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Mizzie

Was mir nach 20+ Jahren geholfen hat: TCM

11 posts in this topic

Hallo zusammen,

 

ich bin schaue seit Jahren immer mal wieder hier rein um Tipps zu finden wie ich meine Psoriasis Pustolosa (Typ Barber, also nur an Händen und Füßen, bzw Hand-Innenflächen und Fusssohlen) behandeln kann.

 

Ich hatte jahrelang eine relativ leichte Form, also rauhe Haut, Schuppen, mal Risse, es hat gejuckt, aber es hielt sich alles in Grenzen.

Vor 8 Monaten fingen allerdings die richtigen Probleme an.

Meine Füße haben fast dauerhaft gejuckt. Nichts half mir, keine Creme. Es wurde so schlimm, dass ich jede Nacht davon aufgewacht bin, das meine Füße gejuckt haben. Aus dem Tiefschlaf.  Und ich dann erst mal mit den Füßen aneinander gekratzt habe, bis ich richtig wach war. Ich musste aufstehen und die Füße kühlen und rumlaufen. Meistens hörte das Jucken dann nach 1-2 Stunden auf. Nach wenigen Wochen war ich total fertig und unausgeschlafen und habe nachts wenn ich aufgewacht bin geweint, weil ich dachte ich werde verrückt. (Am liebsten hätte ich meine Füße (und manchmal auch Hände) mit einer Küchenreibe bearbeitet. Hab ich antürlich nicht, aber so schlimm war es).

 

Ich also nach Jahren wieder zum Hautarzt. Der eine Probe genommen um Fusspilz auszuschließen. Dauer: 2 Wochen. Probe war (natürlich) negativ. Dann hat er mir Cortisonsalbe verschrieben und meinte damit würde das Jucken aufhören. Und er wolle dann in 4 Wochen eine Puva-Therapie anfangen. Die Cortison-Salbe hat ÜBERHAUPT nicht geholfen, ich bin schier verzweifelt.

 

Dann erzählte mir eine Freundin von ihrer Heilpraktikerin, die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) und Akupunktur anbietet und Sie bei ihrem seit Jahren vorhandenen und unerfüllten Kinderwunsch behandelt hat. (Das Kind ist mittlerweile 1 Jahr alt)

Na gut dachte ich: Kann ja nicht schaden.

 

Die Heilpraktikerin hat bei mir eine Zungen und Pilsdiagnose durchgeführt und meinte ich hätte zu viel Hitze und zu viel Feuchtigkeit im Körper und das man das mit Kräutern und Akupunktur behandeln könne. Außerdem müsste ich ein paar Ernährungsregeln beachten.

 

Nach der ersten Akkupunktursitzung habe ich 3 Nächte ohne Jucken durchgeschlafen. Dann bekamm ich ein Kräutergranulat, das ich 3 mal täglich in heißem Wasser aufgelöst trinken sollte und Fußbäder aus chinesischen Kräutern aus denen ich einen Sud zubereiten sollte.

 

Als Creme empfahl sie mir zusätzlich Dexteryl, weil das der Haut gut Feuchtigkeit zuführt ohne zu schmieren. (Sie benutzte diese Creme für ihre sehr trockene Gesichtshaut)

Die Kräuter zum einnehmen schmecken furchtbar und das Fußbad stinkt genauso. 

Das Ergebnis ist aber nach 6 Wochen Kräutern, 4 Mal Akupunktur und 4 Fußbädern, dass meine Füße (und Hände) nicht mehr jucken und wieder (außer ein paar kleinen Trockenen Stellen an den Fersen) wie NORMALE Füße aussehen. So gut wie keine Rötungen mehr, keine Beschwerden. Und das nach mehr als 20 Jahren und ich weiß nicht wie vielen Arztbesuchen.

 

Ich nehme die Kräuter weiterhin, bis die "Ladung" zu Ende ist. Ich war heute bei der Heilpraktikerin und Sie meinte das die Füße so gut aussehen, dass ich keine weiteren Kräuter brauche und solange ich mich weiterhin an die Ernährungstipps halten würde, würden die Beschwerden vermutlich nicht wiederkommen, weil das Grundproblem aus dem Körper "entfernt wäre" (Hitze und Feuchtigkeit)

ich werde trotzdem weiterhin 1 Mal im Monat hingehen, weil mir die Akupunktur einfach gut tut.

