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abifiz

Ich grüße allseits

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abifiz

Hallo an alle.

 

 

Heute abend (vorhin, "technisch" gestern :)) hab' ich mich registriert. Das Forum hab' ich seit ca. einem Jahr kennengelernt. Hab' aber sehr unregelmäßig hie und da gelesen. Ich bin sehr alt; hatte mich zunächst auf die Biologie konzentriert, dort auf die Evolution, die Ethologie (Verhaltenslehre) und die Verschränkungen der Evolution mit der Kultur. Später studierte ich auch Medizin, um als Psychotherapeut zu arbeiten. Vor sechzehn Jahren gab ich den Beruf auf, und siedelte nach Europa um, um hier meinen Lebensabend zu verbringen. Seit 2007 bin ich unheilbar an Krebs erkrankt (einem Multiplen Myelom, "MM") und siedelte aus Behandlungsgründen nach Deutschland um. Zur Zeit ist mein MM einigermaßen eingehegt.

 

Ich bin weder Deutscher noch Muttersprachler. Mein Deutsch war in der Vergangenheit sehr "wissenschaftlich", aber seitdem ich in Deutschland wohne, lockert sich das und wird mit der Zeit etwas besser. Man merkt es aber immer noch, es fehlt häufig das gewisse "Etwas" des Muttersprachlers, obwohl ich inzwischen auch mal "flotte Sprüche" mir "einpauke".

 

Mein Großvater mütterlicherseits hatte im Nacken auf der rechten Seite einen Schuppenflechten-Fleck von ca. 14qcm. Es war ein leichter Befall, der sein Leben nicht beeinträchtigte.

Ich selber bekam vor ca. 12 Jahren einen sehr leichten Befall an der Schläfe hinter meinem rechten Ohr, circa 1cm. oberhalb des obersten Ohrlappens und 2cm rechts von ihm, in einer Größe von ungefähr 7qcm, der mich auch nicht störte, und unbehandelt blieb. Nach der Zunahme meines Myeloms brachten weniger gefährliche Chemotherapien kaum Erfolge gegen den Krebs, und natürlich auch kaum _ als positive Nebenwirkung _ gegen die Psoriasis. Als man 2010, um mein Leben zu retten, zu einer gefährlichen Hochdosis-Chemotherapie mit dem wirksameren und gefährlicheren Malphalan greifen mußte, brachte mir der Stoff  eine vollständige Remission ein (die bis zum Dezember 2014 anhielt), zusätzlich aber als erwartbare positive Nebenwirkung ein Verschwinden des Befalls.

 

Seit dem Frühjahr 2014 ungefähr wiederholte er sich an der selben Stelle, aber in minimaler, kaum mit dem Finger aufspürbare Größe. Blieb natürlich auch durch mich unbehandelt.

Leider bekam ich diesmal auch einen Nagelbefall. Kaum der Rede wert am rechten Zeigefinger, stärker und etwas (mäßig) störend am linken Zeigefinger. Ziemlich leicht und nicht störend an der linken Großzehe und etwas stärker und etwas störend an der rechten Großzehe. Auch dies aber nicht behandlungsbedürftig.

 

Ab Januar 2015 bis zum 5. April dieses Jahres machte ich eine sehr niedrigdosierte, lange und ambulante Melphalan-Chemo durch, die mir zu einer partiellen Remission verholfen hat. Was die Flechte angeht, verschwanden der winzige Schläfenbefall  und die Flechte am rechten Zeigefinger; diejenige am linken Finger ließ ein klein wenig nach. An den Füßen änderte sich nichts.

 

Ich lebe allein: Bin Witwer und mein Adoptivsohn ist tot; stehe aber mit Verwandtschaft, Freunden und Bekannten im Kontakt. Ein kleiner Kater (mittlerweile gar nicht mehr so klein... :cool:) lebt mit mir, der am 9. dieses Monats drei Jahre alt wird. Wir beide sind sehr aufeinander eingespielt. Wenn ich sterbe, kommt er zu seiner Ziehmutter zurück, die er sehr mag, und die auch meine Physiotherapeutin ist, so daß die beiden sich drei Mal in der Woche in meiner Wohnung sehen. Bei ihr ist er auch, bei meinen Aufenthalten in der Klinik und in der Reha. Dort leben auch seine Schwester und seine Mutter, die er auch mag.

