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Gast Toby

Malaria-Prophylaxe

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Gast Toby

Plane wieder mal ein Urlaub in den Tropen. Beim letzen Mal habe ich Resochin als Malaria-Prophylaxe genommen. Meine Schuppenflechte ist daraufhin geradezu explodiert. Hat jemand Erfahrungen mit anderen Mitteln gemacht? Ist es vielleicht sinnvoller lediglich Stand-By Medikamente mitzunehmen? Kennt jemand eventuelle Wechselwirkungen mit Cortison?

Würde mich freuen eine Antwort zu bekommen...

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Gast Ingo

Das würde mich auch interessieren. Ich war 3 mal in Mexico und habe jedesmal Resochin genommen. Bis Oktober 2000 hatte ich keine PSO. Im September Oktober waren wir das dritte mal da und ich hatte wieder Resochin und ich glaube danach ging es bei mir los.ÜBERALL.

Nichts desto trotz wollen wir dieses Jahr nach Peru und ich weiß auch noch nicht was ich mit der Malaria Prophylaxe mache.

Wartend auf Antwort

Ingp

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Gast Jörg

Hallo Ihr......

ich hab mal alternative Malariamedikamente herausgesucht,

müsst Ihr mal nach den Inhaltsstoffen schauen, vielleicht klappts das Ihr nicht so blüht!

Es sind im wesentlichen die gleichen Medikamente, die auch in der Therapie der Malaria zum Einsatz gelangen. Grundsätzlich können Medikamente entweder

zur regulären Vorbeugung oder als "stand by" eingesetzt werden: Eine reguläre Vorbeugung wird dann sinnvoll sein, wenn das Malariarisiko hoch, die

medizinische Versorgung vor Ort schlecht und die Resistenzlage bedenklich ist. Ein "stand by", sprich Einsatz des Medikamentes erst bei möglichen

klinischen Symptomen der Malaria als Therapie, wird nur bei sehr geringem Risiko einer Erkrankung und der Möglichkeit, sich medizinisch in der Folge noch

abklären zu lassen, sinnvoll sein. Die Wahl zwischen Prophylaxe und "stand by" ist heikel und stellt letzlich den Versuch dar, Nutzen und Risiko der

Malariamedikamente zu berücksichtigen.

DIE EINZELNEN MALARIAMEDIKAMENTE

RESOCHIN®:

Der "Klassiker" unter den Malariamedikamenten. Chininabkömmling. Wirkt auf die Blutformen des Erregers der Malaria. Ist gut verträglich, bei empfindlichen

Personen treten gelegentlich Beschwerden im Sinne von Magenschmerzen auf. Wird auf das Körpergewicht dosiert. Muß eine Woche vor Einreise, während des

Aufenthaltes und 4 Wochen nach verlassen des Malariagebietes genommen werden. Leider sind bereits in vielen Gebieten die Erreger der Malaria tropica gegen

dieses Mittel nicht mehr empfindlich, daher kann Resochin nur mehr eingeschränkt verwendet werden.

LARIAM®:

Malariamedikament der neueren Generation. Ebenfalls Chininabkömmling und wirkt auch auf die Blutformen des Erregers. Es gibt kaum Resistenzen gegen

dieses Medikament (außer in Indochina). Die höhere Wirksamkeit wird durch ein Mehr an Nebenwirkungen erkauft: Schwindel, Schlaflosigkeit, Herzsensationen

(Beklemmungen), Depressivität können auftreten und daher soll die Anwendung unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden. Bei Epilepsie strikt

kontraindiziert, ebenfalls in der Schwangerschaft. Kann zur Prophylaxe (1 Woche vor Einreise, während d. Aufenthaltes und bis 4 Wochen nach Verlassen des

Gebietes) mit einer 1x pro Woche Dosierung genommen werden, kann aber auch zur Selbstbehandlung eingesetzt werden, ist dann aber noch schlechter

verträglich. Die Dosierung bei Frauen und Männern ist unterschiedlich - unbedingt mit dem Arzt besprechen!

