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Neuer Rheuma-Doc!


motte52
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Hallo alle,

seit 4 Jahren habe ich PSA, gesicherte Diagnose, wenige Beschwerden. Nun habe ich seit 4 Wochen enorme Belastungsschmerzen und Schwellungen am/ im Knie. MRT ergab Ödeme, Bakerzyste, Bänder und Knorpel aber in Ordnung, auch die Knochen an sich. Mein Rheumatologe untersuchte auch wie üblich dasBlut, nichts.

Da überwies der Mensch mich an den Orthopäden, auch ok., meinte aber, da seit 1 Jahr keine entzündlichen Zeichen im Blut wären, habe ich kein Rheuma und wäre bei ihm fehl am Platz....

Da blieben mir jegliche Worte im Hals stecken. Zum Glück war ich bis vor 1 Jahr bei einem Rheum., der zwar 40 km weg, aber i.O. war. Und zu diesem werde ich wieder gehen.

Was es alles gibt!!

Liebe Grüße

motte

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Hallo Motte,

ich würde mal sagen, o,o. Mir kommt das sehr bekannt vor.

Kommst du zufällig aus Sachsen?

Wenn ja, dann kann ich dir Tipps (auch per PN) geben. Wenn nein, weiter hinten ist ein Thread mit Namen von Ärzten, vielleicht auch aus deiner Gegend.

Genau dein Problem ist das vieler im Forum - die Unwissenheit vieler Ärzte gegenüber der PSA.

lg petroscha

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Hallo, liebe petroscha,

ja, ich komme aus Sachsen. Ursprünglich war ich in Plauen zur Behandlung, als ein Rheuma-Doc nach Zwickau kam, ging ich wegen der Nähe zu ihm. Nun wird Plauen wieder mein Ziel.

Aber daß ein RHEUMA-Arzt alles von Entzündungsanzeichen abhängig macht...

Sogar eine akute rheumatiode Arthritis kann OHNE Entzündungszeichen beginnen. Das weiß sogar ich als medizinischer Laie.

Viele Grüße

motte

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Hallo motte52,

ich glaube einen Grund für das Nichtdiagnose der PSA stellen wollen in unserer Region gefunden zu haben.

Es ist die strikte Durchsetzung des "Stufenschemas der Diagnostik für Kassenpatienten".

Das bedeutet, weil PSA seronegativ ist, werden weitere Untersuchungen regelrecht verboten.

Jetzt kann ich sogar meinen ehemaligen Rheumadoc verstehen - er durfte mich gar nicht weiter behandeln.

Ich verstehe nur nicht, warum in anderen Bundesländern das anders gehabt wird.

Welche Erfahrungen habt ihr?

Ich habe einen Beschwerdebrief weggeschickt an die Kassenärztliche Vereinigung meiner Region. Ich bin gespannt, was da geantwortet wird.

Da gibt sich die Rheuma-Liga Mühe mit Aufklärung (gerade jetzt im Rheuma-Forum wieder) und die Kassenärztliche Vereinigung verbietet alles.

Das kann doch nicht wahr sein!

lg petroscha

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Guten Abend, liebe Petroscha,

wie gesagt, ich habe PSA seit nunmehr 5 Jahren. Mein erster und bald wieder aktueller Rheuma-Doc in Plauen hatte mich nicht abgewiesen, im Gegenteil, ich habe neuen Termin für Mai bekommen. Als ehemaliger Patient ging das, neue Pat. nimmt er gar nicht mehr.

Ich hörte das auch von Anderen, daß er seronegative Rheumapat. ablehnt. Unglaublich.

Ich bin neugierig, was Dir die KVS antwortet.

Viele Grüße

motte52

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Richtig motte52 - bewährte Ärzte sollte man sich warm halten.

Ich bereite noch einen Brief an die Rheuma-Liga vor, denn das ist doch Unsinn, die tun alles für eine bessere Aufklärung über PSA und solche Orts-KV tun alles, dies zu verhindern...

lg petroscha

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  • 2 weeks later...

Ich habe schon mehreren Fachärzten die Freundschaft gekündigt. ich lass mich nicht beleidigen oder verscheißern. Ich weiß aus meiner Ausbildung, daß es schwer ist, eine PSO-Arthritis zu erkennen, wenn die Entzündungswerte fehlen. Wie oft wurde mir gesagt, ich sei eingebildet krank, hab ne Reha deswegen abgebrochen, weil die Hüftentzündung als eingebildet krank deklariert wurde. Mein Hausarzt war erschüttert.

