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Krankenkassen-Reform_2026 in der Planung


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Geschrieben

Bin auch sehr gespannt, was da nun umgesetzt wird und wie es für uns alle weitergeht. Ein bissel Konkurrenz zwischen den KKs finde ich ok, also mehr als eine ist schon gut... Müssen aber keine 90 sein😅

Allerdings möchte ich auch nie mehr im Leben privat versichert sein. Das war keine gute Zeit, extrem kostspielig, ich musste selber wissen, was wirklich nötig war, man wollte ja an mir und den Kindern verdienen, ständig in Vorkasse gehen ohne zu wissen, ob die Kosten dann wirklich übernommen werden ( was tatsächlich von der Beihilfe nicht selbstverständlich war...) nein Danke, Wir waren zu 6. über den Gatten mit versichert... 

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Geschrieben

Etwas Konkurenz zwischen den KK wäre noch OK. Zuvor sollte allerdings das Thema AUSGLEICHSZAHLUNG vom Tisch. Barmer, Gmünder und TK haben vor Jahren aus diesem Grund gegen eine KK geklagt, die ihren Mitgliedern alles bezahlt und anschließend von den anderen Ausgleichszahlung gefordert hat.

Geschrieben (bearbeitet)

Es wird auf jeden Fall teurer, vor allen Dingen für chronisch Kranke. Auch wenn ich selber als Rentner KK Beiträge zahle, gilt bei der Befreiung dann das Famlieneinkommen. An uns denkt eh keiner, hat man ja gesehen bei den letzten Handlungsvoeschläge der Regierung. Vor ein paar Tagen hat das mal einer der sogenannten Experten tatsächlich bemängelt. Danke.

Wir zuhause diskutieren ständig was wirkich sinnvol wäre, dazu gehört nichts von dem was jetzt vorgeschlagen wird. Das die Ehefrau nicht mehr kostenfrei mitversichert wird, finde ich gut. Nur wie wird das gehändelt? Auch das Menschen  mit Grundsicherung und auch Migranten/Füchtlinge, nicht mehr aus der GKV finanziert werden sollen.

Ich bin eigentlich auch für eine Bürgerversicherung, nur sehe  ich das auch realistisch. Konkurenz belebt das Geschäft. Wer glaubt das sich jeder PKV Patient besser steht, erliegt einem Irrglauben. Wenn derjenige alles bekommen möchte was einer via GKV erhält, muss tief in die Tasche greifen. Das ist bei den Beamten/Pensionisten anders. Das sind auch die häufgsten Gäste auf Kreuzfahrtschiffen😜 und natürlich, durch wegen der Schleuderpreise bei Aida, Familien mit  Pubertierenden. Na dann viel Spaß.

Lg.Lupinchen

bearbeitet von Lupinchen
Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb Supermom:

Konkurrenz zwischen den KKs finde ich ok, also mehr als eine ist schon gut... Müssen aber keine 90 sein😅

Allerdings möchte ich auch nie mehr im Leben privat versichert sein. Das war keine gute Zeit, extrem kostspielig, ich musste selber wissen, was wirklich nötig war, man wollte ja an mir und den Kindern verdienen, ständig in Vorkasse gehen ohne zu wissen, ob die Kosten dann wirklich übernommen werden ( was tatsächlich von der Beihilfe nicht selbstverständlich war...) nein Danke

Vielleicht würde ich sogar bei 90 KKs bleiben. Auf keinen Fall nur eine! Meine Befürchtung, dass man dort dann nur noch zu einer Nummer verkümmert... und Arbeitsplätze gingen verloren... 

Kosten-Beispiel einer KK, lt. Geschäftsbericht 2024: 

4800€ für Leistungen, Verwaltungsausgaben 200€ pro Kassenmitglied 

Schon das Abschaffen der Sachbearbeiter der KK Vorort war/ist negativ und damit gibt es so gut wie keine individuelle Beratung mehr. "Ich hab´ da mal ´ne Frage...?" Ich war der erster Fall für meinen Sachbearbeiter hier, als er mit seiner Ausbildung bei der KK begonnen hatte; das hatte ihn positiv=freundlich geprägt. Jahre später als er auch Pso bekommen hatte, konnte ich mich bei ihm dann revanchieren. 

