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Unzufrieden - verwirrt


millenium
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Hallo!

Zuerst einmal, da ich der Neue bin, eine kurze Vorstellung.

Ich heiße Dirk, bin 30 Jahre alt, lebe im schönen Saarland (nein, das gehört nicht zu Frankreich) und bin Frührenter.

Nun zum meiner PSO Geschichte, bzw. meinem/n Problem/en.

Vor knapp 2 Jahren wurde mir von einem Dermatologen Schuppenflechte diagnostiziert.Befallen ist/sind der Kopf, die Ohrmuscheln und eine kleinere Stelle am Kinn. Über die stärke des Befalls kann ich nicht wirklich was sagen, da ich keine Ahnung habe, was stark ist und was nicht. Ich werde nach diesem Post noch 2 BIlder in die Galerie einstellen, die ich vor ein paar Stunden gemacht habe. Vielleicht kann mir dann ja mal jemand sagen, wie schlimm das ist.

Das Problem ist, dass ich mich bei meinem jetzigen Arzt nicht so wirklich wohl fühle. Der schaute damals kurz auf meinen Kopf und drückte nen bisschen dran herum, und gab mir ein Rezept für ne Kortison Salbe. Als ich dann einige Nachfragen zur Krankheit stellte, erzählte er mir was von Schildkrötenpanzer und Ritterrüstungen, aber nichts sinnvolles. Also hab ich die Praxis verlassen, mir die Creme in der Apotheke genommen und bin nach Hause gefahren. Dort dann zum ersten Mal die Creme aufgetragen und mit erschrecken festgestellt, dass diese die Konsistenz von Penaten Creme hat und mit längeren Haaren ziemlich unpraktisch ist. Also zum Haarschneider gegriffen und die Haare auf 3mm gestutzt. Ganz toll siehts aus. Aber so konnte/kann ich die Creme wenigstens vernünftig auftragen.

Als die Creme dann aufgebraucht war, waren auch die Schuppenflechte komplett verschwunden. Gut dachte ich mir, Thema erledigt. 3 Wochen später dann wieder kompletter Befall. Also wieder zum Arzt um neue Creme zu holen. Dort habe ich dann die Sprechstundenhilfe gefragt, ob es da nicht irgendwas anderes gibt, was sich auch mit etwas längeren Haaren besser auftragen lässt. Nun bekam ich dann ohne nochmal beim Arzt gewesen zu sein zusätzlich zur Creme noch einen Schaum (Deflatop). Gleich ausprobiert und was soll ich sagen? .....Schmeeerz!! Der Schaum brennt in der aktuten Phase wie die Hölle und ich habe das Gefühl, dass mir der Kopf platzt. Auch ist die Wirksamkeit um einiges schlechter als die der Creme.

Mittlerweile handhabe ich das so, dass ich die Creme solange auftrage bis keine Symptome mehr zu sehen sind und dann wechsele ich auf den Schaum. Zwischendurch mache ich immer mal wieder eine Pause, um zu sehen, obs wieder kommt oder nicht. Leider ist es bis jetzt immer wieder gekommen und dann meistens schlimmer als vorher. Nun will ich aber nicht den Rest meines Lebens das Kortison auf meinen Kopf kleistern. Daher dann mal meine Fragen:

- Sollte ich vielleicht mal zu nem anderen Arzt gehen? (kann ich mir eigentlich schon selbst beantworten)

- Gibt es gut wirkende Alternativen zur Kortison Creme?

- Wie schlimm ist meine PSO? (Siehe Gaerie)

so, das sollte für den ersten Post mal reichen.

Ich bedanke mich schon mal für Eure Antworten

Dirk

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Hallo und herzlich Willkommen Dirk!!

Ich habe mir Deine Bilder angeschaut. Du hast schon viel Plaque auf der Kopfhaut, sieht ziemlich dick und verkrustet aus und an einigen Stellen hast Du gekratzt. Da wundert es nicht, daß der Cortisonschaum brennt.

Zunächst muss die dicke Schuppenschicht runter, das geht am Besten unter einer Haube ( zB Duschhaube) lass Dir vom Arzt eine salizylhaltige Creme ( Salizyl löst die Schuppen)verschreiben und mach es abends drauf und dann die Haube, so kann es schön einwirken über Nacht.

