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Bibi

ORGANspendeausweis

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Bibi

hallo, ihr lieben -

ich habe mir die stundenlange Debatte nicht im Fernsehen angeschaut - für mich war nur das Ergebnis wichtig -

das gab es ja vielfach in den Medien zu lesen, in den Nachrichten zu hören und im Fernsehen anzuschauen -

meine persönliche Meinung ist, dass es jedem Menschen selbst überlassen bleiben sollte, wie er sich entscheidet - ich werde mich noch mal erkundigen, ob ich mit Humira Organe spenden darf - ich habe Blut gespendet, aber das darf ich nicht mehr aufgrund des Biologics -

wie denkt ihr über das Urteil -

ich freue mich auf Antworten -

nette Grüsse sendet - Bibi -

 

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baerbel

Ich wäre dafür gewesen, dass jeder Spender ist, der nicht widerspricht.
Aber die Politiker haben sich anders entschieden.......leider.
Denn so bekommen wir kaum neue Spender und es müssen ganz viele auf ein Spenderorgan warten.......manche vergeblich.
Ich kenne 3 Frauen, die auf eine Lunge warten........

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butzy

Ja, Chance verpasst. Es fällt doch schwerer einen Ausweis auszufüllen, als einer Organspende zu widersprechen.

Es sind, glaub ich, mehr Menschen bereit zu einer Organspende, als es Spenderausweise gibt.

Man hätte es hier vielen europäischen Länder gleich tun können. Denn es besteht schon ein Unterschied zu unseren Nachbarn.

Gruß Uwe

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Clau dia

Ich finde Organe spenden gut und trotzdem gegen eine Spende entschieden. Mich stört etwas bei den Ausweisen. Ich kann ankreuzen was oder was ich nicht spenden will.

Ich kann aber kein Kreuz machen das ich niemanden ein Organ spenden will der seinen gesundheitlichen Zustand selbst zu verantworten kann. Z.B. einem Alkoholiker eine Leber zu spenden. Ich finde es verantwortungslos das solche Menschen auf die Liste als Empfänger gesetzt werden. Ich hatte einen immer bei mir, habe ihn aber wieder entsorgt. 

Solange man nicht klären kann wem ich spenden kann, bin ich nicht mehr bereit Organe zu spenden. 

 

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Ratinacage

Eine Spende sollte eine Spende bleiben. Ich finde, dass heut die richtige Entscheidung getroffen wurde.

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arni

@Clau dia

Du hast Dich gegen einer Spende entschieden, weil Du nicht möchtest, dass ein Alki Deine Leber bekommt? Und aus dem Grund müssen auch alle anderen hoffende Empfänger auf Deine wertvollen Spende verzichten?

Du weißt warum der Mensch zum Alkoholiker wurde? Und das er auch mit Deiner Leber weiter saufen wird?

Warum schreibst Du nicht drauf, dass Leber oder Lunge (Kettenraucher) nicht entnommen werden sollen.

In dem Augenblick wo wir anfangen würde, dass der Spender sich den Empfänger selbst aussuchen darf, werde ich meinen Ausweis sofort vernichten.

Das wäre für mich moralisch nicht zu vertreten. Das grenzt an Arroganz und Überheblichkeit des Spenders und bedeutet für jeden Erkrankten ein Faustschlag ins Gesicht. Dann können wir auch beginnen unsere Organe an den meistbietenden mit Nachweis einer tadellosen Lebensführung zu versteigern.

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butzy
vor 2 Minuten schrieb arni:

 

In dem Augenblick wo wir anfangen würde, dass der Spender sich den Empfänger selbst aussuchen darf, werde ich meinen Ausweis sofort vernichten.

 

Hallo arni,

und denken wir mal weiter, dass ein Empfänger seinen Spender wissen möchte, um ihn dann abzulehnen.

Ich nehme nicht das Herz eines BVB-Fan´s oder es gefällt einem die religiöse Einstellung nicht.

Nein, so geht dass wirklich nicht.