 

Ich will hier niemandem ein Wundermittel versprechen, aber ich bin so glücklich über dieses Ergebnis und kann es nicht fassen, also dachte ich, ich teile es. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder irgendjemandem hilft dieser Bericht.

 

Ich komme aus Hamburg und werde den Namen der Heilpraktikerin hier nicht posten, weil ich keine Werbung machen will. (Obwohl sie es verdient hätte). Wer möchte kann mir eine PM schreiben und ich gebe den Namen und die Kontaktdaten raus.

 

Achja, hier noch die Ernährungstipps, die sie mir gab. Ich bin da nicht superduper streng. Also ich trinke mal einen Kaffee mit Milch, aber eben nur alle paar Tage. Ansonsten versuche ich mit Hafer-, Reis- oder Mandelmilch auszukommen. Und ich esse am Wochenende zum Frühstück auch Brötchen, versuche aber ansonsten auf Brot zu verzichten und mache mir morgens immer einen warmen Brei aus gekochten Flocken mit Apfelmus oder anderem Fruchtmus. Auch Pasta esse ich nur noch 1 Mal die Woche 

 

Lebens/-Genussmittel die man meiden oder stark reduzieren sollte:

- Rohkost (auch rohes Obst)

- Kuhmilchprodukte wie Käse, Joghurt, Quark (ausser Sahne und Butter)

- Müsli mit Milch

- Kristallzucker/Fruchtzucker/Süssstoffe

- Frittiertes, scharf gewürztes, scharf gebratenes, oder fettes Essen

- Schweinefleisch

- Brot & Pasta (z.b. nicht tägl. essen)

- Fertiggerichte/-produkte

- Eiskrem

- Süssigkeiten

- Kaltes direkt aus dem Kühlschrank (Nahrungsmittel &Getränke)

- Säfte, Kaffee, Alkohol

- Tabak

 

Lebensmittel die man bevorzugen sollte:

- gekochte Flocken (bes. Hirse, Dinkel, Mochi-Reis)

- gekochtes/gedünstetes Gemüse und Obst (Kompott)

- Sojaprodukte (die allerdings auch nur in kleineren Menge, auch sie

erzeugen Nässe und Schleim)

- Hafermilch, Mandelmiclh, Reismilch

- Ziegen-/Schafsmilchprodukte

- zimmerwarme Getränke

- geschnetzeltes Fleisch aus biologischer Herkunft (mindestens 1-2 x

/Woche)

- Kartoffeln

- Reis, Hirse, Bulgur

- zum Süssen wenn nötig: Rohrohrzucker, Honig. Ahornsirup, Ursüsse

- Süssigkeiten mit hohem Kakaoanteil, am besten Bioqualität

- Gemüse & Obst immer nach den Jahreszeiten einkaufen (z.B. keine

Orangen, Tomaten, Gurken im Winter. Statt dessen z.B. Kürbis, Kohlsorten,

zur Vitamin C-Steigerung heisser Holunderbeerensaft)

 

 

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ohjee schon wieder so ein Roman...sorry aber mich nervt das.

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Aber Du musst es ja nicht lesen, Lupinchen... ;)

Es muss halt jeder seinen eigenen Weg finden. Schön, dass Du Deinen gefunden hast, Mizzie. 

Salben wie Dexeryl, die hauptsächlich aus Paraffin und Silikon bestehen wären bei mir halt eher kontraproduktiv, weil meine Haut dann erst recht anfängt zu spinnen, aber das Zeug ist halt ein billiger Wirkstoffträger und die Haut wird so zugekleistert, dass man die Illusion von Glätte hat. Wär für mich selbst dann nichts, wenn ich es vertragen würde. Aber das Problem über die Ernährung anzugehen ist immer eine gute Idee.

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Naja, der Speiseplan der bevorzugten Lebensmittel wäre jetzt nicht so mein Ding. Hirse, Hafermilch, zimmerwarme Getränke? Mit Lebensqualität hat das eigentlich nichts mehr zu tun. Es reicht doch schon, wenn uns die Lebensqualität mit unserer Krankheit genommen wird.