Jetzt hab ich eine Rheuma-Ärztin, die mir zuhört. Wenigstens was. Und sie erklärte mir, warum ich wegen meiner Zöliakie kaum Medis vertrage. Aha, von wegen "ich will nicht"! . Nein, ich vertrage die Mittel wirklich nicht. Und die Ärztin freut sich, wenn ich versuche, mir mittels Naturheilmittel Linderung zu verschaffen.

Es ist mein Leben, mein Körper. Ich bin also auch in der Pflicht, mir selbst zu helfen. :smile-alt:

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Hallo,

es ist schlimm. Nach dem MRT schickte mich der Rheumat. OHNE ein Wort zum Befund zum Orthopäde. DEN wiederum interessiert z.B. die PSA nicht. Geh ich zum Hautarzt wegen PSO, krieg ich Creme, er ist kein Rheumatologe. Einen Arzt, der alles im Zusammenhang sieht, gibt es nicht. Oder ggf. den Hausarzt. Nur gut, daß man sich im Internet informieren kann.

Man darf nur den Mut nicht verlieren!!

Gruß

motte52

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Ja, es ist schlimm, eigentlich erschütternd.

Meine Schmerzärztin, die versuchte, mittels Akupunktur meinen Rückenschmerz zu besiegen, überwies mich mal vor Jahren zu einem Spezalisten für PSO-Arthritis. Ich mußte 300 Km fahren. Obwohl das MRT eine ISG-Entzündung bewies, auch leichte Entzündungswerte vorhanden waren, dezente Gelenkschwellungen, Fersenentzündung, sagte doch dieser Doc nach dem Tastbefund: "PSO-Arthritis sei so selten, das könne ich nicht haben!" Er wollte Antidepressiva verschreiben. Ich fragte ihn, was gegen eine PSO-Arthritis spricht, wollte es verstehen. Er meinte, er sähe keine typischen befallenen Stellen. Das nennt sich sich also Spezialist. Ich ging.

Ich verstand nicht, warum der Doc fachbuchmäßige Schuppenflechte-Stellen sehen wollte. So reagieren leider auch andere Rheuma-Docs. Ich will nicht mehr enttäuscht werden. Glauben Fachärzte mir nicht, geh ich da nicht mehr hin. Spart Fahrgeld :smile-alt:

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Noch viel schlimmer: Als die rheumatiode Arthritis bei meiner Schwester begann, rot, dick, sehr schmerzhaft, lehrbuchhaft, aber noch ohne Rheumafaktoren!, bekam sie auch Beruhigungstropfen...

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Da reden alle Politiker kassenärtzliche Vereiigungen und sostige Schlaumeier von Kostexplusionen.

Uns wird vorgeworfen zu oft zum Arzt zu rennen.

Anstatt eine Liste von Symtomen anzulegen ohne Namen wo sich jeder Artzt Informationen holen kann, wenn er zu dumm ist sich selber weiterzubilden, ne da wird mann hin und her geschickt,sodas man sich selber schon blöd vorkommt. es ist nicht zu fassen.

Nur durch eine gute Zusammenarbeit könnten Miliarden gespart werden mit dem Nebeneffekt uns würde geholfen.

Man, da kann mir die Hutschnur hochgehen

so das muste ich jetzt einfach quitt werden

Euch allen viel Glück mit euren Ärzten

L.G.irmi

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Genau irmi, ich war auch nur Alibipatient beim hiesigen Rheumadoc - zum Abzapfen vierteljährlich gut genug - aber zur Diagnose ungeeignet. Da wird dann plötzlich alles somatoforme Schmerzstörung ausgelegt.

Nur gut, dass es dieses Forum gibt...

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Ja Ihr Lieben,

da haben wir so Einiges durch. In einer meiner Fachzeitschriften las ich einen interessanten Bericht. Der Patient will sich über seine Krankheit informieren, liest alles, was er bekommt, googelt, stöbert in Foren, läßt sich Ergebnisse von Forschungsberichten zusenden, wenn er an diese herankommt, und diese allen zugänglich sind. Damit bewaffnet, kann sich der Patient schon sehr gut helfen, etwas für sich tun.