 

Ich glaube, ich bin ein insgesamt recht glücklicher Mensch. Ich lese und lerne viel und schreibe leidenschaftlich.  :) 

 

 

Herzlich

Abifiz

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abifiz

Nachtrag:

 

 

Ich wollte, nachdem ich den Beitrag abgeschickt hatte, noch ein bißchen korrigieren, hatte aber wohl die Frist dafür inzwischen überschritten.

 

Zu meinem Großvater:

 

Was ich geschrieben habe, stammt aus meiner Erinnerung, und zwar der Erinnerung, NACHDEM meine Hautärztin mich auf eine verbreitete familiäre Häufung hingewiesen hatte. Ich mißtraue ein wenig der Erinnerung in solchen Fällen, und im obigen Text klang mir mein Hinweis im Nachhinein zu sehr nach "Tatsache".

 

Zu meiner beruflichen Vergangenheit:

 

Es ist aus meinem Text vielleicht zu wenig ersichtlich, wie fast "ahnungslos" ich im somatischen Bereich bin. Studiert hab' ich sozusagen "kurz nach Ende der Jungsteinzeit", und der Beruf als Psychotherapeut läßt dann eine riesige Unmenge an Wissen über das Somatische einfach nach und nach völlig schwinden.

 

So, und jetzt suche ich nach Hinweisen zur Dauer der Korrekturmöglichkeit... Claudia hatte, glaub' ich, eine Einführung für Neu-Ankömmlinge...

 

Herzlich

Abifiz

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Trinity

Hallo Abifiz,

herzlich Willkommen hier im Forum. :)

Dein Beitrag ist sehr interessant und dein deutsch sehr gut.

Ich wünsch dir alles Gute für die Zukunft und viel Spass hier im Pso-Forum.

Deine Signatur ist brillant. :cool:

 

Liebe Grüße,

Trinity

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Tessa

Herzlich willkommen Abifiz,

 

ich kann mich Trinity nur anschließen, dein deutsch ist sehr gut.

 

Es ist sehr schade, wenn auch zeitlich kaum machbar, daß nicht

beide Seiten, die somatische und die psychosomatische gleich

beachtet werden.

Kein Mensch kann vielleicht beides vereinen.

Für mich wäre es schön gewesen, wenn mein Psychologe auch die

Mechanismen meiner Erkrankung gekannt hätte.

Aber das ist utopisch, und auf keinen Fall ein Vorwurf-

 

 

Einen sonnigen Tag wünscht

 

Tessa

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abifiz

Hallo Trinity,

Hallo Tessa,

 

ich danke Euch sehr für Euer Willkommen.

 

Ja, mein Deutsch ist gut, weil ich sprachen-begabt bin und gerne schreibe: Aber! "Der Schnitzer lauert um die Ecke", das heißt, ich muß schon aufpassen. Unsicher bin ich häufig beim Geschlecht, nämlich ob männlich oder sächlich; und beim "u", ob mit oder ohne Umlaut; manchmal bei der Mehrzahlbildung, ob mit oder "n"; bei zusammengesetzten weiblichen Wörtern, ob mit oder ohne Genitiv-"s"; und bei manch anderer Gelegenheit. Schwierig, wenn es mündlich ist... :)  Aber schriftlich habe ich ein guter Rechtschreibungsprogramm in den Browser eingebaut und "googele" nach einzelnen Problemen...

 

Das verlangt Konzentration und Zeit, läßt mich aber lernen, und verlangsamt den Gehirnabbau durch das Alter. (Und wie man unschwer errät, bin ich auch noch ein fürchterlicher Pedant in puncto Sprache...  :o )

 

Und was das Somatische angeht: Letztlich ist das, was man noch im Geist abrufbereit halten kann, eine Frage der Übung. Was man nicht ständig "in Gebrauch" hat, verblaßt unweigerlich... :( 

 

Herzlich

Abifiz 

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