PALUDRIN®:

Sehr altes Malariamedikament. Wirkt auf Blut und Leberformen. Ist in vielen Gebieten kaum mehr wirksam. Wird eigentlich nur in Kombination mit Resochin

eingesetzt, doch auch diese Kombination gilt als veraltet. Neuerdings in Kombination mit Atovaquone als Malarone® erlebt das Mittel eine Renaissance (siehe

dort).

Doxycyclin (VIBRAMYCIN®; DOXYDYN®):

Ist ein Antibiotikum, das auch auf Malariaparasiten wirkt. Keine Resistenzen, aber dafür problematisch hinsichtlich Nebenwirkungen, da Antibiotika die

körpereigene Darmflora beeinträchtigen. Außerdem unter starker Sonnenbestrahlung Möglichkeit von Hautreaktionen. In der Schwangerschaft ungeeignet. Wird

als Reservemedikament verwendet, wenn andere Medikamente nicht genommen werden dürfen und ein Gebiet mit höchster Resistenz besucht wird (Indochina).

MALARONE®:

Kombinationspräparat aus Proguanil und Atovaquone. Malarone hat seine Hauptindikation als sogenanntes "stand by" Medikament, d.h. es wird erst dann

eingenommen, wenn schon Symptome einer möglichen Malaria bestehen. Diese Vorgangsweise ist in einigen Regionen zulässig, bedarf aber eines genauen

Gesprächs mit dem Arzt, da der Reisende hier die Selbstbehandlung einer gefährlichen Erkrankung in Eigenregie durchführt. Seit kurzer Zeit ist Malarone®

auch als Prophylaktikum in Verwendung, eine definitive Zulassung in dieser Indikation steht für Österreich allerdings noch aus. Es besitzt den Vorteil einer ganz

ausgezeichneten Verträglichkeit und Wirksamkeit, hat aber den Nachteil, sehr teuer zu sein. Bisher gibt es gegen dieses Medikament keine Resistenzen. Die

vorbeugende Einnahme des Malarone ist vor allem bei Reisen in Gebiete mit hochresistenter Malaria anzuraten oder für nur sehr kurzdauernde Aufenthalte im

Malariagebiet. Es hat den weiteren Vorteil, daß es nicht wie die übrigen Malariaprophylaktika bis etwa 4 Wochen nach der Ausreise aus einem Malariagebiet

genommen werden muß, sondern schon eine Woche nach Abreise abgesetzt werden kann, da es auch auf die Leberformen des Parasiten wirkt.

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Gast Matthias

Generell sind die gängigen Malariaprophylaxemittel auf Chininbasis und deren Abkömmlinge mit dem Risiko eines Psoriasisischubes behaftet. Sie gelten zumindest als Mittel, die eine Verschlechterung herbeirufen können. Für die Malariaprophylaxe ist es aber auch wichtig, in welche Weltgegend man reist, da die Prophylaxe auf die dort vorkommenden Formen und deren Resistenzen abgestimmt sein muß. Auf keinen Fall sollte man wg. Psoriasis auf eine notwendige Prophylaxe verzichten, dann schon eher auf die Reise. Es ist halt eine weitere Einschränkung durch die PSO, wir sind nicht "Tropenfest".

Medikamente können generell Auslöser oder Verschlechterer der PSO sein, dazu gehören z.B. Herzmittel:Betablocker, ACE-Hemmer; Psychopharmaka: Lithium, und eben Malariatherapeuthika. Aber auch bestimmte Antibiotika und NSAR können sich negativ auswirken, also Medikamente, die ganz schnell mal eben gegeben werden, im letzten Fall gerade auch bei PSO-Arthritis.

Matthias

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Gast Ingo

Wie oben beschrieben wollten wir nach Peru und nun fahren wir auch nach Peru! Und, die Sache ist positiver als gedacht: Null Malaria Risiko in den Anden. Also es geht doch

cu in 2 weeks

ingo<img src="http://img.homepagemodules.de/laugh.gif">

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