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Rolf

Kältekammer bei Psoriasis arthritis?

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Rolf

Nützt es bei PsA, in eine Kältekammer zu gehen?

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Dr.Rihl

Hallo Rolf,

man könnte jetzt ganz einfach antworten und sagen: Nein! Aber bei anhaltenden Schmerzen am Bewegungssystem, die nicht gut auf Medikamente oder Physiotherapie ansprechen, könnte man das versuchen (wenn dann als Bestandteil einer stationären Schmerztherapie: es gibt aber nicht mehr viele Kliniken mit Kältekammern)...

Herzl. Grüße,

PD Dr. M. Rihl

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    • huuma29
      By huuma29
      Hallo in die Runde,
      seit nun ca. 25 Jahren ist mir bekannt, dass ich Schuppenflechte hab. Zu Beginn hab ich es auch mit Salben, Shampoos udgl. versucht - alles nicht geholfen.
      Einige Jahre später hab ich dann das erste Mal um eine Kur angesucht und war dann 2012 und dann auch nochmal 2014 in Bad Gleichenberg in der schönen Steiermark. Bin dort beide Male wieder "sauber" nach Hause gekommen und das blieb dann auch jeweils ca. ein Jahr so. Dann kamen die Plaques aber wieder.
      2016 hab ich dann in Graz die priv. Hautärztin Dr. Ambros-Rudolph kennen gelernt und sie hat mich dann an Hr. Dr. Lunzer weiter empfohlen und auch sofort den Kontakt hergestellt. Er hat mich am nächsten Tag empfangen und gleich gemeint, ich sei einer jener vielen Fälle (nichts besonderes aber leicht zu therapieren) wo er genau weiß was zu tun ist. Aus persönlichen Gründen bin ich aber dann nach Wien übersiedelt und hab dann von Dr. Lunzer einen anderen Arzt, der auf seiner Wellenlänge ist, empfohlen bekommen und Hr. Dr. Gonda dann auch gleich aufgesucht. Er hat in diesem Bereich bereits auch eine große Erfahrung und hat nahezu das gleiche gesagt - wow, ich fühlte mich gleich in guten Händen. Einige Blutuntersuchungen später hab ich dann mit Cosentyx beginnen können und seit mehr als einem Jahr bin ich frei von überflüssigen Schuppen und das ganz ohne Nebenwirkungen. Auch die Nägel haben sich sehr stark normalisiert.
      Sofern sich bei mir nichts ändert/verschlechtert, werd ich nach Möglichkeit dabei bleiben!
       
    • kuzg1
      By kuzg1
      Es hat ein bisschen was von "sich selbst in die Fr**** hauen!" ,aber das macht der Psoler, welcher
      ans Tote Meer fährt, um sich die Schuppen und Schmerzen in Gelenken von der Sonne verbrennen
      zu lassen, ja auch. 
       
      Kleine Vorgeschichte: 
       
      In meinem Blog habe ich beschrieben, dass ich seit einiger Zeit unter Gelenkschmerzen 
      in rechter Schulter und meinen Fingergelenken leide. Diese kommen sporadisch, sind mal 
      da, mal nicht. Meinem Hautarzt und meinem Rheumadoc fiel bisher nichts sinnvolleres ein, 
      als mich von einer MTX Behandlung zu überzeugen, obwohl meine Entzündungswerte bisher
      noch nicht darauf schließen lassen, dass eine rheumatische oder arthritische Erkrankung 
      diagnostiziert werden könnte. Für MTX bin ich noch nicht soweit, auch wenn meine Schmerzen
      mich schon nerven. Nach und mit Bewegung verschwinden sie meist, im Ruhezustand, also 
      Nachts kommen sie meist in den frühen Morgenstunden wieder. Zwischendurch habe ich auch
      mal ein paar Tage vollkommen Ruhe. Jedenfalls tue ich meinem ohnehin zarten und empfindlichen
      Leberchen keine Medi-Hämmer an, bevor keine eindeutige Diagnose vorliegt und die liegt eben 
      nicht vor. Meinen Vorschlag mal eine Szintigraphie durchzuführen, wurde von beiden Herren Docs
      abgelehnt, weil wegen - so soll es inzwischen durch Studien belegt sein - hier auch kein eindeutiges
      Ergebnis erzielt werden kann; außerdem sei die Strahlenbelastung doch sehr hoch. 
      Ich vermute mal - es ist einfach zu teuer und ich bin kein Privatpatient, also gibt das Budget das nicht
      her!
       
