar. (Hebt die Wirkung auf)
       
       
      Therapie bei starker entzündlicher Psoriasis:
       
      Salicylsäure-Vaselin 5% oder 10% zur Abschuppung und zur Entzündungshemmung mehrere Tage anwenden bis eine Abschuppung erreicht ist. Dazu möglichst oft und mindestens 30 min ein Meeressalzbad daheim nehmen und wenn möglich viel Sonnenlicht.
      Mit Daivobet weiterbehandeln. 1 bis 2 Mal täglich. Über Nacht wirkt es besonders gut.
       
      Wenn die Psoriasis abgeschuppt ist im Wechsel Daivobet und Daivonex nehmen.
      Morgens Daivobet, abends Daivonex.
       
      Zwischendurch hat sich Linola Fett gut oder andere Cremes mit Urea bewährt.
      Zwischendurch die Haut viel pflegen, wobei omega6- und ureareichhaltige Cremes sich bewährt haben.
       
      Der ganze Aufwand bringt in vielen Fällen nur so viel, dass die Psoriasis
      · Kleiner und bräunlich pigmentiert wird
      · nicht mehr so stark oder gar nicht entzündet ist
      · weniger schuppt und die Zellteilung geringer ist
      · nicht mehr so stark juckt und brennt, ein entspannteres Hautgefühl stellt sich ein
      · abheilt, aber in vielen Fällen überhaupt nicht
       
       
      Der wahre Grund der Krankheit liegt im Inneren des Körpers - Wie Innen so Außen
       
      Dort findet in vielen bzw. in fast allen Fällen ein entzündlicher Prozess statt.
      Zum Beispiel: Eine Mandelentzündung, entzündete Zähne, Nasennebenhöhlenentzündung, Magen-Darm-Infekt, Infekte, Ankämpfen gegen eine Impfung, verschleppte Bronchitis, Allergien, Lebensmittelunverträglichkeit, Glutenunverträglichikeit, Viren, Gelenkentzündungen, Leaky Gut Syndrom, Reizdarm, Depressionen, psychosomatische Krankheiten, Schicksalsschläge usw.
       
      Wenn diese Entzündungen körperliche und seelische Erkrankungen nicht erkannt und behandelt werden, dann verschlimmert sich eine Psoriasis oder kann nicht abheilen, Schübe bilden sich immer wieder. Das Immunsystem ist gereizt und produziert noch mehr weise Blutkörperchen(das Abwehrsystem), die nach medizinischer Sicht ein Mitfunktion bzw. die Hauptauslöser für eine Psoriasis-Erkrankung sind.
      Der ganze Aufwand ist dann meist für die Katz, bzw. lindert nur oberflächlich.
      Ein undurchdringlicher Teufelskreis bleibt bestehen.
      Soviel zum Teufelskreis, die meisten Psoriatiker haben Hyperleukozytose (Überhöhung der weisen Blutkörperchen)
      Dies kann zu schweren Depressionen, Angstzuständen, Unruhe, Paranoia, Tremor (Zittern) etc. Auf eine leicht erhöhte Sterblichkeit, Herzinfarkt ist auch hingewiesen, die Hyperleukozytose wird in den meisten Fällen überhaupt nicht vom Arzt festgestellt. Womöglich aus budgetären Gründen Psoriasis ist einstell- und behandelbar.
       
       
      Ab einem 25%igen Anteil an Psoriasis-Herden der Haut ist es sogar ratsam auf eine zusätzliche Innere Therapie einzusteigen, weil die Haut zu viele Wirkstoffe der Salben durchlässt und das auf Dauer unzumutbar wäre, wenn nicht gesundheitsschädlich.
       
      Deshalb bin ich auch für eine innerliche Therapie mit Immunsuppressiva (Immunhemmende Medikamente), die dort eingreifen wo die Psoriasis beginnt, meist wirken sie bei den T-Zellen und Leukozyten, diese sind bei Psoriatiker meist über den Grenzwert, sowie Blutfettwerte leicht erhöht sind.
       