Gruß Uwe

 

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Lupinchen

Ich werde hier nicht meine Meinung pro oder kontra mitteilen, ist mir zu privat, aber ich fand den Vorschlag innerhalb der Diskussion gut, dass man sich online in ein Register eintragen könnte. Das wäre sicher sinnvoll und jeder der damit beruflich, Arzt usw., zu tun hat kann da gleich im Falle des Falles, nachsehen. Damit wäre die oft schmerzliche Entscheidung am Sterbebett vorbei. Auch kann dann niemand aus der Familie einen Wunsch, trotz Ausweis oder Pat.-Verfügung/Testament, ignorieren. Es sollte aber möglich sein diesen Eintrag zu ändern, oder zumindest in einem abgesteckten Rahmen. Meine Meinung zur Organspende hat sich aber in den letzten Jahren verändert.

Krass finde ich das jemand ab einem gewissen Alter kein 2. Organ mehr erhält. Wir haben im Bekanntenkreis jemanden der seine Lunge jetzt 13 Jahre hat, man rechnet ca. mit 15 Jahren, Ende 60 ist und wohl bei bedarf in ca. 2-5 Jahren nicht mehr auf die Liste kommt. Makaber....und hat mich betroffen gemacht. Ich war selber scon einmal mit einem Mann verheiratet der eine chronische Nierenerkrankung hatte die ab Ende 20 erst mit Dialyse und später mit einer Organspende behandelt wurde. Ich kenne also alle Höhen und Tiefen die damit einher gehen. Manche Erkrankungen übertragen sich aber auch wieder auf das neue Organ. 

Es hört sich ja gut an, dass jeder spenden könnte/wollte o.Ä., aber nur die wenigsten kommen dann wirklich infrage. Nicht jeder erleidet seinen Hirntod/Herztod im Krankenhaus und hat dann auch noch gesunde Organe, und das Register ist ein europäisches.

lg. Lupinchen

Edited by Lupinchen
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VanNelle

Mir stellt sich die Frage ob unsereiner denne überhaupt Organe spenden darf. War früher mal aktiver Blutspender. Nach 25 maliger Spende war der Spaß vorbei. Lebenslang gesperrt wegen MTX. Auch Stammzellen von mir können nicht verwertet werden. Wollte mich mal typisieren lassen. Aus gleichem Grund abgelehnt. Nun sind im Laufe der Zeit ja auch noch Biologicals hinzu gekommen. Ich denke, dss mit meinen/unseren Organen daher niemand etwas  anfangen kann. Weiss da jemand vielleicht Näheres?

Wolle

Edited by VanNelle

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Matjes

Darüber habe ich auch schon nachgedacht. 

Ich habe früher auch Blut gespendet, bis sie es nicht mehr haben wollten. 

Man hatte mir damals gesagt, ich könne zwar spenden, aber sie könnten es dann nicht verwenden.

Gilt das dann vielleicht auch für die Organe?

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Bibi
vor 21 Stunden schrieb Clau dia:

Ich finde Organe spenden gut und trotzdem gegen eine Spende entschieden. Mich stört etwas bei den Ausweisen. Ich kann ankreuzen was oder was ich nicht spenden will.

Ich kann aber kein Kreuz machen das ich niemanden ein Organ spenden will der seinen gesundheitlichen Zustand selbst zu verantworten kann. Z.B. einem Alkoholiker eine Leber zu spenden. Ich finde es verantwortungslos das solche Menschen auf die Liste als Empfänger gesetzt werden. Ich hatte einen immer bei mir, habe ihn aber wieder entsorgt. 

Solange man nicht klären kann wem ich spenden kann, bin ich nicht mehr bereit Organe zu spenden. 

 

ja, Clau dia:

ich bin etwas verwirrt ehlich gesagt - ich habe mir deinen Beitrag mehrmals durchgelesen und habe überlegt -

es ist doch so, wenn du tot bist, dann bist du es - also Hirntot meine ich -

ich meine, auf der Organspendenliste sind wirklich Menschen aufgelistet, die auf ein Organ warten -  und ich möchte fragen, woher du diese Erkenntnis hast - von wegen Alki oder so - also ganz ehrlich, wenn jemand Alkoholiker ist, dann  meine ich, dass er nicht auf die Liste gesetzt wird  - vielleicht ist da auch falsch - ich weiss nicht -

ich werde meinen Ausweis nicht vernichten - weisst du, es gibt ja auch so viele junge Menschen, die krank sind -

selbst wenn meine Organe nicht mehr zu gebrauchen sind, eben wegen des Humira - dann aber vielleicht meine Haut, Nase, Augen und Ohren -

ich meine, Clau dia:

man kann alles festlegen und schreiben - ein kleines Blatt dazu auf den Ausweis - überlege doch bitte noch einmal -

nette Grüsse sendet - Bibi -

Edited by Bibi

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Clau dia
vor 9 Stunden schrieb arni:

Das wäre für mich moralisch nicht zu vertreten.