In Vorkasse gehen, bedeutet die volle Rechnung z.B. einer OP für 30.000€ zu begleichen und erst gegen Vorlage der bezahlten Rechnung wird die Beihilfe aktiv..., wenn sie aktiv wird..., da wird schon mal etwas abgelehnt, was durchaus in den gesteckten Rahmen der Beihilfe fällt - auch da muss man sich belesen, wenn man zu seinem Recht kommen will. Es kostet halt Zeit und Nerven. Wenn man noch eine private KK dazwischen schaltet, entfällt evtl. die Vorkasse und man hat die doppelte Arbeit? LG Burg 

Geschrieben

Guten Morgen.

Also nicht raten...in der pkv...Erfolgt nicht alles per privater Rechnung!

Größere Rechnungen wie Operationen werden direkt abgerechnet. Und die pkv muss alle Leistungen der gesetzlichen kk übernehmen! Macht sie auch...Mann muss nur für ca. 6 Wochen die Kosten auslegen...ist machbar! Auf die Art erfährt man mal was die Ärzte so abrechnen! Das ist irre! 

Und die gesetzliche Kasse zahlt auch freiwillig nicht alles! Ich habe gerichtlich um eine Cannabistherapie nur 3 Monate gekämpft! Obwohl Cannabis legal und erstattungsfähig ist. Interessiert niemanden, da wird der med. Dienst bemüht, mit Gutachten , was Unsummen kostet. Und ich habe die Verordnung vom Schmerztherapeuten, also nich mal nur so und auch als letzte Option definiert. 

Und eine Nummer ist man sowieso.  Als chronischer Patient auch mit einem dicken Minus vor der Nummer! 🤣 Die Kosten für das Biologika sind immens. Aber das ist ja nicht unser Problem?! Ich habe über 40 Jahre meinen Beitrag beglichen, und das war nicht wenig! Und wir sprechen immer noch über eine Versicherung. Dort ist auch das Risiko bewertet. Also es gibt ja viele Gesunde Mitglieder,  die brav einzahlen. Schlimm sind die fremden Leistungen. Jeder Migrant ist in der gesetzlichen Kasse. Und kann sich sofort sanieren. Über die Zahlen wird kategorisch geschwiegen. 

Ich treffe nur noch ausländische Leute bei meinen Ärzten.  Für die zahlen wir alle!

 

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Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb oli0911:

Und die gesetzliche Kasse zahlt auch freiwillig nicht alles

kann ich nur bestätigen. Die GKV bzw. deren MD nimmt von Fachärzten verordnetes mit der Begründung: BRAUCHEN SIE (der Patient) NICHT weg. Der Ersatz entspricht nicht dem was der Facharzt wollte.

Man  könnte auch als PKV Patient ein Konto anlegen, in dem für Vorauszahlungen Geld angelegt ist und die Erstattungen wieder drauf fließen. Und wenn man etwas größeres auf sich zukommen sieht, erst mal nachfragen wie es mit Erstattung aussieht. 

Oli, in jungen Jahren sind die meisten Menschen gesund und bezahlen trotzdem einen höheren Beitrag. 

 

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb oli0911:

Jeder Migrant ist in der gesetzlichen Kasse. Und kann sich sofort sanieren. Über die Zahlen wird kategorisch geschwiegen. 

Sorry - das ist populistischer Unsinn ins Quadrat! Bitte bediene Dich mal eines Faktenchecks!

"Nein, nicht alle Migranten sind in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert. Der Zugang hängt vom Aufenthaltsstatus ab: Anerkannte Flüchtlinge mit Aufenthaltstitel sind in der GKV versicherungspflichtig, während Asylsuchende und Geduldete in der Regel zunächst nur eingeschränkte Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten und nicht reguläre Mitglieder der GKV sind. 
GKV-Spitzenverband +3
  • Anerkannte Migranten/Flüchtlinge: Haben sie einen festen Wohnsitz und eine Aufenthaltserlaubnis, besteht Versicherungspflicht in der GKV (oder PKV), sobald sie arbeiten oder Bürgergeld beziehen.
  • Asylsuchende/Geduldete: Sind in der Regel nicht in der GKV, sondern über das Sozialamt abgesichert (eingeschränkter Schutz, meist akute Erkrankungen).
  • Ausnahme "Gesundheitskarte": Einige Bundesländer/Kommunen führen eine elektronische Gesundheitskarte für Asylsuchende ein, wodurch sie Zugang zur GKV-Versorgung erhalten, ohne jedoch formelle Mitglieder zu sein.
  • EU-Bürger: EU-Bürger, die aus ihrem Heimatland gesetzlich versichert waren, können sich oft in der GKV weiterversichern.
  • Arbeitsmigration: Wer einen Arbeitsvertrag hat, ist wie alle Arbeitnehmer in der GKV pflichtversichert. 
    GKV-Spitzenverband +5
Nach einer bestimmten Aufenthaltsdauer (je nach Regelung 18–36 Monate) erhalten Asylsuchende häufig Leistungen, die denen der GKV ähneln."
 