      Solche Immunsuppressiva (Cortison, MTX, Embrel, Fumaderm, etc.) sind mit sorgfältiger Vorsicht auszusuchen, mit fachmedizinischer Beratung und fürsorglicher Behandlung und Verständnis des Arztes auszuwählen.
       
      Und da liegt auch oft der Hund begraben.
      · Entweder man bekommt Budgetprobleme und wird nicht mehr ausreichend versorgt.
      · Man wird nicht streng genug kontrolliert (Blutbild).
      · Man bekommt eine zu geringe oder zu hohe Dosis
      · Man kommt häufiger in einen Medikamenten-Engpass, das hat zur Folge, dass man seine Therapie mittendrin stoppen muss und die Abheilung verzögert, zürücksetzt wird.
      · Häufig ist es so, dass wenn man eine Psoriasis bekommen hat einem nicht mal mehr Blut abgenommen wird um die Entzündungswerte zu bestimmen oder ob ein Viren oder Bakterien-Infekt vorliegt. Es heißt oft: “Ja sie haben Psoriasis, nehmen sie ein paar Cremes und gut ist“.
      Aber dass das in den häufigsten Fällen überhaupt nicht zur Abheilung führt, sagt keiner.
      Es wird nicht auf Immunsuppressiva angesprochen, sondern auf die Kostengünstigen Salben und Cremes zusätzlich fehlt es meist an einer Aufklärung über die Medikamente und Salben.
       
      Was kann ich ändern Ernährung/ Umwelt?
      Produktiv bei der Abheilung sind:
       
      · Omega6 Öle – äußerlich Sonnenblumenöl, innerlich fördert es Entzündungen
      · Omega3 Öle – innerlich Rapsöl, Fischöle etc
      · Leinsamen, Omega3-reichhaltig
      · Aminosäure: L-Glutamin
      · Karotten, Kohl, Lauch, Reis, Himbeeren, Orangen, Acaibeeren, Spirulina
      · Zitronensaft 1 Esslöffel am Tag mit mineralfreiem Wasser
      · Basische Lebensmittel
      · Basische Heilwasser
      · Meeresalz
      · Sonne, UV Bestrahlung
      · Sport, Schwimmen, Thermalbäder
      · Seelische Gesundheit
      · Gluten und Pektinfreie Lebensmittel
      · Polyethylenfreie Verpackungen und Gerätschaften sowie Möbel und Böden.
      · Kohlensäure- und zuckerfreie Getränke
      · Verzicht auf zuviel Bier, Mehl und Backwaren und Süßigkeiten auf dem Speiseplan.
       
      wird fortgesetzt
    • Jakob89
      By Jakob89
      Hallo alle zusammen...
      ich nehme seit Anfang des Jahres Fumi und bin auf der Höchsdosierung 2-2-2. Es geht mir blendend !! Meine Haut war vorher ziemlich schlimm, da hat mir die Kur + Reha ( Insgesamt 6 Wochen ) auf Sylt nicht wirklich viel gebracht.
      Die Nebenwirkungen bleiben dennoch nicht aus. Man muss sich da einen eigenen Weg suchen. Ich habe so einige Punkte gefunden um die Nebenwirkungen zu reduzieren bzw. komplett wegfallen zu lassen.
      - Immer wenn ich starken Hunger hatte und der Magen sehr leer war -> Magenkrämpfe -> Also immer schön essen und nicht zu sehr hungrig sein.
      - Bei der Einnahme mit kohlensäurehaltigen Getränken -> Magenkrämpfe, Durchfall -> Also am Besten ist Milch oder stilles Wasser.
      - Kein Kaffee -> weniger Nebenwirkungen
      - mind. 1,5 liter/Tag Flüssigkeit -> weniger Nebenwirkungen
      - Was finde ich viel ausmacht sind festgelegte Zeiten zur Einnahme der Tabletten. Ich habe 9 Uhr, 15 Uhr und 21 Uhr gewählt.
      Liebe Grüße
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