Der Arzt hat keine Zeit, all seine Fachzeitschriften zu lesen. Er wird mit über 300 Formularen bombardiert, nur damit er seine Praxis leiten darf. In der Ausbildung muß er seinem Prof. glauben schenken, alles Neue ignoriert der Prof, wenn er dem nicht glaubt, es sich nicht vorstellen kann. Auf Weiterbildungen wird oftmals auf das Untypische einer Erkrankung nicht eingegangen. Forschungsberichte lesen schafft der Doc auch nicht. Da wundern wir uns, wenn wir mehr über unsere Erkrankung wissen. :(

Das Fatale: Fällt dem Assistenzarzt in der Klinik etwas Untypisches auf, interessiert sich dafür, informiert sich privat, wird er kaum seinem Prof oder dem Chefarzt ins Wort fallen, wenn dieser meint:"Was nicht sein kann, was nicht sein darf!"

Der Bericht war wirklich interessant. Als die Rehaklinik vor Jahren meine Zöliakie ignorierte - das könne ich nicht haben, da müsse ich rappeldürr sein - :confused: - wurde ich auf halbe Kost gesetzt. Gluten in der Nahrung verursachte noch mehr Gelenkschmerz, krassen Durchfall, Bauchkrämpfe. Die Hände schwollen an . Ich wollte dies der Stationsärztin zeigen, da meinte sie: "Jetzt nicht, sie hätte keine Zeit. Ich soll nächste Woche wieder kommen"

Das ist doch sträfliche Ignoranz.

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Grüß Dich Fuchs

Wenn ich es nicht selber erlebt hätte,wie entgegen aller neuen Erkenntnis gehandelt wird und wie es einem ergeht der sich versucht dagegen zu wehren ich würde es nicht glauben.

Wenn ich dann noch überlege daß es viele Menschen gibt die sich nicht wie wir in einem Forum schlau machen können.Dann wird es mir erst richtig schlecht.

das einzige was mir dazu für mich einfällt ist ich laß mir nichts gefallen,

das ist zwar nicht ausreichend weil wenn mir ein Arzt nicht die Behandlung gibt die ich brauche, muß ich daß ja est einmal selber merken und dann mir einen anderen Doc suchen.

Und da gute Ärzte nicht gerade an jeder ecke zu finden sind , tja

Also laß uns weiter dafür Sorge tragen hir im Netzt das ,daß was wir herausgefunden haben ins Netzt zu stellen.

wünsche Dir viel Erfolg bei deinem Kampf gegen Ingoranz und Frechheit

L.G. irmi

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so, jetzt melde ich mich hier zu Wort. Ich gehöre der hier beschimpften Zunft der Mediziner an. Ich arbeite in einer Reha-Klinik, allerdings auf einem gänzlich anderen Fachgebiet. In vielen Dingen habt Ihr ja Recht, trotzdem ist die Welt nicht nur schwarz und weiß, weit verbreitet sind die Grautöne.

Es stimmt eben auch, dass die Kassenärzte durch Krankenkasse und kassenärztliche Vereinigung stark kontrolliert werden. Auch in der stationären Versorgung treibt der Formalismus heftige Blüten. Ich selbst habe dort, wo ich gearbeitet habe, den Formalismus voran getrieben. Das habe ich getan, nicht weil ich davon überzeugt bin, sondern weil ich wollte, dass die Klinik im bestehnden System überleben kann und ein gewisses Maß an Freiheiten behält.

Ärzte sind heutzutage mehr denn je verpflichtet sich fortzubilden. Das wird auch durch die erworbenen Fortbildungspunkte überprüft. Die Pharma-Industrie bietet viele Fortbildungen an. Hier mischt sich Expertentum mit subtiler Werbung, die oft auf Anhieb nicht oder auch mit dem zweiten Blick scher zu erkennen ist.

Ärzte erbringen oftmals Leistungen zu Preisen, für die ein Handwerker sich nicht in das Firmenfahrzeug setzen würde. Dennoch ist unser Gesundheitswesen teuer, weil ärztliche Leistungen oft wenig koordiniert erfolgen. Das gefährdet den Heilerfolg, ist ungünstig für Patienten und außerdem noch teuer.

Viele Medikamente sind in Deutschland teurer als im Ausland, obwohl es sich um das gleiche Produkt handelt. Die Politik war nicht in der Lage die Positivliste durchzusetzen. D. h. es werden nur die Medikamente von der GKV finanziert, die sich bewährt haben und günstig sind. Teuere Medikamente werden erst verwendet, wenn andere nicht helfen. Innovationen werden erst dann von der Kasse übernommen, wenn deren Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen ist.