 
"Die gesundheitliche Versorgung von Migranten, insbesondere Asylsuchenden, ist in den ersten Monaten in Deutschland durch das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) geregelt und unterscheidet sich von der regulären gesetzlichen Krankenversicherung. Seit dem 1. Januar 2024 gilt eine Übergangszeit von 36 Monaten (vorher 18 Monate), in der die Leistungen eingeschränkt sind. "
BAfF-Zentren +2
 
Zu Deinen Berechnungen aus älteren Beiträgen komme ich noch, arbeite gerade an der Formulierung. 😉

Gruß - Uli 

  • + 1
  • Danke 1
Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Tenorsaxofon:

kann ich nur bestätigen. Die GKV bzw. deren MD nimmt von Fachärzten verordnetes mit der Begründung: BRAUCHEN SIE (der Patient) NICHT weg. Der Ersatz entspricht nicht dem was der Facharzt wollte.

Man  könnte auch als PKV Patient ein Konto anlegen, in dem für Vorauszahlungen Geld angelegt ist und die Erstattungen wieder drauf fließen. Und wenn man etwas größeres auf sich zukommen sieht, erst mal nachfragen wie es mit Erstattung aussieht. 

Oli, in jungen Jahren sind die meisten Menschen gesund und bezahlen trotzdem einen höheren Beitrag. 

 

Na klar, die privaten kk müssen ja auch Mitglieder werben und in jungen Jahren...wer so gut verdient...kann ruhig am Beitrag sparen! 

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb oli0911:

Und die pkv muss alle Leistungen der gesetzlichen kk übernehmen! Macht sie auch...Mann muss nur für ca. 6 Wochen die Kosten auslegen...ist machbar! Auf die Art erfährt man mal was die Ärzte so abrechnen! Das ist irre! 

 

Stimmt so nicht ganz. Z.B. bekomme ich keine Reha bezahlt, auch keine Ernährungberatung.

Das man die Abrechnungen sehen kann finde ich sehr gut. Ich habe schon des öffteren Rechnungen moniert und neu berechnen lassen. Das senkt die Kosten. Wäre gut wenn es so etwas auch in der gesetzlichen KK gäbe.

Freundliche GRüße - Uwe

  • + 2
Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb oli0911:

Ich treffe nur noch ausländische Leute bei meinen Ärzten.  Für die zahlen wir alle!

 

Ist bei uns nicht so. Und wenn, sind viele dabei, die bei uns arbeiten und ihren Beitrag leisten. Nicht jeder der nicht unseren Vorstellung entspricht, ist ein Migrant usw.. Viele von ihnen arbeiten tagtäglich, und ohne sie würde unser System nicht mehr funktionieren. 

In meinem Verwandten - und Bekanntenkreis sind viele qualifizierte Fachkräfte, die nicht immer in Deutschland geboren sind.

Also bitte nicht alles auf den von dir erwähnten Personenkreis schieben. Denk bitte darüber einmal nach, danke.

Freundliche Grüße - Uwe

 

  • + 1
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb butzy:

Ist bei uns nicht so. Und wenn, sind viele dabei, die bei uns arbeiten und ihren Beitrag leisten. Nicht jeder der nicht unseren Vorstellung entspricht, ist ein Migrant usw.. Viele von ihnen arbeiten tagtäglich, und ohne sie würde unser System nicht mehr funktionieren. 

In meinem Verwandten - und Bekanntenkreis sind viele qualifizierte Fachkräfte, die nicht immer in Deutschland geboren sind.

Also bitte nicht alles auf den von dir erwähnten Personenkreis schieben. Denk bitte darüber einmal nach, danke.

Freundliche Grüße - Uwe

 

Hallo Uwe.

Ich schiebe gar nichts irgendwo hin!

Alle die in unser marodes System einzahlen sind herzlich willkommen! Ich habe nichts gegen die vielen ehrlichen Leute in unserem Land!

