Die Rheuma-Liga Rheinland-Pfalz lädt zu einer Online-Veranstaltung über "Rheuma bei Kindern" ein. Die Veranstaltungen finden online über Microsoft Teams statt, so dass Betroffene aus ganz Deutschland teilnehmen können.
Referen ist Dr. Boris Hügle, Chefarzt der Kinder- und Jugendrheumatologie im Rheumazentrum Rheinland-Pfalz.
Anmeldungen gehen an: info@rheuma-liga-rlp.de
Die Veranstaltung ist kostenlos.
06.05.2026 14:00
Geduld wird bei Alkoholverzicht belohnt.
Gerne schreibe ich hier meine Erfahrungen zum Thema Alkohol und Psoriasis.
Ich bin jetzt 46 Jahre alt und habe seit 20 Jahren mit Psoriasis zu tun.
Es fing mit den Fingernägeln und Fußnägeln an. Später, etwa ab 30, waren Knie und Ellenbogen betroffen.
Seit etwa meinem 20. Lebensjahr habe ich einen recht leichtfertigen Umgang mit Alkohol gehabt. Das Hauptgetränk war stets Bier. Ich habe eine typische Alkoholikerlaufbahn hinter mir. Langsam und schleichend erhöhter Konsum. Besonders ab dem 40. Lebensjahr war ich in einem Teufelskreis gefangen mit der Psoriasis. Ich habe massive Psoriasis Schübe bekommen und es hat mich psychisch immer mehr belastet. Es war schließlich der ganz Rücken, Po, Oberkörper, die Oberschenkel und diverse andere Körperstellen wie Achselhöhlen und Kopfhaaransätze betroffen. Ich litt an Albträumen, ging immer weniger zum Sport und selten in die Sauna. Je mehr Psoriasis desto mehr Bier und umgekehrt.
Ein Hautarzt hatte mir 2019 sofort das Biologika "Tremfya" vorgeschlagen und sich wenig um meine Bedenken wegen meines täglichen Alkoholkonsums geschert. Er hat regelrecht von Tremfya geschwärmt und sagt lediglich, daß meine Leberwerte zwar erhöht sind und ich deshalb das Trinken auf das Wochenende beschränken solle.
Tief im Inneren wußte ich, dass ich bereits alkoholkrank war und ich erst dieses Grundübel beseitigen muß, bevor ich weitere Therapieversuche unternehme.
Nach mehreren halbherzigen Selbstherapieversuchen, die zwar einige Male zu mehrwöchigen Trinkpausen führten, entschloß ich mich zu einer stationären 4-wöchigen Alkoholentzugstherapie. DAS war eine der besten Entscheidungen meines bisherigen Lebens!
Ziel war es grundsätzlich wieder ein glückliches freies Leben ohne Alkohol zu führen; natürlich gepaart mit der Hoffnung mit einer Linderung meiner Psoriasis belohnt zu werden...
Und ich wurde belohnt! Und wie!
Nach einem Monat Abstinenz habe ich noch keine Besserung gespürt. Aber nach etwa 3 Monaten begannen immer mehr Plaques zu verschwinden... Die Spirale nach unten war gestoppt und begann sich entgegengesetzt zu bewegen. Mittlerweile schätze ich den Rückgang der betroffenen Hautfläche um etwa 70-80 % ein. Verblieben sind jetzt noch Knie, Ellenbogen, Stellen am Po und seitlich am Oberkörper. Aber damit kann ich leben. Außerdem gehe ich von weiteren Heilungsschüben aufgrund meiner Abstinenz aus.
Ich habe so unglaublich viel positive Energie zurück bekommen. Diese Woche war ich das erste Mal seit Jahren wieder im Freibad auf "meiner" 50 m Bahn unterwegs. Kein Schämen mehr beim Umziehen oder beim Gang ins Wasser... Im Sommer reise ich mit meiner Familie nach Griechenland und werde so wie die anderen einfach in Badehose am Strand rumlaufen und baden gehen. In den vergangenen 3 Sommern habe ich fast immer ein T-Shirt am Strand und beim Baden angehabt.
Ich möchte allen, die an Prosiasis leiden und regelmäßig Alkohol trinken, Mut machen ihr Leben zu verändern. Es lohnt sich!