      So, also wieder selbst aktiv gucken, was zu tun und vor allem wann, damit ich für mich wenigstens
      zu einer halbwegs objektiven Analyse komme. Schmerzmittel bei Schmerzen scheiden für mich 
      bisher prinzipiell aus, da sie wohl den Schmerz nehmen, aber wie jeder weiß nichts an den Symptomen
      verändern. Nutzlos also - für mich; zumal die Schmerzen ja bisher auch nicht unerträglich waren. 
       
      Bei einem Besuch in Bad Soden /Saalmünster in den Spessart-Thermen entdeckte ich, dass es dort 
      ein Icelab gibt. Eine Kältekammer mit Minus 110° (in Worten Minus Einhundertzehn)!
       
      Anwendungsgebiete: 
       
      Chronische Schmerzen Entzündlich rheumatische Gelenkerkrankungen (Rheuma, Morbus Bechterew) Degenerativ rheumatische Erkrankungen (Arthrose) Wirbelsäulensyndrome und Rückenschmerzen Sehnenentzündungen Fibromyalgie und multiple Sklerose Stumpfe Gelenkverletzungen Psoriasis und Neurodermitis Muskelerkrankungen und Dysbalancen etc. Versprochen wird *eine in der Regel sofortige und oft über Stunden anhaltende Schmerzbefreiung*. 
      Der Effekt soll sich nach mehreren Durchgängen steigern, so dass eine Schmerzlinderung, bzw. Befreiung
      über einen längeren Zeitraum anhalten kann. 
       
      Das klang gut und erschien mir einen Versuch wert. Natürlich musste ich etwas warten, bis mein sporadisch 
      auftretender Schmerz sich mal wieder einstellte, ansonsten könnte ich ja ja auch nichts über den Effekt sagen. 
      Heute war es dann soweit. Glücklicherweise braucht es keine tage- und wochenlangen Wartezeiten. 
       
      Das ICELAB teilt sich in drei Kammern auf. Erste Kammer: Minus 10 Grad. Dort hält man sich ca. 10 Sekunden 
      auf, bevor es in die zweite Kammer mit Minus 60 Grad geht. Auch dort Aufenthaltsdauer von ca 10 Sekunden, 
      was ungefähr drei mal im Kreis laufen entspricht. Nun geht´s in die Hauptkammer mit Minus 110 Grad. 
      Aufenthaltsdauer hier beträgt maximal drei Minuten, dann geht es durch die vorgenannten Kammern wieder
      zurück nach draußen. Wer die drei Minuten nicht durchhält, kann jederzeit die Kammer vorzeitig verlassen. 
      Die ganze Zeit über besteht Sicht- und Sprechkontakt zu den Therapeuten, welche den Tiefkühlgang von 
      außen überwachen. 
       
      Ich hätte nicht gedacht, dass ich gleich beim erstem Mal die drei Minuten durchhalte, selbst nicht während des
      Besuches in der Kammer, aber es klappte doch!
      Die Haut brennt fürchterlich - wie von tausenden von Nadeln durchstochen. Es ist spürbar, wie der Körper jegliche 
      Wärme ins Innere zieht, um die lebenswichtigen Organe zu schützen und ich glaubte es kaum, es setzte nach ca
      eineinhalb Minuten Müdigkeit ein. Gefroren habe ich kein Stück!
      Schmerzen - WEG!  Auch jetzt, ein paar Stunden später, immer noch weg. 
       
      Nach dem Kammergang - also wieder draußen, ist es angenehm zu spüren, wie die Durchblutung der Haut
      unmittelbar wieder einsetzt. Herumlaufen fördert das natürlich. Im Nachgang kann man es sich auf eine Liege 
      bequem machen, oder zunächst mit einem Hometrainer ein paar Kilometer strampeln. Stets unter Aufsicht von 
      Therapeuten. 
       
      Ergo und Schlußendlich: Natürlich reicht eine Behandlung nicht aus, auch wenn mein Schmerz jetzt erst mal 
      Verschwindibus gemacht hat. Meine Pso zeigte außer einer vorübergehenden Blässe erstmal keine Regung. 
      Dazu braucht es ganz sicher mehr als einmal Schockfrosten. 
      Ich habe mir nun eine Sechser-Karte geleistet und werde in den kommenden 2 Wochen die Behandlung fortsetzen. 
      Achso - leider, leider: Pflichtversicherte müssen leider selber zahlen; Privatpatienten können die Rechnung bei Ihrer 
      Versicherung einreichen - vorausgesetzt, ein Doc hat eine Verordnung ausgestellt. 
       
      Wie es weitergeht? - Darüber berichte ich dann.
       
      Nen lieben Gruß - Uli  
    • jon2012
      By jon2012
      Hat jemand im Netzwerk Erfahrung mit Kryotherapie bei Psoriasis? Und kennt jemand Ärzte, Praxen oder Kiiniken in Deutschland, die so etwas als Therapie anbieten?
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