Findest du es nicht einen Zufall, dass seit 3 Jahren die Kassen immer mehr minus machen? Schauen wir mal 3 Jahre zurück. Wir haben jeden reingelassen! Sogar ohne Papiere und dann noch Familiennachzug und auch egal woher. Ist wichtig zu helfen! 

Keine Frage!

Vielleicht waren es einfach zu viele für unser System?! Bisher wird das immer als Solidargemeinschaft gepriesen. Nehmen wir nur 3 Mio. Zuwanderer an...Bei durchschnittlichen Kosten von 2.000 Euro.. pro Person...sind wir bei 6 Mrd. Pro Monat. Ups...ich glaube nicht, daß einer davon 2000 Euro Beitrag im Monat bezahlt. Also, was glaubst du woher die Kohle kommt?

Das müssen die Kassen selbst stemmen. Das dort ein Loch klafft.. ist logisch!

Und nochmal....ich habe nichts gegen Hilfe! 

Hier hat die Politik völlig versagt! Schon länger..und jetzt sollen wir alle sparen.

Also...die breite Masse!

 

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Geschrieben (bearbeitet)

@butzy ich glaube, dass keiner etwas gegen Migranten, Asylanten usw. sagt, wenn sie sich in die Gemeinschaft einfügen und arbeiten. Ich finde es sogar eine Sauerei von unserer Regierung, dass sie Menschen die tag täglich in einem Beruf, in dem Personalmangel besteht, tätig sind, abschiebt.

Solidarität sieht in meinen  Augen so aus, dass sich ALLE OHNE AUSNAHME an den Kosten beteidigen.

@kuzg1 egal welcher Status - eine Notversorgung muss immer erfolgen. Wenn sie Bürgergeld bzw. jetzt Grundsicherung bekommen zahlt der STAAT, jedoch zu wenig und GKV drauf.

Gruss Anne

bearbeitet von Tenorsaxofon
Nachtrag
  • + 1
Geschrieben
vor 21 Stunden schrieb kuzg1:

Sorry - das ist populistischer Unsinn ins Quadrat! Bitte bediene Dich mal eines Faktenchecks!

"Nein, nicht alle Migranten sind in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert. Der Zugang hängt vom Aufenthaltsstatus ab: Anerkannte Flüchtlinge mit Aufenthaltstitel sind in der GKV versicherungspflichtig, während Asylsuchende und Geduldete in der Regel zunächst nur eingeschränkte Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten und nicht reguläre Mitglieder der GKV sind. 
GKV-Spitzenverband +3
  • Anerkannte Migranten/Flüchtlinge: Haben sie einen festen Wohnsitz und eine Aufenthaltserlaubnis, besteht Versicherungspflicht in der GKV (oder PKV), sobald sie arbeiten oder Bürgergeld beziehen.
  • Asylsuchende/Geduldete: Sind in der Regel nicht in der GKV, sondern über das Sozialamt abgesichert (eingeschränkter Schutz, meist akute Erkrankungen).
  • Ausnahme "Gesundheitskarte": Einige Bundesländer/Kommunen führen eine elektronische Gesundheitskarte für Asylsuchende ein, wodurch sie Zugang zur GKV-Versorgung erhalten, ohne jedoch formelle Mitglieder zu sein.
  • EU-Bürger: EU-Bürger, die aus ihrem Heimatland gesetzlich versichert waren, können sich oft in der GKV weiterversichern.
  • Arbeitsmigration: Wer einen Arbeitsvertrag hat, ist wie alle Arbeitnehmer in der GKV pflichtversichert. 
    GKV-Spitzenverband +5
Nach einer bestimmten Aufenthaltsdauer (je nach Regelung 18–36 Monate) erhalten Asylsuchende häufig Leistungen, die denen der GKV ähneln."
 
 
"Die gesundheitliche Versorgung von Migranten, insbesondere Asylsuchenden, ist in den ersten Monaten in Deutschland durch das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) geregelt und unterscheidet sich von der regulären gesetzlichen Krankenversicherung. Seit dem 1. Januar 2024 gilt eine Übergangszeit von 36 Monaten (vorher 18 Monate), in der die Leistungen eingeschränkt sind. "
BAfF-Zentren +2
 
Zu Deinen Berechnungen aus älteren Beiträgen komme ich noch, arbeite gerade an der Formulierung. 😉

Gruß - Uli 

....hatte die Differizierung vergessen.