Auch wenn ich weder Rheumatologe noch Dermatologe bin, weiß ich, dass ein psotiver Nachweis einer PSA nicht möglich ist. Um eine rheumatische Erkrankung auszuschließen, komme ich meistens um die Rheumatestung nicht herum. Es könnte ja jemand auch PSO und Rheuma haben - oder Rheuma und ein paar Hautveränderungen, die aber keine PSO sind. Entzündungswerte zeigen mir eine Entzündung an, aber ich weiß ja dann immer noch nicht, welche vorliegt. Das sollten Dermatologen, Rheumatologen und Orthopäden wissen. Ich weiß es ja auch als Psychiater, obwohl das nicht mein Fachgebiet ist. Und ich stelle mich nicht hin um zu schreiben, dass ich die Feinheiten der drei genannten Fachgebiete beherrsche.

Ärzte sind ganz normale menschen nicht nur Halbgötter in Weiß. Wenn sie sich angegriffen fühlen, werden sie sich wehren. Daher empfehle ich Euch, einerseits die Dinge klar zu machen. Aber das geht - andererseits - oft auch ohne frontale Attacken. Vermutlich habe ich es oft als "Kollege" leichter mich bei Ärzten durchzusetzen. Allerdings gebe ich mich nicht immer zu erkennen. Damit mache ich oft interessante Erfahrungen.

Auf jeden Fall wünsche ich Euch bessere Erfahrungen mit Ärzten, als Ihr sie hier beschrieben habt.

Grüße von Kuno - aus dem Lager der Ärzte

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Es stimmt Kuno - Ärzte sind auch nur Menschen. Aber Patienten sind auch Menschen - und die Grundlage der Ausübung von ärztlichen Berufen. Irgendetwas stimmt nicht in der Kommunikation, wie ich leider selber schmerzlich feststellen konnte/musste.

Ich sehe grob 2 Arten von Patienten,

- Patienten, die alles glauben, was der Doc sagt und damit demzufolge auch der liebste Patient sind und

- Patienten, die vielleicht in der Anfangsphase manches glauben, dann aber recherchieren und hinterfragen.

Die Gruppe der Hypochonder schliesse ich mal aus.

Wir sind in einem Schuppi-Forum, deshalb ist zumindest diese Krankheit bei den meisten bestätigt und nicht eingebildet. Dass es zumindest einen Zusammenhang zwischen möglichen weiteren Erkrankungen gibt, ist inzwischen hier auch nicht neu.

Ärzte müssen sich weiter bilden, ja. Ich war vergangene Woche bei meinem, sehr vielbeschäftigten, Orthopäden und der meinte, er kenne PSA nur als gelenkzerstörende Krankheit. Sehnenprobleme schliesst er aus und schiebt deshalb die Sehnenschmerzen auf psychische Probleme. Ich habe ihm den Ausdruck meiner Frage von der kürzlichen Fragewoche der Rheuma-Liga gezeigt. Der Herr Prof. Kaltwasser antwortete mir da, "Insertionstendiniten kommen bei PSA vor und sind im Verlauf geradezu typisch". Diese Diagnose hatte ich u.a. aus einem Schulter-MRT von mir abgeschrieben. Dieses MRT hatte der og. Orthopäde nach 16! Jahren Schulterbeschwerden veranlasst. Ich halte diesem Arzt zugute, dass er ganz scharf auf das Ende März zu erstellende Gerichtsgutachten (EU-Rente) ist. Da darf ich zu einer Gutachterin mit der seltenen Kombination Orthopädie/Rheumatologie.

Gerade die RV hat dieses Gutachten empfohlen, weil mein ehem. Rheumadoc mich auch nur noch als Alibipatient für seine vierteljährliche Labordiagnostik brauchte und keine eindeutige Diagnose (alles somatoforme Schmerzstörungen nach Gerichtsanfrage) gestellt hatte.

Mein Bruder und mein Neffe haben bestätigte PSA (leben schon immer in einem westl. Bundesland), das hat hier niemanden interessiert - im Gegenteil, "was die haben, müssen sie nicht auch haben" und machte keine Untersuchungen, um das auszuschließen...

Ich schreibe dies alles, weil mein Herz und Hirn noch funktionieren und ich anderen Patienten Mut machen möchte, nicht aufzugeben. Im Endeffekt interessiert es mich nicht einmal, was ich nun genau habe, aber ich möchte nicht in die somatoforme Ecke abgeschoben werden. Ich bin Realist/Optimist genug um zu erkennen, wann für mich Grenzen sind und wie ich aus bestimmten Situationen komme.

Sorry, das ist jetzt ein Miniroman geworden.

