Für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis ist es unbestritten besser, wenn sie nicht rauchen. Wer es nicht schafft, davon zu lassen, hat in diesem Kurs die Gelegenheit, sich mit seinem Rauch-Verhalten zu beschäftigen.
Das UKSH Gesundheitsforum Kiel bietet einen Rauchentwöhnungs-Kurs an. Er wird digital und vor Ort in Kiel abgehalten. Und: Er ist kostenlos.
Sucht und Gewohnheit – die beiden großen Hindernisse beim Nichtrauchen – werden in Teil 2 des Kurses demontiert, individuelle Strategien erarbeitet. Am Ende des zweiten Kurstages soll der Plan des Rauchstopps sehr konkret geworden sein.
Der Kurs ist nicht als Frontalvortrag gedacht, sondern als moderierte gemeinschaftliche Diskussion. Dadurch soll die Möglichkeit entstehen, dass jeder seinen eigenen Weg zum Nichtraucher findet. Es wird aber natürlich auch respektiert, wenn sich Teilnehmer nicht an den Diskussionen beteiligen wollen.
Der Kurs ist ein Gruppenkurs mit Eike Hansen, einem zertifizierten Rauchentwöhnungstrainer mit jahrelanger Erfahrung Er ist Lungenarzt und Ex-Raucher und weiß genau, worüber er redet. Die drei Teile des Kurses bauen aufeinander auf, sie können aber auch jeweils einzeln besucht werden.
Informationen zum Kurs gibt es unter Telefon 0431 500-10741 oder per Mail an gesundheitsforum.kiel@uksh.de. Auf beiden Wegen kann man sich auch anmelden.
Wer vor Ort teilnehmen will: Die Veranstaltung findet im UKSH Gesundheitsforum im CITTI-Park Kiel am Mühlendamm 1 in 24113 Kiel statt.
13.05.2026 16:00
Ein freundliches Hallo in Runde,
ich erzähl einfach mal...
Ich bin 34 Jahre alt, lebe mit meinem 14-jährigen Sohn allein, studiere derzeit im 6.Semester und arbeite neben dem Studium nebengewerblich...
Bis zum Dezember 2011 hatte ich jeweils am Ellbogen eine Ministelle Pso. Vielleicht mit nem Durchmesser von einem cm. Das hat nie gejuckt, gestört oder sonstwas. Die Kopfhaut ist schon seit Jahren befallen, mal mehr, mal weniger - aber auch nicht beeinträchtigend.
Im Dezember begann es dann, dass sich die Stellen an den Ellbogen vergrößerten. Ich hab das nicht wirklich ernst genommen, war ja auch noch nicht soooo schlimm.
Im Januar 2012 hatte ich dann mein erstes Burnout. Ab da konnte ich zuschauen, wie die Stellen größer wurden. Ich weiß nicht warum, aber ich nahm das immer noch nicht ernst. Es juckte auch nicht so doll. Im Februar bekam ich Schmerzen im rechten Zehgelenk und im rechten Daumen. Es dauerte ne Weile, bis ich den Zusammenhang begriff. Zuerst dachte ich, es ist ne Überlastung, weil ich zu der Zeit sehr viel gelaufen bin und Prüfungen geschrieben hab.
Im März/April ging es dann richtig los. Zunächst bekam ich die Stellen an den Beinen. Ich schob das auch erst auf die Hauttrockenheit im Frühjahr, aber es ging nicht mehr weg, sondern wurde größer. Ich realisierte langsam, dass sich wirklich die Pso ausbreitet. Ich cremte mich mehr, konzentrierte mich auf mein Leben und dachte, dass das schon wieder werden würde.
Plötzlich fing der Intimbereich komplett an zu jucken. Auch da hatte ich Brett vorm Kopp und dachte, ich hätte mir nen Pilz eingefangen, weil es anfangs nur rot war. Als es dann anfing zu schuppen, fiel es mir auch wie Schuppen von den Augen. Zum ersten Mal wurde mir bewusst, dass ich ein ernstes Problem habe. Ich ging aber immer noch nicht zum Arzt, ich hatte keine Zeit dafür und wollte auch kein Kortison. Tja, ich lebte plötzlich von Schub zu Schub, versuchte es immer noch zu verdrängen. Zu Ostern kratzte ich mich dann das erste Mal blutig. Ab da regelmäßig. Ich versuchte mehrere Sachen, nichts half wirklich. Ich nahm mir vor, in den Semesterferien zum Hautarzt zu gehen.
Dazu kam es nicht wirklich, denn im Juni kam das zweite Burnout und meine Pso machte fleißig mit. Mir schwoll von jetzt auf gleich das rechte Zehgelenk an und tat dermaßen weh, dass ich nicht mehr laufen konnte. Meine Hausärztin zog mich sofort aus dem Verkehr und spritze mir Kortison. Ich hab mich auch nicht mehr gewehrt. Sie schickte mich zur Burnouttherapie, denn diesmal nahm ich das tatsächlich ernst. ich nahm dann über einen gewissen Zeitraum Kortison ein und cremte mit Rubisan. Und ja, es war toll. Der Zeh wurde gut, die Flechte ging überall zurück und vor allem hörte dieses Jucken auf. Ich war einfach nur froh - bis ich das Kortison absetzen musste vor 4 Wochen.
Ich habe das Gefühl, jetzt ist es doppelt so schlimm wie vorher. Ich war inzwischen beim Hautarzt. Er hat mir Kortisoncreme für den Körper verschrieben und Zinksalbe für den Genitalbereich. Es hilft nicht. Ich wache jede Nacht auf und kratze mir den Genitalbereich blutig. Ich nehme auch die Kortisoncreme in der Region. Ich bin inzwischen total verzweifelt, könnte nur noch heulen und mit den Nerven total runter. Mein Selbstbewusstsein hat die Größe einer Erbse und ich bin ratlos.
Ich hab inzwischen beschlossen, ein Urlaubssemester einzulegen, da der Stress bei mir ganz sicher der Auslöser ist. Ja und so ein Burnout mit all seinen Symptomen kommt ja auch nicht irgendwo her, vor allem nicht zwei mal....
Sorry, dass das gleich so viel geworden ist am Anfang. Ich musste es mir runter schreiben. Wer das nicht selbst erlebt, kann nicht verstehen, wie es ist mit dieser verfluchten Krankheit. Und ich bin in meinem Umfeld die einzige damit. Also versteht mich auch nicht wirklich jemand. Es kommen halt immer nur Sprüche a la "Was hast Du denn da gemacht?" "Hast Du Dich verbrannt?" oder besonders schön: "Das sieht ja ekelig aus."
Ich hoffe, ich kann mich hier austauschen und finde den ein oder anderen Rat...
LG SmillaKeks