Geschrieben
vor 21 Stunden schrieb Lupinchen:

....hatte die Differizierung vergessen.

Hallo @Lupinchen - ich nehme an Du meinst Differenzierung und ja, da gebe ich Dir Recht. In unserer heutigen Gesellschaft in welcher Meinungsfreiheit anscheinend so gedeutet wird, dass ein jeder seine geistige Diarrhoe zu jeder Zeit viral verbreiten darf, fehlt es genau daran. Differenzierung!

Ich schließe mich da nicht aus - passiert. Mit der Fähigkeit ausgestattet zu reflektieren, nachzudenken, noch mal alles auf Fakten zu überprüfen und neu zu bewerten gelingt es mir jedoch, mich wieder zurückzunehmen, umzudenken und Fehler zuzugeben und darüber hinaus, mich auch für meine irrigen Äußerungen zu entschuldigen. 

Ok zurück zum Thema: 

Klar ist, es kommen im Gesundheitsbereich finanziell sehr harte Zeiten auf uns zu. Klar ist auch, wir müssen mehr für unsere Gesundheit zahlen, weil die Krankenkassen die explodierenden Gesundheitskosten nicht mehr leisten können. Die Beiträge der Soldidargemeinschaft reichen dafür nicht mehr aus. Das war bereits in den Jahren 2004 bis 2012 so, erinnern wir uns: Praxisgebühr, 10 € pro Quartal und Arztbesuch. (Achtung Differenzierung: vor der Flüchtlingswelle! Das Problem ist also nicht neu!) Hinzu kommen Beitragserhöhungen über all die Jahrzehnte seit Bestehen des Systems. Warum? - erschreckt bitte nicht - weil Gesundheitserhalt und alles was das dazu gehört, teuer ist! Zur Wahrheit gehört eben auch, dass unser System in Deutschland profitorientiert ist, da nützt es nichts - außer sich mal eben kurz seiner Wut zu entledigen - alle möglichen Schuldigen in einen Topf zu werfen und kräftig rumzurühren. Raus kommt dabei lediglich eine braune nicht wirklich schmackhafte Suppe. 

Bleiben wir also besser allein beim Problem der Beiträge und Kosten und lassen mal alle möglichen Problemverstärker außen vor. 

Bei einem angenommen Bruttoeinkommen von mtl. 3.000 € (öffentlich angestellte Mitarbeiter*innen) erhält die Krankenkasse einen monatlichen Beitrag von 525 €, also 6300 € pro Jahr, wobei Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich diesen Betrag paritätisch teilen. Ausgehend von sehr hohem Einkommen (bis zur Beitragsbemessungsgrenze) erhält die Krankenkasse knapp über 15.000 € (ohne Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung), ebenfalls je zur Hälfte Arbeitnehmer / Arbeitgeber. 

Ich arbeite im öffentlichen Dienst und denke mir so, puha - hab ich Glück, dass es die Solidargemeinschaft gibt, denn allein meine vierwöchentlichen Taltz-Spritzen fressen meine und die meines Arbeitgebers geleisteten Beiträge auf. Arztkosten, Laborkosten und sonstige Untersuchungen im Rahmen Psoriasis NICHT eingerechnet. Auch nicht eingerechnet: Diabetes Vorsorge Programm (DMP) und sonstige notwendige Arztkontakte wegen dies und das. Konkret: eine Packung Taltz (3 Pens) kostet aufgerundet 4.000 €. Zwölf Pens brauche ich wenigstens pro Jahr - ich komme auf gute 16.000 € nur für die Pens. 

Beamte - sind bekanntermaßen zumeist in der PKV. Sie zahlen ihre Beiträge für die private Krankenversicherung in ähnlicher Höhe selbst. Diese sind also nicht in der Besoldung enthalten. Sie müssen alle Kosten für Leistungen vorfinanzieren und erhalten dann einen Teil der Kosten von der PKV zurück. Der Rest - nicht alles! - übernimmt die Beihilfe. Beamte sind Arbeitnehmer des Staates und wie bei den Angestellten im öffentlichen Dienst übernimmt der Staat als Arbeitgeber - nicht ganz so paritätisch - über die Beihilfe einen Teil der Kosten. Sollte ich es nicht richtig verstanden haben, so gibt es bitte den ein oder anderen Beamten / Beamtin in diesem Forum, um mich zu korrigieren. Sollte ich es richtig verstanden haben, dann finde ich das soweit in keiner Weise ungerecht. 