Dann morgens auswachen und evtl. Clareluxschaum, ist zwar auch Cortison drin, aber brennt nicht so, hat bei mir super geholfen. Du hast den Vorteil, das Deine Haare schön kurz sind. Ich habe halblange Haare und Clareluxschaum fettet nicht und läßt sich super auswaschen. Nach 2 Wochen müßte deone Kopfpso dann verschwunden sein, wenn Du es regelmäßig machst, nicht schludern :-)

Liebe Grüße und Gute Besserung

Pene

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Hallo Dirk,

ich weiß jetzt nicht wie stark die Kortisonsalbe ist, aber das man Kortison nicht einfach so absetzen soll ist dir bekannt?

Denn wenn man Kortison einfach absetzt kann es als Nebenwirkung (wird meine ich als Rebound Effekt bezeichnet) vorkommen, das die Pso wiederkommt und oftmals schlimmer ist als vorher. Dies scheint bei dir auch aufzutreten, wenn ich deinen Beitrag richtig gelesen habe. Deshalb sollte man die Salbe mit Kortison auch ausschleichend absetzen.

Wie sieht es denn mit Bestrahlungen beim Hautarzt aus?

Wie stark du die Pso hast, kannst eigentlich nur du selbst dir beantworten. Denn einen stört sie mehr und den anderen weniger. Ärgerlich ist sie auf jeden Fall. Evtl. hinkt der Vergleich etwas, aber der eine stört sich an der Fliege an der Wand und dem anderen ist sie egal.

Gruß Frabur

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Guest Tom50bs

Hallo Dirk,

über das " Ausschleichen " bei Kortisonprodukten hatte ich mich gestern gerade mit " Kuno " unterhalten. Vielleicht kann sich Kuno dazu hier noch mal äußern oder du schreibst Kuno über die Hauspost an.

Das Thema Kortison ist leider so komplex, das es dafür keine " allgemeine " Lösung gibt. Es ist immer wichtig zu wissen, welche Darreichungsform, Intensität und Anwendungszeitraum besteht.

Auch zum plötzlichen Absetzen von Kortison in welcher Situation, kann dir Kuno Auskunft geben.

Wichtig wäre wirklich für dich, das du einen kompetenten Hautarzt findest, den du auch mal " löchern " darfst und nicht gleich von einen Sprechstundenhilfe abgefertigt wirst.

HG Tom

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Also Kortison auf dem Kopf ist nicht so schlimm wie auf anderen Hautpartien, das haben Studien erwiesen. Es kann aber nichts wirken wenn die Schuppen noch drauf sitzen. Also erst einmal abschuppen! Dass kann man am besten mit einem Oel. Das kann mein Klettenwurzeloel sein oder ein Salicyloel. Erst dann kann man etwas mit Wirkstoff aufbringen. Da gibt es inzw. ein reichliches Angebot und nichts muss schmerzen. Nach dem Kortison könnte man ein Kombipräperat nehmen Calcipotriol/Kortison, oder nur eine Calcipotriollösung. Ergänzend kann man sich bei so starkem Befall sich ein Teershampoo verschreiben lassen. Hier kann nur eine Kombinationstherapie wirken, aber immer erst auf die abgeschuppte Haut. Später könnte man dann noch einen Pso-Kamm einsetzen.Dein Arzt sollte sich mehr Zeit nehmen und mit Dir die Möglichkeiten besprechen. Etwas einfach so abzusetzten ist auch nicht gut.

Gruß Anjalara

Edited by anjalara
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Erstmal vielen Dank für Eure Antworten.

Ich gehe dann mal auf die verschiedenen Dinge ein:

Also die Creme ist eine in der Apotheke selbst angemischte mit folgendem Inhalt:

Basiccreme DAC 199,9g

Clobetasolpropionat 0,1g

Basiscreme DAC Zusammensetzung:

Glycerolmonostearat 60.........................4,0 Teile

Cetyla~01......................................6,0 Teile

Mittelkettige Triglyceride.....................7,5 Teile

Weißes Vaselin................................25,5 Teile

Macrogo1-20-glycerolmonostearat................7,0 Teile

Propylenglycol................................10,0 Teile

Gereinigtes Wasser............................40,0 Teile

Diese trage ich normalerweise 1 x täglich auf. Wenns ganz schlimm ist, dann auch 2 x. Hat der Arzt mir so gesagt.