Genau das ist es. Moralisch nicht vertretbar das einem Alkoholiker eine Spenderleber eingesetzt wird. Dafür muss ein andere länger warten und evtl sterben weil er länger warten muss.

Und ja es stimmt. Ich kannte eine Person die durch Alk ihre Leber kaputt gemacht hat, auf die Liste gesetzt werden sollte. Aber sie hat abgelehnt.

Ich würde gerne Spenden, aber ich will ein Kreuz dort machen wer sie nicht bekommen soll. Ob der jenige dann weiß, schwarz oder grün ist. Egal welcher Religion und wer weiß noch was. Das ist alles egal. Nur nicht Menschen die ihr Leben selbst verkorkst haben. 

Auch wenn ich hier arrogant genannt werde. Ist mir Wurscht, jeder hat seine eigene Meinung. 

vor 6 Stunden schrieb Lupinchen:

Krass finde ich das jemand ab einem gewissen Alter kein 2. Organ mehr erhält.

Das finde ich genauso unverschämt. Warum bekommt ein Alter mehr kein Organ? Aber anderen die es nicht verdient haben die bekommen eins. 

 

vor 2 Stunden schrieb Bibi:

von wegen Alki oder so - also ganz ehrlich, wenn jemand Alkoholiker ist, dann  meine ich, dass er nicht auf die Liste gesetzt wird  - vielleicht ist da auch falsch - ich weiss nicht -

Sie werden auf die Liste gesetzt. Ich weiß es, es war meine eigene Schwester. 

 

vor 2 Stunden schrieb Bibi:

- ein kleines Blatt dazu auf den Ausweis

bringt nichts, habe mich schon erkundigt. Entweder oder. Wenn da etwas geändert würde, hätte ich sofort wieder einen in der Tasche. Und wenn sie Organe brauchen würden zum forschen wie man doch -uns als geschädigte- noch gebrauchen könnte wäre ich dabei.

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Tenorsaxofon

Um für eine Lungentransplantation gelistet zu werden, benötigt es verschiedene Voraussetzungen. Wie die aussehen - damit habe ich mich nie befasst, da ich weiss, dass ich dafür nicht in frage komme. Ich muss mich eben mit Coils oder dgl. begnügen.

 @Lupinchen

es muss nicht sein, dass man mit einer transplantierten Lunge nur ca.15 Jahre geschenkt bekommen hat. Im Lungenforum sind einige mit über 20 Jahren dabei. Wie du sicher mitbekommen hast, muss deine Bekannte täglich Medikamente nehmen, damit es zu keiner Abstossung kommt.

@Clau dia

wenn ich es richtig weiss wird bei einer Lebertransplantation nie eine komplette Leber verwendet.

Alkoholismus ist übrigens eine seit 1969 anerkannte Krankheit.

Gruss Anne

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Tessa
vor einer Stunde schrieb Clau dia:

Aber anderen die es nicht verdient haben die bekommen eins

Wer sind wir, daß wir entscheiden können wer etwas verdient hat und wer nicht?

Ich persönlich würde mir das nicht anmaßen.

Gruß Tessa

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Clau dia
vor 10 Minuten schrieb Tenorsaxofon:

Alkoholismus ist übrigens eine seit 1969 anerkannte Krankheit.

Das versteht auch nicht jeder. Für mich ist es ein selbst gewähltes Lebensmodell. 

Genauso wie dieser Burn Out. Wenn ich weis das mir der Job zu viel ist dann orientiere ich mich anders und mache mich nicht selbst kaputt.