Wie es mit Beiträgen Selbständiger und Unternehmer aussieht, hab ich ehrlicherweise so gar keinen Plan und enthalte mich daher lieber, als Unsinn zu verzapfen. 

Bei allem Verständnis für @Tenorsaxofon´s Beitrag das "alle ohne Ausnahme" sich an den Kosten beteiligen sollen, bin ich der Meinung, dass sie das über die allgemeinen Steuerbelastungen doch ohnehin schon tun. Also alle die sich in Brot und Arbeit befinden, selbstverständlich. Schließlich wird die GKV staatlicherseits von Steuergeldern subventioniert, die PKV bekommt keine direkten Finanzspritzen aus Steuermitteln. 

Eine schnelle Lösung wie hier teilweise vorgeschlagen, Stichwort: Zusammenlegung der Krankenkassen GKV und PKV würde meines Erachtens das Problem eher verschärfen. Gut - zunächst werden mehr Einnahmen generiert, doch leider sind die Ausgaben auf allen Ebenen höher und Privatversicherte sind leider auch nur Menschen, die krank werden können oder es bereits sind. Das - ach Du Schreck! - kostet (!) und wird den Populismus-Hype jeglicher Couleur eher weiter ankurbeln als eindämmen. 

Was also tun? Leider habe ich auch keine schnelle Lösung; wie die meisten hier, bin ich in dem System groß und alt geworden und reibe mir den Bauch, weil es mir trotz aller Krisen, wenn auch nicht gesundheitlich, aber immerhin allgemein noch gut geht. Mit Blick auf die Zukunft wird mir zunehmend schlecht und bewußt, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann und wir alle - von ganz jung bis alt - dafür sorgen müssen Frieden, Freiheit, Wohlstand und Gesundheit zu bewahren. Es wird uns was kosten, soviel ist klar und an erster Stelle wird unser Wohlstand leiden, bzw. leidet schon. Die zündende Idee hat bisher keiner, leider. Für mich steht an erster Stelle zunächst mal bei mir selbst zu schauen - was bedeuten die Krisen für mich, wo ist mein Anteil, was kann ich tun, um die Situation für mich und möglichst alle zu verbessern. Wo kann ich sparen, was brauche ich am dringendsten? Was kann ich noch geben, was muss ich vlt. nicht mehr nehmen

Fazit: Gesundheitsreformen sind dringend notwendig - mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sogar ein komplett neues System. Es wird dauern und dauern, soviel ist auch klar - denn für hierfür werden Änderungen in unserer Verfassung notwendig. Zwischenzeitlich wird nach allen möglichen Schuldigen gesucht und Verantwortung von A bis Z verschoben. Ca. 70 % der Bundesbevölkerung werden Experten in allen Krisenfragen und zerstreiten sich heillos, bis gar nichts mehr funktioniert. (Auweia - jetzt hab´ ich eine wirklich düstere Zukunft gezeichnet. Keine Angst - ich hab´ nichts eingeworfen und hoffe sehr, dass ich mehr als Unrecht habe!) 

Ach da fällt mir ein - ich hab mich heute noch gar nicht um Timmy "Hope" den Wal gekümmert, der lenkt mich in den letzten Wochen doch sonst so schön vom Elend der Welt ab. 

Für heute einen lieben Gruß an Alle 

Uli 

 

 

 

 

  • Danke 3
Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb kuzg1:

Schließlich wird die GKV staatlicherseits von Steuergeldern subventioniert, die PKV bekommt keine direkten Finanzspritzen aus Steuermitteln. 

In diesem Punkt liegst du falsch, denn würde unser Staat für Personen, die ehemals Bürgergeld, jetzt Grundsicherung (in der auch Geringverdiener sind, die jedoch selber zahlen) und die ganzen Kriegsflüchtlinge den richtigen Beitrag bezahlen, hätten die Kassen keine 10 Milliarden minus. Somit musst du diese angebliche Subventionierung anders betrachten.

vor 5 Stunden schrieb kuzg1:

Wo kann ich sparen, was brauche ich am dringendsten? Was kann ich noch geben, was muss ich vlt. nicht mehr nehmen

Das mache ich längst. Die meisten Hilfsmittel (Rollator, Dusch- Stehstuhl usw.) habe aus eigener Tasche bezahlt. Jetzt geht es allerdings auf kosten meiner Gesundheit. 

Gruss Anne

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