Das Abschuppen funktioniert mit der Creme eigentlich ganz gut. Ca 3-4 Stunden nach dem auftragen lassen sich die Plaques bei kurzen Haaren recht einfach abheben.

Auch das mit dem Absetzen hat mir der Arzt so gesagt. Wenn die Symptome abgeklungen sind, soll ich von Zeit zu Zeit mal mit der Creme aufhören und sehen, obs wieder zurück kommt. War damals auch etwas erstaunt, da ich aufgrund von starkem Asthma schon seit 27 Jahren Kortison in hohen Dosen nehmen muss und man dies eben auch auf keinen Fall abrupt absetzen darf. Aber gut dachte ich mir, er ist der Arzt, der wirds schon wissen.

War dann heute auch wieder bei meinem Arzt weil die Creme leer war und dachte mir, gehste eben mal zu ihm rein, war eh nicht viel los. Ich fragte ihn dann nach alternativen Möglichkeiten wie Tabletten oder Spritzen und schilderte ihm die Problematik mit der Creme und meiner Haarlänge. Die alternativen Möglichkeiten verneinte er recht deutlich und verschrieb mir dann eine doppelte Ration Creme, damit ich bei längeren Haaren eben mehr drauf machen kann. *kopfschüttel*

Dann durfte ich mir noch was von Wunderheilern und Wanderpredigern anhören und wurde entlassen. Mein Entschluss steht nun fest, dass ich mir nen anderen Hautarzt suchen werde.

Zum Kratzen: Ja, schuldig im Sinne der Anklage :-) Ich kanns manchmal einfach nicht sein lassen. Auch das "Schludern" kommt schon mal vor. Ich hatte mir mal angewöhnt, in dem Zeitraum, wo ich mit dem Schaum hinkomme, den nach dem duschen aufzutragen. Das habe ich dann auch nicht vergessen, weil der eh im Bad stand. Aber die Creme möchte ich eben ungern nach dem duschen auftragen, weil dann die Haare wieder wie 2 Wochen nicht gewaschen aussehen.

Wobei ich auch noch verunsichert bin: Bevor ich heute beim Hautarzt war, war ich zwecks Überweisung und geschwollenen Lypmhknoten noch bei meinem Hautarzt. Der sah natürlich gleich meinen Kopf. Ok, die Knoten waren weich und beweglich und wohl eine Abwehrreaktion durch die Entzündungen am Kopf. Er fragte mich dann, welches Shampoo ich benutzen würde. Ich benutze ein Anti Schuppen Shampoo und er meinte, dass wäre nicht so gut. Ich solle da besser was neutrales nehmen, was die Haut nicht noch zusätzlich reizt und austrocknet. Also beim Hautarzt nachgefragt und der meinte dann, dass das genau das Richtige wäre. Ja was denn nun? Ich habe nach dem duschen schon immer eine ziemlich stark spannende Kopfhaut.

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Hallo Dirk,

mit den Hautärzten ist das so ne Sache. Mein erster war der Beste, er wird es immer bleiben. Er ist 2009 in Rente gegangen und ich habe nun die Vorstellung und den Wunsch, jeder Hautarzt müßte wenigstens die Hälfte seiner Kompetenz besitzen.

Ich brauchte also einen neuen Hautarzt, dieses Mal war es ne Frau, und ich stellte schnell fest, Wunsch und Wirklichkeit können durchaus meilenweit auseinander driften . Die Dame hat schlichtweg ihre Chancen vertan, mein Vertrauen zu erreichen. Sie hat es gründlich versaut. Da mir dies schon mehrmals mit Rheumatologen passiert ist, weiß ich nun, daß manche Fachärzte schlichtweg den falschen Job haben, da hat der Pat. mehr Ahnung von seiner Erkrankung, und hat sich über Behandlungsmöglichkeiten besser informiert.