Ich weiß, viele verstehen mich. Aber ich bin oft hingefallen (eher umgeworfen worden),

immer wieder aufgestanden

das Krönchen gerade gerückt und bin weiter gelaufen.

Nach dem Motto, jetzt erst recht.

Dadurch sieht man mehr wie andere, denkt und handelt auch anders.

  • Confused 1

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Clau dia
vor 4 Minuten schrieb Tessa:

Ich persönlich würde mir das nicht anmaßen.

Ich nenne es erweitertes denken und freie Meinungsäußerung

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Tenorsaxofon
vor 1 Minute schrieb Clau dia:

Das versteht auch nicht jeder. Für mich ist es ein selbst gewähltes Lebensmodell. 

Genauso wie dieser Burn Out. Wenn ich weis das mir der Job zu viel ist dann orientiere ich mich anders und mache mich nicht selbst kaputt.

Ich weiß, viele verstehen mich. Aber ich bin oft hingefallen (eher umgeworfen worden),

immer wieder aufgestanden

das Krönchen gerade gerückt und bin weiter gelaufen.

Nach dem Motto, jetzt erst recht.

Dadurch sieht man mehr wie andere, denkt und handelt auch anders.

Du scheinst nicht zu wissen was Alkoholismus bedeutet. Nicht die Trinkmenge, sondern das warum ist entscheidend. Ich danke jeden Tag unserem Schöpfer, dass ich nie, als ich gelegentlich etwas getrunken habe, einen Kontrollverlust bekommen habe.

Gruss Anne

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Clau dia
vor 28 Minuten schrieb Tenorsaxofon:

Ich danke jeden Tag unserem Schöpfer

Ok, damit kann ich leider auch nichts Anfangen. Ich klinke mich jetzt aus diesem Thema aus. 

Wenn es einen gäbe, wäre die Situation auf dieser Erde erheblich besser. 

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Waldfee

Zum Alkoholismus meine Senfzugabe:

Mein erster Mann war Alkoholiker, er hat sich selbst, mir  als seine Ehefrau und beide Kinder sehr geschadet. Es ist für mich deshalb schwer zu verstehen, daß Alkoholismus als Krankheit bezeichnet und behandel wird. Die Kosten sind hoch und ich habe mir sagen lassen, daß nur 10 % der Trinker den Absprung davon schaffen. Bei der Frage nach dem Warum kamen keine plausiblen Erklärungen, nur bla bla. Daher habe ich wenig Verständnis für die Nachsorge  solcher Leute. 

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Lupinchen

Ich denke bei bestimmten Vorerkrankungen/Verhalten wie Alkoholismus oder Krankheiten die man durch sein Verhalten selber mit verschuldet, kommt man nicht auf die Liste. Das war ja damals mit eine Sache bei dem Organskandal. Da sind eben welche auf die Liste gekommen die Ärzte bestochen haben oder wg. Vitamin B. und natürlich noch anderen Dingen. Es wird vorher drauf geschaut das bei demjenigen der ein Organ bekommt, die Wahrscheinlichkeit das es eben auch funktioniert hoch ist und sein Gesundheitsverhalten danach gut ist. Es ist danach eben nicht gleich alles leicht und der eigene Kopf muss auch mitspielen. Mein Exmann bekam das Organ eines Kindes. Da haben wir auch erstmal geschluckt.  Natürlich wird auch ganz zuletzt geschaut ob die Werte wirklich OK sind. Es wird auch schon mal eine Transplantation kurzfristig für denjenigen abgesagt. Meinem Schwager ist das so passiert. Er hatte aber auch 10 Jahre Dialyse hinter sich und war körperlich nicht gut drauf. Kurz danach ist er an einem Schlaganfall verstorben.

Es gibt eben auch Menschen die Lebendspender-Organe kaufen. Geld regiert die Welt.

Was der Dr. Lauterbach, ich mag ihn eigentlich, im Bundestag von sich gab, fand ich nicht gut. Wer nicht spendet bekommt auch nichts. Es gibt z.B. auch gläubige Menschen die es einfach nicht über sich bringen. Es gibt aber auch Muslime die spenden. Es gab auch den Fall der ermordeten Türkin (oder Kurdin), die Muslimin war, die ihre Organe gespendet hat. 

Ich denke das Thema ist nicht leicht abzuhaken.