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ohjee schon wieder so ein Roman...sorry aber mich nervt das.

 

 

nunja, so ein ähnlicher Roman  ......  mit Ernährungsumstellung (Verzicht auf gewisse Lebensmittel und auf bestimmten Gewürzen und die bevorzugte Ernährung mit bestimmtenLebensmitteln und Gewürzen) hat mich mich nach Besuchen bei einer ayurvedischen Ärztin für einige Monate beschwerdefrei werden lassen ....

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Danke für Deinen ausführlichen Bericht, Mizzie :) Nur die Pilsdiagnose... da musste ich schon schmunzeln ;)

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Danke für Deinen ausführlichen Bericht, Mizzie :) Nur die Pilsdiagnose... da musste ich schon schmunzeln ;)

Tja, Pilsdiagnose, wer weiß......? Spaß!

Harley

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Hallo, ich habe mittlerweile die x te Therapie auch TCM hinter mir ohne Erfolg. Übrigens bei der pustulösen juckt es bei mir weniger, aber die Schuppung und die offenen Hände und Füsse tun weh. Zu mindest bei mir haben die jeweiligen Therapien anfangs eine Linderung gebracht; mein Body hat dann aber nur noch drüber gelacht. Versuche nun die Interferenztheraphie. Bis jetzt, toi, toi, toi sind gegenüber früheren Behandlungen zumindest an den Füssen eine Verbesserung zu vermerken. Aber jeder reagiert anders auf die jeweiligen Anwendungen. Ich wünsche allen hier, daß sie eine Möglichkeit finden diese Sch...krankheit in den Griff zu kriegen.

Euier Ostallgäuer

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Naja, der Speiseplan der bevorzugten Lebensmittel wäre jetzt nicht so mein Ding. Hirse, Hafermilch, zimmerwarme Getränke? Mit Lebensqualität hat das eigentlich nichts mehr zu tun. Es reicht doch schon, wenn uns die Lebensqualität mit unserer Krankheit genommen wird.

 

Ach, es ist mitnichten so, dass ich nur noch so ein Zeug esse. Bei mir half es schon einen Teil der nicht so guten Lebensmittel (Kuhmilch, Brot) viel weniger zu konsumieren. Getreidebrei esse ich tatsächlich nur morgens.

 

Die Pilsdiagnose ist tatsächlich sehr lustig..heheheh

 

Ich weiß, dass das was ich geschrieben habe bestimmt nicht bei jedem hilft und auch kein Wundermittel ist, aber ich war und bin so begeistert, dass es MIR geholfen hat und dachte vielleicht hilft es jemand anderem.

 

@Lupinchen

Ich hoffe inständig, dass Du Dich nicht durch den Roman gequält hast. Das wäre für uns beide Verschwendung. ;)

Edited by Mizzie
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Hallo, ich habe mittlerweile die x te Therapie auch TCM hinter mir ohne Erfolg. Übrigens bei der pustulösen juckt es bei mir weniger, aber die Schuppung und die offenen Hände und Füsse tun weh. Zu mindest bei mir haben die jeweiligen Therapien anfangs eine Linderung gebracht; mein Body hat dann aber nur noch drüber gelacht. Versuche nun die Interferenztheraphie. Bis jetzt, toi, toi, toi sind gegenüber früheren Behandlungen zumindest an den Füssen eine Verbesserung zu vermerken. Aber jeder reagiert anders auf die jeweiligen Anwendungen. Ich wünsche allen hier, daß sie eine Möglichkeit finden diese Sch...krankheit in den Griff zu kriegen.

Euier Ostallgäuer

 

Ach, wie schade. Das ist dann natürlich Zeit- und Geldverschwendung. Hoffe Du findest etwas was Dir langfristig hilft!