Ein Arzt sollte immer Vertrauen schaffen. Schon als ich las, dein Hautarzt drückte dir das Rezept in die Hand ...., keine Erläuterung, keine Erklärung, wie was wo warum anzuwenden ist, war mir klar, der Typ zahlt mit seinen Pat. seine Praxis ab, alles andere ist ihm scheinbar wurscht. Solche Ärzte "schieße " ich kurzerhand ab.

Die PSO auf der Kopfhaut kann durchaus Ausmaße erreichen, daß die Haare ausgehen, die Plaqs derart jucken, daß die Finger von allein ne Punktlandung veranstalten, um dem Jucken den Boden zu entreißen. Leider wird dadurch der Entzündungsprozeß oftmals weiter angekurbelt.

Ich hatte bereits viele Produkte ausprobieren dürfen, viele Lotionen wurden extra Cortifrei in der Apo angerührt, Crems nur leicht mit Corti versehen, ich hatte auch Teerprodukte und anderes. Doch als meine Haare immer mehr ausgingen, meine Lockenpracht sich in Fuzeln verwandelten, probierte ich das Naturwissen aus, mixte immer wieder Neues und fand zu einem Rezept, welches wirkungsvoll die Plaqs von meiner Kopfhaut lösten. Lies doch mal die 6. Antwort in folg. link: http://www.psoriasis-netz.de/community/topic/11899-joghurt-honig/

Mein Hautarzt staunte damals, wie ich die Behandlungsresistenten Plaqs zum Rückzug zwang. Mit dem flüssigen cortihaltigen Alpicort habe ich eine weitere Möglichkeit, kleine Entzündungen schnell wieder zum Abklingen zu bringen. Ich verwende dies aber eher seltener, um mit dem Corti kein Eigentor zu schießen.

Nun ist es ja so, daß sich die PSO bei jedem anders entwickelt, die Medis, ob Tablette oder flüssig, bei jedem anders wirken, Unverträglichkeiten sich herausstellen. Dem sollte jeder Arzt Rechnung tragen, es berücksichtigen. Aussprüche wie: "Da müssen Sie sich dran gewöhnen " und die Lotion/ Creme hat gerade ein "Loch in die Kopfhaut geäzt oder die Tablette Löcher in die Magenwand gefressen" , sind ein Grund, die Praxis wortlos zu verlassen und sich über den Typen bei der Kasse (Kassenärztlichen Vereinigung und so) zu beschweren. Sonst hat der Arzt keinen Grund, sein patientenfeindliches Verhalten zu überdenken / abzulegen.

Ein Doppelzentner Creme /Salbe /Paste auf dichtem lockigen Haar hat den gleichen Erfolg, als wenn du mit nem Schaschlikspieß aus Holz einen Brunnen in Basaltboden bohren möchtest. Warum greift der Hautarzt nicht zu flüssigen Mitteln? Weiß der überhaupt, in welcher Reihenfolge behandelt wird. Also: vorrangig Abschuppen, dann Pflege / Entzündungshemmung .

Gute Entscheidung: Neuer Hautarzt wird gesucht, ich wünsche dir, daß du da mehr Erfolg hast und deine PSO sich durch die Behandlung dann beeindruckend zum Rückzug bewegt.

Alles Gute

Edited by Fuchs
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....ohjeh wann hat dieser Arzt seinen Facharzt gemacht? und hat der schon mal an einer Fortbildung teilgenommen. Ausserdem sind die penetranten Pharmavertreter doch auch ständig in den Praxen um neue Produkte anzubieten und Proben zu hinterlassen....hat er die selber benutzt oder in seiner Familie verteilt? Ich denke auch hier ist ein Wechsel angezeigt. Wenn Du eine Klinik mit Hautambulanz in der Nähe hast, würde ich es dort auch einmal versuchen.Dort sind die meist auf dem neuesten Stand der Dinge.

Als Shampoo würde ich Dir etwas von Ducray empfehlen. Du bekommst es in der Apo., auch ganz milde.Ebenfalls gut sind die Shampoos von Stiefel-Pharma. Schuppenshampoos können gereitzte Haut noch mehr austrocken.

Gruß Anjalara

Edited by anjalara
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