Lg. Lupinchen

Edited by Lupinchen
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Ratinacage
vor 13 Stunden schrieb Clau dia:

Wenn es einen gäbe, wäre die Situation auf dieser Erde erheblich besser. 

Das ist ein typischer Trugschluß.

Nicht Gott ist für das Handeln der Menschen verantwortlich, sondern die Menschen tragen die Verantwortung für ihr Handeln und die daraus resultierenden Konsequenzen.

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sia
vor 17 Stunden schrieb Clau dia:

Ich nenne es erweitertes denken und freie Meinungsäußerung

😀 ich nenn's begrenztes Denken. Und klar, du kannst jede Meinung haben und die meisten auch frei äußern. Auf die Richtigkeit einer Meinung hat man allerdings keinen Anspruch. Und nur, weil jemand etwas nicht versteht, heißt das nicht, dass seine "Meinung" mit den Fakten übereinstimmt.

Was den Alkoholismus anbetrifft ist es mal wie so oft: die Kombi macht's.

Es gibt ganz klar und eindeutig eine genetische Komponente bei der Alkoholsucht. Der Anteil wird auf 40 - 60 % geschätzt. So was wird mit Zwillings- und Adoptionsstudien herausgefunden. Teilweise geht es auch um Verträglichkeit und Abbaukapazität. Außerdem scheint der Dopaminhaushalt eine Rolle zu spielen. Alkohol kann einen Mangel ausgleichen und so für manche Leute anziehender sein.

Inzwischen wurde das MAOA-Gen identifiziert, das nicht nur mit Alkoholismus, sondern auch mit anderen Verhaltensproblemen in Zusammenhang gebracht werden kann.

Zu der genetischen kommt dann noch die Familienkomponente - das beginnt schon bei Alkoholkonsum der Eltern und die Wirkung auf ihre Nachkommen und reicht bis zu Erziehung und Vorbildfunktion.

Das sind nur einige Fakten zur Alkoholsucht. Damit soll nichts entschuldigt werden, aber erklärt. Und Leuten z.B. eine Behandlung vorzuenthalten weil "sie ja selber Schuld sind" ist krude. Das kann dann beliebig weiter gedacht werden. Beinbruch beim Ski-fahren? Selbst Schuld, soll doch zu Hause bleiben. Hoher Blutdruck und Diabetes wegen Fettleibigkeit? Selbst Schuld, was hat er/sie so viel gefressen! 

Den "Schöpfer" - wer immer das sein sollte aus so einer Diskussion raus zu halten ist prima - dann aber andere Märchen wie ein " ...ein selbst gewähltes Lebensmodell" einzuführen ist auch nicht besser.

Schön für jeden, der das Glück, die Erziehung, die Grundlagen, die intellektuellen Kapazitäten, das Umfeld und die Stärke hat nach einem Fall wieder auf die Beine zu kommen. Das aber ausschliesslich "sich selbst" zuzuschreiben ist nur eine Meinung und hat nichts mit der Realität zu tun.

 

 

 

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Lupinchen
Am 17.1.2020 um 22:28 schrieb Tenorsaxofon:

Um für eine Lungentransplantation gelistet zu werden, benötigt es verschiedene Voraussetzungen. Wie die aussehen - damit habe ich mich nie befasst, da ich weiss, dass ich dafür nicht in frage komme. Ich muss mich eben mit Coils oder dgl. begnügen.

 @Lupinchen

es muss nicht sein, dass man mit einer transplantierten Lunge nur ca.15 Jahre geschenkt bekommen hat. Im Lungenforum sind einige mit über 20 Jahren dabei. Wie du sicher mitbekommen hast, muss deine Bekannte täglich Medikamente nehmen, damit es zu keiner Abstossung kommt.

@Clau dia

wenn ich es richtig weiss wird bei einer Lebertransplantation nie eine komplette Leber verwendet.

Alkoholismus ist übrigens eine seit 1969 anerkannte Krankheit.

Gruss Anne

…..stimmt hat mir mein Bekannter auch gerade erzählt. Er wird in München behandelt und von dort ist auch eine die ihre Lunge schon 20 Jahre hat.

Lg. Lupinchen

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