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Hallo Mizzie, da ich auch in Hamburg wohne, wüsste ich gerne den Namen des TCM-Arztes. Meine Nichte hat starke Pusteln in der Hand, in Verbindung mit einer CRMO. Da ich viel von TCM halte, würde ich den Arzt gerne aufsuchen. Direkt schreiben kann ich Dir leider noch nicht. Ich hoffe, Du liest das trotzdem bald! Danke und viele Grüße, Karin

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    • Lisammb
      By Lisammb
      Hallo! 
      Ich habe jetzt seit rund 2 1/2 Jahren Psoriasis Pustulosa. Erst nur auf der linken Hand seit Dezember 2015 auch auf der rechten Hand. 
      Im laufe der Zeit war ich bei vielen Ärzten, habe verschiedene Cremes (mit und ohne Kortison) ausprobiert... wirklich geholfen hat nichts. 2016 waren meine Hände so schlimm mit Pusteln übersäht dass ich ohne Verbände nichts anfassen konnte. War dann auch im Krankenhaus, wo ich ein halbes Jahr dreimal die Woche zur PUVA war. Auch das hat nur bedingt geholfen. 
      Vor zwei Wochen kam bei einem zufälligen Bluttest raus das ich einen massiven Vitamin D Mangel habe... nehme nun hochdosiertes Vitamin D3... und siehe da in nur 1 1/2 Wochen sehen meine Hände so gut wie schon lange nicht mehr aus! Ich habe momentan keine Pusteln, die extrem dunkelroten Hautstellen (sahen wie Verbrennungen aus) haben sich in ein leichtes rosa verwandelt. Die trockenen und schuppigen Hautstellen werden auch von Tag zu Tag weniger. 
       
      Ich kann nicht sagen wie sehr ich mich freue! Und aus diesem Grund hab ich mich entschieden meine Geschichte mit euch zu teilen. Denn wenn ich auch nur einem Menschen damit helfen kann möchte ich das tun. Denn kein Hautarzt und keiner im Krankenhaus hatte mir gegenüber jemals etwas von Vitamin D Mangel erwähnt! Stattdessen hatte ich regelmäßig Verbrennungen von der PUVA und mir wurden Medikamente nahe gelegt die schlimme Nebenwirkungen haben können (welche ich allerdings abgelehnt habe)
    • janina
      By janina
      Hallo,
      ich war/bin selbst Betroffene dieser durchaus "fiesen" Art der pustolösen Schuppenflechte an Händen/Füßen und unter den Nägeln (seit ca. 10 Jahren).
      Teilweise haben sich die Nägel abgelöst, wurden brüchig. Meine Fußsohlen bestanden nur noch aus Blasen, die mit Flüssigkeit gefüllt waren, ich konnte kaum laufen. Außerdem Schuppenflechte auf dem Kopf und im Bauchnabel.
      Jahrelang habe ich Kortison gecremt, Fumaderm, PUVA-Bäder, war in einer Hautklinik in Behandlung, man wollte mir Neotigason verabreichen (was ich zum Glück abgelehnt habe!)....nichts hat etwas gebracht... bis mir mein Heilmittel durch Zufall empfohlen wurde: Weihrauchtabletten.
      In den ersten 6 bis 12 Monaten habe ich die Weihrauchtabletten ziemlich hoch dosiert, danach immer weniger und heute nehme ich sie sporadisch – immer wenn ich merke, dass der Juckreiz wieder im Anmarsch ist (ich merke dann ein leichtes Kribbeln in den Fußsohlen) und es funktioniert.
      Meine Nägel sind wieder ganz, meine Fußsohlen wieder geschlossen, ich kann wieder mit den ganzen Füßen auftreten! Es ist ein kleines Wunder, nicht nur für mich, sondern auch für mein gesamtes Umfeld, die alle erstaunt sind, welch entzündungshemmende Wirkung im Weihrauch steckt.
      Es gibt natürlich qualitativ große Unterschiede bei der Herstellung, wie ich mittlerweile selbst mitbekommen habe.
      Ich habe das Glück im Ort eine Apotheke zu haben, die die Weihrauchtabletten selbst produzieren. Allen Betroffenen kann ich nur raten Weihrauchtabletten auszuprobieren. Man braucht etwas Geduld am Anfang, da man nicht sofort eine Wirkung spürt.
      Ich wünschte, ich könnte manchen von euch mit dem Tipp helfen.
    • Claudia
      By Claudia
      Hallo Herr Dr. Fey,
      meine Schuppenflechte habe ich medikamentös im Moment ganz gut im Griff. Was aber richtig nervt, ist der Juckreiz am ganzen Körper – fast stärker als vorher. Was empfehlen Sie denn dagegen, wenn Patienten zu Ihnen in die Klinik kommen?