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Hallo lieber Kuno,

so wie du hier schreibst, bist du ein interressierter Doc im psyiatrischen Bereich. Darf ich dir da mal eine Frage stellen?: Würdest du im Kurklinik -Bereich dem Bericht eines Arztes unbedingt glauben, wenn dieser sagt: Der Patient hat nur eine somatoforme Schmerzstörung, bildet sich die Krankheiten selber ein.

Der Pat. wird nun zu dir in die Entspannungstherapie geschickt, zur Gesprächsrunde, Krankheitsbewältigung und so. Täglich 3 Stunden Kontakt zu diesem Patienten. Dieser erscheint dir aufgeschlossen, interessiert, hört and. Pat. aufmerksam zu. Am Ende der Runde zeigt der Pat. seine geröteten geschwollenen schmerzenden Fersen, rannte in der Runde wegen Durchfall dauernd zur Toilette, hält seinen Bauch wegen Bauchkrämpfe, Hände gerötet, geschwollen, kann den Kopf kaum drehen, erzählt den Bericht vom MRT, dem in der Klinik kein Glauben geschenkt wird.

Würdest du dem behandelndem Stationsarzt jetzt ins Wort fallen und erklären: Einbildung macht keine Entzündung, oder würdest du dem Doc glauben und dem Patienten erzählen: Ihre Einbildung ist so manifest, daß sich dies auf die Gelenke auswirkt, der Patient solle doch endlich krankheits-einsichtig werden.

In meiner therapeut. Ausbildung hatte ich eine umfangreiche med. Ausbildung, unter anderem Kinder, - Tiefen, - und allg. Psychologie, Ansätze nach Adler, Riemann, Freud sowieso und so weiter. Uns wurde immer gesagt: du hast die Pflicht, dir selbst ein Bild zu machen, lies nie einen Bericht, bevor du den Pat. gesehen und mit ihm gesprochen hast.

So habe ich es immer gehalten. Ich lasse mir nur Infos geben, ob der Betreffende Herzkrank sei, Epilepsie hat und so. Mache dann den Erstbefund.

Der Psycho-Doc in der Rehaklinik war so von sich eingenommen, daß er nur glaubte, was in der Akte stand. Und da stand nun mal, "die ist eingebildet krank". Als Beweis galt der schlimmer gewordene Durchfall. Ich hatte keine Chance, eine Behandlung zu erhalten, die meinen Gesundheitszustand gebessert hätte.

Trotzdem verlor ich die Klage, weil der Rehabericht sehr "gewichtig" war, meine Zöliakie und der Bericht vom Hautarzt , sowie meiner neuen Rheumatoliogin außer Acht gelassen wurden. Begründung: Das hätte alles später aufgetreten sein können. Ich hätte nur gewinnen können, wenn ich ein Gegengutachten selbst in Auftrag gegeben hätte. Das war mir zu teuer.

Liebe Petroscha, liebe Interessierten,

meine bisherigen Rheuma-Ärzte, in beiden Rehakliniken, in denen ich war, wurde mir erklärt, daß bei PSA sich die Sehnenansätze nicht entzünden. Ergo: Psyche knallbunt. In Fachbüchern und Fachzeitschriften wird immer wieder erklärt, daß die Sehnenansätze sich liebend gern bei PSA entzünden, stark schmerzen. Ich würde mir wünschen, daß diese Erkenntnisse endlich in allen Praxen einzieht. Was nützt uns das Wissen, wenn der Doc uns nicht glaubt, uns für psychisch krank hält. Unbehandelte PSA wird schlimmer. Solche Ärzte müssten dies selber bekommen, und dann genau so behandelt werden, damit sie fühlen, was wir empfinden.

Edited by Fuchs
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Den interessanten Link dieses Threads werde ich an meinen Landesverband der Rheuma-Liga schicken, um einen "Zwergenaufstand" anzuzetteln.

Ist man allein mit solchen Problemen, denkt man sich, na gut, du bist vielleicht wirklich überstrapaziert und siehst manches nicht so optimistisch.

Aber hier zeigt sich gerade, dass es viele User betrifft, die nicht ernst genommen werden. Das ist traurig für den Betroffenen und aber auch traurig von den Ärzten.

Glücklicherweise sind bis auf wenige Gelenke bei mir nur mehr oder weniger alle Sehnen betroffen. Sehnenentzündungen sieht man nicht im Röntgen - also fehlt einem ja auch nichts. Es stimmt schon, dass psychische Belastungen auch zu Sehnenentzündungen führen können - aber eben nur auch.

Meine ersten attestierten Entzündungen waren nach dem geringer werden der PSO und der Mandelentfernung Mitte der 70er Jahre. Ich bin demnach ein typischer Fall, wie man unbehandelt Jahrzehnte überstehen kann und mit den immer mehr werdenden Beschwerden zurecht kommt.

Besondere Familienverhältnisse brachten mich erst vor kurzer Zeit mit den Verwandten väterlicherseits zusammen - und mein Bruder hat auch so eine PSA. Zufall? Einbildung kann es meinerseits nicht sein, dagegen sprechen die Befunde und ich wusste nichts von seiner Diagnose.

Nun frage ich mich nur, wie kann man noch Ärzte überzeugen, ohne gleich als besserwisserisch abgestempelt zu werden?

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Lieber Kuno,

es kann wohl nicht sein, das es noch Rheumatologen gibt die Patienten mit Verdacht auf PSA und auf Grund eines negativen Laborbefundes wieder nach Hause schicken. Das dann dieser verzweifelte Patient der in der Regel mehrere Monate auf diesen Arzttermin gewartet hat und nun bitter enttäuscht ist, dann ist dies doch verständlich. Ich habe einen Bericht über PSA von Herrn Prof. Langer gelesen, in den er schreibt das es LEIDER noch viele Rheumatologen gibt die zu wenig Erfahrungen über PSA haben und man sollte unbedingt einen internistischen Rheumatologen suchen. Wo aber findet man einen internistischen Rheumatologen so schnell. Deinen Vergleich mit den Handwerker kann ich nur widersprechen. Wenn bei mir ein Handwerker eine nicht zufriedenstellende Leistung erbringt, dann bezahle ich seine Rechnung nicht. Viele PSA Patienten klammern sich wie an einen Strohhalm an den nächsten Termin beim Rheumatologen, sie zählen die Stunden und Tage bis dieser Termin endlich da ist. Voller Erwartung gehen sie dann hin und kommen in der Regel bitter enttäuscht nach Hause. Zur Krönung der ganzen Sache werden sie noch als depressiv und stomatoform erschöpft abgestempelt. Im Gegentteil zum Handwerker stellt dann dieser Arzt für diese schlechte Leistung noch eine Rechnung an die Krankenkasse, denn da draußen stehen ja noch viele die dringend auf einen Termin warten. Ein Handwerker kann sich so etwas nicht leisten, denn sonst werden die Kunden immer weniger. Der Leidensweg von Patienten mit PSA ist in der Regel sehr lang und wird durch ungenügenden Kenntnisstand von Ärzten wesentlich verlängert. Ein Arzt hat den Eid geleistet Menschen zu helfen und deshalb sollte er das auch tun. Das gesamte Krankheitsbild der PSA ist viel zu weng bekannt und es müsste durch den Medien sowie einer Hilfsorganisation mit prominenten Schirmherrn mehr bekannt gemacht werden. Auch müsste der Patient seine Arztrechnung zur Unterzeichnung vorgelegt bekommen.

LG Bernie51

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Genau so ist es. Mir liegt nicht daran die Ärzte schlecht zu machen.

Das ganze Systhem ist ein Durcheinander von unsinnigen Gestzen,

Begehrlichkeiten und oft krimineller Energie gepaart mit Überheblichkeit.

Eine oft ratlose Patientin irmi

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Irmi, ich gebe dir recht.

Ich frage mich, können Ärzte nicht, oder dürfen die nicht.

An dem Können können Ärzte arbeiten durch entsprechende Weiterbildung und dem Zustellen von Infomaterial über die Besonderheiten der PSA.

An dem vielleicht "nicht dürfen" müssen die Kassenärztlichen Vereinigungen das entsprechende Infomaterial zusätzlich zu den Ärzten erhalten.

Es kann doch nicht sein, dass es solche und solche Ärzte gibt.

Man müsste einmal gegen rechnen, was das Ärztehopping und die vierteljährlichen Nonsens-Laboruntersuchungen den Kassen kostet.

Schlimm, schlimm

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Hallo liebe Irmi,

super Idee. Bevor der Doc Leistungen abrechnen darf, müssen wir siese Leistungen abzeichnen. So haben wir eine bessere Kontrolle, ob wir zu einem "schwarzen Schaf" gelangt sind, der abrechnet, was er nicht gemacht hat. Ich glaube, dann hätten wir eine viel bessere Qualität an Untersuchung, welches dann Kosten spart.

Wir sind ja gezwungen, uns andere Ärzte zu suchen, wenn uns nicht geglaubt wird. :(

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